@ Grahf: seltsam, dass du dir die Erinnerungen, die du eigentlich nicht mehr haben willst, wieder durchließt. Ich mach das auch manchmal. Das macht man ja freiwillig und aus eigenen Stücken heraus.
Wenn ich in meinem Tagebuch all die schlimmen Erinnerungen wieder durchlebe, dann zieht mich das am Schluss auch runter. Und wenn ich sowieso noch schlecht drauf bin, fang ich an mich selbst zu hassen.
Weil ich mich dann aber immer genauer erinnere und das gar nicht will, schlag ich auch meistens das Buch wieder zu. Leider hab ich die Erinnerung dann immer noch, denn die bleibt erstmal ne Zeit wieder in meinem Kopf.

Warum schaut man eigentlich immer wieder in die Vergangenheit, wenn man doch eigentlich die Erinnerungen nicht haben will?

Aus Fehlern lernen bzw. lernen wollen, wie Zieg Feld sagt, ist wohl ein Grund. Klingt aber so rational, ich denke es ist dazu noch eine Art starke Sehnsucht, die uns selbst an die schlechten Erinnerungen fesselt, so dass wir sie freiwillig nochmal durchgehen wollen. Und dass man das immer in schlechten Abschnitten im Leben machen möchte, muss da auch irgendwie mitrein spielen.

Ich denk lieber nochmal genauer darüber nach, bevor ich hier ausschweife und unverständlicher werde als ich sowieso schon bin.