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Thema: Cipos Thread ~

Hybrid-Darstellung

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  1. #1

    La Cipollas Gedichte, Anekdoten und der Rest halt ^_-

    Hier ein Gedicht, das eigentlich als Mini-Star Ocean Fanfic gedacht war. Sagt mal eure Meinungen, ich selbst find den Schluss mit Abstand am besten.



    Die zwei Sterne

    Sie sieht die Sterne am glänzenden Himmel,
    Abermillionen, verworren, verloren,
    Die Planeten sind klein unter ihrem Glanz,
    ziehen, wie ein goldener Schimmel
    Herüber bis zum Sonnenkranz.

    Das Mädchen steht auf und blickt in die Ferne,
    Die Dächer der Menschen sind überall, sind nirgendwo,
    denn wo, weißgott, ist überall, auf einem Planeten,
    Unter nur einem der ewigen Sterne,
    Wie Körner aus Sand am unendlichen Strande.

    Sie lacht und drosselt ihre Schritte,
    Denn ein Wunsch, so elend und doch so weise,
    wie wär es, wenn ein Stern vom Himmel fiel,
    bekam ihr gut, wär´s nicht ihre ehrliche Bitte?
    Ihr Götter, es ist nicht zu viel.

    Dann stand er da, der Stern ihrer Träume,
    mit Augen tief wie Galaxien,
    er nahm ihre Hand, doch sie dachte nicht mies,
    denn zwei Sterne, auch in den ewigen Räumen,
    finden zusammen, egal wo und wie.

  2. #2
    Jetzt muss ich aber mal meine Meinung dazu schreiben. Auch wenn ich das Spiel nicht kenne. >_>

    Das Gedicht gefällt mir wirklich sehr gut.
    Vor allem der zweite Teil. Nur finde ich das das 'drosselt ihre Schritte' nicht wirklich rein passt. Es stört ein bisschen den Lesefluss.
    Sonst gefällt es mir wirklich gut. ^__^

  3. #3
    ja, wird zum schluss besser

    und das mit dem drosseln: ist das ein motor???
    würd ich in ein lesbareres Wort umwandeln...

    vorschlag: "verlangsamte"

  4. #4
    thx!! Hier werd ichs nicht mehr ändern, aber in meiner Gedicht-Datei ists schon anders. *Fehlereinseh*

  5. #5
    gedicht datei???
    es gibt noch mehr?
    dann immer her damit

    interessiert mich

  6. #6
    Irgendwo stehn sie schon, aber eh ich jetzt stundenlang den RPG-Ring durchwühle...
    (Namen haben die meist keine)



    Ich sehe deine Augen, wie Planeten im unendlichen All,
    Ich sehe deine Haare, wie Wellen im schlimmsten Sturm,
    ich kann auch deinen Mund sehen, der sich unwiederbringlich
    in deinem Gesicht verliert. Nur, so lang ich auch schaue,
    Ich kann dein Lächeln nicht sehen, in der Wüste deiner Züge.


    Die Stürme legten sich vor langer Zeit,
    als der Wind nachließ,
    Die Fluten wurden lauer,
    als das Wasser knapper wurde,
    Die Erde wurde ruhiger,
    als sich die Feuermassen beruhigten,
    aber die Angst, die ewige Angst blieb am Leben,
    wenn es auch nichts mehr zu fürchten gab,
    ausser sich selbst.


    Er besiegte die größten Armeen,
    Er schlug die größten Krieger,
    Er machte sich den größten Ruhm,
    Er war bei allen bekannt,
    doch nun, nun,
    liegt auch sein schwacher, alter Körper
    unter der rauhen Erde, vergessen und arm.


    Was ist wohl, wenn das Ende näher kommt...
    wenn die Erde tot und trocken ist,
    wenn die letzte Hürde überwunden ist,
    wenn der Mond hell leuchtet,
    wenn wir durch das All wandern,
    wenn die Gier keine Ziele mehr findet,
    wenn alle Kriege geschlagen sind,
    wenn alle Schwachen fort sind,
    wenn wir nicht mehr selber denken,
    was kommt dann...


    Es gibt Sachen, die sind ewig.
    Ewig ist, was wir am meisten fürchten,
    und auch, was wir am meisten lieben,
    Ewig ist auch, was sich ständig wiederholt.
    Ewig ist der Krieg und das Leid,
    Ewig ist die Liebe und das Glück,
    aber eigentlich ist, was ewig ist,
    doch nur die Zeit.


    Die Zeit wird kommen, wenn sich die Leute
    nicht länger unterdrücken lassen, von Mächten,
    so dumm und primitiv, wie die Zeit...
    ...
    Dann werden die Menschen aufstehen,
    wie der Flammenvogel aus der Asche,
    werden sie sich erheben, befreit
    von idiotischen Idealen, gleich
    ...und doch verschieden...
    Dann wird die Zeit derer anbrechen, die nicht länger
    stumm sein wollen. Denn jene, die nicht blind folgen werden,
    sind verdammt...
    zu führen.


    Wir wollen das nicht hören, sagen die Menschen,
    das waren nicht wir, sondern unsere Vorfahren,
    wir würden es gern vergessen, hier, habt ihr ein wenig Geld,
    damit auch euch das Vergessen leichter fällt!
    sagen die Menschen. Dann vergessen sie es, und es ist nur
    eine Frage der Zeit, bis es sich wiederholt.


    Wer gelernt hat, mit den Schatten zu gleiten,
    wird sie nie wieder fürchten.
    Wer lacht, wenn andere in der Dunkelheit schluchzen,
    hat in ihr seinen besten Freund gefunden.



    reimen tun sie sich eigentlich auch nicht...

  7. #7
    Zitat Zitat
    reimen tun sie sich eigentlich auch nicht...
    Müssen sie doch auch nicht Manchmal können Gedichte gerade ohne reim sehr gut wirken aber deine sind wirklich schön, bin wirklich überrascht, wie viele gedichte Mit Reimen mich hier ansprechen!!!

  8. #8
    Danke!
    Solche Worte sind Balsam für die Seele, ich bin im Reimen nämlich eine Null... (Sonst würden Sätze wie "Sie drosselt ihre Schritte" nicht zustande kommen)

    Ist das Bild in deinem Ava selbstgemalt? (Sieht toll aus!)

  9. #9
    ja, ist selbste gemalt - danke *freu* Aber ich werde es ersetzen, wenn ich ein besseres habe, irgendwie wirkt es in klein nicht (auf mich!) ...

    Diesen Satz finde ich garnicht soo schlimm, er ist mir auch aufgefallen, aber nicht unbedingt nur negativ, ich meine in Gedichten kann man doch gerade sehr gut mit Worten spielen und wenn dieses Wort dir in der Stimmung passender erschien, finde ich das okay. Gut, man nutzt es ehr für Maschinen oder so, aber das kann man auch noch interpretieren, wenn man ganz ins detail gehen möchte, warum Schritte manchmal mechanisch wirken (können) und in dem Zusammenhang finde ich würde auch das Wort "elend", das im nächsten satz sehr gut passen. Gut, darauf wolltest du vielleicht nicht hinaus, aber ich meine nur, dass ich diesen Satz garnicht schlimm finde oder schlecht. Er ist eben dein Stil, wenn auch vielleicht unbewusst oder so
    (okay, jetzt hör ich besser auf, sonst haltet ihr mich gleich für jemanden, der alles schönredet, aber so bin ich nicht, wenn ich Kritk habe, dann übe ich sie auch aus! )

  10. #10

    Gedichte, Kurzgeschichten, usw...

    So, mein Gedichtthread hat sich irgendwie verabschiedet.
    Hier der Neue und ein inzwischen überholtes Gedicht. (Sonst würd ichs nicht posten. ^^)


    Manchmal gehen wir durchs Leben,
    Manchmal kosten wir vom Schlaf,
    Ohne auch nur zu vermuten,
    welche Wunder wir nicht sah´n.
    In solchen Stunden, leer vom Leben,
    schau´n wir meistens in die Wolken,
    Denn nicht wissend, was wir wollen,
    hoffen wir auf bessre Zeiten.

    Ich weiß nun, auf was ich hoffte,
    denn ich habe sie gesehn,
    einen Engel, unterm Monde,
    einzigartig, wunderschön.
    Ihre Lippen sprechen heilig,
    Ihre Hände schaffen Wunder,
    dunkle Augen schauten herrlich,
    bis ich ging in ihnen unter.

    In Gedanken klarer Nächte,
    In Gedanken steht sie hier,
    In Gedanken, in Visionen,
    Bin ich bei ihr... und sie bei mir...

    Die Erde bricht aus allen Fugen!
    "Geht nicht!", kreischen die Doktoren!
    "Niemals!", schreien Moralapostel!
    "Ist nur eine leere Floskel!"
    Da protestieren auch die Alten,
    Zurückgebliebnen und Verkalkten,
    doch mag die Welt vernichten mich,
    Nur eines noch:
    ...
    "Ich liebe dich!"




    Kurz darauf später an die gleiche Person:



    Kann ich schon nicht die Sonne sein,
    wär ich doch gern der Mond.

    Mein Volk, das ist ein Meer aus Sternen,
    mein Schein ist blass, doch klar.

    Hell genug mag ich nicht sein,
    doch im Dunkeln reicht ein Glimmen.

    Auf das du eine Sonne findest,
    die scheint, den ganzen Tag.

    Doch wenn die Nacht dann wiederkehrt,
    erhell ich dir den Weg.

    Wenn es dunkel ist und kalt,
    wär ich doch gern dein Mond.





    Geändert von La Cipolla (29.04.2005 um 11:30 Uhr)

  11. #11
    Nunja... ich mag zwar generell keine Gedichte, die sich nicht reimen, aber immerhin hast du das ganze mit ziemlich versähnlichen Lauten recht gut hinbekommen. In der ersten Strophe les ich zweimal "Leben", das kommt unschön.


    Die Erde bricht aus allen Fugen!
    "Geht nicht!", kreischen die Doktoren!
    "Niemals!", schreien Moralapostel!
    "Ist nur eine leere Floskel!"

    Eigentlich gut, aber grauenhaft im Zusammenhang mit den anderen Zeilen... >_<

  12. #12
    Lest mal...


    Die Chroniken des blutigen Mondes
    Bestia

    Dichter Pfeifenqualm behinderte die Sicht in dem kleinen Wirtshaus, und nur das Stimmengewirr überlagerte den Gestank des Alkohols, der der zu dieser Zeit des Seemanns bester Freund war.

    An einem kleinen Tisch, fernab von dem ganzen Gemurmel, saßen zwei Gestalten im Dunkeln und redeten miteinander. Der Eine, ein sehr alter Mann mit einem ungepflegten Bart und typischer Seemannskleidung, grinste in sein Whiskeyglas. Sein Gegenüber, eine vermummte Gestalt, blickte auf den Tisch herab und erhob dann die Stimme. Diese hatte einen angenehmen weiblichen Klang, drang aber trotz ihrer Lieblichkeit problemlos durch die Geräuschkulisse des überfüllten Wirtshauses.
    "Warum lacht ihr, mein Freund? Ist die Geschichte, von der ihr mir berichten wolltet, denn so amüsant?"
    "Nee, das isse weiß Gott nich", antwortete der Alte und wischte sich mit bedächtigem Blick eine Träne aus dem Auge, "aber wenn ich im Nachhinein drüber nachdenke, zweifle ich schon selbst daran, dass der ganze Schmarn wirklich so passiert is. Vielleicht hab ich mir das Ganze nur im Suff ausgedacht, wie es alle sagen, den ich es erzähle..."
    "Nein.", erwiderte die andere Gestalt scheinbar amüsiert, "Erzählt mir eure Geschichte. Ich habe viel gesehen, wenn sie sich wirklich so zugetragen hat, werde ich euch glauben."
    "Wie sie meinen. Bringt mir noch einen Whiskey, dann erzähle ich euch, was ich darüber weiß, über das Leben dieses Mannes, über den Leidensweg dieser Bestie..."

    "Er hatte als Schiffsjunge auf meinem Boot angeheuert, aber er wollte niemals eine einzige Münze Lohn, er meinte dann immer nur, Arbeit wäre gut, Arbeit würde ihn ablenken. Seine Miene war immer starr, und wer ihn traf, meinte oft, er wäre gefühlskalt, aber ich sah ihn manchmal bei Nacht auf dem Deck sitzen und zum Mond herauf starren, mit einer Trauer und einer Sehnsucht in den Augen, die ich zuvor bei keinem Menschen gespürt hatte. Er redete ungern über sich selbst, geschweige denn über seine Vergangenheit, scheinbar zwang er sich dazu, denn eigentlich unterhielt er sich gern, und ein einziges Mal konnte ich ihn dazu bringen, mir etwas über sein leben zu erzählen. Erst lauschte ich seiner wachen Stimme gern, aber mit der Zeit bekam ich sogar ein wenig Angst, denn die Dinge, die er mir erzählte, klangen seltsam und unglaubwürdig, doch seine Stimme war sicher und überzeugt, nur manchmal schien seine Erinnerung ein wenig zu schwächeln, denn die Ereignisse schienen schon lang vergessen zu sein. Heute verstehe ich, was er meinte, wenn er sagte, die Arbeit würde ihn ablenken. Er wollte nicht mehr über die Dinge nachdenken, die geschehen waren, auch nicht darüber, was er war. Er wollte sich nicht erinnern, deswegen sprach er ungern darüber, er wolte vergessen, warum er noch lebte, mit Erinnerungen, die jeden gewöhnlichen Menschen auf der Stelle ins Grab befördert hätten...




    Mir kommt die Dramatik ein wenig gekünstelt vor, vielleicht ist das ganze ein wenig langweilig. Mich interessiert einfach, ob ihr die Geschichte nach dieser Einleitung weiterlesen würdet.

  13. #13
    Hi Cipo,
    endlich mal wieder eine Geschichte von dir
    (Zu Gedichten hab ich allgemein kein Zugang und kommentiere sie daher nicht..)

    Der Anfang deiner Geschichte ist bis auf wenige Patzer wirklich gut.
    Vor allem die völlig unterschiedlichen Sprachebenen der beiden Hauptfiguren wirken sehr überzeugend und charakterisieren die Figuren indirekt. So könnte ich mir vorstellen, dass die Frau von adeligem Geschlecht, oder zumindest von einem höheren Rang ist.
    Ich sehe nur Schwierigkeiten darin, dass der betrunkene Seemann die Geschichte nacherzählt. Von daher müsstest du dich streng genommen an sein Sprachlevel anpassen - das wär ne höchst lustig Geschichte
    Naja, wenn du zu formal bleibst, wirkt es unauthentisch, wird wie gesagt nicht einfach, einen Mittelweg zu finden, bisher geht es ganz gut.

    Denke bitte über die Stelle nach:
    "und typischer Seemannskleidung"
    - Show, don't tell (auch wenn's zum Halse raushängt, hier trifft es zu). Wie sieht so eine typische Seemannskleidung aus?

    Der bisherige Plot ist an sich toll, nur habe ich Angst, dass der Titel und der Text schon zu viel der Pointe preisgeben: Der Titel "Bestia" und die Stelle "auch nicht darüber, was er war" lassen stark vermuten, dass der Mann eine Art Werwolf oder -Monster ist, der sich mit seinem Schicksal auseinander setzen muss. Wenn die Geschichte nichts darüber hinaus erzählt, kannst du sie schonmal begraben Also lass dir mal schön was einfallen, um sie trotz scheinbarer Offensichtlichkeit spannend zu gestallten. Oder vielleicht lenkst du den Leser ja absichtlich in die irre *hinthint*.

    Aber eine Bitte: Mach daraus kein Endlosroman. Es mag Leute geben, die Spaß daran haben, zig Kapitel zu lesen, ich gehöre nicht dazu. Eine Kapitelzahl im unteren einstelligen Bereich wäre wünschenswert, damit auch jeder bereit ist die komplette Geschichte zu lesen.

    Ich freue mich auf mehr

    Gruß,
    Neo

  14. #14
    Thx für die Kritik. Die Sache mit Werwolf usw. sollte so sein, auch wenn die Tatsachen nur extrem entfernt in dieser Richtung liegen. ^^ (Ist extra so gemacht, weil man die eben diese Einstellung zu der Person kriegt, über die geredet wird, und sich später anfangs ernsthaft überlegt, was gemeint war. )

    Problem ist nur, dass die Geschichte ein Auszug aus einem Riesenroman ist... Aber eigentlich hast du Recht. Ich sollte mal wieder was kürzeres, abegeschlossenes schreiben, in diesem Sinne werd ich es wohl auf diesem Niveau belassen. (Also, dass man es auch unabhängig lesen kann) Ich hoffe nur, dass das was wird, weils mir am Herzen liegt...

    [to be continued...)

  15. #15

    Gedichte zu Charakteren

    So, ich habe als Epilog für eine Geschichte jedem Charakter ein Gedicht zugeordnet, welches die Gedankenwelt widerspiegeln soll und wär euch nun sehr verbunden, wenn ihr versuchen könntet, von den Reimen auf die Züge der Leute zu schließen. Sozusagen also eine kleine Interpretation, die primär den Sinn hat, herauszufinden, ob ich die Charaktere der ... Charaktere gut getroffen habe. Kritik ist selbstverständlich auch erwünscht, ich selbst bin bspw. mit dem Gedicht "Greel" nicht so ganz einverstanden, hört sich IMHO relativ grottig an, bis auf das Ende, das find ich genial.
    Ich weiß, dass es teilweise recht schwer sein kann, daher tausend Dank im Vorraus.



    Saigo

    Was siehst du
    Im Schwarz meiner Augen?
    Wo ist nur das glänzende Licht?
    Sag, ist es erloschen?
    Sag, ist es verloren?
    ...wo ist es?
    ...ich finde es nicht...

    Was ist dieser Körper?
    Was ist dieses Fleisch?
    Wo sind meine Narben,
    der Wunden so leicht?
    Was wandelt die Seele
    Noch auf dieser Welt?
    Wer ist es,
    der mich gefangen hält?

    Wo lag meine Sünde?
    Wo lag nur mein Fluch?
    Ich möchte ihn verstehen,
    wie ein offenes Buch!
    Solange auf mich fällt noch
    Das blutige Licht,
    Muss ich es finden,
    mein letztes Gericht.

    Doch will ich nicht suchen!
    Will nie mehr leiden!
    Will niemals mehr fluchen!
    Nichts mehr erreichen!
    Ich will nur noch sterben, gen Himmel entschwinden,
    sei's auch die Hölle, vergessener Sünden.

    Doch wenn eines Tages
    ein Schimmer mich trifft,
    vergess ich die Sorgen,
    seh nur noch das Licht!
    Doch vom Licht kommt der Schatten.
    Vom Schatten das Licht.
    Trübe Wolken
    nehmen die Sicht.
    Und wenn der letzte Sonnenstrahl auf die Erde fällt,
    ist die Chance vergeben,
    zu entfliehen der Welt...

    Der Name vergessen.
    Mein Leben vergeben.
    Wo ist mein Schatten?
    Die Seele -
    Zerrieben?
    Ich kann sie sehen –
    Und doch nicht erreichen,
    nur mein Wille allein
    stellt diese Weichen.



    Greel

    Ich seh meine Angst.
    Noch kennt man den Namen,
    von herrlichem Klang,
    noch nennt man die Taten
    des großen Manns.

    Doch Menschen! - sie sprechen
    Gespaltener Zunge,
    tragen die Furcht tief in der Lunge!
    Ich spür ihre Wolllust
    Spüre den Neid!
    Ich spüre den Hass!
    Ich bin nicht bereit!!

    Ich werde nicht gehen,
    was auch geschieht,
    will nicht, dass Gott
    auf mich herabsieht.
    Unzählige Male zerstört ich die Nacht,
    eine trügerische Sonne
    kam an die Macht.
    Doch irgendwann ging sie wieder unter
    Und zog mich in Wut
    Gleich mit hinunter.

    Wenn ich sehe hinauf, zum Sternenmeer,
    erkenn ich den Mond,
    und mein Herz wird schwer!
    Ich dachte oft, ich sei ein Wesen der Nacht,
    Doch nur Soleil gibt mir diese Macht.
    Diese Hoffnung in meinem Inneren
    hielt sich zumeist für die Siegerin.
    Doch war sie im Grunde
    eine Hilfe dann,
    der Verzweiflung, die niemals schwinden kann?

    Der Krieg mit dem Schatten,
    der über mir liegt,
    Ein Traum? – der mich in Sicherheit wiegt?!
    Ich ging zu Orten, die mir verboten.
    Ich beging Taten – teuflische Wogen!
    Ich erblickte die Dinge, die man nicht sehen darf!
    Ich schmiedete Klingen – für mich viel zu scharf!
    Auch der größte Teufel ist ein Gott gegen mich.
    ...

    Um zu sterben, leben wir ein Leben lang?
    Das wird ich nicht glauben!
    - sonst wird mir bang! -

    Seh ich keine Götter, so erhebe ich mich.
    Will ich noch nicht gehen, so bleibe ich.



    Gramata

    Schwingen, alt, doch wunderbar,
    azurblau und aus purem Eis,
    Augen, göttlich und bezaubernd,
    mächtig und aus reinem Gold.

    Ich bin eine Göttin,
    ich bin wie der Sturm,
    Mein Blut ist vom Menschen
    und auch vom Wurm.
    Ich habe geherrscht, getötet, geächtet,
    ich habe genommen, versklavt und geknechtet.
    Doch eines,
    - so weit bin ich mir nun klar -
    fehlte im Leben, wichtig, für wahr...

    Wo ist dieser Junge, der Schemen so fern,
    kann ich ihn nicht haben?
    Hätt ihn doch so gern!
    Mir gehört alles - Die Erde! Der Wind!
    Fehlts mir –
    An einem Menschenkind?
    Von niederem Blute,
    schwächlichem Fleische,
    von fehlendem Mute,
    solch lebende Leiche?!
    Verflucht und verdammt!
    Ist sie wirklich so schwach,
    welche sonst sogar über die Götter lacht?

    Was bringt ein Kristall,
    wie Wasser so klar,
    Wenn doch selbst die Sonne
    seinen Grund nie sah?
    Keiner darf ihn beschützen,
    keiner kann ihn besitzen,
    denn kristallene Sicheln
    werden zerschlitzen
    das menschliche Fleisch,
    die Knochen, die Sehnen!
    Man kann mich nicht halten!
    Das muss ich verstehen...

    Und jeder,
    der seine Hand an mich legte,
    vereiste, wenn sich mein Herz erregte.
    So bleibe ich mächtig,
    doch einsam zugleich,
    ewige Königin,
    im eisigen Reich.

  16. #16
    hmm...
    du mutest uns ganz schön was zu, und auch noch so viel.
    Werde mich mal daran probieren...meine durchkämpfen

    also erstmal stelle ich mal die Stellen/Fromulierungen hier hin, die mir nicht gefallen:
    aus Saigo
    Zitat Zitat
    Wo sind meine Narben,
    der Wunden so leicht?
    hmm,unschöne Formulierung

    Zitat Zitat
    Ich möchte ihn verstehen,
    wie ein offenes Buch!
    komisch,les es mal

    Zitat Zitat
    Die Seele -
    Zerrieben?
    klar was du erreichen wolltest, aber das hört sich wirklich nicht gut an, auch wenns sich gewollt nicht gut anhören soll

    achja,insgesamt zu viele "Doch"s

    aus Greel
    Zitat Zitat
    Ich seh meine Angst.
    Noch kennt man den Namen,
    von herrlichem Klang,
    noch nennt man die Taten
    des großen Manns.
    insgesamt,irgendwie hört sich das nicht gut an

    Zitat Zitat
    Doch irgendwann ging sie wieder unter
    Und zog mich in Wut
    Gleich mit hinunter.
    würde "irgendwann" streichen und durch was anderes ersetzen

    Zitat Zitat
    Wenn ich sehe hinauf, zum Sternenmeer,
    ich mag diese alte Formulierungsweise, aber obwohl du so pathetisch schreibst gefällt mir das nicht
    Zitat Zitat
    Diese Hoffnung in meinem Inneren
    hielt sich zumeist für die Siegerin.
    feine Sache mit Soleil vorher, aber die Siegerin?

    aus Gramata
    Zitat Zitat
    Ich bin eine Göttin,
    ich bin wie der Sturm,
    Mein Blut ist vom Menschen
    und auch vom Wurm.
    Ich habe geherrscht, getötet, geächtet,
    ich habe genommen, versklavt und geknechtet.
    Doch eines,
    - so weit bin ich mir nun klar -
    fehlte im Leben, wichtig, für wahr...
    ich glaube,die beste Strophe in allen drei Gedichten,super

    also Gramata ist dir wirklich am besten gelungen, gefällt mir wirklich außerordentlich gut.
    insgesamt muss ich sagen dass alle Gedichte erschreckend unrhythmisch sind, ich hoffe das ist gewollt...

    achja,hätte fast die kleinen Interpretationen vergessen:
    Gramata,ja,Königin anscheinend,herrisch,gebieterisch,mächtig, hat aber irgendwie n Faible für kleine Jungs
    Greel, aus welchem Grund auch niedergeschlagen, Glauben an Welt und Gott verloren,verzweifelt ,melancholisch usw, vielleicht "der Narr" auf dessen Rücken sich alles austobt... er wirkt so als ob er sich in den Wald zurückzieht und dort auf sein Ende wartet, keine Forderungen mehr an die Welt stellt.
    Saigo,hört sich nach Krieger an,der aber auch enttäuscht worden ist, nur hört er sich hoffnungsvoller an wie Greel, irgendwie eine Kämpfernatur der zwar vom Schicksal gezeichnet ist sich aber jede Minute wieder aufrappeln wird...

    so,bin durch, hab wahrscheinlich die Hälfte vergessen die mir beim lesen aufgefallen ist, aber vielleicht fängst du ja schon damit was an...und vielleicht findet sich noch jemand der das durchackert

    Geändert von schreiberling (26.03.2005 um 13:45 Uhr)

  17. #17
    Tausend Dank erstmal!
    Zu den Interpretationen, Gramata und Saigo betreffend, absolut getroffen, wobei mir auffällt, dass ich nicht das psychische Erscheinungsbild, sondern das Seelenleben beschrieben hab. (Ist nicht schlimm, war aber auch nicht gewollt. ^^;; )
    Greel ist dagegen total schief gelaufen. Wobei das bei ihm kompliziert ist, innerlich triffts schon ein wenig, aber er sucht (was man aber aus dem Gedicht nicht rauskriegt, höchstens durch den Schatten) seine Flucht vor der Vergangenheit in gespieltem Wahnsinn, aber eigentlich will er nicht nur noch sterben, sondern zwanghaft leben. Da kommt es mir fast so vor, als hätte einer von uns beiden Saigo und Greel verwechselt. Saigo ist eher der, der nur noch Sterben will, dann aber immer wieder trügerische Hoffnung schöpft und weiterlebt.

    Das unrythmische kommt daher, dass ich Saigo und Greel nicht mit einem Mal geschrieben habe, die Teile sind eher Einzelgedichte, hast aber recht, wobei ichs als Epilog passend finde, regt mehr zum Überlegen an als ein schön klingendes Gedicht.

    Gramata ist in einem Rutsch entstanden, daher IMHO auch das Rythmischste. Allerdings ist es, eigentlich im Gegensatz zu der Person, bemerkenswert unvielschichtig geraten, viel zu interpretieren gibts ja kaum. ... Hm.

    Zitat Zitat
    Wo sind meine Narben,
    der Wunden so leicht?
    Ja, hat mir auch nicht gefallen, aber ich wusste nichts besseres. dieser bemerkenswert untreffende Satz sollte auf die Unsterblichkeit des Sprechenden hinweisen, die aber a) für das Gedicht absolut unwichtig und b) schrecklich formuliert ist.
    Das offene Buch ist auch dämlich, kommt davon, wenn sich alles zwanghaft reimen muss. Ich werde Saigo und Greel nochmal komplett neu schreiben, außerdem kürzer und kompakter. Gramata vielleicht auch... Mal sehn.
    Die zeriebene Seele. Naja. Ist Geschmackssache, ich finds in Ordnung.
    Die vielen dochs sollen seine eigenen Zweifel zeigen, hast aber recht, ist ein wenig penetrant.

    Nochmal vielen Dank, hast mir sehr geholfen!!

  18. #18

    Pseudo-Musical-Texte ^_-

    Ok, hier mal wieder ein paar geistige Ergüsse, habe grad wieder eine Kreativphase.


    Der ist schon etwas älter, und wie immer nur ein fragment xD:

    Greel

    Isaac zitterte am ganzen Körper, die Robe durchnässt, noch Stunden später.
    „Isaac, ich mag dich, doch der Wettstreit - mit meinem Bruder, ich bin ihn leid!“
    Kalatis Worte halten wieder in seinem Gedächtnis - und in seinen Gliedern.
    Isaac Tethyr hatte noch niemals versagt, im ganzen Leben, bei allem, was er tat.
    Ob Athletik, ob Politik, ob Wissenschaft, das Wunderkind hatte es leicht vollbracht.
    Doch nun saß er da und fühlte sich elend. Wie ein Läufer - auf alten Krücken gehend.

    „Du magst mich?“, fragte er in den Raum, mit einem Lächeln wie ein eisiger Traum.
    „Schön, schön, Kalati, doch das will ich nicht. Du sollst mich vergöttern, nicht diesen Wicht.
    Du sollst mich lieben, von Anfang an, vom ersten Tag an, keinen anderen Mann.“
    Er erhob sich und straffte seine Gestalt. Er war ein Herrscher, eisig und kalt.
    „So sei es, Kalati!!“, schrie er in den Raum, mit aufgerissenen Augen, vor dem Mund hing der Schaum.
    „Du willst mich nicht lieben? Das glaube ich dir! Doch wird’s auch kein anderer - außer mir!!“
    Isaac lachte hinaus in die Nacht - und merkte, das Kreischen - es gab ihm Kraft!
    Und half zu vergessen, den ewigen Schmerz, den er zum ersten Mal spürte - Tief in seinem Herz.

    Man sagt, Gefühle können vernichten - die These ist vollkommen richtig, mitnichten.
    Doch was mit dem Mann, der das Verlieren nicht kannte? Der sein Leben lang als Erster durch die Wege rannte?
    Isaac Tethyr war ein Genie, und solch ein Wunder verliert sich nie.
    Doch nun bebte sein Geist, die Pupillen schwammig, Isaacs Finger zitterten, der Atem ging heftig.
    Er war unterlegen, zum ersten Mal - musste er sich verbeugen vor einer Wahl.
    Der Wissenschaftler hätte es leicht überstanden, doch er wollte nicht, dass andere ihn überwanden.

    „Ich soll nicht länger Isaac heißen!“, lachte er in den Raum und bemerkte kaum,
    wie der Arm nach einer Feder griff und sich auf dem hölzernen Stuhl niederließ.
    „Der Name ist dumm, er gefällt mir nicht! Ich heiße nun anders, versteht ihr mich?“
    Sein Monolog blieb unbeachtet, doch der Schreibkiel wurde ins Glas verfrachtet,
    mit Tinte setzte er auf das Pergament - den alten Namen, den jeder kennt.
    „Isaac Tethyr? Der Mann ist tot! Herzschock, Husten, Atemnot!“
    Sein lachender Körper klierte herum, auf dem gelben Papier tanzte er wie dumm.
    Bis nach einiger Zeit ein Name erschien, zwischen den Tropfen, sieht man genau hin.
    „Dank mir, Isaac, dass ich meinen Namen stehl! Aber dem heutigen Tage heiße ich Greel!“



    Legeria

    „Vater, was ist das?“
    Fragte Sa-ichi
    Mit Blick auf die Menge
    Bunt und auch lustig.
    „Tja, mein Sohn.“
    sprach der Vater lächelnd,
    „Das ist die Welt!
    Jubelnd und tanzend!“
    Die Leute waren zahlreich
    Und überall
    Ihre Gesichter lachten
    Und sie machten Krawall.
    „Diese Menschen
    haben farbiges Haar
    und helle Augen
    belustigt und klar!“
    Der Vater lachte
    Und legte die Hand
    Auf Sa-ichis Schulter
    Stark und doch sanft.
    „Du wirst es schon sehen,
    mein kleiner Sohn,
    Die Welt ist riesig
    Und nun unser Lohn!“
    So erreichten die Kinita
    Also die weite Welt
    Und folgten so dem Ruf
    Vom Schicksal erwählt.




    Das finde ich am Ende ganz ordentlich, bitte beim Lesen bedenken, dass es mehr oder wneiger ein Streitgespräch ist, pro Absatz spricht der andere.

    Gramata und Yonaka
    Ein Dach bei Sichelmond, Windstille, weiter unten die Geräusche der Menschen.

    - Yonaka, Yonaka, hörst du mich flüstern?

    - Nein, oh nein, ich hör es gewittern...

    - Gut gesprochen, weiser Mann, doch warum greifst du mich dann nicht an?

    - Willst dus wirklich wissen, Hexe? Willst du mich quälen, du kalte Echse?

    - Nein, Yonaka, will dich kriegen!

    - Willst nach meiner Kehle hieben.

    - Nein, Yonaka, ich will dich lieben! (verstummt)

    - Ph. Wer’s glaubt, wird kalt, im Sinn des Worts, du weilst nie an einem Ort!

    - Soll ich dir denn zeigen bessre Plätze?

    - Inferno und Hölle, nicht wahr? (ich schätze.)

    - Nein, mein Lieber, ich zeig dir den Himmel!

    - Troll dich, Gramata! Schluss dem Gewimmel!

    - Was fauchst du mich hier nur so an, hab ich dir jemals wehgetan?

    - Nein, noch nicht, du eisiger Wurm, doch Drachenherz ist wie ein Sturm!

    - Red nicht mit meines Herzens Stimme, das vernebelt mir die Sinne!

    - Ha, du Drache! Hab ich dich erwischt?

    - Nein, du Mensch, sieh doch in das Licht!

    - Von welcher dunklen Sonne sprichst du?

    - Welche hält dir die Augen zu?

    - Deine Rätsel sind suspekt, Drachenfrau von Amunielle.

    - Dein Herz ist kalt wie meins, Yonaka, bist ein lustiger Gesell…

    - Kann denn niemand dich vernichten?

    - Nicht unter den Menschenwichten.

    - Ich verschwinde nun, du Wurm!
    *er geht ab*

    - Du meinst, ich sei wie ein eisiger Sturm?
    Yonaka, du irrst, ich bin kein Sturm,
    Ich bin die Frau im höchsten Turm,
    wenn deine Seele einst gestorben,
    hat ihre Liebe … mein Herz verdorben.






    Wie immer, Kritik erwünscht.

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