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Ritter
Die erste eigene Wohnung ... Wie du weißt, NayNay (wie haben ja schon mal darüber geschnackt
), habe ich diesen Abschnitt schon hinter mir.
"Damals", das war 2002, habe ich mich unheimlich auf meine/unsere erste Wohnung gefreut, da ich wusste, dass ich mit meinem Freund zusammenziehen werde. Ich bin in Hannover geboren worden und habe in einem Vorort eigentlich mein gesamtes Leben verbracht und bin auch nie umgezogen. Im Sommer 2001 bekam ich jedoch einen Ausbildungsplatz in Hamburg, von daher war klar, dass ich mich früher oder später von meiner alten Heimat trennen müsste. Für mich war klar, dass ich mit meinem Freund zusammenziehen möchte. Da dieser jedoch im Sommer 2001 mit der Bundeswehr anfing, entschlossen wir uns erst zum Ende seiner Dienstzeit eine gemeinsame Wohnung in Hamburg zu suchen. Während er sich auf die Suche nach einem Ausbildungsplatz in Hamburg machte (den er dann auch übrigens bei der Lufthansa gefunden hat), entschloss ich mich dazu, noch bei meinen Eltern wohnen zu bleiben und bin so ein knappes Jahr zwischen Hannover und Hamburg berufgependelt. Das war z.T. ein wenig anstrengend, da ich jeden Tag sehr lange unterwegs war (morgens um 7.00 Uhr zu Hause los, abends um 20.00 Uhr wieder zu Hause
). Ich habe den Streß jedoch auf mich genommen, da ich mir keine eigene Wohnung hätte leisten können - und es ohne meinen Freund eh recht einsam dort gewesen wäre
.
Die Zeit, die mein Freund bei der Bundeswehr war, war nicht immer leicht für uns, da wir uns nur am Wochenende sehen konnten - was sehr ungewohnt ist, wenn man vorher jeden Tag zusammengehangen hat. Von daher konnten wir es natürlich gar nicht abwarten, bis diese Zeit endlich zu Ende ist - und wir wussten, dass wir dann auch zusammenziehen werden. Ich habe mich riesig auf meine eigenen Vier-Wände gefreut, und dadurch endlich mit meinem Schatz unser "eigenes Reich" zu teilen. Als wir umgezogen sind, kamen eine Menge Kosten auf uns zu. Immerhin mussten Möbel etc gekauft werden, da wir ja bei unseren Eltern mehr oder weniger so was wie ein Kinder/Jugendzimmer hatten. So Sachen wie Waschmaschine, Kühlschrank, Wohnzimmerschrank, diverse Regale etc. mussten schon her. Mit der Zeit haben wir uns übrigens noch einiges an Möbeln zusammen gekauft. Ich finde, dass es bei uns mittlerweile eigentlich recht gemütlich aussieht
.
Am Anfang war's aber schon ein wenig komisch - und ich war auch schon aufgeregt. Natürlich freut man sich normalerweise, wenn man endlich auf eigenen Beinen steht, aber man muss auch feststellen, dass nicht alles leichter wird, wenn man nicht mehr in Hotel Mama wohnt. Schließlich muss man sich nun um alles selber kümmern, man muss aufräumen, waschen und kochen. Und man muss auch jeden sch*** selber finanzieren, was manchmal auch nicht gerade preiswert ist. Schon ungewohnt, wenn man für Sachen wie z.B. Toilettenpapier selber löhnen muss - früher hat das immer Mama gemacht
.
Ich würde nicht sagen, dass ich meine Eltern großartig vermisse, dennoch freue ich mich, wenn ich sie gelegentlich mal besuche. Allerdings muss ich auch (wie bereits oben erwähnt) sagen, dass es was anderes wäre, wenn ich alleine in meiner Wohnung leben würde. Dann würde ich mich schon manchmal ein wenig einsam fühlen - und dann hätte ich bestimmt auch mehr Heimweh als wie ich es jetzt habe. Fehlen tuen mir aber auf jeden Fall meine Haustiere, allen voran meine Katze. Die konnte ich leider nicht mitnehmen, weil sie schon recht alt ist und die Umstellung von einer Wohnung auf dem Dorf zu seiner Wohnung inmitten einer Großstadt wahrscheinlich nur schwer überwunden hätte
.
Die Wohnung die ich habe, ist in etwa so wie ich sie mir vorgestellt habe. Sie ist nicht die größte, aber bis vor kurzen musste sie ja von zwei Azubis finanziert werden. Mein Freund ist ja immer noch Azubi, aber ich bin mittlerweile ja Angestellte. Meiner Meinung nach ist unsere Wohnung recht nett eingerichtet, wir haben nen paar Bilder und Poster an der Wand und ein schönes Wohnzimmer (finde ich zumindest) mit vielen Spielen
. Das gute ist, dass mein Freund und ich in fast allen Bereichen den gleichen Geschmack haben, so gab's bei der Einrichtung unserer Wohnung keine Differenzen
.
Träumen tue ich davon später einmal wieder aufs Land zu ziehen und mit meinem Freund eine Familie mit Kindern zu haben. Dann haben wir wieder Haustiere und einen ganz großen Garten, in dem wir Gemüse und Obst anbauen können. Und das wichtigste ist: Ich will dann meinen eigenen Enten-Teich mit einer Ente habe. Die werde ich den ganzen Tag beäugeln und knuddeln. Im Momemt muss ich ja noch mit Enten aus dem Stadtpark Vorlieb nehmen (obwohl ich die nur beäugel und nicht knuddel
), aber ich hoffe wirklich, dass irgendwann mal ein süßes Federvieh schnatternd durch meinen eigenen Garten watschelt
!
So viel zu meinen "Erlebnissen" und Wünschen zum Thema eigene Wohnung/haus, bin mal gespannt, was die anderen so schreiben.
Gruß,
Chocobo
Früh übt sich, was ein Nerd werden will!

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