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Ritter
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„Komm und gib’s mir .... Schweinepriester!“
.... fuhr Ziek grinsend fort. Anri beobachtete die Szene stumm und hielt sich immer noch an ihrem Stab fest. Der gefallene Paladin schloss seine Augen und hielt seine Schwerter vor sich. Dann riss er die Augen auf und eine schwarze Flüssigkeit sickerte von Boden an ihm hoch und begann seinen Körper zu umschliessen. Anri beobachte das ganze angsterfüllt. Ziek stand ruhig vor ihr, in der einen Hand hielt er seinen Dolch und man konnte ihm keinerlei Furcht ansehen, er stand einfach da und beobachtete das Schauspiel mit einer sichtlich amüsierten Miene. Erst als sich Anri nun die Umgebung genauer ansah, entdeckte sie dass sie sich in dem Raum aus ihrem Traum befand. Die Statuen, die Kerzenständer, alles glich dem Bild aus ihrem Traum. Sehr viel Zeit genauer über das ganze nachzudenken hatte Anri dann aber auch schon nicht mehr, als die schwarze Flüssigkeit den Horadrim umschlossen hatte, versank diese blitzschnell im Boden und mit ihr der von ihr umschlossene Horadrim.
Stille, weder Anri noch Ziek rührten sich. Dann plötzlich, schoss eine Fontäne der schwarzen Flüssigkeit neben Ziek hoch und aus ihr heraus kam der gefallene Paladin mit seinen zwei Schattenklingen. Er schwang mit seinen zwei Schwertern nach Ziek, dieser machte jedoch einen Satz zurück um den Klingen zu entgehen. Erneut schlug der Horadrim zu und verfehlte Ziek nur knapp, dieser konnte sich auch dieses mal durch einen Satz zur Seite in Sicherheit bringen. Ziek schleuderte als Konter, eine Reihe Wurfmesser auf seinen Feind, kurz bevor diese den Gefallenen trafen schoss jedoch die schwarze Flüssigkeit unter den Füssen des Horadrim hervor und fing die Messer auf. Danach verschwand sie wieder in dem Boden zusammen mit den Wurfmessern. Der Horadrim grinste überlegen und hob seine Schwerter um einen erneuten Angriff zu starten.
„Du enttäuscht mich, letztes Mal warst du viel trickreicher. Was ist los mit dir?“
... rief der gefallene Paladin zu Ziek herüber. Der lächelte leicht, hielt es aber nicht für nötig auf den Spott seines Gegners zu antworten. Quasi als Antwort, schoss Ziek nach vorn auf den Paladin zu. Er riss seinen Dolch nach vorn um den Hals des Paladins zu durchbohren aber wieder schoss die Flüssigkeit nach oben um ihren Meister zu schützen. Zieks Dolch drang mit seinem Dolch in den flüssigen Schatten ein und versank darin. Ziek versuchte seine Hand aus der Masse zu befreien, es ging jedoch nicht. Der Paladin begann laut zu lachen, als die Flüssigkeit begann sich über Zieks Arm auszubreiten.
„Du verdammter, Freak! Was zum Teufel ...“
... brachte Ziek zornig hervor während er versuchte seinen Arm von der Flüssigkeit zu befreien. Der Horadrim hob triumphierend eines seiner Schwerter in die Luft und wollte gerade zum Schlag ausholen als ein Feuerball ihn in den Rücken traf und er ein Stück nach vorne taumelte. In diesem Moment verlies den Gefallenen seine Konzentration und Ziek gelang es seinen Arm aus der Flüssigkeit zu ziehen. Mit Schwung riss er seinen Arm aus dem Schatten und schlug gleich danach mit seinem Dolch nach seinem taumelnden Gegner. Mit einem gut gezielten Schlag trennte Ziek, den linken Unterarm seines Feindes ab und mit einem dumpfen Knallen schlug dieser samt Schwert auf den Stein Boden der Zeremonienhalle, in der sie sich befanden. Der Paladin wirbelte herum und mit einem zornigen Gesicht blickte er Ziek an. Seine Wunde ignorierte er einfach, dann bemerkte er Anri, welche schnaubend immer noch vor den Stufen zum Sarkophag des Sargeras stand und einen weiteren Feuerball vorbereitete. Ziek grinste selbstsicher als er den verwundeten Paladin beobachtete.
„Na ... immer noch so eine grosse Klappe ... du einarmiger Bandit ...“
... spottete Ziek. Dieser schloss erneut seine Augen und auf einmal, begann der abgetrennte Arm des Paladins zu schmelzen. Anri unterbrach ihren Zauber und starrte entsetzt auf den Arm, der sich dort in seine Einzelteile auflöste und zu „Schatten“ wurde.
„So nicht!“
... murmelte Ziek und mit einem beherzten Griff zog er das Schwert aus dem Schatten in dem es gerade zu versinken drohte. Ziek betrachtete zufrieden seine neue Errungenschaft. Es war ein kunstvoll angefertigtes Schwert, welches einst dazu diente die Dämonen dieser Welt zu vernichten. Es wurde aber von den dämonischen Mächten des Sargeras konvertiert und stellte somit keine Gefahr mehr für die Dämonen da. Genauso wenig für Ziek der die Waffe ansah und seine Fratze, die sich auf der Klinge spiegelte, breit angrinste. Er wandte sich wieder seinem Gegner zu, der Arm war vollständig in den Schatten geschmolzen und diese Pfütze floss nun wieder in Richtung ihres Meisters. Der Schatten kletterte am Körper des Paladins hoch und kroch zum Stumpf an dem einst der Unterarm des Paladins hing. Blitzschnell hatte sich aus dem Schatten ein neuer Unterarm geformt. Der Paladin öffnete die Augen und begutachtete seinen neuen Arm.
„ *pfeif* Toller Trick ...“
... spottete Ziek erneut in Richtung seines nun regenerierten Feindes. Der Paladin wandte sich wieder Ziek zu. Er legte den Kopf leicht schief und sein Blick wanderte über die entsetzte Anri und dann zu Ziek. Er lächelte leicht und hob seinen neuen Arm. Ein Schatten schoss unter ihm hervor und bildete eine Kralle aus Schatten welche auf Ziek zu schoss. Ziek hechtete aus dem Weg, und schlug mit seiner Schattenklinge die Kralle in zwei. Der Schatten klatschte stumpf auf den Boden und sickerte zu seinem Meister zurück. Ziek lächelte triumphierend als er mit seinem Schwert herumwirbelte. Erneut riss der Paladin seine Hand hoch und unter Ziek schoss aus dem Boden eine Spitze geformt aus Schatten die Ziek aufzuspiessen drohte, dieser konnte sich aber noch mit einem Satz nach hinten retten. Erneut schoss ein Schattenspiess aus dem Boden, Ziek drehte sich zur Seite aber der Spiess verfehlte ihn diesmal nur knapp. Ziek schwang seine Schattenklinge gegen den Spiess und zerteilte ihn. Wieder klatschte der Schatten zu Boden und sickerte zurück zum Paladin. Der Paladin senkte seinen Arm, Ziek stand in einiger Entfernung zum Paladin und wartete den nächsten Zug des Paladins ab. Ein Frontalangriff auf den Paladin war nutzlos, das hatte Ziek schon feststellen müssen. Auch Anris Magie war nicht wirklich erfolgreich gegen den gemeinsamen Feind. Zieks Gegner besass die Fähigkeit seine Körperteile aus dem Schatten heraus zu bilden. Aber er benötigte anscheinend viel Konzentration dazu, wenn Ziek es schaffen könnte den Paladin während dieser Konzentration zu enthaupten dann müsste sein Gegner sich davon nicht wieder erholen können. Als Ziek dies bewusst wurde grinste er wieder und blickte kurz über seine Schulter zu Anri. Sie stand immer noch vor den Stufen zum Sarkophag und man konnte ihr ihre Furcht ansehen.
Dann tat der Paladin etwas unerwartetes. Er schloss seine Augen und lies sein verbleibendes Schwert einfach aus seiner Hand fallen. Das Schwerte blieb im Schattenpool der sich unter dem Paladin angesammelt hatte stecken und versank langsam darin. Der Paladin hob langsam die Hände und parallel dazu, hob sich links und rechts von ihm Klumpen aus dem Schatten. Diese „Klumpen“ formten sich langsam, bis sich aus ihnen zwei hundeähnliche Kreaturen geformt hatten. Ziek schaute die Kreaturen misstrauisch an, leblos standen sie da, wie Statuen. Dann begann es in den Augenhöhlen der Schattenhunde leicht rot zu glimmen. Aus dem Glimmen wurde bald ein knallrotes leuchten und die Kreaturen begannen sich zu regen. Die Hunde geformt aus Schatten begannen sich aufzubäumen und knurrten Ziek an. Aus ihren Mäulern tropfte die Schattenflüssigkeit aus denen sie geformt waren. Der Paladin legte seine Hände auf die Rücken der Schattenbestien und lächelte triumphierend. Anri beobachtete die Szene stumm und umklammerte kampfbereit ihren Stab. Sie versuchte sich krampfhaft an ihre Ausbildung bei dem alten Zwerg zu erinnern aber ihre Furcht verhinderte dass sie sich an die richtigen Zauberformeln erinnern konnte. Der gefallene Paladin streichelte seine Schattenhunde und sah Ziek siegessicher an....
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