"Drachen bedrohen die Welt" von Berndt Georg Thamm, ein weiteres Buch das uns darauf aufmerksam machen will, wie machtlos der Polizeiapparat im Kapmf gegen das organisierte und reiche Verbrechen ist. Diesmal kommt der Feind aus den ehemaligen asiatischen Kolonien und wird landläufig "Triaden" genannt.
Für mich war das Buch hauptsächlich interessant, da es die Entstehungsgeschichte einiger chinesischer Geheimorganisationen offenlegt und somit weiterführendes Material zur Revolution der "Gelben Turbande", einer Geheimorganisation welche den Auftakt für die "Romance of the three Kingdomes" bildet bietet. Bruderschaften und Sekten schafften es in China mit volksnahem Programm des öfteren, sehr große Macht an sich zu reißen, und ich glaube der erste Kaiser der Han-Dynastie war das Oberhaupt einer solchen Organisation.

Mit "Japan nach Sonnenuntergang" von Wolfgang Herbert bin ich fast durch. Diese Buch beschäftigt sich mit einem ähnlichen Thema - den Yakuza - behaldelt aber gleichzeitig auch weitere soziale Außenseiter, wie die Tagelöhner (hauptsächlich Bau- und sonstige Saisonarbeiter) und Obdachlosen. Interessant sind seine Forschungen zu den Veränderungen in der internen Struktur der Yakuza als Reaktion auf veränderte Gesetzeslage bis 1999, welche ein Grund für den steigenden Anteil ausländischer Drogendealer in Japan sind.