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  1. #31
    Zitat Zitat von Artax
    Kommt her und tut was, und das gilt nicht nur für die paar Leute, die sich da gerade im Sumpf auspowern.

    Platzhalter.

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    Das Wispern hatte sich komplett geändert. War es einst ängstlich, ja, geradezu panisch, konnte man den Triumph geradezu körperlich spüren. Was auch immer dieses Geräusch verursachte, schien seinem Ziel erschreckend nahe gekommen zu sein. Doch dabei blieb es nicht. Das Wispern schwoll an, wurde immer lauter und aufpeitschend. Konsum und Godan hatten beide kein gutes Gefühl bei der Sache und blickten sich nervös um.

    „Also, langsam fängt es an mir zu gefallen.“

    Godan fing sich einen bitterbösen Blick von Seiten Konsums ein, der immer noch wachsam zu allen Seiten spähte. Das Wispern verharrte in der Tonlage und Lautstärke. Immer noch schien von überall gleichzeitig zu kommen, und doch konnte man sich des Gefühls nicht verwehren, dass es sich näherte.
    Mit einem Zaghaften schritt stieg Konsum die Treppe weiter hinunter. Godan folgte dichtauf, lies seine Augen in der Dunkelheit umherwandern und versuchte einen möglichen Überraschungsangriff vorherzusehen.

    „Nur aus reiner Neugier, wozu brauchst du den Kristall eigentlich?“

    ... fragte Konsum über die Schulter, während er die letzte Stufe hinabstieg und sich nach links wandte. Wie durch Zauberhand entflammten die Fackeln des Korridors und spendeten Licht durch den schummrigen Gang. Ihre Schritte hallten in der Dunkelheit wider und so war es schwer abzuschätzen, wie weit sie gingen. Godan war nicht genau klar, wohin Konsum ihn führte, jedoch war er bereit sich zu verteidigen, sollte die Situation es erfordern.

    „Nun, der Kristall hat die nützliche Eigenschaft Magie zu speichern und programmiert zu werden. Ich brauche ihn natürlich für meine Pläne einen Freund von mir auszuschalten, der haargenau so aussieht wie du, und zu allem Überfluss auch noch deinen Namen trägt. Sag mal, wie weit ist es denn noch?“

    Konsum dachte kurz darüber nach, schwieg aber was die Strecke anging. Die Wände schienen sich endlos hinzuziehen und bald löste nackter Fels die behauenen Steine ab. Langsam kam es Godan vor wie eine Ewigkeit, und auch wenn Zeit ein Luxus war, den er sich sonst zu nehmen pflegte, hatte er jetzt doch einfach keinen Nerv dafür. Wieder eine Biegung und weiter ging. Hätte Godan genau aufgepasst, hätte er bemerkt, dass Konsum ihn im Kreis geführt hatte, doch zu sehr war der gepanzerte damit beschäftigt auf dem Wispern zu lauschen, welches sich wieder zu entfernen schien, als ob es Anlauf nehmen wollte. Plötzlich stoppte Konsum und Godan konnte noch verhindern, dass er in seinen Gastgeber reinrannte.

    „Wir sind da. Hinter dieser Tür verbergen sich meine... Artefakte.“

    Mit hochgezogener Braue betrachtete Godan die Tür, vor der sie standen. Das passendste Wort, was Godan einfiel, war einfach nur „Enttäuschend“.

    „In einer Besenkammer? Du bewahrst deine Relikte in einer Besenkammer auf?“

    Konsum lächelte seltsam und stieß die Tür auf. Gähnende Dunkelheit streckte ihre Finger nach den Männern aus, doch schreckte vor dem Licht zurück. Godan war immer noch nicht beeindruckt und so wartete er geduldig auf die Fortsetzung der Vorführung. Ein Klicken ertönte, als Konsum das Licht anschaltete. Irgendwo in der einsamen Dunkelheit erkannte eine einsame Glühbirne ihr Stichwort und fing sofort an, Licht auszuschicken, welches jedoch von der lauernden Dunkelheit verschluckt wurde. Godan räusperte sich hörbar und wollte gerade zu einem Kommentar ansetzen, als der nette Apparat in der hintersten Ecke das Licht einlud, verstärkte und wieder in die Welt lies. Ein melodisches Summen war zu hören, als sich der Raum mit Licht füllte. Jetzt war Godan beeindruckt. Es stand zwar immer noch ein Besen plus Eimer neben der Tür, aber sonst hatte dieser Raum nichts mehr mit einer Besenkammer gemein. Flugzeughangar passte jetzt wesentlich besser.
    Godan lies seinen Blick im Raum umherschweifen. Seine Augen sahen Berge von Unnützen Schrott, Spielereien und hin und wieder etwas von wirklicher Macht. Wer auch immer diese Sachen zusammengetragen hatte, hatte wohl einen Geschmacklichen Blackout gehabt. Er fand immer mehr Gründe, so schnell wie möglich von dieser Welt zu verschwinden.

    „Also, wo ist der Kristall?“

    ... fragte er und bemerkte erst jetzt, dass Konsum nicht mehr neben ihm stand. Er entdeckte ihn kurze Zeit später, im hinteren Teil des Hangars, wie er bunten Krimskrams aus einer Truhe kramte und lieblos über die Schulter warf. Ohne Kommentar schritt der Ritter an dem ganzen Gerümpel vorbei und hielt neben Konsum. Er verschränkte die Arme vor der Brust und sah weiter zu, wie Konsum immer verworrenere Gegenstände aus der Kiste holte und dann irgendwo in eine Ecke schmiss. Still vor sich hinmurmelnd, grub Konsum immer weiter und fand schließlich das Gesuchte. Mit einiger Anstrengung hievte er den Stein aus den Behälter und knallte ihn Godan knapp vor die Füße.

    „Hey, sei vorsichtig! Er ist wirklich wertvoll und... Hm?“

    Auch Konsum hielt nun inne und blickte fragend auf Godans Schwertscheide, die in einer beachtlichen Stärke geschüttelt wurde. Ohne zu zögern griff Godan beherzt nach der Waffe, riss sie aus der Scheide und hielt die Klinge dicht vor seinem Gesicht. Konsum sah durch die durchsichtige Klinge den nachdenklichen Ausdruck auf Godans Antlitz und wich zurück, als das Schwert plötzlich geschwungen wurde. Wie es aussah, zeigte es Godan den Weg, du etwas. Konsum hatte schon mehrmals gedacht, dass die Reisen, Kämpfe, fast Tode und die restlichen Unglücke auf Dauer nicht gesund sein konnten, und nun war er sich endlich sicher, den Verstand verloren zu haben. Immerhin konnte ein Schwert sich doch nicht von alleine bewegen...

    „Jaja... Ist ja gut, zerr nicht so! Was ist denn?“

    Schlagartig richtete sich die Spitze auf ein paar Kartons, die Konsum unachtsam hingeworfen hatte. Mit den Füssen scharrte Godan ein bisschen darin herum und fand auf den Boden letztendlich einen Schmucklosen Stein. Das Schwert zeigte weiter unbeirrt auf den Stein. Also Konsum näher kam und über Godans Schulter blickte, runzelte er die Stirn. Den Stein kannte er doch... Nur woher?
    Dann fiel es ihm wie Drachenschuppen von den Augen. Es war der Meteorit aus Fairlight, den er hier versteckt hatte.

    „Ah... Ich verstehe. Konsum, ich werde mich natürlich erkenntlich zeigen und dir einen Gefallen tun. Ich hörte von deiner kleinen Freundin und ihr Schicksal. Um genau zu sein, habe ich jede Information erhalten, die zu finden war. Das witzige ist aber, dass du das Heilmittel genau vor dir siehst.“

    Konsum schnappte sich den Stein bevor Godan ihn aufheben konnte und brachte sich schnell vor der Klinge in Sicherheit.

    „Aber wie funktioniert er? Ich spüre nichts magisches an ihm, noch konnte ich irgendetwas spezielles daran erkennen... Um ehrlich zu sein bezweifle ich stark... Geht’s noch?“

    ... rief er und sprang zurück. Zentimeter vor seinen Augen ragte die Klinge hervor und bohrte sich weiter in den Stein herein. Vor Schreck lies Konsum den Stein los und erkannte, dass das Schwert, mit der Klinge nach unten, in der Luft schwebte. Die Hälfte des Schwertes durchbohrte bereits den Stein und Konsum konnte sich keinen Reim darauf machen, was gerade geschah.

    „Dein Problem ist, dass du nicht in in den Stein sehen kannst. Die meisten Kräfte verbergen sich immer in solchen Sachen.“

    Seelenruhig sah er zu, wie das Schwert rostrot anlief und der Stein immer fahler wurde. Die Klinge fing an in einem sanften Rot zu glühen und verdrängte das bereits vorhandene Licht immer mehr. Aus den Augenwinkeln sah Konsum, wie Godan kurz eine kleine Kugel in der Hand hielt und sie schnell verschwinden lies. Das Leuchten der Waffe wurde immer intensiver und Godan blickte langsam besorgt auf sein Schwert. Zu dem Licht gesellte sich noch ein schwingender Ton, der beruhigend auf die Nerven wirkte und das Wispern zu vertreiben schien. Nicht mehr beängstigt oder von Zweifel geplagt, sah sich Konsum das Schauspiel weiter an und war gespannt darauf, zu was es führen sollte.
    Als der Stein vollends Weiß geworden war, zerbröckelte er einfach und lies das Schwert in der Luft allein. Beinahe behutsam nahm Godan seine Waffe in die Hand und ein Lächeln huschte über sein Gesicht.

    „Konsum, deine Suche hat ein Ende.“

    ... sagte er schlicht und ging aus dem Hangar. Benommen folgte ihm Konsum, er konnte nicht anders. Der Kristall war jetzt Nebensache, denn die Worte Godans hatten Konsums Gehirn erreicht. Mit einem Mal riss er die Augen auf, als er erkannte, was er gehört hatte. Ihm wurden die weitreichenden Folgen der Worte bewusst und die Tränen stiegen ihm in die Augen.

    Endlich. Endlich war der Zeitpunkt gekommen.

    Das spürten auch die Wesen, die das Wispern erzeugten und Angst mischte sich in ihr Murmeln.
    Es wurde wieder stärker.
    ----
    Ach... ich lass es... Spinnen krieg ich keine rein... Und ich breche mir irgendwie immer einen ab... Damn... Naja, was solls. Der nächste Part auf sich warten lassen... Mal sehen wie lange.
    Geändert von Konsum (09.12.2004 um 22:05 Uhr)

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