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General
Fight Club
Originaltitel: Fight Club

Allgemeine Informationen:
Laufzeit: 134 Minuten
Release: 15.10.1999
Basierend auf: Chuck Palahniuk's Buch "Fight Club"
Genre: Drama, Action, schwarze Komödie
Regisseur: David Fincher ("The Game", "Se7en", "Panic Room")
FSK: 18 (Uncut)
Tagline: Übermut. Chaos. Seife.
Grund für das 'Rating': "Rated R for disturbing and graphic depiction of violent anti-social behavior, sexuality and language." (dt. ""R"-Rating wegen verstörender und grafischer Darstellung von gewalttätigem, anti-gesellschaftlichem Verhalten, Sexualität und Sprache.")
Hauptdarsteller:
- Brad Pitt (Tyler Durden) ("12 Monkeys", "Ocean's Eleven", "Snatch.")
- Edward Norton (Erzähler) ("American History X", "The Italian Job")
- Helena Bonham Carter (Marla Singer) ("Planet of the Apes", "Big Fish")
Inhaltsangabe:
Der durchschnittliche Angestellte, dessen Namen man im gesamten Film nicht erfährt, ist chronisch depressiv und nimmt sein Leben immer weniger ernst; was ist es schon wert? Er vegetiert mit seinen Schlafstörungen nurnoch dahin, bis er dann den stürmischen Tyler Durden trifft. Dieser verköpert Anarchie, Gewalt und Freiheit und prägt das Leben seiner neuen Bekanntschaft von Anfang an. Beide finden das morbide Hobby sich gegenseitig zusammenzuschlagen. Der "Fight Club" entsteht und die Spirale der Gewalt und des Terrors beginnt sich unaufhaltsam zu steigern. Solange, bis der Erzähler Tylers Wesen zu hinterfragen beginnt...
Positives:- Hochkarätige, überzeugende Schauspieler
- Grandiose Kamerafahrten und sehr guter Schnitt
- Sehr humorvolle und intelligente Dialoge erhöhen den Wiederschau-Faktor enorm
- Farblich und Bildlich ästhethisch und schön anzuschauen
- Intelligenter Plot der sich durch seine wahnwitzigen Protagonisten immer weiter in die Höhe schaukelt
- Kultverdächtige Zitate und Szenen
- Tolles Story-Telling, vorallem durch die durchdachte Nutzung des Erzählers
Negatives:- Nicht nachvollziehbare (Entwicklung der) Persönlichkeit des Protagonisten
Fazit:
Von vielen wird dieser Film geliebt - von mir auch. Warum? Er ist eine Mischung aus drei sehr weit gefächerten Genre und setzt sie alle grandios um, ohne das eines zu kurz kommt. Es gibt Actionsszenen, Dramatik und Humor, was begehrt das Herz mehr? Die Geschichte ist in all dem gut verpackt und seine Wendung wirkt erschütternd auf den Zuschauer. Wenn sie auch oft angedeutet wird, so steigt man beim ersten Schauen doch nicht vor der großen 'Offenbarung' dahinter. Die drei zu Beginn noch sehr unterschiedlichen Charaktere geben dem Film durch ihre raue und sarkastische Art die Würze. Das Werk steckt voller philosophischer und humoristischer Aspekte, letztere treffen noch beim dutzendsten Schauen gut und unterhalten. Manche Kritikpunkte des Filmes erscheinen aber unpassend und reduzieren unsere Gesellschaft auf deren negative Aspekte, was beim ersten mal vielleicht nicht auffällt, weil der Film das ganze gut verpackt, doch wenn man über manche Aussagen nachdenkt, so wirken sie doch völlig überspitzt und unzutreffend. Dies gilt allerdings bei weitem nicht für alle Aussagen und der Film bleibt meiner Meinung nach vom Anfang bis zum Ende ein sehr intelligenter Film mit durchdachter Handlung. Das dem Zuschauer letztendlich eine 'Moral von der Geschicht'' fehlt, fällt da gar nicht weiter auf. Neben dem positiven Gesamtblick auf das ganze bieten auch einzelne Szenen immer wieder kleinere Höhepunkte, so ist es unvergesslich wie der Erzähler mit blutverschmiertem Gesicht und Gehaltschecks aus dem Büro seines Cheffes marschiert. Solche Szenen machen den Film einfach sehr lebendig und verleihen ihm seinen einzigartigen Charme. Ein Charme, der auch schon in der Vorlage von Chuck Palahniuk vorhanden war, Fincher hat den Stil und das Flaire seines Buches detailliert eingefangen und visuell wiedergegeben. Etwas schade ist da, das Fincher das Ende des Buches ein wenig abgeändert und "Hollywood-freundlicher" gestaltet hat.
Alles in allem ist dies ein wirklich unterhaltender, witziger, durchdachter, abgehobener Film voller genialer Zitate. Da es wenig Kritikpunkte gibt, habe ich im Fazit mehr Wert auf diese gelegt, sonst wäre das ganze etwas einseitig ausgefallen und hätte undifferenziert gewirkt. Aus der tabellarischen Zusammenfassung der positiven und negativen Aspekte sollte klar werden wie überzeugend der Film ist.
Ich hoffe es macht nichts, dass wir den Film schon hatten. Kann ja nicht schaden.
Geändert von Stan (01.08.2004 um 06:04 Uhr)
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