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Deus
finde ich nicht. die zeiten haben sich seit damals nicht wirklich geändert imho. nach wie vor gibt es eine menge gute spiele, von denen mir die einen vielleicht mehr, die anderen weniger gefallen.
ich kenne sie natürlich nicht alle, aber abgesehen von orphen finde ich, dass jedes RPG auf der PS2 (und das ist in dieser generation ja die hauptsache), welches man auf anhieb nennen würde und ich kenne, einiges zu bieten hat.
als damals FF7 erschien, haben sich die früheren fans auch schon über die vielen veränderungen gegenüber "ihrem" FF6 aufgeregt. so war es und so wird es wahrscheinlich auch immer sein.
ich dachte zuerst, es würde schlimmer kommen, da die spiele technisch immer aufwändiger werden. doch inzwischen bin ich der ansicht, dass am ende dieser generation genauso viele "neue" rollenspiele zu zocken sind wie zuvor auf der PSX und davor auf dem SNES.
ist doch selbstverständlich, dass da etwas gutes dabei sein muss.
die qualität der RPGs auf die vorhandenheit einer weltkarte zu reduzieren, finde ich etwas übertrieben. ich mochte die weltkarte auch immer gerne, aber genug spiele haben bewiesen, dass es auch ohne geht. andere, wie etwa Wild Arms zeigen, wie gut es auch heute noch mit einer aussehen kann. und FF12 verspricht, wenn auch ohne das, was wir als "weltkarte" am ehesten verstehen würden, das gefühl für eine riesige und weite welt bieten zu können, da darin etwas umgesetzt wird, was die weltkarte in früheren zeiten immer sein sollte, aber nie sein konnte. sie hatte grundsätzlich eine symbolische funktion, sollte die illusion für eine vollständige spielwelt erzeugen, etwas in sich geschlossenes. dass sich dabei spielfiguren in der größe von godzilla umherbewegten und auf einzelne häuser zusteuerten, die städte darstellen sollten, das hat damals niemanden gestört.
doch ich glaube, dass wir heute soweit sind, die weltkarte zu dem zu machen, wozu sie bestimmt war. nämlich nicht mehr ein symbol, sondern richtige ländereien, die die großen ortschaften nahtlos miteinander verbinden. nicht so etwas wie in FFX, wo man eigentlich nur eine einzige straße entlang geht, von A nach B. nein, so etwas wie die weltkarte, wie wir sie aus der vorangegangenen generation kennen, nur gewissermaßen in einer (für die spielwelt) realistischen größenordnung.
ich finde es beruhigend, dass jetzt schon die ersten spiele erscheinen, die in diese richtung gehen. das zeigt mir persönlich nur allzu deutlich, dass es eine echte weiterentwicklung dieses genres gibt.
man sollte erst gar nicht versuchen, den moment des individuellen gefallens festzuhalten, denn sonst wird man im nachhinein nur enttäuscht werden. der moment verblasst zu einer bloßen erinnerung, so oder so. viel mehr sollte man sich im klaren darüber sein, dass so ein videospielgenre nichts festes ist, sondern etwas, dass sich ständig verändert und entwickelt. es kommt nur darauf an, wie offen man gegenüber etwas neuem ist.
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