Zitat Zitat
Original geschrieben von [KC]Cunner
@Choci und Ianus: gut, als erstes muss ich wohl sagen, dass ich tatsächlich historisch nicht so ganz fit bin. Aber: ich würde sagen, dass das ganze Denken und Handeln gerade in Japan sehr von der Religion durchwoben war. Daher spielte das "göttliche" immer eine Rolle. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass die Kriege mit der Religion begründet wurden. Die Zen-Mönche, die sich einmischten, taten das, um ihre Macht zu bekommen. Sicher nicht, weil irgendein Buddha ihnen sagte, Jungs macht Krieg (Spekulation). Ebenso das angeführte Zitat von Ianus. (Gut, wenn man den Kaiser als Gott sieht, dann war es tatsächlich so, dass eigentlich jeder Krieg von Gott gewollt war.)
Oh, c'mon Cunner! Im Europa des Mittelalters war das Denken und Handeln der Menschen ebenfalls von Religion durchwoben und genausowenig wie bei denen der Heilige Geist oder irgendein Engel zu dem Prediger kam und ihm sagte, er sollen mal einen Krieg organisieren ist in Japan irgendein Kami, Buddha, Arath oder Boddhisattva herabgestiegen und hat ihnen befohlen jetzt mal ein paar Leute umzubringen und sich Länder untertan zu machen.
Kriege sind so gut wie immer politisch und wirtschaftlich motiviert, sogar die islamischen heiligen Kriege (bei denen die Verteilung der Beute übrigens weitgehend durch den Koran geregelt wird), das einzige Kriterium um einen 'reilgiösen' von einem agnostischen Krieg zu unterscheiden stellt die Rechtfertigung der Kriegsführenden für ihre Taten dar.