Mit dem ersten Teil der gekürzten Version der "Romance of the three Kingdomes" bin ich endlich durch. Ein sehr gutes Buch, wenn man etwas für Heldensagas, arrogante Taoisten, massenhaft Einzelkampf- und Schlachtenberichte mit gut Hundert namentlich erwähnten Teilnehmer (Welche allesamt mindestens mit drei Namen genannt werden, wie es in China immernoch übilich zu sein scheint) übrig hat.
Meine Version war den Kommentaren im Vorwort nach für Geschichtenerzähler gedacht und dementsprechend sind die einzelnen Kapitel sehr kurz gehalten und endeten immer mit einem Cliffhanger. Sie war deswegen IMO sehr angenehm zu lesen.

"Anrufungen an den Blinden Fisches" von Georg Klein konnte ich ebenfalls beenden. Die Sammlung von Kurzgeschichten über Werbetexter, Sammler von männlichen Akten, Manager in der Sexindustrie, Philosophieprofessoren und anderen Männern, deren einziger verbindender Moment stets ist, das sie in meinen Augen gerade den Höhepunkt ihrer Karriere erreichen um an ihrer Tätigkeit aus dem ein oder anderen Grund zu zerbrechen.
Interessant ist, wie Klein ihre Geschichten in der Retroperspektive ganz ohne Dialog erzählt ohne das die Charakterisierung darunter leidet.

Und zuletzt noch den ersten Teil von Die Erleuchteten - Gnostisch-theosophische und alchemistisch-rosenkreuzerische Geheimgesellschaften bis zum Ende des 18. Jahrhunderts - ein Beitrag zur Geistesgeschichte der Neuzeit von Karl R.H. Frick. Der Band hat noch ein Kapitel zur Hermetischen Lehre die mich brennend interessiert, nachdem alles was ich sonst fand unkommentierte Nachdrucke der verwirrenden "Tabula Smaragdae" waren. Scheint aber fast so, als sei auch diese Lehre wieder ein Abklatsch der alten Makro- Mikrokosmos-Realtion. Was dann noch übrigbleibt, ist die historischen Ansätze für die Vorstellungen der moderneren Ideenmagie zu finden (die Bezeichnung "Chaosmagie" wie sie ihre Anhänger verwenden scheint mir allzu unpräzise). Vermutlich werde ich dafür bis zum OTO und Aleister Crowley mit Rückgriffen auf den Kabbalismus, der mir noch gänzlich unvertraut ist, vorarbeiten müssen.