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[Eure Daenigkeit]
Dunkel wie der Grund eines tiefen Sees lag die kleine Lichtung da, und die Stille, die nach dem Kampflärm sich eigentümlich um alle lebenden und toten Objekte zu schliessen schien, wirkte fast noch bedrohlicher als das Röcheln und wütende Fauchen der letzten Schlange, die mit einem Quietschen, das an ein meckerndes Lachen gemahnte, in Asche verwandelte um in ihre dunkle Höllensphäre zu fahren. Nur wenige Augenblicke später war von den niederhöllischen Angreifern nicht mehr übrig, als ein paar Quentchen Asche, die vom Winde davongetragen und in alle Richtungen verweht wurde. Keuchend und ächzend liessen die Streiter sich nieder und blickten einander an - den offensichtlichen Triumph des ersten großen gemeinsamen Sieges in den Augen.
Göfla stiess ein wildes Siegesgeheul aus und reckte seine Waffe in die Höhe, während er das Blut seiner Feinde von seiner Axt rituell in den Boden tropfen ließ, um seine Gegner damit auf thorwalsche Art und Weise zu ehren, aber auch um seinem Walgott Respekt und Dankbarkeit zu zollen.
Der Elf blickte wachsam in den Himmel und konzentrierte sich auf all' seine Sinne um weitere Bedrohungen auszumachen, doch bis auf das schwache Röcheln hinter einem Busch konnte er keine weiteren, besorgniserregenden Geräusche ausmachen.
Bregur blickte nachdenklich von einem Kameraden zum Anderen, und hatte in sich tief drinnen plötzlich das Bedürfnis und Verlangen, in das Siegesgeschrei Göflas einzustimmen, doch weckte das kreidebleiche Gesicht ihres schweigsamen Begleiters Jinsuma seine Aufmerksamkeit und er wollte eben auf ihn zueilen, als Larissa an ihm vorbeigstürzt kam, und mit schnellen Schritten hinter dem Busch verschwand, wo sie voll Entsetzen sah, wie eine sichtlich mitgenommene Bardin die tote, kalte Hand eines Praiosgeweihten sanft in den eigenen Händen hielt.
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