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Original geschrieben von July
Aber mal ehrlich, mit 6 oder auch noch mit 12,13 trifft man sich nachmittags und setzt sich auch mal zusammen hin und spielt irgendwas. Mit 15/16 redet man (als Mädchen) meist nur über Jungs, Klamotten und ähnliches, und da das nie meine Welt war, brauchte ich sowas nicht jeden Tag.
IMO liegt in solchen Sätzen schon der Kern. Allein die Tatsache, dass es "früher" einfach keine Möglichkeit gab sich "interaktiv" mit anderen Menschen anonym oder nicht-anonym auseinanderzusetzen, zu diskutieren etc, ist der Grund dafür, dass sich unsere moderne Gesellschaft einfach verändert hat. Wenn ich von älteren Leuten, wie meinem Vater höre, dass er sich im Alter von etwa 12 Jahren mit seinen Kumpels Höhlen und Dämme gebaut hat....

Ist ja auch klar, vor vielen Jahren, hatte man einfach nicht die Gelegenheit dazu und somit, hat es auch keiner vermisst. Doch heute, wo die ganze industrielle Welt nur vom Internet und von E-Mails und Messengern und Foren redet, ändert sich natürlich das gesamte Verhalten und die gesamten Interessen der jungen Leute. Ist doch bei mir genau so gewesen. Doch jetzt, wo es diese "Erfindung" gibt, im Forum ode Chat, per Mail oder Messenger, neue, nette Menschen kennenzulernen, möchte ich es niemals mehr missen. Alleine schon, weil wie Enkidu schon sagte, wirkliche Freunde immer seltener zu finden sind. Und ich kann von mir behaupten, dass ich viele treue Freunde über das Internet gefunden habe. Innerhalb und auch außerhalb Deutschlands.

Früher gab es Brieffreundschaften, heute regelt man so etwas über das Internet, per Mail etc. Ich bin mit der Entwicklung zufrieden, da ich keine Nachteile daraus ziehen konnte.

Um nochmal zurück aufs Spielen zu kommen: Ich denke schon, dass man merkt, ob man sozial verarmt ist. Spätestens, wenn einen die eigenen Freunde negativ ansprechen und sich darüber beaschweren, dass man immer weniger Zeit mit ihnen verbringt.