Ich glaube nicht, dass ich nur das Gute im Menschen sehe. Aber ich betone das Gute im Menschen im Dialog mit dir natürlich, da du ein solch negatives Bild vom Menschen zu haben scheinst.Zitat
Zum Thema Ausrotten: Du sagtest zuvor, der Mensch wolle sich selber ausrotten, womit ich nicht einverstanden war. Im Falle der Judenverfolgung sieht der Mensch im Juden eine andere Rasse. Einverstanden, der Mensch schafft nur äusserst selten Chancengleichheit, aber anders als der Rest der Natur tut er es überhaupt (und zwar, weil er ein kleines bisschen Entscheidungsfreiheit hat, aber dazu später).
Zum Psychopathen in der Zeitung:
1. tötet ein Mensch grundsätzlich nicht einfach nur zum Spass. Die Motive für solche Taten liegen tiefer. Ich kenne sie nicht.
2. zeugt bereits die Tatsache, dass diese Tat des Psychopathen von der Zeitung, von dir und von allen anderen Lesern dieser Zeitung verurteilt und mit Abscheu zur Kenntnis genommen wird davon, dass der Mensch so schlecht nicht sein kann.
Der Mensch erschafft sehr viel. Wissenschaften, die Philosophie, Technik, Städte, Flugzeuge. All diese Schöpfungen haben jedoch auch destruktive Folgen. Aber wo der Mensch etwas zerstört, erschafft er zugleich etwas neues, daher meine ich, dass Zerstörung und Erschaffung (wie immer) ausgeglichen sind. Wenn der Mensch z.B. eine Atombombe auf unberührte Natur wirft, so zerstört er ein ganzes ökologisches System, erschafft aber zugleich radioaktive Strahlung, Krebse, Mutationen und ein Trümmerfeld. Wer sagt uns, was gut und was schlecht ist?
Schlussendlich gelangen wir zur Frage, ob bzw. wieviel Entscheidungsfreiheit der Mensch hat. Ich bin der Meinung, dass der Mensch für seine Taten kaum verantwortlich gemacht werden kann. Der Mensch hat durchaus eine gewisse Entscheidungsfreiheit, diese jedoch in äusserst kleinem Rahmen. Diese Entscheidungsfreiheit muss ausserdem über den Weg der Selbsterkenntnis (z.B. erkennen und akzeptieren der eigenen Triebe) hart erarbeitet werden.

Kontrollzentrum




Zitieren