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  1. #11
    Erstmal Frage vorweg. Was ist denn ein RPGH?

    Zum Thema:

    Also ist imo Grandia irgendwie nix Ganzes und nix Halbes.

    Erstmal das positive vornweg:
    Die Grafik gefällt mir wunderbar. Ich finde, ein RPG sollte immer sehr viel Fanatsy Elemente beinhalten, sprich entweder abgedrehte, oder bunte Grafiken haben. Grandia ist zwar nicht abgedreht, aber sehr schön bunt. Ein Harry Potter für Konsole vielleicht. Ein Spiel für Kinder, aber auch für Erwachsene.

    Es ist ja wirklich nicht komplex. Es ist simpel. Es ist kindisch, mit kindischer Musik, kindischer Grafik, Kindern als Charakteren und einem (zu) einfachen Kampfsystem.
    Ich denke, man muss hier den Maßstab einfach anders ansetzen.

    Eine total durchgeknallt Story à la FFX (Wer kommt schon auf solche Ideen mit Sin und Guados und Fayth und weiss der Geier) hätte Grandia einfach nicht gestanden! Oder?

    Man kann sich stattdessen wunderbar in Justins Rolle hineinversetzen, was für mich das Wichtigste an einem RPG ist. Es heisst ja deswegen auch ROLEPLAYING Game.
    Dass das Kampfsystem gut ist, darum muss man ja nicht streiten. Es ist (bzw. WAR damals) innovativ, ausgeglichen und hat Spaß gemacht.

    Wie jedes andere Game auch, hat Grandia allerdings auch Schwächen:
    Wie jemand vor mir schon sagte, Justins Gelaber, ein Abenteurer zu werden nervt. Bringt aber auch die Story ein wenig nach vorne. Aus der ursprünglichen Idee die Welt zu erkunden wird die Pflicht, die Welt zu retten.
    Weiterer Kritikpunkt: Die Grafik ruckelt öfters. Besonders in Städten mit vielen Häusern. - Sollte auf einer Konsole nicht passieren.
    Die Musik ist gräßlich imo. Die ist mindestens genauso nervig, wie Justins Geschwätz.

    Trotz allem muss ich sagen, dass Grandia in meinem Schrank mit Lieblings RPGs ganz klar einen Ehrenplatz bekommt. Warum? Aus einem einfachen Grund: Es ist ein außergewöhnlich stimmungsvolles Spiel. Wenn ich ein Japano RPG Spiele, will ich Nachts um 1 Uhr bei ner Tüte Chips und ner Cola in einer Decke eingeknuffelt vor der Glotze sitzen und zuhören, was für Heldengeschichten denn da im Spiel bei nem Lagerfeuer erzählt werden. Das zusammen gepaart mit der wirklich SEHR liebevollen Grafik und dem genialen Kampfsystem machen Grandia für mich zu einem Spiel, was ich immer mal wieder gerne aus dem Schrank hole.

    Das Argument, es scheint so, als wäre den Entwicklern erst nach der ersten CD eingefallen, dass man auch eine gescheite Story einbinden müsste zieht imo nicht.
    Ich glaube, dass dies durchaus beabsichtigt war und ich finds auch gut so.
    Die Hälfte des Spiels erlebt man mit Justin zusammen, wie er sich seine Zukunft immer vorgestellt hat. Doch dann wird er Mittelpunkt einer fesselnden Story, deren Spuren bereits mehr als deutlich in CD zu finden waren.
    Ich finde es einfach ungemein spannend, auf den Spuren einer alten, längst vergessenen hochtechnisierten Zivilisation zu sein. Vielleicht hätte ich ja Archäologe werden sollen?

    Natürlich ist es bei weitem nicht so gut, wie es sehr oft in der Presse in die Höhe gelobt wurde, aber immerhin... Es gibt schlimmeres

    Außerdem sollte man vielleicht nicht mit zu hohen Erwartungen ans Spiel gehen. Es hat halt einfach nicht die Komplexität eines Chrono Triggers oder so. Man kanns hier einfach nicht vergleichen. Das ist wie ein Vergleich zwischen Birnen und Bananen. Beides ist Obst, beides is essbar und beides fängt mit "B" an. Trotzdem würde ich nicht grad sagen, dass die Banane "besser" ist als die Birne. Ich mag halt lieber Birnen
    Grandia ist halt einfach ein gutes Game für zwischendurch.

    Ps.: Grandia 2 fand ich 1000x schlechter. Miese Charas, scheiß Musik, dumme Story.
    Habs nur gespielt, weil "Grandia" drauf stand.
    Geändert von Valmar (12.05.2004 um 05:38 Uhr)



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