Stumm war die Gruppe zurük gelaufen. Und stumm waren sie die ganze Zeit der Rückfahrt.
Die ereignisse waren zu frisch und saßen zu tief, als das sie jetzt schon hätten reden können. Man hatte Minuhas leiche, oder was davon übrig war, mitgenommen. Er sollte in Balamb zur letzten Ruhe gtragen werden. So begleitete der Geruch des Tode sie noch über den verlorenen Sieg hinaus.
Den Kampf hatten sie überstanden. Wenn einer unter ihnen ihn auch nicht überlebt hatte.
Minuha..
Er war nicht mal 20 Jahre alt und hatte Ideen.
Träume.
Visionen.
Und nun hatte er seinen letzten Atemzug getan.
Seine Überreste mitgeschleift wie ein Gegenstand. In der Erde verscharrt wie ein ungewünschtes Ding.

Nathan war sofort wieder verschwunden. Er hatte nicht einmal Mitgefühl gezeigt.
"Er wusste worauf er sich einlies.", das war das einzigste was er für den gefallenen Kameraden und Freund übrig hatte.
Aber hatte Minuah das wirklich gewusst?
Er war naiv mit der Gruppe gereist. Konnte nichtmal mit einer Waffe umgehen.
Nun war er tot.

Während ein guter Freund des Verstorbenen unter Tränen eine Rede hielt und der Garden versammelt war im Schatten einiger mächtiger Bäume, stand Mara abseits mit gesengtem Haupt. Ihre Augen waren gerötet von den Tränen die sie heimlich vergossen hatte.
Eingesperrt in ihrem Quartier.
Zu viel war in den letzten Tagen passiert.
Viel zu viel.
Und wieviel würde noch kommen?
War das wirklich das Schicksal eines SeeD?
Seine Kameraden im Kampf sterben zu sehen auf brutalste Art und Weise?
Man hatte sie alle gewarnt.
In jeder Schulstunde wurde es ihnen eingebleut.
"Du wirst ein SeeD. Hinterfrage nicht. Schalte deine Gefühle ab.
Du wirst Menschen sterben sehen und ihnen selbst den Tod bringen. Aber hinterfrage nicht. Tu nur das was dein Auftrag dir sagt. Nicht mhr und nicht wenuger."
Es hörte sich so gut an auf dem Papier. In Erzählungen.
Von heldentaten berichteten die erfahrenen SeeDs.
Von Ruhm.
Nicht einer erzählte von den Schrecken wie sie wirklich waren.
Von den gefühlen die sich nicht so leicht abstellen liessen.
Und nichts von den Vorwürfen und Schuldgefühlen.

Die Sonne stieg langsam herab und von weit weg zeigte sich schon die Nacht die über die Berge gekrochen kam.
Und mit der nacht würde der Schlaf kommen.
Ein unbarmherziger, denn sie würen träumen.
All das erlebte noch einmal erfahren.
Vielleicht ihr Leben lang.

Während mara darüber nachdachte und versuchte zu verarbeiten kam ihr wieder dieser eine Satz hoch.
"Du bist meine Tochter."
Automatisch glitt ihre Hand zu der Rocktasche. Dort wo das Foto war.
Durch den Stoff spürte sie das Papier.
Sie musste es nicht herausholen um es deutlich vor sich zu sehen.
Zwei junge Menschen.
Ihre Eltern.
Arkon war ihr Vater. Hatte er das nicht gesagt?
Eine Familie. Sie hatte eine Familie.
Ihr Vater war nicht tot, wie ihre Mutter es immer behauptet hatte.
Aber....

Ein Funkeln in den Sonnenstrahlen zeigte sich an Maras Wange.
Verzweifelt versuchte sie die Tränen zurückzuhalten.