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Schwertmeister
Kapitel 7: Zwischen Blut und Illumina
Mit einem wütenden Schrei der Wut, schickte sich Bahamut Zero an, direkt in die Schlacht zu donnern. Mit seinem Ohren betäubenden Lärm stürzte er nach vorn, legte die Flügel an, und schoss an Alexander vorbei in die tosende Schlacht.
Seine Passagiere währen von der wahnsinnigen Geschwindigkeit beinahe hinunter gefallen, und versuchten sich irgendwo fest zu hallten. "Macht euch bereit, es geht los!" Anu hatte diese Warnung so laut geschrieen wie möglich, und seine Stimme übertönte sogar fast das Rauschen der Schlacht.
Zum Glück bemühte sich Bahamut Null damit, aus der ferne zu bombardieren. Zusammen mit Shiva und Neo Bahamut, standen sie etwas Abseits und feuerten mit allem was sie zu bieten hatten auf den verwirrten Omega, während Odin, Titan, Ifrit, Bahamut und Hades ihn umringten und ihn mit Schlägen und ihren Mächten gewaltig zusetzten.
Anu und die anderen konnten vorerst nur zusehen, wie die bestia auf den Avatar des Lebens einhämmerten, als gäbe es kein Morgen mehr! Wenn sie versagten, sollte es auch so sein. Omega hatte kurzfristig Luft, seinen Arm von einem gewaltigen Eisblock zu befreien, in den Shiva ihn gesperrt hatte, und schwang sein mächtiges Schwert. Ifirt, der das Pech hatte nicht ganz so schnell zu sein wie seine Brüder, wurde von der Klinge erwischt, und stürzte mit einem wütenden Schmerzenschrei zur Erde hinunter. "Bahamut, setzt uns ab und zwingt ihn an den Boden!" Der metallene Drache nickte heftig, und schoss dann dem Erdboden entgegen. Er setzte seine Fracht sicher am Erdboden ab, und schoss dann in den Himmel hinauf, wo die Schlacht noch immer unvermindert weiter ging.
Ein weiterer Hagel von Alexanders heiligen Geschossen fuhr vom Himmel hinab, und bohrte sich mit tödlicher Präzision in seinen Rücken. Dies mit einem lauten Wutschrei würdigend, setzte Omega wieder sein Schwert ein, doch verfehlte seine Angreifer. Einen hatte er zwar schon niederstrecken können, aber der dunkle Schatten, der grade die Sonne verdunkelte...kündigte schon den nächsten an. Omegas Auge richtete sich etwas zur Seite, wo langsam und Ehrfurcht gebietend, ein gewaltiges, metallenes Monstrum erschien. Die Flügel wie einen Umhang um den Körper gelegt, den kopf gesenkt und mit bläulichen Flammen vor dem Maul, wirkte der mächtigste aller Drachen selbst für Omega gefährlich. Als der Drache auf der selben Höhe war wie Omega, öffnete er schnell die Flügel, streckte sie weit von sich weg, öffnete sein Maul und spie Omega eine unglaublich heiße, schwarz-blaue Stichflamme entgegen.
Die anderen Bestia waren von dieser Macht nicht berührt worden, und attackierten fleißig weiter.
Unten auf dem Boden starrten sie alle nur nach oben, und waren vor Erstaunen wie gelähmt. Sie wussten ja, das die Bestia einen wahrhaftig vernichtende Macht waren, aber das sie so kämpfen konnten...hätte sich keiner von ihnen jemals vorgestellt.
Ihr Plan zeigte erfolg, unter den beständigen, wuchtigen Hieben von Bahamut Zero und den anderen, wurde Omega immer mehr Richtung Erdboden gedrängt, wo auch schon die nächste Gefahr auf ihn warten würde.
"Nun gehört er uns! Los! Solange wir eine Chance auf den Sieg haben"
Diese Aussage sorgte für Verwirrung...sie alle hätten schwören können, das die bestia sich im Alleingang mit Omega befassen könnten, und ihn grade auseinander nahmen. Doch schon ertönte der nächste Schmerzenschrei einer bestia, und der massige Körper von Titan löse sich, nachdem er krachend neben ihnen aufgeschlagen war, in Luft auf.
Nur noch wenige Meter trennten Omega vom Boden und damit der Attacke der anderen. Ein greller Lichtblitz zuckte vom Himmel, und durchstieß Omegas Brustkorb, ein Schwall schwarzen Blutes klatschte zu Boden, und ein wütendes Brüllen erfasste die Welt. Omega drehte den Oberkörper um, und ließ seinen unteren Teil kurzfristig ausweichen. Eine hand erhoben, knurrte Omega tief, und schleuderte dann einen unscheinbaren, hauchdünnen Strahl aus reinem licht von sich weg. Anu, Yuffi und Nanaki erinnerten sich nur zu gut an dieses Licht. Diese Waffe hatte die Highwind zerrissen, und Cosmo Canyon in Schutt und Asche gelegt. Es gab einen dumpfen Knall, dann das laute Scheppern von Metall, und das heulen der entflohenen Seelen. Alexander wurde ausgelöscht.
Dann machte Omega wieder kehrt, und versuchte diese lästigen Fliegen um sich herum zu beseitigen, die die gestallt eines Reiters, eines Stiers, einen schwarzen Drachen und eines verhüllten Skelettes hatten. Dann würde dieses Ding folgen, das aussah wie ein mit Metall überzogenes Ungetüm aus Zähnen und Klauen.
Omega hatte gar nicht bemerkt, das er wieder festen Boden unter den Füßen hatte.
"JETZT!" Schrie jemand, und Omega spürte einen stechenden Schmerz am Rücken. Er wandte den Kopf, und blickte in die kleine Heldengruppe, die eigentlich nicht mehr am Leben sein dürfte, aber jetzt mit aller Macht zu kämpfen versuchte.
Der Kampf lief mehr als schlecht für Omega…er konnte sich ja nicht gegen X Angreifer gleichzeitig verteidigen. Diese Beschwörungen da vor ihm waren sehr viel mächtiger als er sie kannte, und die diese menschlichen Würmer da hinter ihm wuselten über den Boden um seinen Attacken auszuweichen. Es war einfach grauenvoll! “Du kannst nicht verlieren! Zu verlieren, bedeutet zu sterben…zu sterben, bedeutet vergessen zu werden!“ Diese sanfte, aber zugleich auch beißende Stimme bohrte sich tief in Omegas Geist, und verursachte höllische Schmerzen. Wieder riss er sein Schwert einmal im Kreis, um sich etwas Luft zu machen, starrte in die Richtung aus der grade ein Geschoss angeflogen kam, und feuerte wie ein wilder drauf los.
Die entstehende Geräuschkulisse war nerven zerfetzend…das laute Dröhnen mehrer Explosionen, das helle Kreischen der zurück gebliebenen Bestia, das dumpfe Grollen von Omega…das alles setzte sich zu einer Ekel erregenden Masse zusammen, die nur schwer wieder zu vergessen sein dürfte. Als sich der Rauch legte, verschwanden die farbigen lichter in alle Himmelsrichtungen. Jede Bestia die zurückgeblieben, und aus der Entfernung gekämpft hatte, wurde mit einem Schlag ausgelöscht!
Bedächtig langsam blickte Omega in die Reihen seiner Feinde, und es war, als würde der Oberkörper ein diabolisches Grinsen aufsetzten.
Es war Hades, welcher als erster die Sense schwang, und ohne groß zu fragen den Kampf wieder eröffnete.
Jedes andere Lebewesen währe unter der puren Masse der Schläge und Wunden längst zusammen gebrochen und verblutet…nicht so Omega. Omega-Weapon regeneriert seine Lebensenergie so schnell wie er sie verliert…selbst die hässlichsten Wunden von Hades Sense schlossen sich fast im selben Moment, da sie geschlagen wurden.
Einzig und alleine zwei Waffen schienen fähig, Omega wirklich Schmerzen zuzufügen. Das waren das tödliche Gift von Yuffis Shuriken, und das gläserne Schwert *Engelsfeuer* von Anu. Während das Gift verhinderte, das sich die Wunden schlossen, war das mächtige Schwert des uralten Ritters scheinbar fähig, mit einer Leichtigkeit und Präzision Wunden zu schlagen, die sich wohlmöglich nie wieder schließen würden! Selbst Cloud musste sein Schwert mit aller Kraft durch die dicke Haus der Weapon schlagen, um eine akzeptable Feischwunde zu erzielen. Währendessen, glitt die gläserne Klinge von Engelsfeuer durch Omega wie durch morsches Holz. Cloud war zutiefst beeindruckt…so eine Kampfkunst, hatte er bisher nur bei einem Mann gesehen. Diese Art, selbst das schwerste Schwert auf Schulterhöhe, mit der Spitze zum Gegner hin von sich weg zu halten, und es mit einer Kraft und Eleganz durch das Fleisch seiner Gegner zu schlagen…das hatte er schon einmal gesehen! “Das konnte nur…Sephiroth?“
Der Schnee um sie herum war getränkt von Omegas Blut…auch wenn die Wunden nur kurz offen waren, so verlor Omega doch eine Menge Blut dabei. Wieder schlug Anu eine tiefe Wunde, als er sein Schwert mit voller kraft seitlich in Omega hinein schlug, und einem hauchdünnen Blutfaden im Schnee, folgte ein großer Schwall des schwarzen Blutes. Wieder erfüllte ein leises, elektrisches Summen das Schlachtfeld, und von Omegas hand konnte man ein weiß-goldenes Glühen erkennen, das sich langsam über seine gesamte Handfläche ausbreitete.
Die zeit verging plötzlich so quälend langsam, als würde alles in Zeitlupe ablaufen. Omega hob die Hand, und stieß ein lautes Brüllen aus. Anu und die anderen konnten sich nur noch knapp auf den Boden werden, als Omega schließlich seine fürchterlichste Waffe frei ließ, und den weißen Lichtblitz eröffnete. Und, fast wie eine vorprogrammierte Folgewirkung, ertönte das leise heulen der bunten Lichter, welche nun davon flogen. Omega hatte den Kriegsgott Odin und Kjata gleichzeitig ausgelöscht…
„Er braucht eine zeitlang…bis er diese Waffe wieder einsetzten kann!“ Und der Sturm ging unvermindert weiter…Yuffi spürte eine Hand an ihrer Schulter, grade als sie ihren Wurfstern wieder auffing. „Yuffi, du kannst mir mal kurz zur Hand gehen…“ Sagte der Ahnenritter leise. Sie nickte nur stumm, und folgte Anu wortlos. „Kannst du deinen Stern punktgenau dorthin werfen, wo ich eine Wunde schlagen werde?“ Fragte Anu, während er an Omegas Rücken nach oben sah. „Natürlich…“ Sagte Yuffi beinahe empört. „Gut. Ihr Ninjas lernt doch, hoch zu springen, oder? Dann zeig mal wie gut.“ Während sich Anu damit aushalf, mit einer Substanz einen heftigen Windstoß zu entfachen, der ihm auftrieb gab, benutzte Yuffi nur einen nahen Feldbrocken um ein Sprungbrett zu haben. Anu näherte sich im Sprung Omegas Rückrad, und hob das scharfe Schwert hoch über den Kopf. Yuffi erahnte, was da gleich folgen würde.
Mit einem fetzenden Geräusch rammte Anu das Breitschwert bis zur Parierstange in Omegas Rücken, und schlitterte, noch am Schwert hängen an ihm herunter, während die Wunde immer größer wurde…Omega schrie vor Schmerz, und ein wahrer Fluss neuen Blutes floss auf den Boden. Yuffi hatte Mühe, noch in der Luft zu zielen, während Omega sich vor Schmerzen wand. Dennoch schleuderte sie den Stern mit voller Kraft, und betete innerlich zu Leviathan, dass sie treffen solle. Mit einem schmatzenden Geräusch bohrten sich die scharfen Kanten in die offene Wunde, und drang immer weiter in Omegas weiches Fleisch. Er schlug wie wild um sich, und versuchte grade Bahamut Zero zu spalten, der mit beiden Händen an Omegas Hand festhielt, und versuchte das Schwert abzuwehren. Omega ließ sein Schwert fallen, hielt sich mit beiden Händen den Kopf, und schrie aus vollem Hals, sogar seine untere Hälfte hatte das Gesicht verzogen, und schien Schmerzen zu erleiden. Langsam gaben die Beine nach, und Omega sackte auf die Knie.
Wenn es nicht die unzähligen Wunden waren, dann der Blutverlust, der ihn langsam tötete. Zuletzt vielleicht noch das säureartige Gift, welches sich nun direkt in seine Adern pumpt, und seinen Körper lähmen würde.
In seinem verzweifelten Aufbäumen reiner Macht und Lebenswillen, schlug er mit bloßen Händen um sich, und schleuderte mehrere, heftige Geschosse um sich, ein erstickendes, tiefes Grölen, als Hades von Omegas Klauen durchstoßen wurde, und fast augenblicklich verblasste. Cloud und die anderen rannten um ihr Leben, und brachten sich hinter einer stabilen Felswand in Sicherheit, während Omega weiterhin seinem Amoklauf frönte. Selbst Bahamut Zero brachte sich in erstaunlicher Geschwindigkeit in die Luft, um Omegas Wut zu entkommen. Er wütete noch fast 2 Minuten lang, blindlings vor sich hin, bevor er nur noch einmal leise keuchte, und dann mit lautem Getöse in den Schnee stürzte. Nur das leise gluckern seines pechschwarzen Blutes, das noch immer in rasender Geschwindigkeit produziert wurde, und seinen Körper auch genauso schnell wieder verließ.
Omega-Weapon, der Avatar des Lebens, wurde besiegt…und getötet.
„Das war’s also…auuuaa…mir tut alles weh.“ Yuffi war zusammen gesunken, und versuchte ihr Gesicht zu verbergen. Anu blickte in die Gesichter seiner Begleiter. Der Kampf mit Omega hatte spuren hinterlassen…alle hatten Wunden davon getragen, die einen mehr, die anderen weniger. Barret hatte viele, teilweise schwere Wunden an Brust und Bein, dennoch grinste er, als er Omega sterben sah. „Ha…ich hab’s dir doch gesagt, mich kriegst du nicht“ Vincent war nicht ganz so mitgenommen…wenn man mal von der Tatsache absah, das er nurnoch einen Arm hätte, wenn er an der Stelle nicht eine künstliche Klaue getragen hätte, welche bis zur Hälfte abgerissen war. Cid und Tifa schienen überhaupt nicht verletzt, aber dafür schwer erschöpft. Sie saßen schwer atmend and er Wand und sahen hundeelend aus. Ein paar kleine Wunden, und ein paar Prellungen als Omegas Explosionen sie durch die Gegend geschleudert hatten. Diejenigen, die sich selbst verarzten konnten, nahmen Cid und Tifa die Heilungssubstanzen ab, und versorgten die schwersten Wunden der anderen. Anu ging zu Yuffi hinüber, und versorgte eine tiefe Wunde an ihrem Arm. „Hey, sei mal froh dass es nichts Schlimmeres ist. Ein paar Zentimeter weiter, und er währe ab gewesen. Wann ist das passiert?“ Yuffi zuickte zusammen, und stieß einen leisen Schmerzenslaut aus, als die Substanz ihre beißende Wirkung tat, und versuchte die Blutung zu stoppen. „Als ich geworfen habe…hat mich die Spitze seiner Waffe gestreift.“ Er biss sich auf die Unterlippe. Gestreift? Dann währe der Arm jetzt ganz weg. Er musste ein paar Zentimeter an ihrem Arm vorbei gesaust sein, das hätte diese Wunde verursacht. Aber das, wollte er ihr lieber nicht sagen. Er bemerkte etwas Blut, das an ihrer Wange hinunter lief. Aber sie hatte immer noch das Gesicht weg gedreht. „Zeig mir dein Gesicht, du bist verletzt…“ Nur zögerlich wandte sie sich ihm zu, und er konnte sehen, warum sie sich nicht zeigen wollte. Eine hässliche Wunde zog sich fast über ihre ganze Stirn, und ihr ganzes Gesicht schien von Blut bedeckt. Es lief ihr in die Augen, aber dennoch konnte er sehen, wie sich ein paar Tränen in ihren Augen abzeichneten. Er zwang sich ein beruhigendes Lächeln ab. „Hey, das fühlt sich schlimmer an als es ist. Lass mich nur mal machen.“ Er umfasste eine Substanz in der Tasche, die er von Cloud bekommen hatte. „Schlaf lieber, wenn du aufwachst, ist es wieder weg.“ Er sprach leise, und konzentrierte sich auf einen Aspekt der Substanz, und ließ den Schlafzauber auf sie wirken. Kaum war sie in magischen Schlaf gefangen, blickte er mit starrem Blick zur Seite. „IGNUS!“ Fast augenblicklich gab es in kurz neben ihm eine hellblaue Stichflamme, und der Schnee war geschmolzen, gab nur harte Erde frei. Er legte Yuffi vorsichtig dort ab, und blickte dann zu den irritierten Kameraden hinüber. „Schnell verdammt! Ich brauche alles was ihr hier an Heilungsmitteln zu bieten habt!“ Auf noch irritiertere Blicke riss Anu die Heilungssubstanz hoch, und ließ sie wirken…nur um den Effekt vorzuführen, den sie hatte: Keinen. „Sie ist die einzige die Omegas Klauen abbekommen hat! Sein Gift verhindert die Einwirkung von Substanzen und Heilmitteln!“ Auf diese Antwort hin, stellte man Anu das gesammte Inventar zur Verfügung, das man während ihrer ersten Reise zusammengetragen hatte. Anu fiel auf, das dass Blut aus Yuffis Wunde langsam einen dunkleren Ton annahm. Er hatte nicht viel Zeit…
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