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[Eure Daenigkeit]
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Puppet Vampire
So. Ich bin wieder da! Und hab gleich eine Episode zu posten.
Dieses mal ist sie von unserem guten Dean vom Clan.
Viel Spass wünschen
Die Chronisten der Unterwelt
Repko
Daen vom Clan
Savage the Dragon
T.Q
Yoshi Green
Ineluki
Dark Soldier
und DJ n
Gähnend reckte und streckte sich Snake in seinem Bett, das man wohl treffender als "Schlafstatt" bezeichnen musste, denn im Grunde war es eine alte Matratze auf einem kalten Boden, inmitten einigen Unrates, aber Snake hatte sich daran gewohnt, als die Machtverhältnisse innerhalb der Triaden so weit zu bröckeln begonnen hatten, das sie mehr und mehr Territorium abgeben mussten.
Er warf einen kurzen und fast schon liebevollen Blick zu den beiden Schlangen, die bereits wach waren und sich träge durch das große Terrarium bewegten.
Noch immer ein wenig matt und müde ging er schließlich durch einen feuchten und dreckigen Gang, wo er schließlich im sogenannten Aufenthaltsraum auf Genji stieß, der sich gerade eine Schüssel voll Cornflakes einschüttete und dem die Haare wirr vom Kopf standen, während seine müden Augen kurz Snake striffen.
"Mann, du sssiehsssst ja scheisssse ausss!", zischelte Snake und schüttelte den Kopf, ob der offensichtlichen Übermüdung von Genji. "Ja, ich....der drecksverfluchte Manga und die beiden ••••••••n haben mich die ganze Nacht wachgehalten!"
Süffisant grinsend zog Snake die Augenbraue hoch und guckte fragend. Genji sah zerknirscht drein: "Ich sag's dir, die ganze Nacht ein Geschepper, ein Gejohle und ein Gestöhne...!"
Snake grinste immer noch und schüttete sich ebenfalls Cornflakes in eine Schüssel.
"Mann, wenn ich nur wüsste, wie dieser hirn- und geistlose Fettklops das macht, bei den Weibern so anzukommen! Und dann auch noch gleich zwei, hey, ich meine, welcher verfluchte Kerl hat schon einen flotten Dreier, ohne das er dafür gezahlt hat, verdammt?", ereiferte sich Genji weiter und Snake begann in Seelenruhe zu essen. Während er äußerlich ruhig weiteraß, beschäftigte ihn seit gestern schon ein drückendes Gefühl, da er sich zu fast 99% sicher war, die beiden Damen irgendwo schon einmal gesehen zu haben. Tief in ihm drinnen, schien eine kleine Zauberstimme immer wieder dasselbe zu flüstern, um ihm den entscheidenden Hinweis zu geben, aber er konnte und konnte sich nicht entsinnen. Schließlich schüttelte er resignierend den Kopf und widmete sich wieder seinen Flakes, als es ihm siedendheiß einfiel! Wie eine brutale Faust stieß es ihm in den Magen und er verschluckte sich an seinen Flakes, so das ihm die Tränen in die Augen schossen und sein Gesicht schlagartig alle Farbe verlor.
Genji hatte noch ein wenig weitergeschimpft und dann realisiert, das Snake ihm schon lange nicht mehr zuhörte, also beschloss er, nicht weiterzugiften, doch plötzlich sah er, wie Snake schlagartig alle Farbe aus dem Gesicht wich, und er mit blauen Lippen hustete und sich verzweifelt die Tränen aus den Augen wischte. Hustend und spuckend, hieb er seinen Kopf auf die Tischplatte, während Genji herbeigeeilt kam um seinem langjährigem Partner auf den Rücken zu klopfen! "...Weiber...", nuschelte Snake undeutlich zwischen zwei Hustenanfällen und mit tränenerstickter Stimme versuchte er weiterzusprechen, während er wild in Richtung Mangas Zimmer gestikulierte.
"Scheiße Mann, was hast du?", wollte Genji wissen und bewegte sich langsam Richtung Mangas Zimmertür, aus der kein Laut drang. Snake stand ebenfalls auf, wobei er noch immer sichtlich um Atem rang, zog zwei seiner langen Bowie-Messer und stürmte auf die Tür zu, die er mit zwei schnellen Fußtritten aus den Angeln beförderte. Schnell sprang er in den Raum, um sogleich wieder zur Salzsäule zu erstarren, denn ein allzu bizarrer Anblick bot sich ihm:
Auf der Matratze, die Manga sonst zum Schlafen benutzte, lag ein lebloser, blutüberströmter Körper, der mit mehreren Lederfesseln kreuzartig gespannt wurde. Der Körper war nackt, und wies die typischen Proportionen von Manga-Protector auf, jedoch war seine Haut übersät mit klaffenden Schnittwunden. Neben ihm lagen links und rechts zwei sehr hübsche Frauen, die ebenfalls über und über mit Blut beschmiert waren, doch hielten sie beide je ein Tapetenmesser in den Händen und blickten die Eindringlinge kalt an.
"Scheiße, entfuhr es Snake ob es Blutbades und entsetzt ließ er seine Messer sinken.
"Glotz nicht so blöd, •••••••••, dein Freund ist nicht tot!", blaffte eine der beiden Frauen und säuberte ihr Messer an einem Bettlaken.
Die andere schien sich auf dem blutbesudelten Laken genüsslich zu räkeln und meinte dann grinsend: "Wir haben eurem Freund soviel Fleisch und Blut aus dem Leib geschnitten, wie eine gute Freundin von uns zu Lebzeiten hatte, deren Tod ihr Drei zu verantworten habt."
Genji und Snake waren beide kalkweiß geworden und konnten sich noch immer nicht rühren, zu unheimlich war der Anblick der beiden Frauen und endlich konnte sich auch Genji entsinnen, woher er die beiden kannte: Beide Gesichter, sowohl Aussehen als auch Mimik, hatten sehr große, fast unverwechselbare, Ähnlichkeit mit ihrer früheren Herrin Asuka-Chan, die während eines Bandenkrieges vor mehr als einem Jahr von der ASP getötet wurde.
Ein schwaches Stöhnen kam von Manga, während die erste Frau nun ihr Messer wieder nahm und weitersprach: "Allerdings haben wir das Blut, das ihr uns für Asuka-Chan schuldet, nur zu einem Drittel von eurem Freund bekommen...wisst ihr woher wir die anderen beiden Drittel bekommen werden?"
Und mit langsamen, katzenartigen Schritten kam sie auf die beiden zu, die sich kurz entsetzt ansahen und dann völlig fassungslos auf eine schallend lachende Frau starrten, die vor ihnen stand und ihr Messer einrasten ließ.
"Unsinn, ihr beiden Doofköpfe...ich habe nur Spass gemacht! Tot nützt ihr uns nichts mehr!"
Genjis Knie zitterten und auch Snake setzte sich lieber, während sich Manga langsam aufrichtete, Blut spuckte und leise flüsterte: "Das...machen...die schon...die ganze Nacht mit...mir...!"
"Richtig!", zischte die zweite Frau wieder scharf und blickte dann die beiden Neuankömmlinge an: "Vieles wird sich jetzt wieder ändern und gemeinsam werden wir unsere jüngere Schwester Asuka-Chan rächen, verstanden? In der Heimat ist man sehr, sehr enttäuscht darüber, wie armselig hier vorgegangen wird und wie man sich in einem Bandenkrieg so verflucht jämmerlich verhalten konnte."
Genji und Snake nickten kurz und blickten beide an der Frau vorbei.
"Ach ja, diesen Kerl hier -", sie zeigte auf Manga, "haben wir bestraft, weil er uns nicht befriedigen konnte...nur damit ihr wisst, wie wir beide mit Versagern verfahren, die unseren Wünschen nicht exakt in dem Wortlaut nachkommen, den wir uns vorstellen, verstanden?"
Wieder nickten beide und Genji stand langsam auf um auf Manga zuzugehen. "Der arme Kerl wird einige Zeit im Krankenhaus verbringen müssen, soviel ist sicher!", dachte er sich und begann, die schlimmsten Wunden von Manga oberflächlich zu versorgen.
"Unsere erste Amtshandlung - nach der Bestrafung eures boxenden Freundes, versteht sich - wird es sein, der Mafia zu zeigen, das wir wieder präsent sind! Ein blutiger Krieg wird entbrennen, doch zuerst...werden wir ein paar Spielzeuge aus der Heimat präsentieren, die uns helfen sollen, die Ordnungsverhältnisse hier wieder zu berichtigen!"
Die beiden Frauen sahen sich kurz an und lachten dann schauerlich und laut, was Snake gruseln ließ...
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General
Es geht weiter mit einer echt guten Episode von Savage the Dragon, viel spaß wünschen
Die Chronisten der Unterwelt
Repko
Daen vom Clan
Savage the Dragon
T.Q
Yoshi Green
Ineluki
Dark Soldier
und DJ n
Langsam lenkte Ineluki den alten rostigen Toyota auf den staubigen Parkplatz, auf dem auch ihr Trailer stand. Er stieg aus und blickte sich kurz um. Ihre 'Wohnung' war am Rande des nördlichen Industriegebiets von Talster City. Es war alles andere, als eine schöne Gegend, aber ruhig und er hatte nicht weit zu dem Job, den ihm sein Bewährungshelfer verschafft hatte.
Seufzend fuhr sich der ehemalige Hacker mit der Hand durch die Haare und beobachtete die untergehende Sonne. Das Leben, das er momentan führte, war nicht der Rede wert. Er musste sich selbst eingestehen, dass er nun auch eine dieser gescheiterten Existenzen war.
Aber so schön es auch war, in Selbstmitleid zu schwelgen, er hatte Hunger und wollte endlich etwas zwischen die Zähne kriegen.
Quietschend öffnete er die Tür ihres Trailers. "Hey Freez." begrüsste er seinen Bruder, ohne ihn wirklich anzusehen. Ineluki interessierte momentan nur der Kühlschrank, doch von dessen Inhalt war er nicht sonderlich begeistert. Er seufzte tief und nahm dann zwei Dosen heraus. Eine mit Billigbier und eine Dose Fertigravioli. Er konnte das Zeug schon nicht mehr sehen, aber bevor er seine Kochkünste überstrapazierte, war das besser, als nichts.
Der Hacker kippte die Ravioli in einen Topf, den er auf den Elektroherd stellte. Ihre Küche - wenn man das überhaupt so nennen konnte - war auch überhaupt nicht für ein üppigeres Essen ausgestattet. Die Bierdose gab ein lautes Zischen von sich, als Ineluki sie öffnete und gleich ein paar Schluck nahm. 'Igitt... zumindest ist es kühl.' dachte er sich.
Dann hörte er es. Das Geräusch war ihm so vertraut, wie kaum ein anderes, aber er hatte es trotzdem schon ein Jahr lang nicht mehr gehört. Jemand tippte auf einer Tastatur...
Mit drei schnellen Schritten eilte er um die Trennwand in das 'Wohnzimmer' und liess vor Schreck seine Dose fallen. Freezy sass auf ihrer kleinen Couch und hatte vor sich auf dem Tisch einen Laptop.
"Sag mal, bist du jetzt total übergeschnappt?!" fuhr er seinen kleinen Bruder an.
Dieser zuckte unschuldig die Schultern. "Wieso, was hast du denn?"
Anklagend deutete Ineluki auf den Laptop. "Na das da! Spiel nicht den Dummen, verdammt! Unsere Bewährungsauflagen sagen, dass wir in den nächsten Jahren keine Tastatur anfassen dürfen! Von so was da ganz zu schweigen!"
"Ach, komm schon Luki! Bist du zufrieden damit, wie wir momentan hausen? Ich will ja auch keine großen Dinger drehen. Nur von irgendwem ein wenig Geld abzapfen, der zu viel hat. Wir können es brauchen." Freezy grinste schelmisch.
"Ach ja? Und zu unserem Bewährungshelfer sagst du dann, ich hätte ne Gehaltserhöhung bekommen, wenn er sich über den Benz und die Villa erkundigt, die wir dann haben?! Sag mal, hast du es immer noch nicht verstanden?" Der Kopf des großen Bruders lief tief rot an. "Wir sind letztes Mal mit nem blauen Auge davon gekommen. Eigentlich würden wir für alles, was wir angerichtet haben, noch ein paar Jahre sitzen!"
Freezy runzelte die Stirn. "Sag mal, was ist denn mit dir los? Bemühst du dich plötzlich um nen Heiligenschein, oder was? Es ist doch nichts schlimmes! Nur ein paar kleine Gaunereien. Die haben dir doch sonst auch immer Spass gemacht."
"Klar, so beginnt es immer! Ein paar kleine Gaunereien und zum Schluss haben wir wieder die Spam Mafia am Hals!" Inelukis Kopf war immer noch rot, aber etwas war im Tonfall des letzten Satzes, das Freezy aufhorchen liess.
"Wieso kommst du jetzt auf die Spam Mafia?" fragte er vorsichtig.
"Na, dumme Frage! Irgendwann können wir ihnen wieder für irgendwas nützlich sein. Vielleicht sollen wir uns dann ins Pentagon hacken und ne Atomrakete für sie starten lassen!"
Der kleine Bruder schüttelte den Kopf. "Sag mal, bist du jetzt durchgedreht, oder was?"
Lukis Hände zitterten. "WIR sind schuld! Kapier das doch endlich! Ohne uns und dieses verflixte Programm wäre Göfla nie freigekommen! Hast du die Zeitungen der letzten Wochen gelesen? Wie viele Menschen dieser Bastard auf dem Gewissen hat?"
"Luki, so kenn ich dich gar nicht." Freezy stand auf und legte den Arm um seinen Bruder. "Hey, du kannst dir nicht die Schuld für die Verbrechen dieses •••••••••s geben. Glaub mir, wenn wir ihnen nicht geholfen hätten, hätten sie Göfla auf nem anderen Weg da rausbekommen. Und zu allem Überfluss wären wir beide jetzt tot."
Der Ausbruch seines Bruders war vorbei und nun blickte er Freezy niedergeschlagen in die Augen. "Komm schon Luki, jetzt iss erst mal was. Ich verspreche dir, dass es nur bei kleinen Summen bleibt. Ich will ja nur unseren Lebensstandart ein wenig aufpeppen. Dann können wir auch mal wieder was anderes Essen, als diese Dosenravioli." Freezy zwinkerte ihm zu.
"Woher hast du dieses Ding eigentlich?" wollte Ineluki wissen und deutete mit dem Kinn in Richtung des Laptops.
"Ach, ein alter Kumpel hat mir noch nen Gefallen geschuldet." Sein kleiner Bruder grinste. Dann aber runzelte er die Stirn. "Sag mal, was riecht hier so?"
Ineluki blickte seinen Bruder geschockt an. "Verdammt, die Ravioli!!"
Psycho lehnte lässig an der Wand in einer Seitengasse. Selbst hier hörte er noch den dumpfen harten Techno-Bass des Underground '88, das gleich um die Ecke lag. Er konnte diesen Job nicht leiden. Was hatte er falsch gemacht, dass er sich nun mit diesen Kiddies rumschlagen musste? Er strich sich mit der Hand über den Drei-Tage-Bart, was ein leises kratzendes Geräusch verursachte.
Das Geschäft heute lief echt mies. Göfla würde nicht sonderlich zufrieden sein, wenn er das hörte. Und das wiederum würde bedeuten, dass er sich noch länger mit diesen Junkies abgeben durfte. Ärgerlich trat er nach einer leeren Bierdose, die vor ihm lag. Scheppernd blieb diese vor der gegenüberliegenden Wand liegen.
Doch dann hörte Psycho etwas anderes. Links von ihm näherte sich eine Gestalt. Mit langsamen, müden Schritten torkelte sie die Gasse entlang. "Meeensch, Alder! Endlich hab ich dich gefunden." lallte der Jugendliche.
Psycho kannte ihn, wusste aber seinen Namen nicht - es interessierte ihn auch nicht. Er trug ein schwarzes T-Shirt mit einem Totenschädel drauf, eine zerrissene Blue Jeans und seine Haare waren strähnig. Ein Blick in sein Gesicht reichte und Psycho wusste, wie nötig dieser Junkie den nächsten Schuss hatte. Seine glasigen, blutunterlaufenen Augen wurden von schwarzen Ringen eingerahmt und seine Hände zitterten stark.
Der Mafiosi steckte eine Hand in die Jackentasche. "Schön dich wieder zu sehen." log er. "Was kann ich heute für dich tun?"
"Ich brauch dringend wieder nen Schuss Alter... nein, am besten gleich zwei!" Die Stimme des Jugendlichen zitterte.
"Schön, das macht dann 100 Dollar pro Schuss." Psycho setzte ein Verkäuferlächeln auf.
Der Junkie riss den Mund ungläubig auf. "100?! Aber... aber letztes mal waren es noch 70!"
Der Mafiosi zuckte mit den Schultern. "Tja, die Preise sind gestiegen. Aber wenn du nicht willst..."
"Moment, Moment!" Der Jugendliche kramte in seinen Taschen und zog eine Menge zerknüllter Scheine hervor. Psycho wollte gar nicht wissen, wie viele Handtaschen er dafür geklaut hatte. Schließlich zählte er mit zitternden Fingern das Geld durch. "Hier, das müsste so passen."
Psycho nahm die Scheine und gab dem Jungen seinen Stoff. Dann beschloss er, dass es für diesen Abend reichte.
"Hey Kleiner, nimm es nicht alles auf einmal." sagte er zu dem Junkie, der ihm aber kaum noch Beachtung schenkte. "Ich will doch keinen guten Kunden verlieren." flüsterte er dann mit einen bösen Grinsen. Dann ging er die Gasse hinauf.
Eine dunkle Gestalt erhob sich, die hinter einer Mülltonne versteckt gewesen war. Die ganze Zeit über hatte Schattenläufer diesen Psycho beschattet. Manchmal hätte er am liebsten eingegriffen und diesem Kerl die Fresse poliert, der hier ungehindert die Jugendlichen in die Sucht und die Kriminalität trieb, doch sein Job war zu wichtig.
Lautlos schlich er Psycho hinterher. Der Junge, der sich gerade etwas gekauft hatte, war zu beschäftigt, um die vorbeihuschende Gestalt zu bemerken. Schattenläufer war in seinem Element. Diesmal musste er zwar niemanden mimen, aber im Schleichen war er auch sehr gut. In jeder dunklen Ecke vermochte er beinahe unsichtbar zu werden.
Der Mafiosi ahnte nicht das geringste. Schattenläufer hoffte inständig, dass er nicht noch einen Verkaufsplatz ansteuern, sondern endlich zu dem Unterschlupf zurückkehren würde.
'Wenn ich zumindest den Standort des Drogenumschlagplatzes ausfindig machen könnte, hätte Steal Grays SWAT-Team schon mal einen Anhaltspunkt für eine Razzia.
Den Drogenhandel hochgehen zu lassen wäre ein erster großer Erfolg für die ASP.' dachte sich Schattenläufer. 'Deswegen darf ich jetzt keinen Mist bauen...'
Seine Sinne arbeiteten auf Hochtouren und er schlich dem ahnungslosen Psycho weiter hinterher.
MfG
-Tq-
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Drachentöter
Zurück auf Seite 1 mit einem Werk von DJ n
Gruß an die CdU und Viel Spaß ^^
Göfla hatte eine Sitzung einberufen. Es war das zweite mal seit seiner Befreiung, dass er eine Sitzung einberufen hatte.
Die erste fand kurz nach seiner Befreiung statt, jedoch war diese Sitzung eher die Verkündung der Todesstrafe, als eine normale Sitzung. Göfla wusste, dass viele in seiner Organisation seine Position angestrebt hatten und griff daher mit entsprechend harten Maßnahmen durch. Er ließ einige wenige exekutieren, andere verbannte er aus Talster City mit der Warnung, nie wieder einen Fuß in die Stadt zu setzen, da dieser sonst abgeschnitten und dem Betreffenden zum Lunch serviert werden würde.
Dies war nun die zweite Sitzung. Der Grund war den Mafiosi, die geladen wurden, schleierhaft.
Die Sitzung wurde im größten Raum des Sanatoriums abgehalten. Die Wände waren sehr hoch und weiß gestrichen. Als Sitzmöbel dienten ihnen alte weiße Klappstühle, die scheinbar aus einem alten Vorrat des Sanatoriums entnommen wurden und als Sitzungstisch wurden einige Tische zusammengeschoben, sodass am Ende alle Teilnehmer an diesem Platz hatten.
Die Sitzung setzte sich zusammen aus Scavenger, Dragon Thorm, Black, Ruffy, Dark Soldier und Göfla, begleitet von DJ n.
Alle Teilnehmer hatten bereits Platz genommen, als Göfla gefolgt von DJ n den Raum betrat. Verdutzte Blicke richteten sich auf den Japaner, als dieser, nachdem sich der Pate gesetzt hatte, sich in den Schatten stellte.
„Ihr seid alle gekommen, wie ich es angeordnet habe. Sehr gut.“ begann der Pate. Allgemeines Raunen drückte die Zustimmung der Anwesenden aus. Ein Lächeln huschte flüchtig über das alte, ausgemergelte Gesicht des Paten. „Bevor wir zum eigentlichen Anlass dieser Sitzung kommen, will ich euch zuerst ankündigen, dass mein treuer Krieger DJ n wieder zu uns zurückgekehrt ist.“. Mit der rechten Hand wank Göfla den Japaner zu sich.
DJ n gehorchte und trat aus dem Schatten an den Paten heran. Sein Gesicht war zu einer ernsten Maske erstarrt, die schwarzen schmalen Augen verdeckt von einer Sonnenbrille. In einer raschen Bewegung verbeugte sich DJ n vor den Anwesenden und sagte: „Es ist mir eine Ehre, wieder hier zu sein.“. Dragon Thorm, Black und Ruffy sahen DJ n mit großen Augen an. Sie hatten ihn seit einem Jahr nicht mehr gesehen. Ihre Verwunderung war dementsprechend groß, ihn nun zu sehen, da DJ n angekündigt hatte, erst wieder zurück zu kehren, wenn er seinen Meister gefunden hätte.
DJ n sah den Blick in den Gesichtern seiner alten Bekannten und lächelte innerlich. Dann fiel sein Blick auf Scavenger, den er bis zu diesem Tag nicht kannte. Das spitze Gesicht des Mannes war zu einer Maske der Emotionslosigkeit erstarrt und seine Augen schienen zu dunklen Abgründen geworden.
„So. Nachdem wir das geklärt haben, nun zum eigentlichen Punkt dieser Zusammenkunft.“ sagte der Pate und seine Züge verhärteten sich. „Die Rückkehr der ASP!“.
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Puppet Vampire
Ja, nach einer schier endlosen Zeit melden wir uns auch endlich mal wieder zurück, und das gleich zum Wiederauftakt mit 2 Episoden. Nummer 1 kommt von unserem guten Quessi, Nummer 2 von Savage the Dragon.
Viel Spass wünschen euch die Chronisten der Unterwelt
-TQ-
>Diese vermaledeiten Mafiatypen, diese Drecksschweine!< dachte sich TQ leise, während er seinen persönlichen Büroschreibtisch einräumte und alles an seinen Platz stellte. >Was mache ich hier!? Warum räume ich meinen Tisch ein, wo er doch sicher bald nicht mehr stehen wird?< Diese Gedanken plagten TQ und nagten an seinem Herz. Er blickte schleichend zu Ete, der ihm ein freudiges, breites Lächeln - so wie es für ihn üblich war - entgegenwarf. >Ich werde meinen besten Freund verraten...VERDAMMT!< TQ musste sich ordentlich zusammenreißen, um nicht zu brüllen. Er durfte keinen Fehler machen, seiner Frau und seiner Kinder Wille. In seinem Kopf plagten ihn Bilder...grausame Bilder, in denen er sah, was mit seiner Familie passieren würde, sollte er einen Fehler machen... TQs innehalten wurde durch Steal Grays Stimme unterbrochen und es zog TQ in die reale Welt zurück. Er erschrak kurz, sah Steal Gray aber dann wieder ernst in die Augen. "TQ, zur Feier des Tages darfst du bei der dritten Prüfung der ASP-S.W.A.T. zuschauen.", sagte Steal Gray mit seinem bitteren Akzent. "Warum nicht?", entgegnete TQ und räumte noch die letzten Sachen in seinen Schreibtisch. Dann stand er auf und zog sich seine eingetroffene Uniform an. Es war eine normale Dienstuniform. TQ sah anders aus, er hatte sich in diesem einen Jahr stark verändert. Seine Haare waren nicht mehr strahlend gelb mit einem langen schwarzen Scheitel, der ihm über die Augen hing. Sein Gesicht war geprägt von zwei Narben, eine am Kinn und eine, die ihm quer über das rechte Auge bis hin zum Nasenbein ging. Seine Frisur war schwarz wie die Nacht mit ein paar roten Strähnen verziert, und seine hinteren Haare waren zusammengebunden zu einem Pferdeschwanz, der ihm bis zum Schlüsselbein hing. "Also dann, gehen wir", sagte TQ, bevor er zusammen mit Steal Gray und Roper den Raum verließ.
Es war ein kalter, regnerischer Tag und der Wind blies kalt und frostig übers Land. Nach etwa einer Stunde Fahrt kamen die drei an einem Industriegelände an, wo die versammelte Mannschaft von 15 Leuten stand, die die vorherigen Test perfekt bestanden hatten. Steal Gray stieg aus dem Wagen, gefolgt von Roper und TQ. Er stellte sich vor die versammelte Mannschaft und fing an, zu reden.
"Meine Herren, Sie befinden sich nun bei dem letzten Test, dem letzten Durchgang. Bestehen Sie diese Prüfung, so sind Sie Teil des ASP-S.W.A.T.-Teams. Ich möchte Ihnen hier schon mitteilen, dass ich verdammt stolz auf Sie bin und das können Sie mit Recht auch sein! Hier stehen nun 15 tapfere Männer, die alle Vorraussetzungen erfüllen, aufgenommen zu werden, bis auf die eine: Teamwork! Wir werden Sie nun in drei Gruppen von jeweils 5 Mann aufteilen. Jede Mannschaft hat das selbe Ziel, welches ich später noch erläutern werde. Die drei Gruppen sind..."
Steal Gray zog eine Liste aus seiner Mantelinnentasche und begann daraus vorzulesen. Die Teams waren aufgeteilt, sodass jede Mannschaft gleichgute Männer hatte. Es war wie in einem Völkerspiel. Steal Gray teilte die jeweiligen Männer auf die verschiedenen Gruppen auf.
"Also gut, Männer, können wir anfangen?", brüllte er in die Menge. Er bekam ein lautes und gleichmäßiges "Ja Sir!" und die Menge stand still. "Ihre jetzige Aufgabe besteht darin, ein Objekt, welches wir durch viele Fallen und Sicherheitssysteme gesichert haben, zu holen. Das Ziel ist also einfach: Die Mannschaft, die es als erstes schafft, mir dieses Objekt zu bringen, ohne eine Falle ausgelöst zu haben, wird die neue S.W.A.T.-Einheit. Wir werden Sie im Laufe dieses Durchganges über einige Kameras beobachten, doch passen Sie auf, nicht jede Kamera ist eine von uns genutzte, also hüten sie sich! Ich bitte nun alle Gruppen, auf ihre Posten zu gehen und sich aufzuwärmen, dieser Durchgang wird nicht einfach.", Damit beendete Steal Gray seine Rede und trat mit einem "Abgetreten!" zurück zum Wagen, um die letzten Vorbereitungen zu treffen. Er wusste auch, dass er Markus Melior in die richtige Truppe eingeteilt hatte, und dass er es sicher schaffen würde. Er war irrsinnig überzeugt davon, dass Melior dies schaffen würde, er hoffte es sogar, denn es wäre ihm eine Ehre mit einem solchen Genie zusammenzuarbeiten. >Was zum...? Der Typ da sieht aus wie...< "Entschuldige bitte TQ, tritt ein paar Schritte zurück, damit die Leute hier Platz haben... "Oh... Entschuldigung..." antwortete TQ leise und ausweichend. Er hatte ein seltsames Gefühl in der Brust, als würde er genau wissen wer es war, aber doch nicht exakt im Kopfe haben. Er verspürte ein Gefühl der Kenntnis, als er zu Melior blickte. Als würde Melior ein Verwandter von ihm sein... als würde er ihn besser kennen, als jeder andere auf dieser Welt. Dies war aber nur ein Gefühl.
-Savage the Dragon-
Appartement 204, hier war er richtig. Savage klopfte an die Tür. Das Hotel war nicht unbedingt in erstklassigem Zustand, aber der Scharfschütze war schon in schlimmeren Spelunken abgestiegen. Seit er in Talster City angekommen war, waren seine Nerven bis zum zerreißen gespannt. Er versuchte sich nichts anmerken zu lassen, hatte aber nur mäßigen Erfolg damit.
Schritte wurden hinter der Tür laut, die schließlich von Rübe geöffnet wurde. Eine betäubende Mischung aus Alkohol- und Rauchgestank schlug Savage entgegen. Anscheinend hatte sein Vermittler gestern einen lebhaften Abend gehabt.
"Ah, mein Freund! Endlich bist du da. Ich habe dich schon erwartet." begrüßte ihn Rübe auf russisch. Er war ein wenig kleiner als der Scharfschütze, aber mindestens zwanzig Jahre älter, was auch von seiner Stirnglatze bestätigt wurde. Mit verzweifelt nach vorne gekämmten Haaren versuchte er diese zu verstecken, was aber eher lächerlich aussah. Sein kurzer, schwarzer Vollbart war ungepflegt und er machte allgemein den Eindruck, als sei er noch nicht sehr lange wach.
Savage schob ihn beinahe in das Appartement zurück und schloss schnell die Tür. "Jaja." sagte er barsch. "Was ist das für ein Job, den du für mich hast? Ich möchte ihn schnell hinter mich bringen. In den letzten Jahren hab ich mir nämlich nicht besonders viele Freunde in dieser Stadt gemacht."
Rübe rieb sich die eingefallenen Augen. "Wieso so eilig mein Freund? Willst du nicht zuerst einen Begrüßungswodka...?" "Nein!" fiel ihm der Scharfschütze ins Wort.
Der Andere zuckte mit den Schultern. "Gut, wenn du meinst. Wir müssen aber erst zum eigentlichen Auftraggeber. Ich muss mich noch umziehen. Mach es dir in der Zwischenzeit gemütlich. Und..." er zwinkerte. "...der Wodka steht im Schrank. Nur falls du dir es noch anders überlegst." Dann drehte er sich um und verschwand ins Bad.
Drachenauge setzte sich unterdessen. Seine Hände zitterten. Kurzerhand fasste er einen Entschluss und zog die Zigarettenschachtel aus seiner Brusttasche. Es war zwar eine schlechte Angewohnheit, aber er musste sich irgendwie ablenken.
Ete saß in seinem neuen Büro auf seinem neuen Sessel und hatte die Hände auf seinen neuen Schreibtisch gelegt. Ein Grinsen umspielte sein Gesicht. Er war unglaublich stolz darauf, der Hauptkommissar der neuen ASP zu sein. Sein Blick wanderte über den Schreibtisch - alles ordentlich aufgeräumt - und schließlich über die Bilder, die darauf standen. Neben seiner Frau und seinen zwei Kindern war ein Bild der alten ASP. Mit einem traurigen Lächeln nahm Ete es in die Hand.
Er selbst stand in der Mitte, mit vor Stolz angeschwelltem Bauch, wie er sich selbst eingestehen musste. Links von ihm war Steal Gray in perfekt militärischer Haltung - es hätte nur noch das Salutieren gefehlt. Daneben war Ninty mit einem fröhlichen Lächeln, das man jetzt vergeblich bei ihm suchte. Rechts von Ete stand Daen und schräg hinter ihm TQ, der zwei Finger hinter Daens Kopf in die Höhe hielt.
Der Hauptkommissar fasste einen Entschluss. 'Ich habe genug getrauert.' dachte er sich. 'Daen, ich vermisse die Arbeit mit dir sehr, aber nun ist die Zeit zum Handeln gekommen. Wir werden diese Mafia auffliegen lassen und wir werden es für dich tun.'
Mit einem entschlossenen Nicken stellte Ete das Bild zurück auf den Tisch. Kurz darauf wurde an seine Tür geklopft. Er blickte in die Richtung und sagte laut: "Herein!"
Schattenläufer kam in sein Büro. "Sir, ich habe meine erste Beschattung abgeschlossen."
"Und, wie ist es gelaufen? Haben sie etwas herausgefunden?" wollte Ete sofort wissen.
Ein triumphales Lächeln stahl sich auf Schattenläufers Gesicht. "Das Lagerhaus Ecke Bitterman und Kennington Street. Ich weiß nicht, ob es wirklich ihr Drogenumschlagplatz ist, aber ich habe ein paar Gesichter, die ich von Fahndungsfotos kenne, dort gesehen. Die Mafia fühlt sich anscheinend zur Zeit ein wenig ZU sicher, denn die Kerle sind da ganz schön sorglos 'rumspaziert."
"Ist das so?" nun begann auch Ete zu lächeln. "Na dann wollen wir ihnen mal ein paar Sorgen bereiten!"
Savage stieg aus dem Taxi und eilte über die Strasse. Die ganze Fahrt über hatte er darauf geachtet, keinen Passanten anzusehen und scheinbar zufällig, als müsste er seinen Kopf abstützen, hatte er die meiste Zeit mit seiner rechten Hand die Tätowierung überdeckt. Sie waren in eine üble Gegend der Stadt gefahren und das Haus, vor dem sie gehalten hatten, hatte eine Renovierung dringend nötig. Während er vor der Tür wartete kam Rübe sehr langsam über die Strasse. Anscheinend wollte er ihn ärgern und er hatte auch Erfolg damit.
Der Auftraggeber trug nun einen dunkelgrünen Mantel mit passendem Hut und führte einen Gehstock mit silbernem Knauf. Diese Aufmachung passte nicht ganz zu dem Menschen, der darin steckte - sie war zu elegant und wirkte darüber hinaus in dieser Gegend äußerst deplaziert.
Er trat an Savage vorbei, öffnete die schwere Holztür und wies ihn mit dem Gehstock an, als erstes zu gehen. Drachenauge wollte sich momentan auf keinen Streit einlassen und betrat das Gebäude. Auch von innen war das Haus alles andere als einladend. Der Vinylboden warf Wellen und rollte sich am Rand auf. Spinnweben hingen in den Ecken und wo der Putz noch nicht von der Wand gebröselt war, konnte man immer wieder Schimmelflecken sehen. Angewidert ging er durch den kurzen Gang auf die nächste Tür zu und trat ohne anzuklopfen hindurch.
Der Raum, in den er kam, war noch nicht so schlimm verfallen, wie der Rest. Ein wuchtiger Holztisch und einige gepolsterte Stühle beanspruchten den meisten Platz, neben einer alten Kommode, ein paar weiteren geschmackvollen Einrichtungsgegenständen und einer weiteren Tür. Die Vorhänge waren geschlossen, nur ein paar Kerzenständer sorgten für dämmriges Licht.
Es stand auch eine Gestalt in dem Raum. "Ssssschön dichhh wieder sssu ssssehen, mein alter Freund."
Savage erstarrte beim Anblick von Snakes Bite, der - wie immer - seine beiden Schlangen bei sich hatte. Rübe war mittlerweile auch in das Zimmer getreten.
"Freut mich auch..." antwortete der Scharfschütze, "...aber ich muss leider schon wieder gehen." Hastig drehte er sich um.
"Nichts da!" Die Tür wurde zugeschlagen und Genji stellte sich davor. Savage hatte ihn gar nicht bemerkt. Der Triade zog seine zwei Pistolen, die er hinter seinem Rücken im Gürtel stecken hatte. "Willst du dich nicht setzen, Kumpel?" Das letzte Wort hatte er beinahe ausgespuckt.
Langsam wandte sich Drachenauge wieder um. Snakes Bite zog einen Stuhl zurück und machte böse grinsend eine einladende Geste. Die zweite Tür wurde währenddessen aufgeschlagen und Manga Protector betrat das Zimmer. Er sah schrecklich aus. Einige Verbände bedeckten die schlimmsten Wunden, doch viele der verkrusteten Schnitte waren die Mühe nicht wert gewesen und der Chinese trug sie nun offen zur Schau. "Ist er endlich hier?" bellte er.
"Was ist denn mit dir passiert Manga? Wolltest du 'nem Dobermann sein Fressen klauen?" Savages Worte klangen nicht so bissig und gleichgültig wie er eigentlich wollte, denn seine Stimme zitterte leicht. Er erhaschte einen kurzen Blick auf Genjis Gesicht. Früher hatte der Triade immer mit ihm zusammen Manga Protector aufgezogen, doch nun hielt er betreten den Kopf gesenkt. Sorge zeichnete sich auf seinem Gesicht ab und noch etwas... Angst?
Nichts desto trotz hatte Savages Beleidigung den gewünschten Effekt. Der Chinese funkelte ihn hasserfüllt an und ging auf ihn zu. "Nein, aber du wirst gleich selbst sehen, was mir passiert ist, •••••••••!" Seine Pranken packten mit brutaler Kraft die Schultern des Scharfschützen und pressten ihn auf den Stuhl. Dann blieb er dahinter stehen.
Drachenauge schlug die Hände beiseite und massierte sich eine schmerzende Schulter. Seine Gedanken rasten. Rübe setzte sich neben ihn und der Scharfschütze warf ihm einen bösen Blick zu. "Wenn ich hier wieder lebend rauskommen sollte, dann bete, dass ich dich nicht finde." flüsterte er.
"Ich weiß gar nicht, was du hast?" entgegnete der andere Russe. "Du hast doch schon mehrere Aufträge für sie erledigt!"
Savage war verwirrt. Mehrere Aufträge? Dann trat eine Gestalt durch die Tür und der Scharfschütze erstarrte. Es war Asuka-Chan! Seine Herrin die vor über einem Jahr ums Leben gekommen war. Adrenalin wurde durch seinen Körper gepumpt und seine Hände begannen zu zittern.
Doch der Schock hielt nur einen Augenblick. Diese Frau war nicht Asuka-Chan, ebenso wenig wie die zweite Frau, die soeben ins Zimmer kam. Aber sie hatten beide Ähnlichkeit mit seiner einstigen Herrin.
Die beiden Asiatinnen hatten ihre Gesichter weiß geschminkt, ihre schwarzen Haare hochgesteckt und trugen die traditionelle chinesische Kleidung - Savage fiel der Name gerade nicht ein. Beide deuteten eine kurze Verbeugung an, die er ohne Nachzudenken erwiderte. Dann setzten sich die Frauen und bedachten ihn mit einem gefährlichen Lächeln.
"Du bist also Drachenauge..." begann eine der Asiatinnen. Der Scharfschütze wurde hellhörig. Niemand außer Asuka-Chan und den Triaden hatte diesen Namen gekannt.
"...schön dich kennen zu lernen." fuhr die andere fort. "Deine Fähigkeiten sind beeindruckend. Die Aufträge, die wir dir zukommen ließen, hast du alle zufriedenstellend erledigt. Aber trotzdem sind wir enttäuscht von dir."
"Du hast den Schwur, den du deiner Herrin gegeben hast, nicht eingehalten und bist feige davongelaufen..." sagte nun wieder die andere Frau. Ihr Gesichtsausdruck hatte sich immer noch nicht geändert.
Savage sprang vom Stuhl auf. "Das ist eine glatte Lüge! Ich habe meine Herrin gerächt und diesen Desmundo erstochen! An die Triaden band mich kein Schwur. Ich war frei!"
"Setz dich, du Idiot!" Manga drückte ihn unsanft auf den Stuhl zurück. "Desmundo war nicht tot. Ich hab ihn gesehen. Er hat geblutet wie ein Schwein aber dieser Bulle - Daen oder wie der hieß - hat sich dann mit ihm von so nem Laufsteg hinab ins Meer gestürzt. Das war das Aus für beide. Desmundo war auch gar nicht schuld an Asuka-Chans Tod, sondern die ASP. Und übrigens redest du nur, wenn du gefragt wirst. Diese Frauen unterbricht man nicht!" Bei den letzten Worten schlug ihm der Chinese ins Gesicht.
"Danke Manga Protector." sagte eine der zwei Frauen. Dieser senkte wortlos und demütig den Kopf. "Drachenauge, wir verlangen von dir, dass du deinen gebrochenen Treueschwur erneuerst und zwar auf uns beide."
Savage blickte die eiskalten Asiatinnen an. "Wer seid ihr, verdammt?" Manga Protector schlug ihn wieder, aber eine der zwei Schönheiten hob gebieterisch die Hand.
"Genug!" Manga trat sogleich einen Schritt zurück. "Wie unhöflich von uns, dass wir uns noch nicht vorgestellt haben." Sie lachte glockenhell. "Ich bin Vidora!"
"Und ich bin Felis!" antwortete die Andere. "Wir sind die großen Schwestern von Asuka-Chan."
Drachenauge hatte es geahnt, aber trotzdem war er sprachlos in diesem Moment. Er bemerkte nicht einmal das Blut, das von seiner aufgeplatzten Unterlippe über sein Kinn hinabtropfte.
Vidora beugte sich nach vorne. "Du hast zwei Möglichkeiten. Entweder du schwörst uns die Treue, oder wir überlassen dich Manga Protector. Der Arme hat zur Zeit viel aufgestaute Wut, die er an irgendjemandem auslassen muss."
"Und glaub ja nicht, dass wir uns hinters Licht führen lassen." Nun sprach wieder Felis. "Wenn du versuchst abzuhauen, werden deine alten Freunde von der Spam Mafia sehr schnell wissen, dass du dich wieder in der Stadt aufhältst. Vor allem DJ n könnte das interessieren. Schließlich war der alte Japaner, den du in unserem Auftrag getötet hast, sein Lehrmeister."
Savage konnte nichts mehr sagen, seine Kehle war wie zugeschnürt. Es formte sich immer wieder die selbe Frage in seinem Kopf. 'Wieso nur bin ich zurück gekommen...?'
Mit einem anzüglichen Lächeln sagte Vidora dann: "Und falls du das Pech haben solltest, dass wir dich zuerst finden, dann freunde dich schon mal mit dem Gedanken an, dass wir eine Gegenleistung für unsere Mühen fordern werden. Für nähere Einzelheiten kannst du Manga Protector fragen!" Die beiden Frauen lachten schauerlich und Manga presste die Augen zu, während er den Kopf noch weiter senkte.
Auch Genjis Hände begannen zu zittern. Er legte keinen Wert darauf, zu erfahren, was der hünenhafte Chinese in dieser Nacht durchgemacht hatte.
Er schaute wieder zu Savage. Dieser Kerl, der damals ein guter Freund von ihm gewesen war und der die Triaden einfach sitzen lassen hatte. Vor einem Jahr hatte er sich geschworen, dass er ihn sich so richtig vornehmen würde, wenn er den Scharfschützen jemals wieder zu Gesicht bekommt.
Jetzt saß er drei Meter von ihm entfernt und das Leben, das er erst vor einem Jahr zurückgewonnen hatte, lag in Trümmern vor ihm. Was das wohl für ein Gefühl war?
Von der ansonsten so unerschütterlichen Art, die Drachenauge immer nach Außen hin zeigte, war nichts zu sehen. Er war verzweifelt und irgendwie tat er Genji leid.
Felis wandte sich schließlich an Rübe. "Lassen wir ihm noch ein wenig Bedenkzeit. Nun mein lieber Herr Rübe, ich hoffe, sie waren die Investition wert?"
"Aber sicher meine Liebe." Er hatte einen deutlichen russischen Akzent. "Ich habe das Angebot der Damen weitergegeben. Die Ripper Mafia wird ihnen gerne ihre Unterstützung gewähren."
Genjis Mund klappte ungläubig auf. Die Ripper Mafia?! Er hatte bisher nur in irgendwelchen Berichten im Fernsehen von dieser kriminellen Vereinigung gehört. Angeblich zog sie in der Unterwelt von ganz Russland die Fäden.
Vidora wirkte zufrieden. "Das ist eine sehr gute Nachricht. Sie sind ein wirklich grandioser Vermittler Herr Rübe. Bevor wir über weitere geschäftliche Punkte sprechen, kommen wir noch einmal zu dir, mein liebes Drachenauge. Wirst du uns die Treue schwören?"
Savage hob den Blick zu der Frau die ihn aufmunternd anlächelte. Was hatte er für eine Wahl?
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Drachentöter
Und wieder zurück auf die erste Seite mit einer Episode von unserem allseits geschätzten Chronisten }DJ n
Wie immer Grüße an die CdU und den Rest des Forum 
Im Leichenschauhaus verglich Doktor Azrael einige Röntgenaufnahmen des Kiefers des vollkommen verbrannten Mannes, den man einige Tage zuvor aus einem Autowrack geborgen hatte. „Ein wunderbarer Vorgeschmack auf die Hölle, keine Frage.“ hatte Azrael gesagt, als er den Bericht des zuständigen Beamten erhalten hatte.
Bisher hatte keine Aufnahme mit der des Toten übereingestimmt. „Wer bist du, Kumpel? Und warum bist du jetzt nur noch ein Brikett?“ murmelte Azrael, als er sich den Toten nochmals ansah, vor allem den Kiefer und nach irgendwelchen Merkmalen suchte, die ihm die Identifizierung leichter machen könnten. Mit geschultem Blick und einer kleinen Taschenlampe suchte er den gesamten ausgebrannte Mundraum ab, kam jedoch nur zu dem Schluss, dass dem Kerl ein Backenzahn fehlte, eine Tatsache, die er schon bei der Untersuchung festgestellt hatte und die ihm daher nicht weiterhalf.
Es war sehr still im Kühlraum, in dem die Leichen von Mordfällen aufbewahrt wurden. Azrael war der Einzige, der sich zur Zeit dort aufhielt, abgesehen vom Wachmann Latency, der im Eingangsbereich saß und sicher wieder irgendetwas aß und dabei ein Footballspiel oder irgendetwas anderes ansah. Er machte zwar einen unzuverlässigen Eindruck, hatte Azrael und seine Kollegen jedoch nie enttäuscht. Seit er im Leichenschauhaus arbeitete, waren die Einbrüche durch irgendwelche irren Satanisten oder Anhänger anderer okkulter Sekten stark zurück gegangen. Alles ein Verdienst von Latency. Da verzieh man es ihm schon, wenn er sich eine außerplanmäßige Pause genehmigte.
Azrael sah sich zum siebten Male die Leiche an, vom Kiefer bis zum Fußknochen, kam aber nie zu einem neuen Ergebnis. „Dieser Kerl fängt langsam an, mich zu frustrieren. So einen störrischen Toten habe ich in meiner gesamten Laufbahn noch nie erlebt!“ fluchte Azrael und schlug mit der Faust auf den Tisch. Trotz seines Alters von 55 Jahren, hatte der gebürtige Spanier doch noch ungewöhnlich viel Kraft. Er hatte kurze schwarze Haare, die leicht von einigen grauen Strähnen durchzogen waren, ein volles freundliches Gesicht mit einem Kinnbart.
Eigentlich sah er wie ein freundlicher Mann aus, doch seine enorme Körpergröße von 2 Metern und den doch für sein Alter muskulösen Oberkörper ließen ihn eher wie ein gealterter Türsteher als einen Gerichtsmediziner aussehen.
„Das wird Heute ehe nichts mehr. Ich mach Feierabend. Vielleicht sind bis Morgen ja noch weitere zahnärztliche Unterlagen angekommen, die mir helfen könnten.“ sagte Azrael zu sich selbst und schob den Toten wieder zurück in sein Kühlfach, verschloss dieses und verließ den Kühlraum. Seinen weißen Kittel hängte er an einen Hacken und warf sich sein Jackett über, bevor er durch den langen Gang zu Latency ging. Eigentlich war der Weg sehr kurz, doch aus irgendeinem Grund ging Azrael an diesem Abend langsamer. Der Tote spuckte noch immer in seinem Kopf rum und ließ ihm keine Ruhe.
Plötzlich wurde Azrael durch einen Schuss aus seinen Gedanken gerissen. Mit schreckensweiten Augen starrte er an die Tür, die zu Latencys Arbeitsplatz führte. Er war wie angewurzelt und konnte sich weder vor noch zurück bewegen. >>Vielleicht habe ich mir den Schuss auch nur eingebildet?<< dachte er mit so einer panischen Verzweiflung, dass er selber den Glauben an diese Theorie verlor. Plötzlich fiel ein zweiter Schuss und dieses mal konnte Azrael Stimmen hören. „Bist du bescheuert? Was ist, wenn dich jemand hört, du Trottel? Willst du uns die Bullen auf den Hals hetzen oder was? Schon mal was von Schalldämpfern gehört?“ fluchte eine dunkle, durch die Tür gedämpfte Stimme. „Mann, der Kerl war dabei, die Bullen zu rufen! Was hätte ich machen sollen? Erst mal in aller Ruhe den Schalldämpfer aus der Taschen holen und ihn auf die Pistole schrauben? Bis dahin wären die Bullen schon dreimal hier gewesen. Ich musste schnell handeln!“ entgegnete eine andere Stimme aufgeregt. Sie war heller als die erste. „Ja, ist gut. Aber beim nächsten mal zielst du gefälligst sofort auf den Kopf. Dem armen Hund erst mal die Schulter zu zerfetzen. Hat man dir noch nie etwas über Genauigkeit und Schnelligkeit beigebracht? Ich glaube, wir müssen das mal nachholen.“ sagte wieder die erste Stimme aufgebracht. „Willst du mich noch weiter zutexten oder wollen wir endlich unseren Auftrag erfüllen? Du weißt, wir kriegen einen gewaltigen Ärger, wenn wir das versauen.“ antwortete die zweite Stimme. „Ja, gut. Lass uns gehen.“. Plötzlich erwachte Azrael aus seiner Trance. Blitzschnell machte er Kehrt und stürmte in den Kühlraum zurück. Er wusste, dass er so oder so in der Falle saß, aber er hatte noch immer die Chance, sich zu verstecken.
Panisch riss er eines der Kühlfächer auf und zog die Bahre raus. Sie war leer. Sofort legte er sich darauf und schob sie wieder zurück in den Schrank. Zwar wusste er, dass er dieses Fach nicht von außen verschließen konnte, hoffte jedoch, dass die Eindringlinge nicht darauf achten würden. Die Kälte kroch langsam an seinem Körper hoch, doch er bemühte sich, still zu liegen und zu warten.
Die Versammlung hatte gut zwei Stunden gedauert. In diesen zwei Stunden hatte sich der Pate von Scavenger, Dragon Thorm, Ruffy, Black und Dark Soldier Berichte über ihre momentane Lage geben lassen und darüber, ob und wie die ASP ihnen gefährlich werden könnte.
Sie waren am Ende zu dem Schluss gekommen, dass, solange die ASP noch keine konkreten Schritte unternommen hatte, auch noch keinerlei Gegenmaßnahmen ergriffen werden müssten. Noch herrschten sie über die Stadt und nicht die APS. Doch Don Göfla gab die Parole raus, verstärkt auf Diskretion zu achten, um der ASP nicht schon sofort eine Spur zu geben.
Don Göfla verließ den Raum, begleitet von DJ n. Scavenger schien für sich selber den Schluss gezogen zu haben, dass seine Zeit als Berater des Dons vorbei war und nun wieder durch DJ n ausgeführt werden würde.
„Mein Pate. Verzeiht, aber ich habe eine Frage.“ sagte DJ n, als er die Tür zu Don Göflas Quartier geschlossen und sich mit hinter dem Rücken verschränkten Armen gegenüber des Schreibtisches des Paten aufgestellt hatte.
„Stelle sie ruhig, mein Sohn. Was beschäftigt meinen treuen Krieger?“ sagte der Pate und ein beinahe väterlicher Unterton schlich sich in seine Stimme ein. „Ich vermisse Repko und MR.Z. Seit meiner Ankunft habe ich sie nicht gesehen.“. Der Pate sah kurz auf, seine Augen blieben jedoch im Schatten seines Hutes, bevor er sagte: „Die beiden... erfüllen einen... speziellen Auftrag für mich. Wenn sie ihn aber erfüllt haben, werden sie wieder zu uns stoßen. Doch bis dahin will ich dich bitten, ihre Namen nicht mehr zu erwähnen, vor allem nicht in Gegenwart von anderen Familienmitgliedern.“. Den letzten Teil des Satzes hatte der Pate mit einer ungewöhnlichen Kälte und Endgültigkeit gesagt, die DJ n einen kalten Schauer über den Rücken jagte. „Ja, mein Pate. Ich habe verstanden.“. Mit diesen Worten zog sich DJ n zurück und bezog sein Quartier.
Als er seine persönlichen Sachen, unter anderem den Katana, die Flasche Sake, die Wurfsterne und sein Kendo auspackte, dachte er noch über die Worte des Paten nach.
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