@Red Dragon
Was zum Soheil ist ein Kreutz? Falls du dieses Ding meinst, das bei Kirchengängern so beliebt ist, das heißt Kreuz

@Dante
Wenn dir mein letzter Part gut gefallen hat, dann könnte es dieses Mal auch etwas für dich werden

@Chaoz
Dir auch nen guten Rutsch und Frohe Ostern... Ich will dich aber vorher hier nochmal im Thread sehen, so leicht kommst du nicht davon

@all
Jaja, ich weiß. Meine Story ist jetzt etwas lang geworden. Aber ich will kein Gemeckere hören, dafür poste ich in den nächsten Tagen keine Story mehr. Meinetwegen splittet euch den Teil doch selbst Ich habe das ganze Zeug heute Nacht(!) geschrieben und ich finde es etwas blöd und unsinnig, das aufzuteilen. Ob man nun heute meinetwegen 5 Minuten und morgen 5 Minuten oder heute 10 Minuten liest, das kommt nun wirklich aufs gleiche hinaus.

Story:
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Seraph machte sich auf den Weg nach Süden, wo er stärkere Gegner vermutete, wo er etwas tun konnte. Er hasste es, nichts zu tun. Ständig hielt er Ausschau nach Getier, das eventuell seinen Weg kreuzen mochte. Seraph ging um einen riesigen Baum herum und prompt stand er vor seinem Gegner: ein Frostwolf!

„ Zwar nicht der beste Fang, aber immerhin. So werde ich wenigstens nicht allzu träge, für ein bisschen Bewegung dürfte der Frostwolf reichen.“

Noch bevor der Frostwolf zum Angriff ansetzten konnte, kam ihm Seraph zuvor, er sammelte seine Schatten und formte einen Speer, welcher die Flanke des Wolfes durchbrach. Seraph zog den Speer zurück und der Wolf sprang zurück. Sein Knurren steigerte sich und in seinen Augen glomm die Wut. Nun schien er in richtiger Kampfstimmung zu sein und hechtete nach vorne, doch sein gewaltiger Kiefer schnappte ins Leere, Seraph warf sich rechtzeitig zur Seite.

„Wenn das alles ist, was du kannst, dann werde ich dich jetzt erledigen… du bist der Mühe ja kaum wert. Nun, was ist? Ach, dann halt nicht. Keine Sorge, ich werde dir einen schnellen Tod gönnen. Jedenfalls in physischer Hinsicht. Deine Seele werde ich trotzdem an mich nehmen.“

Der Wolf verstand ihn natürlich nicht, doch etwas in Seraphs Tonfall ließ in panisch werden, in blinder Wut griff er an. Seraph formte einen Schild aus seinen Schatten, die Schläge des Wolfes wurden abgefangen.

„Sehr schön. Die Schatten sind nicht nur zur Verteidigung gut. Ich frage mich, was sie noch alles können… das wird bestimmt interessant.“

Der Wolf hatte es immer noch nicht geschafft, Seraphs Abwehr zu durchdringen und dieser wurde es so langsam Leid. Der Wolf wusste gar nicht, wie ihm geschah, als ihn plötzlich ein Schwert niederstreckte, das eben noch nicht da gewesen war. Seraph ließ die Schatten auf den toten Körper des Wolfes los, er beeilte sich, die Seele durfte ja schließlich nicht entfliehen. Bald darauf waren nur noch Knochen übrig und Seraph schickte sich an, seine Reise fortzusetzen. Doch da hörte er ein leises Wimmern aus einer Mulde und er sah nach.

Es waren Junge Frostwölfe. Anscheinend hatte er gegen eine Frostwölfin gekämpft. Seraph wollte grad wieder die Schatten herbeirufen, doch plötzlich hielt er inne.

„Wisst ihr was? Ich werde euch am Leben lassen. Ihr seid die Mühe nicht wert. Ich lasse euch am leben, doch seid euch gewiss, das ich wiederkommen werde, wenn ihr größer und nützlich geworden seid.“

Seraph wusste zwar, dass er nicht wiederkommen würde, aber diese Gründe waren plausibel genug, um einfach weiterzugehen und das Nest hinter sich zu lassen. Seraph hatte erst ein paar hundert Schritte zurückgelegt, als er ein tiefes Grollen aus der Richtung hörte, aus der er gekommen war. Er drehte sich um und lief zurück. Dann entdeckte er den Grund der Störung, ein kleiner Frostdrache stand in der Nähe des Nestes, er war grade dabei, das letzte der Wolfswelpen zu verschlingen. Seraphs Gesichtsausdruck verfinsterte sich.

„Du wagst es, diese Tiere zu töten, die ich grade am Leben gelassen habe? Die ich mir später holen wollte? Das sind meine gewesen! Dafür wirst du mit deinem Leben bezahlen… und mit deiner Seele!“

Der Drache hielt kurz inne, in seinem Blick sah Seraph, dass er nachdachte. Der Drache kam wohl zu dem Schluss, dass er sein Wohl in der Flucht suchen sollte. Er hatte wohl einen ausgesprochen guten Instinkt. Doch Seraph war nicht gewillt, ihn so einfach fliehen zu lassen, nicht jetzt. Der Drache versuchte es trotzdem, Seraph lief ihm jedoch hinterher. Er verlor in mehrmals fast aus den Augen, doch nur fast. Dann kam die Flucht zu einem Ende, Ein Berg tat sich auf, in ihm klaffte ein großes Loch. Der kleine Drache verschwand darin und Seraph ahnte übles. Und so geschah es auch, ein großer Drache erschien in der Öffnung, es musste die Mutter des Jungtieres sein.

„Das wird ja immer besser. Jetzt bekomme ich doch noch einen richtigen Kampf. Und wer weiß, vielleicht finde ich ja in der Höhle ein paar Schätze? Hm, eher nicht, wo sollten diese Schätze denn herkommen, außer ein paar Tieren ist ja hier in der Nähe niemand. Egal, dann wollen wir mal.“

Der Drache schien es genauso zu sehen, Seraph trat einige Schritte zurück, um einen flachen und einigermaßen großen Freiraum zu haben. Der Drache nutze seine Schwingen um einen gewaltigen Sprung nach vorne zu machen, genau auf Seraph zu. Seine Klauen Gruben sich in die erde, Seraph eröffnete den Kampf diesmal mit Ausweichen. Der Drache setzte dazu an, seinen Frosthauch einzusetzen, Seraph formte einen Schild und hielt ihn schützend vor sich.

Der Drache führte den Angriff aus, Der Odem traf auf den Schild und wurde zu allen Seiten weggedrückt, überall wo sie auftrafen entstanden große Eiskristalle. Das Schild hielt einigermaßen, doch die Kälte konnte er nicht ganz zurückhalten, Seraph drohte doch noch zum Eisblock zu werden, doch zum Glück ging dem Drachen grade die Puste aus, Seraph hatte jedoch nur eine kurze Pause, der Drache griff mit Nahkampfangriffen weiter an.

Seraph nutzte nun wieder ein Schwert und parierte einen nach dem anderen hieb, anfangs notdürftig, doch er wurde immer routinierter und fing auch an, mit der linken Hand Magie einzusetzen, um immer wieder kleinere Kraftfelder zu erschaffen um die Hiebe abzuwehren. Der Drache sah ein, dass er keine Chance hatte, durch diese Verteidigung zu brechen, jedenfalls nicht, wenn er so weitermachte, wie bisher. Er legte all seine Kraft in die Schwingen, holte aus und schlug zu. Seraph war darauf nicht sonderlich gut vorbereitet und konnte nicht schnell genug erfassen, die ganze Kraft des Windstoßes erfasste ihn und warf ihn weit zurück, gegen den nächsten Baum, welcher unter gewaltigem ächzen umknickte. Zum Glück war es nur ein dünnerer gewesen, einer der großen Bäume hätte etwas mehr Widerstand geboten.

Seraph war für einen Augenblick benommen und zwang sich, aufzustehen. Er sah den Drachen auch schon auf sich zuschreiten, er wankte und hielt sich gerade noch auf den Beinen.

„Na warte, so leicht kriegst du mich nicht. So schnell gebe ich nicht auf. Ich bin zwar noch nicht so stark wie einst und ich habe auch kein Carsomyr mehr, doch ich habe viel Erfahrung gesammelt… und auch neue Talente.“

Seraph hatte wieder einen klaren Blick und formte einen Feuerball, seit langem setzte er die Magie wieder als Waffe ein. Es war ein gutes Gefühl. Der Feuerball flog auf den Drachen zu, welcher mit einer Frostkugel konterte, jedenfalls versuchte er es. Der Feuerball verlor zwar an Kraft, wurde jedoch nicht aufgehalten. Ein erneuter Windstoß, hervorgerufen durch die Flügel, stoppte den Feuerball. Jedoch nicht lange, Seraph blieb nicht untätig und sandte eine Magische Druckwelle von hinten in den Feuerball, welcher letztendlich sein Ziel traf. Der Drache versuchte zwar noch, auszuweichen, doch dies verhinderte nicht, dass einer seiner Flügel arg in Mitleidenschaft gezogen wurde. Der Drache quittierte das mit einem Aufbrüllen, wich jedoch nicht zurück, sondern setzte erneut zum Angriff an. Er schnappte nach Seraph, dieser wich aus, doch sah er den Schwanzschlag des Drachen nicht kommen, welcher ihn von den Füßen riss.

Der Drache Heulte triumphierend auf und sandte erneut seinen eiskalten Odem aus. Seraph sah dies nur aus den Augenwinkeln, er lag mit dem Rücken zu dem geschehen. Schnell mobilisierte er seine Schatten, sandte sie in einem gewaltigen Stoß in den Boden. Die ganze Kraft des Angriffs war auf einen Punkt konzentriert und Seraph wurde meterhoch in die Luft geschleudert, dort wo er sich eben noch befand, türmte sich ein gigantischer Eiskristall auf. Der Drache reagierte Schnell, und erhob sich in die Luft. Was er nicht ahnte, war, das Seraph schon einen neuen Plan gefasst hatte. Der Drache befand sich nun, höhentechnisch gesehen, über Seraph. Seraph drehte sich mit dem Rücken zum Drachen und setzte eine weitere Druckwelle frei, die ihn auf den Drachen zu beförderte.

Der Drache schien verwirrt, er tat einen Moment lang gar nichts und dies war sein Verhängnis. Innerhalb weniger Sekunden hatte Seraph sein Schattenschwert in der Hand und befand sich unter dem Drachen, die Unterseite desselben war ihm zu gewand. Die Unterseite, einer der wenigen Schwachpunkte eines Drachen Seraph riss sein Schwert hoch und durchbohrte die dürftig gepanzerte Unterseite. Er beließ sein Schwert im Leib des Drachen, wurde durch den Druck bis ans Schwanzende befördert, die Klinge schnitt durch das Fleisch und trat am Ende wieder hervor. Durch den Drachen lief ein Ruck, er brüllte laut auf und verdrehte seine Augen, als der klaffende Riss größer wurde und seine Innereien begannen, nach unten hinauszufallen.

In einem kurzen Moment lagen sie frei, Seraph bewunderte grade diese Darstellung; jeder Drachenforscher würde ihn beneiden; doch dann erfasste die Schwerkraft auch den Leib des Drachen und zog ihn in die Tiefe, ein donnern ging durch die Schneelandschaft, als der massige leib auf die erde prallte. Der Drache lag still, ein See aus Blut breitete sich unter seinem Körper aus, es gefror nicht, da der Drache äußerst Resistent gegen Kälte war. Seraph kümmerte es nicht, bloß die Tatsache, dass er diesen See durchqueren musste, um zum Drachen zu gelangen und dass seine neuen Stiefel befleckt werden würden, ließen ihn kurz bedauernd den Kopf schütteln. Seraph gelangte also an den Körper des Drachen. Einem so großen Objekt die Seele zu entziehen, durfte gar nicht so einfach werden.

Doch Seraph nahm die Herausforderung an, er spann seine Schatten um den ganzen Körper des Drachen. Rauch stieg von dem Körper des Drachen auf, als sich seine Haut, die darunter liegenden Muskeln und die sonstigen darunter liegenden Organe auflösten, bis nur noch das Skelett übrig war, zugegebenermaßen ein erstaunlicher Anblick, die Bestie wirkte auch noch so imposant. Seraph schickte seine dunkle Energie in die Knochen des Drachen, das letzte versteck der Seele, welche nicht auf einen derartigen eingriff in ihr Sterben vorbereitet war und sich immer weiter in den Körper hatte zurückziehen müssen. Es gab jedoch kein entkommen, Die Energie der Seele wurde von Seraph absorbiert.

Seraph wollte sich grade schon setzten, als er bemerkte, das die Blutlache blöderweise nicht mit aufgelöst worden war. Lag wahrscheinlich daran, dass sie sich schon mit dem Schnee vermischt hatte. Seraph fluchte kurz, ging ein paar Schritte und setzte sich auf einen Felsen an der Felswand. Der Energieanstieg hatte ihn zwar stärker gemacht, jedoch auch für den Augenblick erschöpft. Seraph dachte daran, auch noch gegen den kleinen Drachen zu kämpfen. Er musste es sogar tun, denn er brauchte Ruhe und Wärme, beides würde er in der Höhle bekommen, jedoch nicht, wenn ein wütender Drache anwesend war.

Seraph seufzte und schritt in die Dunkle Höhle hinein, er beschwor ein kleines Licht, um besser sehen zu können. Es war still, zu still. Seraph schlich vorsichtig um mehrere Biegungen, in Erwartung eines Angriffes. Doch es kam keiner, er fand einen toten Drachen vor. Zwischen den beiden Drachen schien es eine empathische Verbindung gegeben zu haben, das Jungtier hatte wohl nicht die Kraft gehabt, dem Schicksal der Mutter zu trotzen und war wohl an seinen psychischen Qualen gestorben. Eigentlich egal für Seraph, doch leider war die Seele schon aus dem Körper gefahren, unwiederbringlich verloren. Wenigstens hatte er jedoch genug Fleisch, um sich zu stärken. Seraph machte es sich gemütlich, entfachte ein Feuer, briet etwas Fleisch und verspeiste es genüsslich, um sich danach schlafen zu legen. Vorher sprach er jedoch noch einen Schutzzauber auf den Höhleneingang, der ihn bei eindringen fremder Lebewesen warnen würde. Seraph schlief beruhigt und zufrieden ein.

Am nächsten Morgen löste Seraph den zum Glück nicht gebrauchten Schutzzauber auf und machte sich auf den Rückweg. Diesmal war es eine ereignislose Reise. Er suchte eigentlich nach nichts bestimmten, doch fiel ihm eine Lichtsäule ins Auge, auf die er zuwanderte.

„Dies muss in etwa die Gegend sein, in der sich Vision und Angel noch befinden müssten, vielleicht haben sie das Signal ja für mich aufgestellt. Oder aber nur für Cerberus.“

Seraph schritt jedenfalls betont vergnügt und locker auf das Licht zu, er wollte seinen Gefährten nichts allzu offensichtliches verraten, noch war nicht der richtige Zeitpunkt gekommen. Wofür auch immer.

„Ich werde mein Verhalten zwar nicht ganz unterdrücken können, aber ich werde mich bemühen, sie nicht allzu sehr zu verletzen. Wie der liebe Erzähler schon sagte, der richtige Zeitpunkt ist noch nicht gekommen.“

Mit diesen Gedanken umrundete er den letzten Berg und blieb kurz vor dem Zelt stehen. Dann trat er ein.