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Original geschrieben von Waya
So kann es sein, dass eine Früherkennung bei manchen Krankheiten wie z.B.Krebsarten gar nicht stattfindet, weil es den Betroffenen zu teuer ist, wegen einer "harmlosen" Erkältung oder anderen zum Arzt zu gehen.
Was folgt darus? Die Menschen werden "wirklich" krank und unterliegen vielleicht ganz banalen Krankheiten, die man in einen früheren Stadium hätte erkennnen und heilen können...
Mhh..falsch.
Meines Wissens sind Vorsorge-Untersuchungen weiterhin kostenlos, ebenso wie ein Zahnarzt-Kontrollbesuch jährlich (momentan wird afair auch über 2 Kontrollbesuche jährlich beraten). Alles andere (außer Überweisungen) soll Geld kosten.

Ich persönlich war eigentlich nie der Typ Mensch, der wegen jeder "Kleinigkeit" zum Arzt rennt. "Kleinigkeit" definiert sich so, dass ich auch bei einer starken Erkältung oder Kopfschmerzen, Magenkrämpfen etc. es nicht für nötig befand, zum Arzt zu gehen.
Somit war mir diese ganze Sache erst einmal ziemlich egal, als ich den großen Bericht im Stern bzgl. dieser Thematik zu Beginn des Jahres las.

Doch wie das Schicksal so spielt (und da Murphy mich mag -.^) musste ich bis zum 07.01. bereits zweimal zum Arzt, hab' für die Arztbesuche 20, für Medikament-Zuzahlungen 15 Euro bezahlt. (Konnte mich nicht überweisen lassen, da ich zuerst beim Orthopäden war [Rückenschmerzen] und einen Tag später beim Hausarzt [Magenschmerzen])

Ich wollte auch erst einmal abwarten, da sich dieser Gedanke wirklich breit macht. Lieber 10 Euro sparen und nicht zum Arzt gehen. Nachdem die Schmerzen aber so unterträglich wurden, bin ich eben doch hin.

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Original geschrieben von Lee
Was ist das für eine unkluge Entscheidung, die Preise zu erhöhen, während eine riesen Diskussion über die Praxisgebühr herrscht???
Eine aus Egoismus resultierende Entscheidung, ganz einfach.
Was meinst du kümmert es die Apotheker, was die Leute für finanzielle Probleme haben (sei es ob der Praxisgebühr oder prinzipiell? Es wird immer Kranke geben und sie werden immer Medikamente brauchen und eben auch kaufen, sie könnten das Zehnfache verlangen und die Leute würden anderswo sparen.
Es ist wie mit Benzin, jeder, der nicht gerade zu Fuß 5 Minuten bis zum Arbeitsplatz braucht, ist darauf angewiesen.
Von daher werden die Leute auch immer tanken gehen, scheißegal ob der Liter 1 Euro oder 5 kostet. Es wird höchstens etwas daran ändern. ob sie für kürzere Fahrten nicht lieber andere Verkehrsmittel nehmen oder so - letzten Endes wird aber nicht viel weniger gefahren sondern einfach woanders gespart.

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Warum gibt es keine Zuschüsse für Brillen ?
Wozu denn? Brillen sind (für den Staat) unheimlich teuer (gewesen), je nach Gestell und Stärke kleine Vermögen. Die, die es sich leisten können, müssen jetzt nun eben mehr Geld für Brillen ausgeben. Die, die es nicht können müssen eben ohne klarkommen oder eben andere Alternativen wählen (so wie eine Bekannte, deren Brille "zufällig eine Bekannte kaputtgemacht hatte" woraus dann resultierte, dass der Sachschaden von der Haftpflicht beglichen wurde.

Der Staat zwingt weniger vermögende Menschen immer mehr in die Kriminalität oder eben in die Armut, dass das aber nicht weiter stört finde ich wahnsinnig.

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Warum gibt es erst jetzt sporadische Bezuschussungen, wenn man Sport treibt ?
Bezuschussungen verschlingen immer Geld, dass man auch eigentlich behalten könnte. Mich wundert es sowieso, dass das jetzt eingeführt werden soll (oder schon wurde?). Aus eigener Inititative kommen die lieben Herren Politiker doch nie auf die Idee etwas Positives zu honorieren, da muss erst Druck kommen und das Verlangen danach, sonst rührt sich da garnix. Wie's scheint, hat endlich mal jemand symbolisch mit dem Zaunpfahl gewunken und etwas bewirkt, sei froh, dass es überhaupt mal so ist.

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Warum werden Raucher die es sich abgewöhnen nicht so gefördert, dass es auch ins Gewicht fällt.
Hach, wieso Raucher fördern? Sie bringen ja erstmal Geld in die Kassen (Tabak-Steuer), das was sie später kosten (Krankenhausaufenthalte, Operationen, womögl. Frührente etc.) interessiert erstmal nicht. Außerdem wär's ja noch schöner, erst zahlen sie, dann kosten sie und dann leben sie auch noch länger und beanspruchen Rente...nee nee, sollen lieber Rauchen und früher verrecken, dann geht der Finanzplan eher und besser auf. =)

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Warum ist Gesundheit hier in Deutschland LUXUS ?
Weil Gesundheit = hoher Lebensstandard ist, mittlerweile. Und dieser ist eben mit Luxus gleichzusetzen..wobei. Wenn man an allen anderen Ecken spart, keinen Urlaub macht, billig einkauft und Unkosten vermeidet, kann man sich sogar unser Gesundheitssystem leisten..nur was hat man noch von der Gesundheit, wenn man sonst nichts im Leben hat?

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Allgemein: Ich hab den Eindruck, dass es hier langsam immer mehr nach Amerikanischem Vorbild geht. Ich weiß nicht ob es in allen Staaten so ist, aber zumindest in einigen muss man Bares auf den Tisch legen wenn man zum Arzt geht. Krankenversicherungen gibt es dort nicht. Wenn unsere Regierung weiter solche Beispiele übernimmt, was wird dann z.B. mit den Sozialhilfeempfängern? fallen die hier nach einiger Zeit dann auch aus dem System, dass die Regierung sagen kann:" Wir haben die Zahl der Sozialhilfeempfänger dieses Jahr wieder erfolgreich um einige Tausend reduzieren können und somit Millionen einsparen können?"
Exakt so sieht der Zukunftsplan aus, jedenfalls scheint es (mir) so.

Die Agenda 2010 wird dahingehend sicher einges ändern und überhaupt werden es Sozialhilfeempfänger in der Zukunft immer schwerer haben. Die Zumutbarkeitsgrenze für Jobs wird wohl noch niedriger angesetzt (wenn nicht gar aufgehoben ), die Zahlungen werden weniger und Sozialschmarotzer wird es weniger geben (was eigentlich gut ist), wie es leider auch mehr Arme geben wird, die einfach nicht arbeiten können, wegen Invalidität, Behinderung oder irgendwelchen anderen Gründen, aber auch keine Unterstützung mehr bekommen, weil sie aus irgendwelchen Gründen nicht ins staatliche Raster für (berechtigte!) Sozialhilfeempfänger passen.

Allgemein eifert das deutsche Gesellschaftsbild doch stark dem amerikanischen nach. Prinzipiell verdamme ich das nicht einmal, da doch auch viel Positives darin verborgen liegt. Jedoch gibt es auch dort (IMO) noch einiges zu verbessern, die fehlende Krankenversicherung ist ein großes Manko, ebenfalls wie die fehlende Unterstützungen für Arbeitsunfähige...ein gesunder Mittelweg wäre (wie fast immer) die beste Lösung...leider auch die schwerste.