Hmm ... Ich bin ja hier im Forum wirklich nicht der große Schreiber, aber dazu möchte ich nun doch ein paar Worte loswerden:

Zunächst einmal, wenn ich mir die Kommentare meiner Vorposter so durchlese, bin ich mir bei einigen nicht ganz sicher, ob tatsächlich angekommen ist, worum es Levi hier eigentlich ging. Faktum ist, dass letzten Endes immer dieselben übrig bleiben, die den anderen "den Dreck hinterherräumen" dürfen - damit soll niemandem Bösartigkeit unterstellt werden, so ist es eben einfach. Und dass diejenigen "ihre Sache gut machen", macht es für sie auch nicht gerade fairer. Dabei sehe ich nicht, weshalb ihr eigentlich so ein Problem daraus macht: Wir bräuchten keinen 150 Liter Müllsack oder Karton oder Schubkarren, Lastwagen, etcetera, keine extra komplizierte Lösung, wenn schlicht jeder sein eigenes Zeug mitnehmen würde (und sich vielleicht auch nicht zu gut ist, noch eine Handvoll zusätzlich mitzunehmen - es wird ja von niemandem verlangt, dass er sich übernimmt, und allein die U-Bahn Station bietet Entsorgungsmöglichkeiten in Hülle und Fülle). Einer allein produziert nicht so viel Müll, als dass er nicht zwei Flaschen und ein paar Plastikverpackungen mitnehmen und unterwegs entsorgen könnte; ein Problem haben wir erst dann, wenn sich diese Einzelteile summieren.

Nun, so viel einmal dazu. Dass natürlich die letzten zwangsläufig diejenigen sind, die die Tische zurückschieben und den Fernseher rausbringen, lässt sich kaum vermeiden, aber darüber beschwert sich auch niemand, solange es sich in Grenzen hält - schließlich kann man nicht alle dazu zwingen, bis zur "Sperrstunde" hierzubleiben. Worum es meiner Ansicht nach geht (und damit bin ich sicher nicht alleine), ist einfach, dass eben einige Leute kommen, ihren Spaß haben (daran soll nichts verkehrt sein) und irgendwann mehr oder weniger sang- und klanglos wieder abmarschieren. Und zwar so sang- und klanglos (oder überstürzt), dass sie nicht einmal mehr ihre eigenen Habseligkeiten beisammenhalten können, was mir doch etwas unverständlich ist, zumal es sich dabei ja nicht um einen Einzelfall handelt. (Vielleicht sehen ich und andere (?) das ja falsch, aber man kann es nicht verübeln, wenn es zumindest den Anschein erweckt.) Vergesslichkeit ist übrigens keine Ausrede, immerhin geht es ja bei der angesprochenen Kollegialität gerade darum, dass man vielleicht einmal seine Vergesslichkeit zugunsten der Allgemeinheit überwindet, hm? Außerdem gibt es vielleicht doch einen Unterschied zwischen Vergesslichkeit und schlichter Gedankenlosigkeit ...

Leute, es verlangt ja keiner, dass ihr dem Levi ein Denkmal setzt, aber wenn man sich die genannten Punkte ansieht (es gibt sicher noch mehr), ist es doch verständlich, dass er sich etwas vor den Kopf gestoßen fühlt. Gegen Ende ist letztens die Frage aufgekommen, ob die Leute denn überhaupt zu schätzen wissen, dass er das alles organisiert. Und rein äußerlich betrachtet hat man nicht immer das Gefühl, dass dem so ist, was ich wirklich schade finde. Wisst ihr, so wie ich die Sache sehe geht es nicht bloß um den Mist alleine (merkwürdig, dass das offenbar manche nicht bemerkt haben) - es ist nur ein Anzeichen mehr, dass das Treffen und die dahinterstehende Organisation wie Levi sagt offenbar für selbstverständlich genommen wird.
Wie sich dieses Problem lösen lässt, weiß ich auch nicht genau. Ich für meinen Teil kann nur sagen, ich weiß es durchaus zu schätzen, dass sich tatsächlich jemand darum kümmert, dass wir eine geeignete Location zur Verfügung gestellt bekommen. Das bedeutet nicht, dass wir alle in Dankbarkeit auf die Knie fallen sollen. Aber es ist wohl nicht zuviel verlangt, ein bisschen Anerkennung zu zeigen, indem man eben auch seinen Teil dazu beiträgt, dass die Treffen auch zukünftig ohne gröbere Probleme ablaufen können.

Hmm, ich weiß nicht, ob hier wirklich klar rausgekommen ist, was ich meine, aber summa summarum kann ich nur sagen, hakt euch nicht auf der blöden Mistkübelgeschichte fest, sondern denkt einmal darüber nach, was vielleicht allgemein nicht stimmt. Stellt euch einmal vor, ihr würdet das Ganze organisieren, den Leuten das Treffen ermöglichen, und dann dürftet ihr noch die Spuren vom Schlachtfeld beseitigen ... Also reißt euch zusammen und seid froh, dass sich jemand die Mühe macht, da sollte etwas Anerkennung (und ein wenig konstruktives Mitwirken)schon drin sein. Wäre sonst ewig schade darum.

Und Levi: Ich hab schon gesagt, ich kann das durchaus nachvollziehen, aber warte zumindest noch ein Treffen ab und gib den Leuten eine Chance, auf diese Diskussion zu reagieren. Ich weiß, die letzten Male war's auch nicht entsprechend, aber da war in dieser Deutlichkeit auch nichts ausgesprochen, so aber sieht die Sache vielleicht anders aus. (Offenbar muss man den Menschen wirklich erst ihre Fehler buchstbieren, damit sie darauf reagieren.)

Abschließend vielleicht noch zur Erinnerung: Es ist ja nicht jedes Treffen so wie das letztwöchige, wo für einige vielleicht ermüdende und sinnlose Diskussionen zwischen gerade einmal vier Leuten geführt werden, also beschwert euch nicht darüber: Jeder einzelne ist dafür verantwortlich, wie für ihn das Treffen aussieht.

Well, well, in der Hoffnung, nicht allzu belehrend gewirkt zu haben,

Imiak, der Wolf

P.S.: Auch wenn es vielleicht stellenweise so rüberkommt, ich unterstelle weder irgendjemandem Bösartigkeit, noch halte ich mich für das strahlende Beispiel. Ich versuche nur, die Sache möglichst objektiv zu betrachten.