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Original geschrieben von aurelius
Wer sagt denn was von Verderben? Du forderst wissenschaftliche Belege (hast du in irgendeinem Post geschrieben, den ich gerade gelasen habe, ka, in welchem), aber stellst erstmal so eine These auf. Kennst du Kinder, die bei Homosexuellen aufwachsen? kannst du ihr "Verderben" beurteilen?
gut, hier war ich vielleicht ein wenig zu verbohrt. Ich kenne keine Kinder gleichgeschlechtlicher Eltern, aber ich kann mir gut vorstellen, dass viele solcher Kinder in der Schule die Hölle durchmachen. Dafür habe ich keine Belege, doch solange mir keiner Belege bringt, dass meine Sorge ungerechtfertigt ist, poche ich darauf, dass dies bei der Kinderfrage bei Homosexuellen beachtet wird.

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Welcher Schaden? Wovon redest du überhaupt?
Und außerdem ging es doch da gar nicht um die Ehe, sondern um das Adoptieren.
Es geht um die Ehe. Siehe Threadtitel.
Und ich wollte sagen, dass es mir weniger wichtig ist, dass Homosexuelle ein Recht haben zu Heiraten und Kinder zu haben wie Heteros weniger wichtig ist, als das Wohl der Kinder. Wobei ich noch bemerken muss, dass man's als Waisenkind nicht unbedingt besser hat. Ich betone nochmal: es geht mir nicht darum, Homos das Recht auf Kinder zu verweigern, sondern darum, dass man nicht vergisst, dass es auch für die Kinder stimmen muss.

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Es geht doch beim Adoptieren von Kindern durch Homosexuelle nicht darum, dass Ansehen von jenen zu bessern. Es geht darum, dass dieser zustand von der Gesellschaft akzeptiert wird, wie alleinerziehende Eltern, Scheidungen und sonstwas.
Du drückst es ein wenig anders aus, aber das meinte ich eigentlich auch. Akzeptanz hat sehr viel mit Ansehen zu tun.

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Und worauf soll man denn biette warten? Wenn man mit dieser haltung da rangeht, dann bleibt es einfach so. Ein Tabu in der Gesellschaft. Und das ist IMO nicht erstrebenswert.
Unsere Gesellschaft wird offener und offener. Das Thema Homosexuelle ist schon längst enttabuisiert und es ist nur eine Frage der Zeit, bis ein homosexuelles Paar vielleicht noch ein wenig anders, aber nichtmehr wirklich fremd wirkt. Kann man das dadurch beschleunigen, wenn homosexuelle Paare problemlos Kinder adoptieren können? Leiden diese Kinder nicht zu sehr darunter? Könnt ihr mir plausibel machen, weshalb die erste Frage mit Ja und die zweite mit Nein beantwortet werden muss, so sind die Vorbehalte die ich noch habe aus der Welt geräumt.

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Wo denn? Es geht um Kinder, also kann man doch auch nur da anetzen. Die Kinder von heute sind die Erwachsenen von morgen, also wenn die Kinder von Klein damit konfrontiert werden, dass Homosexualität tolerierbar ist und dass auch Homosexuelle Kinder großziehen können, so prägt das die Gesellschaft von Morgen. Und ich würde mich freuen, wenn die Gesellschaft zu diesem Punkt käme, aber IMO liegt da eher die entscheidende Frage - will man das oder nicht?
Ich sprach nicht von den Kindern allgemein, sondern von denen der Homosexuellen. Und da ist sehr wohl die Frage, ob das in unserer Gesellschaft für diese Kinder wünschenswert ist und nicht nur, ob wir einmal eine Gesellschaft wollen, die Homosexuelle toleriert.

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Jetzt verallgemeinerst du aber. Was du da ansprichst ist längst nicht überall so.
Ich meinte damit natürlich nur die (staatliche) Kirche in unserem Umfeld. Werden auch heute in Deutschland, Österreich oder der Schweiz Homosexuelle aus der Kirche ausgeschlossen? Das wäre unerhört. Aber mit sowas habe ich jetzt echt nicht gerechnet.

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Es gab vor längerer Zeit mal eine Untersuchung über die Kinder von Alleinerziehenden, die gezeigt hat, dass diese Kinder wesentlich teamfähiger sind. Ob es in der Untersuchung noch um andere Aspekte ging weiß ich aber leider auch nicht.
Klingt interessant. Wäre nett, wenn du da mal was genaueres davon hättest.

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Achso, eine Lesbe ist rein biologisch nicht stark genug, um ihre Kinder mal richtig zu verprügeln? Oder was willst du damit sagen?
Um nicht jeden Abschnitt in dem's um Rollen ging zu quoten belass ich's bei dem einen.

Natürlich können Vater und Mutter dieselben Tätigkeiten erledigen. Doch sind sie nunmal von verschiedenem Wesen. Das wird deutlich, wenn man auf der Strasse versucht Männer von Frauen zu unterscheiden: es ist kinderleicht. Doch unterscheiden sich Männer nicht nur in Hinsicht des Körperbaus von Frauen, sondern auch auf emotionaler Ebene. Verschiedene Hormone können zu verschiedenen Reaktionen in denselben Situationen führen.
Die Frage, die sich mir nun stellt ist: kann ein Kind mit homosexuellen Eltern nicht eine gestörte Beziehung zu einem oder sogar zu beiden Geschlechtern haben, da er vor allem mit einem konfrontiert wird? Ähnliches gilt wohl für alleinerziehende Eltern, doch nicht im selben Mass, da sich dort ja die Eltern noch für's andere Geschlecht interessieren.

So... Jetzt hoffe ich auf plausible Antworten auf meine Fragen!