mascot
pointer pointer pointer pointer

Ergebnis 1 bis 20 von 42

Baum-Darstellung

Vorheriger Beitrag Vorheriger Beitrag   Nächster Beitrag Nächster Beitrag
  1. #33
    hmm.. der tod.. ich fürchte ihn nicht, manchmal habe ich ihn schon herbeigesehnt.
    in den 21 jahren, die ich nun schon am leben bin, habe ich soviel müll hinter mir, ich kann mich nicht wirklich an eine schöne einzelheit erinnern, die mir das leben lebenswert gemacht hat. ich wollte schon oft aufgeben, da ich das nicht mehr wollte. aber ich habe es nicht getan, denn der tod holt mich schon, wenn es ihm passt bzw wenn mein leben von allein zu ende geht.
    oft haben mich existenzängste geplagt, in denen ich mich fragte, ob ich denn wirklich existiere, da ich von jedem ausgestoßen wurde.. und das nur, weil ich ihnen nicht gepasst hab. weil ich ja das böse bastardkind war, mit dem keiner spielen durfte. selbst von meinem eigenen vater, der mir zu meinem. 4. lebensjahr sagte, dass ich nicht von ihm wäre, er mich bis an mein lebensende hassen wird und er mich lieber tot als lebendig sehen würde. das sagt er auch heute noch. meine mitschüler, die mich über 14 jahre lang physisch und psychisch gequält haben und dass ich doch keine existenzberechtigung hab. irgendwann bin ich daran zerbrochen und starb in gewisser hinsicht. ich spürte nichts mehr.. rein gar nichts.

    ich hätte dem allen ein ende setzen können, doch wozu? ich sterbe schon von allein, wenn die zeit kommt. wobei ich hinzufügen muss, dass ich suizid ohnehin nicht sonderlich toll finde. der bürde des lebens muss man sich stellen, gestorben wird von allein. auch der tod kommt von allein. sich an das leben klammern und angst haben, dass man etwas verliert.. wozu?
    warum klammern sich die leute ans leben? warum haben sie angst, sie würden etwas verlieren, obwohl sie davon sowieso nichts mehr spüren?
    ich schätze mal, es liegt daran, dass sie zu sehr an materiellen gütern hängen, die ihnen zeigen, dass sie leben. zumindest ist das bei einigen so.. die leute, die ich kenne. sie haben angst, dass sie alles, was sie haben verlieren, anstatt daran zu denken, dass sie sich aufs wesentliche beschränken sollten.. und nicht darauf, dass jemand trauert oder sie keinen spaß mehr haben. das ist nach dem tod so oder so völlig unrelevant und es bringt in keinster weise etwas, davor angst zu haben.

    wie gesagt, rein gefühlsmäßig war ich bereits tot. ich habe weder geredet, noch bin ich unter leute gegangen, noch habe ich mich für etwas interessiert oder mich amüsiert. was spaß/freude ist, weiß ich bis heute nur stückmäßig, da ich nie spaß empfunden habe. und auch was freunde sind, lerne ich erst. zu fühlen und dadurch zu merken, dass man wirklich lebt, anstatt in einer art non-existenz vor sich hin zu dümpeln und zu denken, als ob man nicht da ist bzw der drang, etwas zu erleben, damit man weiß, dass man lebt. manchmal glaube ich auch heute noch, dass ich so wäre.. non existent.. was einfach daran liegt, dass ich mir jahrelang so vor kam. wie auch, wenn man nichts anderes, als das nichts kennt. für außenstehende wird es schwer verständlich sein, aber zu fühlen, dass man am leben ist, macht sich nicht durch schmerz bemerkbar. man lebt, wenn einem das gefühl der wärme dazu gegeben wird. und das hat mir jahrelang gefehlt. das gefühl, dass freunde da sind, die hinter einem stehen. dass sich leute für einen interessieren. dass man wirklich existiert bzw lebt.. nicht nur kälte, die einem gegeben wird. das "wirkliche" leben zu empfinden ist etwas viel sinnvolleres, als sich gedanken drüber zu machen, was passiert, wenn man stirbt.
    doch das gehört nicht wirklich zum thema und ich schätze, hier wird's arg kompliziert >_>.

    wobei das sich-ans-leben-klammern auch eine art non-existenz darstellt, da man sich zu sehr damit beschäftigt, nicht zu sterben, anstatt zu existieren. zu schwer drauf versessen zu sein, noch möglichst viel im leben zu tun, bevor man abtritt. man setzt sich dabei selbst unter druck und vergisst dabei eines... dass man noch nicht tot ist und dass einem so nur die zeit davonrennt, wenn man mit aller macht versucht, dem tod zu entkommen. denn im grunde sind diese leute schon mit einem bein im grab und sehen das leben schon gar nicht mehr.

    ich spare mir meine meinung über leute, die ewig jung sein oder ewig leben wollen. ewiges leben zum beispiel stelle ich mir persönlich furchtbar vor.

    wenn der tod mich holen sollte.. soll er doch. ich kann mich nicht dagegen wehren. ich bin ein organismus auf einer runden kugel, die abermillionen von organismen auf sich bevölkert. ich bin nur ein sandkorn und muss begreifen, dass ich nicht ewig sein kann.
    alles muss sterben, irgendwann, irgendwie.

    was nach dem tod ist, ist irrelevant, denn man merkt da eh nichts mehr von. und sollte es dort was geben:

    ich denke nicht drüber nach, das werde ich schon früh genug erfahren.
    Geändert von Kefka (05.01.2004 um 12:09 Uhr)
    Einmal kam der Tod zu einem Zwerg und wollte ihn mit sich nehmen. Doch der Zwerg stemmte sich sich fest mit den Stiefeln gegen den Fels, auf dem er stand, senkte widerspenstig die Stirn und sagte "nein".
    Da ging der Tod wieder.

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •