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Ritter
...
Der gefallene Paladin streichelte seine Schattenhunde und sah Ziek siegessicher an.
Die Schattenhunde schossen nach vorne und schnappten mit ihren Kiefern nach Ziek und einer der Hunde sprang auf ihn zu. Er wich einen Schritt zurück und drehte sich, so dass einer der Schattenköter ins Leer schnappte und an Ziek vorbei sprang. Der zweite jedoch biss sich in Zieks Arm fest. Ziek biss die Zähne zusammen und versuchte mit seiner freien Hand den Schattenhund von seinem Arm zu trennen. Der flüssige Schatten der aus dem Maul, des sich festgebissenen Schattenhundes lief, begann sich über Zieks Arm auszubreiten. Der zweite Schattenhund nutzte die Gelegenheit und sprang ebenfalls den nun strauchelnden Ziek an. Er biss Ziek in den Oberschenkel und brachte ihn durch die Wucht des Sprunges so auch zu fall. Immer noch mit dem ersten Hund ringend, war Ziek dem zweiten Schattenhund hilflos ausgeliefert, als dieser sich auf den am Boden liegenden Ziek stürzte. Gerade als die Bestie nach Zieks Kehle schnappen wollte, wurde sie von einem Lichtblitz getroffen und gegen eine nahe Wand geschleudert. Die erste Bestie schreckte bei dem Anblick zurück und liess von Zieks Arm ab. Ziek sprang fix wieder auf seine Beine und umklammerte den Heft seiner Schattenklinge. Der Horadrim blickte zornig in die Richtung aus der dieser Blitz gekommen war und als Ziek sich herumdrehte, sah er Anri, welche von einem bläulichen Leuchten umgeben war welches von ihrem Stab ausging. Ihre Augen waren fest geschlossen und sie konzentrierte sich fest. Ein weiterer Blitz schoss aus der Spitze ihres Stabes und traf den ersten der beiden Hunde. Die Bestie jaulte auf und zerfiel langsam. Die weisse Magie dieses magischen Geschosses hatte anscheinend eine vernichtende Wirkung auf die Schattenkreaturen.
Der Horadrim knurrte laut, als er mit ansah wie eines seiner Geschöpfe sich durch weisse Magie auflöste. Erneut begann der Schattenpool unter ihm zu brodeln und das Schattenschwert, das er zuvor fallen liess, stieg daraus empor. Der gefallene Paladin grif das Schwert und zog es aus dem Schattenpool, er deutete dann mit seiner Klinge auf, die sich immer noch fest konzentrierende, Anri. Als Ziek sich wieder zum Paladin wendete und dessen Geste erkannte, ging er in Kampfposition.
„Oh nein, so nicht!“
Murmelte Ziek, als er herum wirbelte und sah den verbleibenden Schattenköter auf sich zurennen, mit seiner Schattenklinge in der einen und seinem Dolch in der anderen Hand, schlug er nach der Bestie. Diese machte einfach einen Satz und sprang über Ziek hinüber. Ziek wirbelte erneut herum und blickte der Bestie nach, welche nun knurrend auf Anri zurannte.
„Hey, Magierin!“
... rief Ziek zu Anri herüber um sie aus ihrer Trance zu reissen.
„Wa-was ... Ziek?!“
... Anri erschrak und erwachte aus ihrer Trance gerade rechtzeitig um den Schattenköter unweit vor sich zum Sprung ansetzen zu sehen. Anri schrie erschrocken auf und riss ihren Stab schützend vors Gesicht. Der unvollendet Zauber Anris löste ein helles Blitzen aus, welches den Schattenköter zur Seite schleuderte und Ziek erlaubte hinter einer Statue in Deckung zu gehen.
Ziek machte sich auf um Anri zur Hilfe zu eilen aber eine Pfütze aus Schatten versperrte ihn den Weg.
„Was zum Geier ...“
... murmelte Ziek als aus der Pfütze sich ein Klumpen erhob. Der Klumpen wuchs weiter in die Luft und daraus formte sich eine riesige Hand die nach Ziek schlug, als wollte sie eine lästige Fliege am Hallenboden zermatschen. Ziek rollte sich zur Seite und wich so dem Schlag der Schattenhand aus. Der Horadrim grinste siegessicher und aus der Pfütze löste sich ein Tentakel, Ziek spurtete in Richtung Statue, hinter der sich Anri versteckte aber der Tentakel wickelte sich um das linke Bein von Ziek und brachte ihn zu fall. Unsanft, knallte Ziek auf den Hallenboden und verlor das Schattenschwert aus seiner Hand. Ziek drehte sich herum und sah noch die Schattenhand, bevor sie ihn griff. Die Schattenhand umklammerte Ziek und hob ihn in die Luft. Ziek versuchte sich aus der Hand zu befreien, schaffte es aber nicht.
Anri atmete hektisch und presste sich mit dem Rücken gegen eine Statue des Dämonenlords Sargeras. Anri schloss die Augen und versuchte sich wieder zu beruhigen aber es wollte ihr einfach nicht gelingen. Das knurren des Schattenköters wurde lauter und die Bestie begann sich um die Statue herumzuschleichen um dem Mädchen so ein Ende zu bereiten. Als Anri merkte dass sich das knurren „bewegte“ passte sie sich dem knurren an und schlich ebenfalls um die Statue, in der Hoffnung der Bestie so zu entgehen. Als Anri die andere Seite der Statue erreicht hatte, sah sie, in welcher Situation sich Ziek befand.
Siegessicher schritt der Horadrim zum in der Schattenhand gefangenen Ziek.
„Was für ein jämmerlicher Anblick du doch bist. Wo ist Sleipnir, welches du meinem Bruder raubtest? Wo sind DEINE Schatten und Ghoule? Mwuahahaha .. dieses Mal, wirst du mir nicht entkommen!“
... die Hand festigte ihren Griff und Ziek musste abermals dagegen ankämpfen, das Bewusstsein zu verlieren. Als sich der Griff wieder ein wenig löste, lächelte Ziek schmerzverzehrt.
„DU scheinst wirklich mehr als einen Schatten zu haben ...“
... wieder festigte sich der Griff, der Schattenhand und der Horadrim legte eine finstere Miene auf.
„Du kannst mich nicht täuschen ‚Grimrist’, dein Ende ist gekommen.“
... der Horadrim grinste dämonisch und mit einem lauten knacken schloss sich die Hand fest und brach Zieks Knochen. Der Horadrim begann laut zu lachen und als sich die Hand wieder öffnete, viel Zieks lebloser Körper heraus, schlug dumpf auf den Boden und blieb in einer kleinen Lache aus Blut liegen. Mit Entsetzen beobachtete Anri die Szene und stolperte zurück um halt an der Statue zu suchen. Der Horadrim beendete sein Gelächter und pfiff einmal kurz, der Schattenköter sprang hinter der Statue hervor und lief zu seinem Herrchen. Der Horadrim bückte sich zu seinem Schützling hinunter und streichelte den Kopf, der Bestie. Dann lächelte er kurz und das Viech begann sich über Zieks Leichnam her zu machen. Anri hielt sich voller Horror die Hand vor den Mund als sie mit ansah wie der Schattenköter begann Zieks Überreste zu fressen.
Mit einem breiten Lächeln stolzierte der Horadrim auf die panische Anri zu. Er baute sich triumphierend vor ihr auf und sah auf die kleinere Magierin herab.
„So ... kleine Magierin, nun wende ich mich DIR zu. Mwuahahahahaaa..!“
... starr vor Angst konnte Anri nichts weiter tun als den Horadrim mit grossen Augen anzusehen. Das schmatzen der Schattenbestie erfüllte den Raum, Anri schaute am Horadrim vorbei und sah wie sich der Schattenköter zu Anri drehte, aus seinem Maul baumelte einer von Zieks Armen. Entsetzt wandte sie sich wieder dem Horadrim zu, welcher seine Schattenklinge hoch in die Luft hob um Anri den Finalen Stoss zu versetzen. Plötzlich verstummte das Schmatzen des Schattenköters und es wurde verdächtig still in der Halle. Anri starrte in die grinsende Fratze des Horadrim als diese sich plötzlich in eine Fratze des Schreckens verwandelte. Mit Wucht bohrte sich auf einmal eine Klinge durch die Brust des Horadrims und schleuderte ihn gegen Anri und die beiden dann zusammen dann gegen die Statue. Die Klinge blieb in der Statue stecken aber der Horadrim glitt von der Klinge herunter und verwandelte sich wieder in flüssigen Schatten. Die Macht der Schattenklinge, war jedoch zu gross und erlaubte es dem gefallenen Paladin nicht, sich von ihr zu entfernen. So konnte er sich lediglich auf der Klinge umdrehen und blickte schmerz- und hasserfüllt in Richtung der Herkunft der Klinge.
Dort wo vor ein paar Minuten sich noch der Schattenköter über seine Mahlzeit hermachte stand er, Ziek. Den Kopf gesenkt und nicht mehr ganz aufrecht stehend.
„Das ist nicht möglich!“
... schrie der Horadrim als er Ziek erblickte und erneut versuchte er sich von der Schattenklinge zu lösen, welche seinen Körper durchbohrt hatte. Der Schattenköter lag in einiger Entfernung leblos auf dem Boden, sein Kiefer war auseinander gebrochen, sein Oberkiefer war komplett nach hinten geklappt und sein schwarzes Blut sickerte langsam über den Hallenboden. Zieks Blut tropfte aus zahlreichen Wunden, als er sich bückte um seinen Arm vom Boden aufzuheben. Still hob er den Arm vom Boden, begutachtete ihn kurz und lies ihn wieder fallen. Dann wendete er sich, immer noch den Kopf gesenkt, wieder seinem Gegner zu.
„Wenn du jemanden getötet hast, dann vergewissere dich ... DAS ER AUCH WIRKLICH TOT IST!!“
... mit diesen Worten riss Ziek seinen Kopf nach oben und zeigte dem Horadrim, das bereits vom Schattenköter angefressene und entsetzlich entstellte Gesicht oder was davon übrig war. Der Horadrim blickte seinen Gegner entsetzt an und versuchte sich wie wild von der Schattenklinge zu befreien.
„Ooooch, was ist los? GEFALLE ICH DIR NICHT, SÜSSER?!“
... spottete Ziek und ging langsam auf den festgenagelten Horadrim zu.
„Du elender kleiner Freak, sehe ich aus wie Hundefutter? Du bist wirklich lächerlich, wenn man eine Aufgabe richtig erledigt haben will sollte man es selbst machen und so was nicht seinen kleinen Schosstierchen überlassen. Jetzt sieh dich an, zappelst wie ein kleiner Wurm, der auf einen Angelhaken aufgespiesst wurde, du bist wahrlich ein besonders edles Exemplar der Horadrim.“
... während Ziek, weiter spottend, auf den Horadrim zuging begannen sich, sein Blut und seine anderen „Überreste“ zu bewegen und flossen/krochen wieder zu ihrem Herrn zurück. Ziek blieb stehen und streckte seinen verbleibenden Arm weit von sich, dabei grinste er den Horadrim dämonisch an, sein Blut vereinigte sich wieder mit ihm genau wie der Schatten es zuvor mit dem Horadrim getan hatte und auch sein Arm fand seinen Weg an seinen angestammten Platz und wurde so wieder eins mit dem Rest von Zieks Körper. Auch Zieks Gesicht regenerierte sich langsam wieder und als der Prozess abgeschlossen war, lächelte Ziek zufrieden.
„Guter Trick oder?“
... Ziek zog seinen Dolch aus dem Halfter an seinem Gürtel und ging auf den Horadrim zu. Dieser versuchte noch ein paar Schattenkreationen auf Ziek zu hetzen aber das Schwert in seinem Körper absorbierte die Schatten einfach, sobald diese entstanden. Ziek blieb vor dem Horadrim stehen und lächelte den gefallenen Paladin ein letztes mal an. Mit einem Schwung mit seinem Dolch, trennte Ziek den Schädel des Horadrims von dessen Körper und sofort begann der Gefallene vollends von der Schattenklinge verschlungen zu werden. Der Schädel des Horadrim kugelte über den Hallenboden und blieb an einem Kerzenständer hängen, als der Schädel zum stehen kam begann er auch schon in den Boden zu schmelzen, genau wie das Blut des Horadrim welches in den Boden sickerte. Zufrieden wandte sich Ziek wieder der Schattenklinge zu und sah erst dann was er im Zuge seiner Rache an dem Horadrim noch getan hatte. Dort, an der Statue, auf der Schattenklinge aufgespiesst war Anri. Mit trüben Augen hing sie an der Statue, das Schattenschwert ragte aus ihrer Brust und ihr Blut tropfte langsam von der Klinge. Erschrocken zog Ziek das Schwert vorsichtig aus der Statue und Anris Körper fiel schlaff zu Boden. Ziek, schleuderte die Klinge weg und kniete sich neben Anri. Ziek legte seinen Arm um sie und stütze sie. Die Wunde war tief, die Klinge ging direkt durch ihre Brust und die Schatten begannen bereits ihren Körper zu umschlingen. Ihre Augen waren trüb und die Lähmung hatte bereits eingesetzt, es würde nicht lange dauern bis ihr Körper vollends von den Schatten verschlungen war. Anri sah Ziek an, ihre Augen verfärbten sich bereits schwarz, ein weiteres Zeichen dafür dass ihr Körper von den Schatten verschlungen wurde. Vorsichtig, legte Ziek Anri auf den kalten Hallenboden, er konnte nichts mehr für sie tun. Er stand auf und begann die Stufen zur Krypta hinaufzusteigen. Langsam schob er den Sarkophagdeckel beiseite und sah die mumifizierte Leiche des Dämonenlords darin. Er langte, in das innere des Sarkophages und mit einem lauten knacken, trennte er den Schädel des Dämonen vom Rest des einbalsamierten Körpers. Als er die Stufen wieder hinunter ging, fiel sein Blick wieder auf Anri. Stumm ging er an ihr vorbei, konnte es aber trotzdem nicht vermeiden sie anzusehen. Ihr Gesicht wurde bereits langsam von den Schatten überschwemmt und ihre Augen waren fast vollständig verdunkelt. Ziek blieb neben Anri stehen, ein weiteres mal sah er sie an und auch wenn sie selbst durch ihre Wunde nicht mehr in der Lage war es zu zeigen, wusste Ziek sehrvoll welche Qualen das junge Mädchen gerade erlitt, bei lebendigen Leibe von Schatten aufgefressen zu werden. Ein weiteres mal kniete sich Ziek neben Anri nieder, Ziek erkannte die Tränen in ihren Augen als sie ihn ansah. Stumm zückte Ziek ein weiteres mal seinen Dolch ....
Als Ziek das Blut von seinem Dolch wischte und ihn wieder an seinen Gürtel steckte, fiel ihm die Schattenklinge auf, die vor dem Eingang zu dieser Halle lag durch den Ziek die selbige nun wieder verlassen wollte. Misstrauisch beäugte er die Klinge und zögernd griff er nach dem Griff dieses Schwertes. Als er sein neues Fundstück begutachtete grinste Ziek breit und steckte das Schwert weg. Ziek machte sich auf dem Weg zurück durch die Krypta des Sargeras, vorbei an der Halle in der Earnest gefallen war und von dem die Wasserspeier nicht mehr viel übrig gelassen hatten und an der Gruft in dem die Gruppe gegen den Lich gekämpft hatte. Kurz bevor er den Ausgang erreicht hatte, blockierten einige Sperre seinen Weg. Sie waren senkrecht nach oben geschossen und hatten so einen unglückseligen Abenteurer durchbohrt. Mit einem Schlag zertrennte Ziek die Speere in der Mitte und mit einem dumpfen klatschen knallte die Leiche des dort getöteten Zwerges auf den Boden des Ganges. Mit einem lauten poltern fiel die Krone, die der Zwerg in der Hand hielt auf den Boden und blieb vor Zieks Füssen liegen. Ziek lächelte die Leiche des Zwerges an und begann leicht zu lachen.
„Hoppla ... da habe ich wohl eine Falle übersehen....“
Ziek stieg über den toten Körper des Zwerges und ging weiter dem Gang entlang, bis er endlich die Gruft verlassen konnte. Es war mittlerweile Nacht geworden und Ziek atmete sichtlich erfreut die frische Waldluft....
More to come ...
Geändert von Ziek (30.12.2003 um 23:14 Uhr)
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