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Thema: Anne Rice

Baum-Darstellung

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  1. #12
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    Original geschrieben von Cherubim

    zum thema schwule vampire: die sind doch nicht schwul. die lieben einfach alles und jeden. oder ist euch jemals aufgefallen, dass in jemandem nichst wunderschönes, liebenswertes entdeckt hätten?
    Zitat Zitat
    Das stimmt. Wenn mans genau nimt, sind sie Bisexuel. Eine Frau kann sie genauso erregen, wie ein Mann (wenn man bei Vampiren von Erregung sprechen kann )
    Ihr habt beide recht, Anne Rice schildert die Vampire am ehesten noch als Asexuell oder platonisch. In einer Stelle in "die Königin der Verdammten" bemerkt Lestate das seine Geschlechtsorgane ihre Funktion schon seit längerem verloren hätten, und in "Der Fürst der Finsterniss" weist mehr als einer der älteren Vampire Lestat darauf hin, dass er mit der Zeit eine unbegreifliche Liebe für seine Opfer entwickeln wird.
    Ihre Art, diese Liebe zu beschreiben scheint mir stark von der mittelalterlichen Literatur beeinflusst zu sein, die stark auf das spätantike Freundesschaftsbild aufbaute.
    Wenn dort z.b. Mönche über ihre Freunde schrieben ist man sich nie ganz sicher, ob sie wirklich nur eine tiefe Liebe empfinden oder ob nicht mehr abging. Man muss wohl einfach das Spiel mit der Ambivalenz genießen, denn erfahren werden wir es nie.

    Aber es ist interessant zu beachten, das Anne Rice Frauen in ihren Vampirwerken eher negativ schildert - man Bedenke, dass die Mutter aller Vampire ein äußerst grausames Wesen ist und Pandora in ihrem ersten Auftritt ihrer eigenen Autobiographie geradezu als vom Alter korrumpiert dargestellt wird, als sie ihrem Opfer das Herz herausreißt um nur zwei Beispiele zu nennen. Verdammt schwer, hier nicht allzusehr zu spoilern . Besonders Pandora scheint mir gutes Material für die Argumentation zu bieten.


    Mir persönlich gefiel "Engel der Verdammten" von all ihren Werken am besten. Ich mag es, wenn meine Fantasygeschichten ein wenig von der Welt enthoben sind, ich mag das antikisierte Setting während des halben Buches und Asrael stellt sich einmal als Bartträger dar . Vermutlich kam auch noch hinzu, dass ich wegen der Fiebererkrankung, an der sein Biographe während der Erzählung leidet die ganze Zeit an Minami Ozaki's "Zetsuai" denken musste

    Edit: Welche Eltern würden ihre Tochter allen Ernstes Pandora nennen, shess. Mit so einem Namen lädt man sich die Pupertätsrevolte geradezu ins Haus ein.

    Geändert von Ianus (18.06.2004 um 02:09 Uhr)

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