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Original geschrieben von Darnoc
Christliche Linguisten haben einmal Zungenredende untersucht und festgestellt, dass man durchaus bestimmen kann, wenn jemand "echt" ist und jemand "gefälscht". Echtes Zungenreden ist eine wirkliche Sprache, auch wennn man sie vielleicht nicht versteht. Die Linguisten konnten erkennen, dass das in Zungen gesprochene die Merkmale einer jeden Sprache erfüllt (es gibt allgemeine Regeln, an denen man eine Sprache erkennen kann).

Und glaube mir, Janus, wenn du echt in Zungen redest, dann hast du auch die Gewissheit, dass dies tatsächlich echt ist. Wenn jemand nicht sicher ist, würde ich vorsichtig sein. Es ist aber einen Unterschied, nicht sicher zu sein und nicht zu wissen. So hat es durchaus Leute gegeben, die in Zungen sprachen, welche jedoch keine Ahnung hatten, was sie taten. So auch ich, man musste es mir sagen, dass dies Zungenreden ist. Ich habe bereits vorher gewusst, dass dies richtig war, was ich tat, doch habe ich nicht gewusst, dass es Zungenreden war.
Ich werde mal nachforschen, ob ich die Literatur über Glossolalie wieder finde. Die Argumentation lief entlang deiner allgemeinen Linie: Viele Glossolalien erfüllen gewisse sehr allgemeine Regeln der Sprache, aber ich meine auch einem Affen kann ich beibringen, aufrecht zu gehen und mit Messer und Gabel zu essen, ohne das deswegen ein Mensch aus ihm wird. Ich versuche noch einmal nachzuschlagen, bis dahin bin ich in meinen Argumentationsmöglichkeiten zu beschränkt und Polemik ist eine sehr schlechte Angewohnheit.

Aber du wirst nicht glauben, wie nahe mir deine Argumentation im zweiten Absatz geht. Im Zen verhält es sich ähnlich, wenn man erleuchtet wird gibt es für einen selbst keine Mögichkeit mehr die Wahrhaftigkeit der Erfahrung anzuzweifeln und ähnlich wie beim "Reden in Zungen" kommen Erleuchtungserfahrungen bei manchen auch ohne das sie bewusst drauf hin gearbeitet hätten.
Allerdings hüte ich mich trotzdem davor, dies als endgültigen Beweis für die Richtigkeit meiner Erfahrung für jemand anderen als mich selbst anzunehmen und auf die Wahrhaftigkeit dieser zu pochen. Bis die Prozesse, welche Erleuchtung, Glossolalien, Besessenheit und sonstige mystische Zustände auslösen für die Allgemeinheit einsichtig und im relativ einfachen Selbstexperiment nachvollziehbar geworden sind werde ich meine Erfahrungen als Ergebnis meiner halbbewussten Selbsttäuschung durch den Ritus allein ansehen.

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Und heutzutage findet man in jedem Buchhandel ein Buch über esoterisches (geheim-)Wissen.
Dinge wie "Amulette für Anfänger", "Handauflegen für Dummys" und "Die Magi kontrollieren die Finanzmärkte" ? Die Bücher sind allesamt Schrott und etwa so nützlich wie ein Buch über Wahrscheinlichkeitsrechnungen für jemanden, der das kleine Einmaleins noch nicht beherrscht. Sogar die Okkultksektion bei www.textfiles.com bietet einen besseren Einstieg in dieses Gebiet als die heutzutage in den Regalen angebotenen Bücher. Die nützliche Literatur müsstest du entweder aus Bibliotheken ausgraben oder extra bestellen.

Im Großen und Ganzen bin ich allerdings überzeugt, das hinter der klassischen Magie nur eine Mischung aus Religion, Psychologie und Rauscherfahrungen ausgelöst durch Ritual oder Drogen steckt. Die Erfahrung mag für den Praktizierenden selbst durchaus real sein, aber nicht für Außerhalb stehende.

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... vielleicht hab ich ja das Shining
Come to daddy! *beilschwingend*