Also das bezweifel ich. Man hat doch genauso Ängste, wenn man alt ist, das hat doch nichts damit zu tun. Und die Ängste, wenn man alt ist, sind IMO noch viel schlimmer. Und ich denke auch nicht, dass man im Alter mehr Hoffnung hat, ich denke man ist einfach abgestumpft und verdrängt sowas. Und dennoch benötigt man Hilfe.Zitat
Das Weinen an sich ist, wie Ocelot schon sagte teilweise wirklich verschwunden, es ist ein Zeichen von Schwäche und in einer leistungsorientierten und in sich konkurrierenden Gesellschaft darf sich das niemand erlauben, höchstens still im Kämmerchen, aber auch das könnem einige nicht mehr. Ich denke, es ist eine Unfähigkeit, seine Gefühle auf natürliche Weise hinauszulassen. So wie es beispielsweise ein Kind tut. Doch Jungen vor allem, wird es selbst als Kind verwehrt, Schwäche zu zeigen. Sprüche wie "ein Indianer kennt keinen Schmerz" bewirken im Endeffekt nur, dass man aufhört, Schmerzen zu zeigen. Und die Schmerzen sind ja dennoch weiter existent, es ist IMO also nur ein Fehlschluss, seinem Kind so etwas zu sagen.
Und als Erwachsener macht man genau das, man versteckt seine Gefühle, bis man unfähig ist, diese direkt nach außen zu tragen. Und selbst das bringt einem ja nichts, da man es irgendwie rauslassen muss.
Also öffnen sich andere Ventile als die Tränendrüsen, man ist gereizt, angespannt, nervös und manchmal einfach depressiv.
Und eigentlich gibt es immer Menschen, die dann genauso auf einen zu gehen und helfen. Im Grunde ist es IMO genau das gleiche wie das weinen, man fleht unbewusst um Hilfe und bekommt diese meistens dann auch, etwa durch Freunde.
Ich weiß nicht, ich habe auch schon lange nicht mehr geweint. Es ist einfach unangebracht als Erwachsener. Doch ich denke, jeder kennt die Situationen, in denen er "weint", vielleicht nicht wirklich, aber dann halt innerlich. Das Weinen ist ja nicht, wenn einem Tränen aus den Augen laufen, sondern das Gefühl, das dahinter steckt. Und jeder Mensch hat Gefühle also wird auch jeder Mensch Situationen haben, in denen er "weint". Und das hat IMO rein gar nichts mit Hoffnungslosigkeit oder Erfahrung (Alter) zu tun, sondern ist einfach ein Gefühl, dass man auch mal braucht. Um mit den Dingen fertig zu werden, die tagtäglich auf einen einprasseln.
edit:
Nein, ich denke nicht. Man unterdrückt IMO die Ausdrucksform dieser Gefühle. Die gefühle sind ja dennoch weiter da. genau wie mit den schmerzen. Wenn man sich den Finger abschneidet und schreit, so ist dass die Asudrucksform des Schmerzes. Wenn man sich den Finger abschneidet und nicht schreit, dann tut es ja genauso weh, man drückt es nur nicht so direkt aus.Zitat
Ansonstenzu deinem Post.

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