Hm... zur Philosophie bin ich eigentlich gekommen, als ich an der Uni die Möglichkeit dazu hatte, solche Kurse in mein Studium einzubringen, um auch mal meinen Horizont über das pure auf mein Fach bezogenen Wissen hinausgeht. Und, weil ich Probleme mit dem "wirklichen" Leben habe.

Zumindest dabei hat es mir nicht viel geholfen. Nicht nur, dass ich das Gefühl hatte, schwere Defizite aufzuweisen und zuerst mal Schinken von Plato und co. hätte lesen müssen, um da durchzusteigen. Als ich die gewöhnungsbedürftigen Texte halbwegs verstanden hatte, wurde es verdammt interessant. Hier wurden die grundsätzlichen, als fest geltenden Grundsätze unserer Wirklichkeitserfahrung und ähnliches auf den Prüfstand gestellt. Und das war nicht nur faszinierend, sondern z.T auch erschreckend. Und ich halte es aufgrund meiner Erfahrungen als sehr lohnend, sich einmal mit solchen Dingen auseinanderzusetzen.

IMO gibts es aber auch viele philosophische Themen, die keinem Zweck als dem Philosophieren an sich dienen. Aber auch das kann Spaß machen.
Philosophie ist die "Liebe am Wissen", alles zu hinterfragen, zu zweifeln. Das sind IMO die Voraussetzungen für Veränderungen. Deswegen philosophiere ich.