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Original geschrieben von General_Zwinger
Meiner Meinung nach kann man von ehrenhaftem oder unehrenhaftem Verhalten nur richtig im Kontakt mit anderen Menschen reden, weil Ehre viel mit dem Verhalten gegenüber anderen zu tun (IMHO).
Ehre definiert sich eher für einen selbst, als im Bezug auf andere. Bestimmte Dinge geschafft zu haben, lässt einen zum Beispiel gut fühlen und ich würde solche Dinge dann "ehrenhaft" empfinden. Was für Dinge das sind, das muss nur jeder für sich entscheiden. Das lässt sich imo nur individuell bestimmen, genauso wie es allgemein individuell angelegt ist, selbst bei Online-Spielen.

Ihr empfinde es zum Beispiel als Ehrenhaft, bestimmte Dinge geschafft zu haben, die nur ganz wenige Leute neben mir geschafft haben. Ausgeschlossen wären hierbei dann der normale Spieldurchlauf, aber auch optionale Bosse, weil die ja auch von vielen geschafft werden. Ich würde vielmehr es als ehrenhaft empfinden, bei einer bestimmten Spielweise oder mit einem bestimmten Ziel (beispielsweise eine bestimmte Zeit o.Ä.) ein Spiel durchgeschafft zu haben, selbstverständlich ohne Cheats (denn dann hat man es ja nicht selbst erreicht, sondern jeder sonst hätte es auch erreicht).

Als Unehrenhaft würde ich es empfinden, ein Gameplayabhängiges Spiel, welches kaum oder gar keine Story besitzt, mit Cheats durchzuspielen. Denn mit welchem Ziel spielt man hierbei das Spiel durch? Nur um es durchgezockt zu haben? Hat man es denn dann wirklich durchgezockt? Imo nicht. Ansonsten finde ich allerdings, dass fast alles legitimiert ist. Ich selbst benutze zum Beispiel zu einigen RPGs Lösungsbücher beim zweiten Durchzocken, um alles erreicht zu haben und zu wissen. Oder allgemein bei Spielen benutze ich auch mal Gamefaqs, wenn ich absolut keine Lust mehr habe, die jeweilige Stelle weiter immer wieder zu probieren. Eine Lösung ist beim ersten Spieldurchgang dann legitimiert, wenn man irgendwo hängt und es keinen spaß mehr bringt, weiterzuprobieren.