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Kein Leben
Magie in der Form, wie sie in RPG's und dem groß der Fantasieliteratur beschrieben wird existiert nicht.
Okkultismus - Die Lehre vom Verborgenen gibt es, die Praktiken sind allerdings auf Drei relativ einsichtige Gebiete beschränkt:
- Weiße Magie
- Ekstasetechiken
- Drogenhaluzinationen
Die Weiße Magie ist nicht mehr als der Vorgänger der Psychologie, die mit verschiedenen Techniken die Selbstreprogrammierung des Praktizierenden anstrebt. In alter Zeit meist mit dem Ziel, den Mikrokosmos an den Makrokosmos anzugleichen und dadurch Unsterblichkeit zu erlangen. In neuer Zeit gibt man sich zufrieden, wenn man dadurch in einer Art zu leben vermag, die einem persönlich angemessener erscheint.
Ekstaestechniken ohne Drogen machen das Groß der Geheimlehren, wie der Gnosis, des Zen oder der ürsprünglichen Kabbale aus. Fast alle geheimen Rituale der okkulten Gesellschaften basieren auf irgend einer Form der Ekstasetechnik, seien dies nun Atemtechniken, wildes Derwischtanzen oder Methoden, die Denkprozessen enge Schranken auferlegen. Die Art der Durchbruchserfahrung wird über das eingesetzte Ritual und die durch in graphischen Symbolen oder Gleichnissen zusammengefassten Ideen bestimmt.
Drogeninduzierte Halluzinationen sind IMO für das Groß aller Ausformungen des Geisterglaubens und Dämonologien verantwortlich - schon die Daoisten bemerkten, das man Geister am besten mit einer anständigen Prise Haschisch beschwöhren kann und Morphium und Opiate waren Crowleys lebenslange Begleiter beim Studium verschiedenster okkulter Praktiken.
Eine nicht genau zuordenbare Technik ist die Sympathilehre, welche die Basis für das Groß der Magischen Rituale zur Beeinflussung von externen Ereignissen (Wetter, Jahreszeiten, Weltenlauf) oder Personen (Schadensmagie). Man trifft sie in irgend einer Form in jeglicher Praktik des Okkulten und auch in der Religion und im Schamanismus an. Das Groß der Magischen Literatur bis hinauf zu ihrem letzten großen Aufblühen in den Hausmannsbüchern des 19. und frühen 20. Jahrhundert und auch Methoden, welche heute noch unter Praktikanten verbreitet sind gehen in Europa und Amerika auf frühchristliche gnosische Vorstellungen zurück. Z.B. die Sigil-Literatur die sich vom Mittelalter bis heute retten konnte ist eine Abwandlung der Symbole, welche die geheimen Namen der Archoten verschlüsselten und ursprünglich dem Gläubigen den Aufstieg ins Paradies ermöglichen sollten.
Da aber die Archoten auch Weltschöpfer waren, entstand mit der Zeit der Glaube, das man sie mit dem Kentniss ihrer Namen in seine Dienste zwingen könnte und sie im Auftrag des Unterwerfers Dienste in der materiellen Welt tun würden.
Bei allen Versuchen, die Äußere Welt durch Magie zu beeinflussen, die ich bisher unternommen habe ist es wahrscheinlicher, das nicht die Welt sich meinem Willen beugte, als das ich meine Perspektive und Handlungen in ihr unter Einfluss des Rituals veränderte und dadurch das gewünschte Ergebnis zustande kam.
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