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Krieger
Here we go...
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Langsam plätscherte Regen auf die Straße und wusch sorgfältig jeglichen Schmutz, Blut aber auch Tränen um Verstorbene weg. Es war als würde der Himmel um die Geisterstadt weinen, dachte sich Tear und sah hinauf in den langsam dunkler werdenden Horizont. Regentropfen fielen hinab von den dunklen und schweren Wolken, die die Sonne längst hinter sich gelassen hatten. Es regnete in Strömen und die Tropfen aus Wasser bildeten etwas wie einen leichten Nebel. Tear fröstelte leicht und wünschte sich eine warme Stube ohne jeglichen Trubel und ohne jeglichen Krieg mit seinen brennenden Häusern und seinen sterbenden Menschen. Wieder kam ihr der Gedanke, warum sie hier war, in den Kopf. Ihre Gefühle für die Menschen waren wieder daran zu rebellieren und sie zur Rückkehr zu überreden und das ganze einfach hinter sich zu lassen. Der Halbvampir schüttelte verwirrt über sich selbst den Kopf, als könnte dies die Gefühle aufhalten sie weiter mit Schuld zu belagern. “Tja...scheint so als würde die kleine Tear doch noch Schuldgefühle bekommen.”, flüsterte Bo der neben ihr herflog. “Ich habe einen Blödsinn...ich bin nur etwas verwirrt...das ist alles.”, murrte Tear misslaunig zurück, “mir fehlt nix...” “Tja...deine menschliche Seite ist nun mal stärker als deine Zweifel, sieh es ein und kehr zurück, bevor es zu spät ist...und vielleicht habe ich etwas, was deine Rückkehr und die Eingeständnis leichter machen würde...ich habe jemanden in der Stadt getroffen der dich sucht.” Tear hob ruckartig den Kopf, “Wer zum Teufel sollte mich hier suchen? Hm? WER?” Diabolos schmunzelte denn er wusste nur zu gut, dass Tear sehr wohl wusste wer als einziger außer der Bestia selbst, fähig wäre sie aufzuspüren und sie zu finden. “Bist du dir sicher, dass es kein Doppelgänger oder ähnliches war? Ich meine...”, fuhr Tear leise fort. Diabolos nickte und im selben Moment wurde ihre Entscheidung nur noch komplizierter. “Na dann...flieg vor raus und sag im das ich komme...”, seufzte sie gequält und machte eine abweisende Handgeste zu ihrer Bestia. Diabolos verstand, stieg in die Lüfte und sauste hinweg. Drakon der etwas vor ihnen war und sie in der Geisterstadt geführt hatte, drehte sich um. “Was ist los?”, fragte er stirnrunzelnd als er Diabolos nachsah. “Nichts...”, antwortete Tear gedämpft und gedehnt, “gar nichts...” Zu Tears Erleichterung gab er sich mit dieser einfachen Antwort zufrieden, drehte sich wieder um und ging weiter. “Gar nichts...”, wiederholte Tear tonlos und blickte wie zur Selbstbestrafung in den Himmel, schloss ihre Augen und duldete die hämmernden Regentropfen auf ihrem Gesicht. Noch während sie ihren Kopf in die Höhe erhoben hatte, begannen ihre Konturen zu verschwimmen und sich aufzulösen. Sie öffnete die Augen und war sich im Klaren das niemand ihre Disapierung gemerkt hatte. Sie hasste es eine solche Art der Flucht zu benützten, jedoch war es momentan die beste Entscheidung einfach ton und wortlos die Szene zu verlassen. Sie blickte ein letztes Mal um sich, entschuldigte sich in Gedanken für den Verrat und machte sich auf den Weg zu dem Bahnhof.
Langsam war über die Geisterstadt die Nacht eingebrochen, doch das hielt den Regen keineswegs auf, sich auszutoben. Tear war gerade einmal erst 10 Minuten Richtung Bahnhof gegangen, als sie einen Mann in der Finsternis erkannte. Er schien etwas zu suchen, denn immer wieder drehte er sich ruckartig und eigenartig nervös nach allen Seiten herum. Er hatte ein Schwert an der Hüfte und ein Schild in der Hand, doch Tear war sich sicher das er zu keiner der Armeen gehörte, die hier kämpften. Langsam beschlich sie eigenartiges Gefühl und langsam meldete sich auch ihr Hunger nach Blut zurück. Der Halbvampir einigte sich darauf, den Typen unmächtig zu schlagen und ihm dann ein wenig Blut auszusaugen. So sprang sie leise auf eins der zahlreichen Dächer und schlich sich langsam zu dem Unbekannten hervor, der sich noch immer leicht panisch hin und her drehte. Im Moment als der Fremde ihr den Rücken kehrte, ergriff sie die Initiative, sprang von ihrem dunklen Versteck hinunter und verpasste dem Nichtsahnenden einen Schlag auf den Kopf, sodass er unmächtig wurde. Tear neigte sich über ihn und biss zu. Nach einiger Zeit als sie schon ablassen wollte, hörte sie verdächtige Geräusche um sich herum. Resignierend hob der Halbvampir den Kopf, wischte sich das übrige Blut aus den Mundwinkeln und sah sich um. Ihr Herz machte einen kurzen Sprung als sie plötzlich zwei Männer lauernd in der Dunkelheit erkannte. “Was zum...”, flüsterte Tear leise. Die beiden Männer hatten nun bemerkt, dass Tear sie ansah und langsam gaben sie ihr schlechtes Versteck auf. “Elendige Kreatur der Nacht...das war dein letztes Opfer...FAHR ZUR HÖLLE!” Der größere der beiden Männer hob mehr oder minder heorisch sein Schwert und deutete damit auf die belustigte Tear. “Nette Show Jungs...aber jetzt ist Zeit schlafen zu gehen.” Vampirjäger...egal ob echte oder Amateure konnte Tear bis zum Tode nicht ausstehen, da sie einfach alles jagten was Blut trank.
Der Größere stürmte wütend hervor und versuchte Tear mit seinem Bastardschwert zu erwischen. Die jedoch wich schnell zur Seite aus, zückte den ersten ihrer beiden Dolche und lies ihn auf den Kleineren zu schellen. Der wurde getroffen und sank mit dem Dolch in der Brust und einem kleinen Aufstöhnen zu Boden. Tear grinste leicht und wollte ihre Aufmerksamkeit wieder dem anderen zuwenden, als sie ein Pfeil am Arm streifte. Schnell drehte sie sich in die Richtung um, woher der Pfeil gekommen war und dachte über ihre momentan verschlechterte Lage nach. “Eine Falle...”, murmelte sie dabei leise und lies den Blick über die vier hinzugekommenen schweifen. “GANZ GENAU!”, dröhnte der Größere von vorhin, “wir haben den guten Jake hier alleine stehen gelassen, in der Hoffnung ein Vampir würde sich über ihn hermachen und uns auf den Plan rufen.” Tears Blick befand sich nun auf ihm und sie schüttelte verächtlich den Kopf. “Ihr Vollidioten lässt einen Kameraden in Gefahr alleine stehen und riskiert es dass er getötet wird, nur um einen Vampir anzulocken? Das ist nicht nur feige sondern auch vollkommen vertrottelt. Ihr Vampirjäger seid noch charakterloser als ich dachte”, mit diesen Worten sprang sie auf den Vordersten der vier hinzugekommenen Jäger zu und verpasste ihm einen Seitwärtsschlag ins Genick. Die anderen schreckten kurz darüber auf, fingen sich jedoch gleich wieder und versuchten den Halbvampir ohne große Verletzungen zu erwischen. Zwei bauten sich vor Tear auf und zückten ihre Schwerter, während der Dritte zu einer Armbrust eilte, sie nachlud und der Vierte zu seinem verletzten Kameraden rannte.
Der erste Schwerthieb ihres Gegnerpaares war hoch gesetzt und so hatte Tear keine Probleme sich darunter zu ducken. Der zweite Schlag verleitete sie jedoch dazu, etwas nach hinten zu springen. Aus den Augenwinkeln sah sie wie der Dritte des neuen Gegnerquartetts mit zitternden Händen versuchte die Armbrust zu laden, was ihm aber nicht wirklich gelang. Der Vierte kniete währenddessen bei seinem Kameraden und versuchte den Dolch heraus zu ziehen und der Große versuchte ihr Opfer zu versorgen. Auf einmal sauste die Schwertspitze ihrer momentanen Gegner an Tears Wange vorbei und hinterließ einen feinen Streifen auf der Haut. Konzentrier dich, dachte Tear und setzte zu einer Finte an, die schlussendlich dann auch gelang. Die Beiden überrascht davon, dass Tear ihren Angriff mit ihrem zweiten Dolch doch nicht rechts sondern links platzierte, rührten sich vor Schreck kurz nicht, was der Halbvampir auch geschickt nutze. Als sie die Klinge auf den vorne Stehenden hinunter sausen lies, ertönte zu ihrer eigenen Überraschung ein Heulen, das aus dem Dolch zu kommen schien. Tear kümmerte sich darum jedoch nicht weiter und ließ die Klinge bis zum Heft in den Körper des Feindes rammen, der schlussendlich auch zusammensank. Der zweite von den Beiden war noch derart perplex, dass er Tears Schlag gar nicht bemerkte und ohne jegliche Reaktion bewusstlos zusammenbrach. Tear sah sich nun nach ihren anderen Gegnern um, entdeckte zu ihrer Überraschung jedoch nur mehr den Typen an der Armbrust. Sie schritt auf ihn zu und blieb kurz vor ihm stehen. “Willst du das wirklich?”, fragte Tear zur Verwunderung ihres neuen Gegners sanft. “Wa...wa...was?”, japste dieser und fummelte krampfhaft an der Armbrust herum ohne den Blick von dem Halbvampir zu nehmen. “Willst du mich wirklich töten, du verschreckter Möchtegernjäger?”, fragte sie nun genervt und sah in den Augen des Typen Angst aber auch idiotischen Übermut. “Na dann...”, seufzte sie und entwand ihm mit einem schnellen Griff die Armbrust, um sie dann nur auf ihn zu richten und einen tödlichen Schuss zu platzieren. Wie seine Vorgänger sank auch er tot zu Boden, Tear hingegen schloss die Augen und fragte warum Menschen bloß so dumm waren. Sie hätte ihn leben lassen, da er ihr leidgetan hatte, jedoch hatte er ihr Angebot töricht abgelehnt. Tear öffnete wieder die Augen als sie plötzlich etwas hinter ihr hörte. Der Große von vorhin war wieder aufgetaucht und rannte mit gezückten Schwert auf sie hinzu. Sie hatte keine Zeit und Möglichkeit auszuweichen und so fiel sie schmerzhaft und krachend vom Stoß ihres Gegners getroffen, auf den harten Boden, während der zurückgekehrte Feind ihr das Bastardschwert an die Kehle hielt...
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Na dann...cao und bis in zehn Tagen ^^
Geändert von Tear (10.07.2004 um 00:42 Uhr)
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