Konnte heut nacht nicht mehr ins Internet... die Verbindung war im Arsch... aber die Story kommt jetzt. btw noch 8.

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Die Schlacht hatte begonnen. Geschosse sausten durch die Luft, das Klirren von Stahl auf Stahl hallte durch die große Höhle, welche durch die tosende Magie der Drowmagier erhellt wurde. Die Drow schienen genau zu wissen, wer von ihnen Freund oder Feind war, obwohl die Schlacht ganz plötzlich ausgebrochen war, sah es irgendwie geordnet aus. Überall zwischen den Häusern und auf dem Steg verteilt standen die Rebellen, die gegen die restlichen Drow kämpften. Seraph stand einiges Dutzend Sekunden neben dem brennenden Haus und spürte die Hitze der Flammen….

Bevor ihn auch die Hitze der Schlacht einholte, indem er sich mehreren Drow gegenübersah, die nicht gerade allzu freundlich dreinschauten. Schneller als er reagieren konnte, griffen sie ihn auch schon mit ihren nachtschwarzen, elegant geschwungenen Krummsäbeln an. Seraph alleine hätte gar nicht schnell genug reagieren können, aber glücklicherweise übernahm Soulblade rechtzeitig Seraph und ein Schatten, der mit der Dunkelheit der Krummschwerter der Drow mithalten konnte, durchbohrte den ersten Drow.

Doch die anderen ließen sich nicht davon abhalten und schon bald prallten die Schatten Soulblades auf die Waffen von Seraphs Angreifern, beinahe ohne jedes Geräusch zu verursachen. Schwinger nach Rechts. Ducken. Zustechen. Einen Krummsäbel parieren, Ausfallschritt und zuschlagen. Ein Drow weniger. Doch der Kampf ging weiter, Die Rebellen waren zahlenmäßig genug unterlegen, so dass auf jeden von ihnen viele Gegner kamen.

Dieser Umstand wurde sehr davon begünstigt, dass die Rebellen zu Beginn des Kampfes überrascht wurden und ihre ansonsten gut ausgesuchten Positionen nicht gut genug nutzen konnten, sie hatten damit gerechnet, gegen einen weit verstreuten Gegner zu kämpfen, nicht gegen eine gut organisierte Kampftruppe, wie es im Moment der Fall war. Ganz in seinen Kampf vertieft, merkte Seraph nicht, wie ein schillernder Energiestrahl auf das kleine Gemenge zuraste…

Nur an der Reaktion der plötzlich flüchtenden Kontrahenten blickte er auf und bemerkte das Unheil, das sich anbahnte. Schnell hechtete er zur Seite, gerade rechtzeitig, bevor eine tiefe Furche in den Boden gegraben wurde, auf dem er bis eben noch gestanden hatte. Hätte ihn dieser Strahl erwischt, wäre er glatt in zwei Hälften geteilt worden, keine sonderlich erfreuliche Aussicht. Ruckartig drehte er sich um und sah eine Drow auf ihn zulaufen… die Gestalt war zwar vermummt, aber ihre zierliche Statur und der trotz ihrer Geschwindigkeit anmutig wirkende Gang waren eindeutig.

Doch Seraphs Sinne waren vor Schreck und Adrenalin geschärft, diesmal brauchte er nicht Soulblade, um seine Waffe auszurichten… die Drow konnte nicht mehr anhalten und spießte sich geradezu selbst auf Soulblade auf. Seraph war etwas verwirrt, sollte diese Drow wirklich so lebensmüde sein? Doch dieses Gefühl sollte noch Gelegenheit erhalten, sich zu verstärken… denn die Drow versuchte nicht, von Soulblade loszukommen, im Gegenteil, sie wendete ihre ganze Kraft auf, um sich über Soulblade auf Seraph hin zu drücken… Seraph war ganz starr, was sollte dieser Wahnsinn?

Dann spürte er eine Umarmung, sie umarmte ihn wirklich… dann spürte Seraph einen stechenden Schmerz. Und im nächsten Augenblick wusste er, dass er zwei scharfe Dolche in seinem Rücken stecken hatte… ruckartig und fast aus Reflex riss er Soulblade nach oben und spaltete den Oberkörper seiner Gegnerin in zwei Teile, der Blutnebel, der sich über Seraph ergoss, machte ihn fast blind… doch das Blut brachte ihn auf den Geschmack des Kampfes, seinem Gehör folgend stapfte er auf den nächsten Kampf zu, seine Sicht wurde nur allmählich besser.

Doch als sich seine Sicht wieder schärfte, bemerkte er, dass er plötzlich auf Holz schritt, er hatte den Fuß des Steges erreicht… er warf einen Blick nach oben und sah einige Kämpfer, doch der größte Tumult spielte sich auf dem Ebenen Dorfplatz und zwischen den Häusern ab, auch wenn die Kämpfe langsam an Schnelligkeit verloren. Doch die seltsame Laserwaffe der Drow feuerte immer wieder und versetzte die Höhle in Erschütterungen, dass man sich fast schon anstrengen musste, um auf den Beinen zu bleiben.

Einmal gelang es Seraph nicht und er stolperte mit dem rücken gegen die Felswand und schon wieder durchfuhr ihn ein heftiger Schmerz… er hatte die beiden Dolche immer noch in seinem Rücken stecken. Er beeilte sich, sie hinauszuziehen und dann dem Steg nach oben zu folgen, denn einige Drow kamen auf ihn zugelaufen. Der Erste erreichte ihn, doch Seraph gelang es recht schnell, ihn abzuwehren. Doch gegen mehrere Gleichzeitig würden seine Chancen schlechter aussehen und so bemühte er sich, nicht in weitere Kämpfe verwickelt zu werden.

Doch auf Dauer würde ihm das nicht gelingen, auf dem Steg weiter über ihm waren 3,4 Kämpfe auszumachen… und die Rebellen schienen zu verlieren, sodass für Seraph noch einige Gegner zurückbleiben würden. Doch auf seinem Weg nach oben musste er auch so ganz schön aufpassen, an einigen Stellen war nicht nur das Geländer beschädigt, der Boden wies auch ab und zu einige Löcher auf, wohl Spuren des Kampfes. Weiter oben meinte Seraph, Yue zu erkennen, wie er grade mit einem anderen Drow kämpfte, doch er war sich nicht ganz sicher…

Im Moment war das ja auch eigentlich unerheblich, sie würden eh nicht dazu kommen, sich gegenseitig zu helfen. Seraph wurde dies nur zu bewusst, als er das Surren von schweren Armbrustbolzen hörte, sowie den Aufprall auf den Stein oder das Geräusch, mit dem sie Holz durchbohrten… diese Drow waren wahrhaft meisterliche Schützen, auch wenn sie ihn bisher nicht getroffen hatten. Aber was nicht war, konnte ja noch kommen und so beeilte sich Seraph noch mehr, schnell nach oben zu kommen, nicht nur wegen der Verfolger, die er beim Blick über seine Schulter erspähen konnte.

Doch der Blick über die Schulter war zu einem ungünstigen Zeitpunkt geschehen… er rannte genau in einen Energiestrahl hinein, der sich vor ihm auftat… er konnte sich nur noch zur Seite drehen, sodass er von den schlimmsten Auswirkungen verschon blieb. Doch nichts hinderte die Druckwelle, die beim Aufprall auf die Höhlenwand entstand, Seraph vom Steg hinab in die Tiefe zu schicken… und ihm einen harten Aufprall zu bescheren, der seinen Sinnen nicht gerade zuträglich war…