OK, der Reihe nach.
@nudelsalat:
Was versprichst Du Dir davon ? Welche Vorteile erwartest Du ?Zitat
Ich hatte nie den Wunsch, meine Introvertiertheit zu ändern, deswegen frage ich.
Warum... machst Du es daran fest, wie andere entscheiden ?Zitat
Mal abgesehen davon sind es eher meine Faulheit und Unzulänglichkeit, die mich zu Variante 3 zwingen.
Und irgendwo auch die Unentschlossenheit darüber, welche Variante die für mich Beste ist.
@Omega
Erstmal finde ich es lustig, dass Du so schöne Gedanken in dieses Bild vom See bringst, obwohl Du daran garnicht glaubst. Wobei das nichtmal etwas Glaubhaftes sein sollte, sondern einfach nur eine Metapher auf philosphischer Ebene.
Den Vergleich von Gefühlen mit Wetterlagen finde ich sehr gut, soweit hatte ich bei der Threaderstellung garnicht gedacht. Und Dein Gedanke, dass der Abfluss seinem natürlichen Lauf folgen sollte, ist sehr interessant. Denn die Frage ist, ob sowas überhaupt funktioniert oder ob nicht gesellschaftliche Normen und Gesetze diesen Fluss fast automatisch blockieren und der Besitzer des Sees infolge dessen gezwungen ist, bauliche Änderungen vorzunehmen.
@Darnoc
Verschlossenheit ist keine Garantie, dass niemand Dich einzuschätzen vermag und Offenheit birgt nicht immer volles Verständnis beim Gegenüber. Ich habe früher auch großen Wert darauf gelegt, unberechenbar zu sein und der Satz "Möchte mal wissen, was in dir vorgeht." war ein Kompliment für mich. Mittlerweile bin ich, wie gesagt, ein echtes Plappermaul und trotzdem höre ich den Satz noch immer. Die wahre Ironie liegt darin, dass ich immer berechenbar war und es noch heute bin, aber eben nur für Leute, die mich so zu nehmen wussten, wie ich war. Das ist fast ein eigenes Thema. Um mal beim See-Vergleich zu bleiben. Du hast die Wahl, jemanden gegen den Staudamm rennen oder ihn durch die Fjorde Deines Sees irren zu lassen. Von aussen kann man über den Damm spähen, und sich innen trotz der gezeichneten Karte verirren. An die Wegweiser des Eigentümers sollte man sich eh nicht so sehr halten. Das sind immer nur grob geschätze Angaben, teilweise von vorherigen Besuchern verstellt.Zitat
Ob ein Mensch einfach nur mit Deinen Launen umgehen kann oder wirklich weiß, was in Dir vorgeht, sind zwei verschiedene Dinge, wobei Zweiteres das Erste dann automatisch mit einschließt.
Das hängt imho auch sehr davon ab, unter welchen Umständen man sich kennenlernt und Umgang pflegt und wieviel Lebenserfahrung und Menschenkenntnis Dein Gegenüber mitbringt.
@Lysandros
Ich habe nichts vorgeworfen, sondern lediglich einen allgemein bekannten Satz als Ausgangspunkt für meine Überlegungen genommen.
So ein Dammbau ist für mich nichts, dass größtenteils willentlich ausgeführt wird, sondern, wie schon weiter oben erwähnt, aus der Notwenidgkeit entsteht, sich mit anderen zu arrangieren.
Und nein, ich finde nicht, das Introvertiertheit angeboren ist. Wir bergen die gesamte Palette an Gefühlen und Ausdrucksformen in uns, lediglich der weitere Werdegang genannt Leben beeinflußt, ob Du in Dir bleibst, Dich dorthin zurückziehst, da raus kommst oder immer draussen bleibst. Natürlich kannst Du Dir selbst den Kampf ansagen, aber das wirst Du ohne Anlass nie tun. Insofern bleibt äusserer Einfluss immer der Beweggrund Nummer eins für willentlich herbei geführte Verhaltensänderungen.
@Ianus
Besser hätte man es nicht ausdrücken können. Genau das ist der Grund, warum ich überhaupt darüber nachdenke. Und meine Gedärme sind voller Geschwüre und Gewürm.Zitat
Andererseits reizt gerade das, Menschen, die teilweise von den natürlichsten Aspekten menschlichen Kreuchens angewidert werden, mal so richtig vorzuleben, was Freiheit zu bedeuten vermag.
Ein großes Dito, wobei ich den Grund anders vermute. Niemand, nicht einmal Du selbst, weißt alles über Dich. Soviele Erlebnisse, die einen prägen und doch wieder vergessen werden.Zitat
Vor meinem 12. Lebensjahr gibt es vielleicht eine Handvoll Bilder, die noch in meinem Kopf leben und aus der Zeit danach ist sovieles verblasst und verschwunden, dass ich immer erschrecke, wenn ich in alten Tagebüchern lese. Wenn also ich noch an mir Dinge (wieder-) entdecke, die ich längst verloren glaubte oder nie für möglich hielt, wie soll dann eine andere Person alles über mich wissen können ? Ergo ist es unmöglich, aber nicht, weil der Wille fehlt, sondern das Können. Wobei das jetzt nicht definieren soll, ob es diesen Willen gibt oder nicht.
Im Gegensatz zu Dir denke ich, dieser Wille kommt gerade mit dem Alter. Die "schwärmerische" Jugend scheißt imho auf die Abgründe fremder Seelen und sucht im Gegenüber nur die eigenen Träume und Wünsche. Wenn die betroffene Person dann durch eine unerwartete Aktion die Illusion zerstört, reagieren besonders junge Menschen mit Ablehnung und der beste Freund ist von heute auf morgen der letzte Dreck. Doch wenn man selber im Laufe seines Lebens Illusionen zerstört und andere sich von einem abwenden, fängt man vielleicht an, die Fehler und Schwächen anderer zu akzeptieren. Sprich, man nimmt ihn, wie er ist, ohne unbedingt den Drang zu verspüren, jeden einzelnen Gedanken nachvollziehen zu können. Denn wie bereits erwähnt, ist das eh aussichtslos.
Oder es Dir eigenfüßig in den Arsch tritt. ^^Zitat
Mir geht es jedenfalls zur Zeit so, dass sich alles bewegt und neu ordnet. Könnte glatt passieren, dass ich bald anfange ein normales Leben zu führen. o.o
Neee... XD
@Vimes
Was, wenn man ihn einreißen will, weil man keine Kontrolle mehr hat ?Zitat
Was, wenn die Überwindung nicht ein "Ins-kalte-Wasser-springen" ist, sondern ein "Aus-dem-Loch-rauskrabbeln" ?Zitat
Dann kostet es neben Mut nämlich auch Kraft und Zeit. Ausserdem ist nicht alles, was gut zu werden verspricht im Nachhinein die bessere Wahl. Plus, es könnte schief laufen und das senkt die Motivation für einen weiteren Versuch enorm.

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