UUPPPSS.... Ich hab die Hälfte des 5. Kapitels vergessen...

Hier ist sie:
Achso: Ab K6 geht es dann erstma um den 2. Haupt chara, aber keine Angst, der Rest kommt bald wieder...


Fortsetzung K5 (...)

Jezz schaute skeptisch zu seiner Besucherin. Die Dunkelelfe lächelte ihn schadenfroh an, fuhr dann aber mit ihrer Moralpredigt über Dämonenblut und seine Wirkung als Zauberzutat fort. Jezz folgte ihren Worten gelangweilt und schabte sich mit seinem Kukri Dreck unter den Fingernägeln hervor. Harena, wie die Klerikerin hieß, schien das reichlich wenig zu interessieren.
"So, Jezz! Ich habe extra dich wegen deines Verstandes ausgewählt!"
Fauchte sie ihm ins Gesicht, aber eine gewisse Freude konnte sie unmöglich verheimlichen. Jezz reagierte nicht und hing weiterhin gelassen auf seiner Bank. Dann setzte sich die Dunkelelfe auf sein Knie und begann, in sein Ohr zu flüstern.
"Und weil ich dich besonders mag."
Jezz mochte sie nicht, aber ihm fielen auf Anhieb die Namen mindestens zwanzig anderer Drow ein, die sonst was darum gegeben hätten, diesen Satz aus dem Mund der Priesterin zu hören. Und ihre seichte Stimme erinnerte ihn an ein vergangenes, peinliches Ereignis, das vor einigen Jahren das einzige Gesprächsthema in der kompletten Unterwelt gewesen sein mochte. Aber egal. Nun war er der Vater von zwei Kindern, deren Gesicht er nicht einmal mehr kannte, und Harena war ihre Mutter. Jezz mochte die göttlichen Zauber noch nie besonders, aber die Bezauberungen der hübschen Klerikerin waren eine Klasse für sich.
"Hau ab, Harena, ich hab dein verdammtes Teufelsblut nicht und kann es auch nicht herbeizaubern!"
"Immer noch nicht?"
Ihr Gesicht war mit bösartigem Sarkasmus unterlegt. Jezz stand auf und stampfte wütend aus dem Raum.
"Nein. Immer noch nicht!"
Die Tür knallte hinter seinem Rücken, aber Harena lächelte nur. Jezz interessierte sie nun mehr als zuvor, hatte er doch noch nie in einem Auftrag versagt. Es gab ihr tiefe Befriedigung, zu erfahren, dass auch jemand wie er fehlbar war. Eigentlich wusste sie das schon länger, um genau zu sein schon seit der Nacht, als er dem Zauber ihrer dunklen Göttin erlegen war. Sie musste bei dem Gedanken daran in sich hinein grinsen.


...der Tag steht für Sonne, für das Gute...
...die Nacht für Dunkelheit und Böses...
...doch für was steht es, das Licht....
...das im Dunkeln die einzige Hoffnung gibt...
...in seinem Meer aus Sternen...
...in seinem Mantel aus Silber...

(Verdammt!! Kein Zentriert!!!)


Kapitel 6: Das Leid

Die Sonne knallte auf die Häupter der Sklaven und raubte ihnen die letzten Kräfte. Ein kleiner Junge lief in seiner Reihe, eher getrieben von Schmerz, als von Angst vor den Peitschen der Meister. Seine dunkle Haut stand im Kontrast zu seinen hellblauen Augen und seine schwarzen, dreckigen Haare lagen auf dem Kopf, als hätte sie jemand dort hingeworfen. Die dicke Kette an seinem Hals machte ihm schwer zu schaffen, aber er schleppte sich weiter. Nicht ein Funken Freude hielt ihn am Leben, geschweige denn irgendwelche Verpflichtungen. Alle anderen in seinem Alter waren bereits tot, dahingerafft von Hitze und Anstrengung, oder auch nur durch den Hunger. Sidartha war fünf Jahre alt. Fünf Jahre waren ein schlechtes Alter für einen Sklaven, nämlich kurz nach der Zeit, als sie noch nicht arbeiten mussten und der Zeit, als sie Arbeit mehr oder weniger gut überstanden. Aber der kleine Sidartha wollte leben. Denn er hatte Hoffnung, irgendwo in seinem Körper hielten ihn wenige Funken Hoffnung an seinem schwachen Lebensfaden, der von Tag zu Tag kürzer wurde. Der Junge starrte noch oben in die glühende Sonne und bemerkte die Peitschenhiebe des Aufsehers kaum mehr, die ihm beinah die Beine weg rissen und ihn zu Boden schleuderten. Es war schon abends, und obwohl es bald dunkel werden würde, war es noch immer glühend heiß. Dann bog die Reihe ab und ein erleichtertes Seufzen ging durch die Menschen, die Sidartha durchschnittlich um zwei Köpfe überragten. Das rettende Quartier war in Sichtweite, auch wenn es vor den Augen des Jungen seltsam verschwommen wirkte. Kurz, bevor sie das Gebäude erreichten, kippte ein Mann aus der Menge und wurde daraufhin mit Schlägen und Tritten seitens der Aufseher malträtiert. Die Reihe wurde einfach weiter geschoben, auch, als der Mann am Boden sich nicht mehr bewegte. Sidartha versuchte, nicht in die leeren Augen der Leiche zu schauen. Es war für ihn ein Tag gewesen, wie sie sich seit Monaten wiederholten, immer und immer wieder. Doch seine Hoffnung lebte wieder einmal auf, als er das Sklavenquartier erreichte und ohnmächtig in die Arme seines Vaters fiel, der an anderer Stelle gearbeitet hatte. Träume von Freiheit und einem Leben in Saus und Braus beflügelten seine Gedanken.



Findet ihr das zu depressiv? Wird bald "fröhlicher"...
@Medivh: Was ist denn nun mit meinem Ava?!? Keiner antwortet mir!