@regaa:

Du ignorierst in deiner Widerlegung der Evolutionstheorie vollkommen, dass ein wesentlicher Faktor für deren Start und Ergebnis die Umgebung ist. Für Pinguine brachte es in ihrem Lebensraum keinen Nachteil, flugunfähig zu sein. Die anschließende Formveränderung geschah, da dies einen Vorteil bei der Beschaffung ihrer Hauptnahrung - Meerestiere brachte.

Des weiteren werden die wenigsten Biologen lehren, dass plötzlich durch Mutation neue Arten enstehen können. Der Prozess benötigt zum einen eine isolierte Population (Population! Nicht ein Einzelwesen) und zum anderen Zeit. Einen Beweis dafür, dass der erste Schritt zur Entstehung einer neuen Art die Reduzierung des Genpools ist konnte man durch eine Echsenart erbringen, deren Population durch einen Berg o.ä. getrennt war. Nach einigen hundert Jahren hatte sich auf der einen Seite des Berges eine Echsenart anderer Hautfarbe entwickelt, die sich mit der Art auf der anderen Seite nicht mehr fortpflanzen konnte - eine neue Art war entstanden.
Die Quelle weiß ich nicht mehr mit Sicherheit, ich erinnere mich nur noch daran, dies von meinem Biolehrer gelernt zu haben.

Das Mutation nicht alle Arten einfach umbringt, liegt daran das es mehr nutzloses oder besser ausgedrückt inaktives Genmaterial als Aktives, welches die Proteinproduktion beeinflusst, gibt. Mutationen die am inaktiven Material geschehen sind erstmals weder schädlich noch nützlich, könnten sich aber im Zuge der Fortpflanzung mit anderem Genmaterial verbinden und aktiv werden, müssen aber nicht. Mutationen am Aktiven Material schadet dem Träger aber normalerweise, da hast du recht.

Bedenkt man dies, ist es ganz einfach zu begreifen, warum Tschernobyl, Sellafield, Hiroshima und Nagasaki keine guten Orte für die Entstehung neuer Arten sind: Zu viel Strahlung, welche das aktive Gematerial zu sehr beschädigt und deshalb primär Krankheiten auslöst.

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Welchen Selektionsvorteil bieten fleischfressende Pflanzen
Bessere Ernährung. Die Fleischfressenden Pflanzen, von denen ich weiß leben alle auf Nährstoffarmen Böden und verschaffen sich durch das Fressen von anderen Lebewesen die zusätzlichen Nährstoffe, welche der Boden nicht hergibt. Unterhalsamerweise bedeutet dies für sie aber auch eine Beschränkung des für sie erschließbaren Lebensraumes. Sollten sie auf Nährstoffreichere Böden umziehen, würden sie an 'Überdüngung' sterben. Niemand hat behauptet, dass die Evolution ein schlauer Baumeister ist.

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Welchen Selektionsvorteil haben Lachse, wenn sie zum Laichen an ihre Brutstätten zurückkehren müssen, um dort zu sterben, oder jene Ameisen- und Bienenvölker, welche regelrechte Kriege gegeneinander führen?
Der Evolution ist es eigentlich egal, welcher Teil einer Spezies überlebt und welcher stirbt solange nur Nachkommen gezeugt werden. Wenn alle Lachse sich auf dem Weg zum Laichplatz treffen und paaren ist dies für die Art als ganzes keine nachteihafte Lösung. Durch die Massierung von Exemplaren findet fast jeder einen Fortpflanzungspartner und gibt seine Gene weiter, durch den im Vergleich mit dem offenen Ozean geringen vorhandenen Raum vereinfacht sich die Partnersuche und die Chancen auf Fortpflanzung steigen wiederum. Und durch die zentrale Ablaichung steigt die Chance für jeden einzelnen, dass seine Nachkommen schlüpfen, da vielleicht die eines anderen an deren Stelle gefressen werden.
Wegen der relativ hohen Chance, dass die Brut überlebt, reicht es für die Lachse aus, sich einmal zu paaren. Danach können sie sterben, zum einen werden sie sich kein zweites mal paaren und zum anderen verringert ihr Tod den Druck auf die Nachkommenschaft, wenn sie denselben Lebensraum wie ihre Vorfahren besiedeln.
Bei den Insekten bin ich mir nicht mehr sicher. Vor einer weile war die Theorie noch, dass es sich für die unfruchtbaren Mitlgieder des Stockes wegen der nahen genetischen Verwandtschaft mit der Königin auszahlt mitzuspielen und nach außen aggressiv zu handeln um das Überleben der Königin zu sichern. Aber hat man dazu nicht schon eine neue Theorie aufgestellt?

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Worin liegt also der Selektionsvorteil des Menschen?
Worin wohl? in seiner Fähigkeit, alle anderen Lebewesen vernichten zu können und den Fortbestand seiner eigenen Spezies zu sichern. Für das Leben selbst ist dies Ziel und Ende alles Strebens, wieder eine Spezies zu schaffen, die alle anderen dominieren kann. Für die Gene ist jeder Träger gut genug, solange er nur irgendwie Nachkommen zeugt. Und wenn der Mensch sich selbst vernichtet, so wird nur wieder Lebensraum frei um von neuen Arten besetzt zu werden. Der Mensch ist nicht das Ziel der Evolution, nur eines der Ergebnisse.

Ich bin eigentlich eher Philosophe und Zen-Buddhist als Naturwissenschaftler . Was mich persönlich an den ZJ und den Katholiken stört, ist das sie beide das lesen der heiligen Schrift vor die direkte 'Gotteserfahrung' ohne Vermittler stellen. Wenn sie schon vorhaben, Vermittler zu sein, dann sollen sie mir Gott entweder in einem Käfig bringen oder mich von hintem mit ihm niederschlagen.
Unter allen anderen Umständen nehme ich das neue Testament beim Wort und suche weiterhin selbst meine Wahrheit. Gott liebt uns schließlich und sein Sohn befahl uns, keine Furcht zu haben.