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von Pyrus
Ja, es kann sein, dass man aus der Liebe heraus Dinge tut, die man sonst nie machen würde. Doch das kann nicht bloss bei der ersten Liebe passieren, glaube ich. Und auch bevor man seine erste Liebe hatte, kann man sich gegen seine Gefühle entscheiden aus sehr rationalen Gründen.
Sicher, aber die Liebe ist ein gefühl, das einfach viel intensiver ist, als alles andere. Ein ganz neues Gefühl, das (war jedenfalls bei mir so) einen total überrennt und kontroliert. Das ist so nicht vergleichbar mit Zuneigung, (damit meine ich jetzt die Liebe zu Verwandten etc.) sondern wirklich omnipresent. Alles was man tut ist für dieses Gefühl, jede Minute denkt man an diesen einen Menschen. Mir fehlen einfach die Worte, um das weiter zu beschreiben, man muss es einfach gespürt haben. Nur je intensiver die Gefühle, desto extremer natürlich auch die Beeinflussung dadurch. Wieviele Morde sind schon geschehen aus Liebe?
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von Pyrus
Man kann sich ja auch dagegen entscheiden sich zu betrinken, ohne schon je betrunken gewesen zu sein.
Na ja, bei der Liebe ist es so, dass man betrunken wird, ohne bewusst etwas zu tun. Man denkt zunächst ja gar nicht darüber nach, es kommt ja öfters vor, dass man ein Mädchen süß findet. Und irgendwann bemerkt man dann, dass es viel mehr ist und das man für den einen Menschen alles geben würde.
Und wenn man sich betrinkt, geschiet das ja bewusst, denn man nimmt Alkohol zu sich. Darauf kann man natürlich bewusst verzichten. Aber aus das erste Mal Verliebtwerden kann man nicht verzichten, man weiß ja gar nicht worauf man verzichten soll. Und später weiß man dann, was diese Anzeichen bedeuten und dann kann man das entweder bremsen, laufen lassen oder unterstützen. Aber grundsätzlich passiert das Verlieben nicht willentlich, sondern kommt einfach.
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von Soheil
Vielleicht spielt es auch eine Rolle, dass man in der Jugend einfach viel emotionaller ist und mit zunehmendem Alter alles lockerer sieht.
Da die meisten Leute ihre 1.Liebe in der Jugend erleben, nehmen sie diese Zeit folglich intensiver wahr.
Ich denke, dass man mit zunehmenden Alter die Unsicherheiten der Jugend ablegt, mehr Selbstbewusstsein entwickelt und nicht mehr so leicht verletztbar ist - deshalb ist man einfach ruhiger und reagiert auf "Höhen" und "Tiefen" gelassener.
Ja, stimmt schon, das wird wahrscheinlich auch eine Rolle spielen. Wobei es auch Leute gibt, die mit 20 noch so "emotional" sind. Aber grundsätzlich denke ich auch, dass man in gewisser Weise "abstumpft", dass einen einfach nichts mehr so berührt wie in der Zeit der Pubertät, in der man ja alles total intensiv erlebt.
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von Pyrus
Der Beruf ist für mich vielleicht notwendig zum Leben, aber nicht das Leben selbst.
Bei mir ist es schon so, dass mein Beruf (in meinem Fall Schüler) mein Leben dominiert und ich dementsprechend auch große Teile meines Lebens danach ausrichte, gerade was solche Sachen angeht.