Interessant finde ich eben, dass es die meisten starken Raucher, die mir bekannt sind, hinbringen, für einige Wochen, teilweise sogar für einige Monate nicht zu rauchen. Aber dann werden sie fast ausnahmslos alle rückfällig, und erreichen schnell wieder ihre vorherige Anzahl Zigaretten am Tag. Da wird mir natürlich schon irgendwann bewusst, dass es nicht so einfach sein kann, wie ich es mir vorstelle.

Dennoch stelle ich mir hier die Frage, wie so etwas passieren kann. Nach einigen Wochen sollte man doch eine gewisse Abhärtung erfahren haben, man hat etliche angebotene Zigaretten abgelehnt und ist der Versuchung allen Schwankungen der Laune zum Trotz erfolgreich widerstanden. Ich stelle mir nun vor, dass so auch eine gewisse Motivation entsteht, denn gleichzeitig merkt man, wie sich der Körper mehr und mehr regeneriert.
Jetzt greift man plötzlich wieder zur Zigarette. Was bewegt einen dazu? Nach einiger Zeit ohne Rauchen sollte man doch die nötige Objektivität erlangt haben, um nicht im Affekt zu handeln.

Gleiches denke ich auch über die Abhängigkeit von härteren Drogen, wobei die Abhängigkeit (vor allem die körperliche) dort natürlich um einiges mühsamer ist. Nun ja, mir ist durchaus bewusst, dass ich mit meinen Vorstellungen falsch liege (sonst gäbe es nicht so viele "unfreiwillige" Raucher), aber ich verstehe es einfach nicht - weil ich (glücklicherweise) nie so tief in der Sucht steckte.