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  1. #1

    It's time to get schwifty.
    stars5
    Zitat Zitat von DJ n
    Das kenne ich; nur ist es mir - im Gegensatz zu dir - nicht gleich aufgefallen, als mir diese Worte über die Lippen gekommen sind. Erst im Nachhinein habe ich gemerkt, dass ich nicht ehrlich zu mir selbst und der Person war, der ich diese Worte gesagt habe. Es war eher die Verliebtheit, die mich zu diesen Worten forciert hat und nicht die Zeit, die mir die Person näher gebracht hat.
    Eben das ist es. Zu viele denken einfach nicht so sehr darüber nach und benutzen es zu vorschnell. Ich hab es eben daran gemerkt das ich es nicht wirklich sagen konnte und mich ziemlich mies gefühlt hab nachdem ichs gesagt hab. Weil ich genau an dem Punkt an wusste das es doch nicht stimmt!
    Zitat Zitat
    Ok, dieses Phänomen wirst du aber nicht nur bei jugen Leuten antreffen; es gibt genügend Leute, bei denen man - fälschlicher Weise wie ich finde - aufgrund ihres Alters annehmen sollte, dass sie es besser wüssten und die solche Sachen machen.
    Imo hat Liebe nichts mit dem Alter zu tun, sondern eher mit der geistigen Reife der Personen und deren Erfahrungen. Gut, je älter man wird, desto mehr Erfahrung sammelt man auch in dieser Hinsicht, aber es kommt ja auch drauf an, wie die Person diese Erfahrungen "nutzt" und dafür bedarf es schon einer gewissen geistigen Reife, finde ich.
    Sicher ist das auch bei älteren der Fall.. Viele sind emotional eben nicht so ausgeprägt.. ihnen macht es nichts aus wenn sie ständig wechselnde Patener haben.

  2. #2
    Zitat Zitat von TheBiber
    Zum Glück finde ich meine Hand auf alle Fälle befriedigend genug, der Rest ist sowieso nur purer Luxus.
    Schön gesagt, Biber.

    Zitat Zitat von DJ n
    Liebe ist und bleibt immer eine Sache der Gefühle und des Herzens (meiner Meinung nach), aber trotzdem benötigt sie auch ein wenig rationales Denken finde ich
    Natürlich ist sie das. Es wurde schon oft gesagt, dass Liebe auch bedeutet, mit seinem Partner Kompromisse einzugehen, die keinem der beiden schaden. Doch Menschen die nicht über genug Intelligenz/Erfahrung usw. verfügen schaffen das oftmal nicht. Man wird sich nicht einige und ein Streit führt in die Sinnlosigkeit. Denn Rest kann man sich denken.
    Nothing funny about that!

  3. #3

    3 wörter

    die 3 wörter "ich liebe dich" finde ich könnte man erst nach ein paar monaten sagen..und nicht gleich am 2.tag! da fidn ich kann man noch nicht von liebe reden dass ist eher noch verknallt/verliebt...aber mehr auch nicht!! diese worte sollen was besonderes sein, was man nicht in seinem leben zu verschiedenen personen sagen sollte!!

  4. #4
    Ein Freund von mir hat gerade einen sehr passenden Vergleich gezogen, den muss ich hier einfach mal reinwerfen, auch wenns denkbar unromantisch ist ^^

    Liebe ist wie eine Funktion mit Hoch-, Wende- und Tiefpunkten. Die Ableitung davon ist Verliebt sein.
    Bei den Extremwerten immer 0.

    Naja, denkt mal drüber nach... ist eine, wie ich finde, sehr realistische und unverkrampfte Einstellung zu dem Thema

  5. #5
    schatti, das bringt es 100 pro auf den punkt.
    der rest den ich hier lese ist öko-kacke... "liebe ist ein gefühl, nö? is so 'n duftes gefühlchen im bauch, das is wenn du rapsöl-betriebene flugzeuge zwischen milz und magen-darm-trackt hin und her fliegen am fühlen bist... äh und so, weiste?"

    scheisse mann... bei extremwerten immer 0, das muss ich mir merken...

  6. #6
    Zitat Zitat von steel
    der rest den ich hier lese ist öko-kacke... "liebe ist ein gefühl, nö? is so 'n duftes gefühlchen im bauch, das is wenn du rapsöl-betriebene flugzeuge zwischen milz und magen-darm-trackt hin und her fliegen am fühlen bist... äh und so, weiste?"
    Wenn Liebe kein Gefühl ist, was ist es dann? oô'

    DJ n

  7. #7
    Zitat Zitat von DJ n
    Wenn Liebe kein Gefühl ist, was ist es dann? oô'

    DJ n
    ein instinkt. ohne liebe keine fortpflanzung

  8. #8
    Zitat Zitat von steel
    ein instinkt. ohne liebe keine fortpflanzung
    [Al-Modus]Das glaube ich nicht, Tim[/Al-Modus]
    Fortpflanzen = Sex
    Und wie ja allgemein bekannt ist, geht Sex auch ohne Liebe (ich sage nur One Night Stand).

    DJ n

    Edit:
    @ Achadrion:
    Du sprichst mir aus der Seele

  9. #9
    Liebe ist ein Wort, mehr nicht.

  10. #10
    Liebe ist die Summe aller Teile. Wenn du Bewegungen oder Gestiken siehst und denkst "...wie süß!!!", wenn dein Bauch nach allen Seiten gleichzeitig rutschen will, wenn selbst Kritik nicht so hart rüberkommt, wenn man sich über die belanglosesten Sachen unterhält und es trotzdem nicht für Zeitverschwendung hält, wenn man den Partner gut riechen kann (auch Morgens mit ungeputzten Zähnen ) ist man verliebt. Und das nenne ich Liebe!

  11. #11
    Zitat Zitat von Achadrion
    Liebe ist die Summe aller Teile. Wenn du Bewegungen oder Gestiken siehst und denkst "...wie süß!!!", wenn dein Bauch nach allen Seiten gleichzeitig rutschen will, wenn selbst Kritik nicht so hart rüberkommt, wenn man sich über die belanglosesten Sachen unterhält und es trotzdem nicht für Zeitverschwendung hält, wenn man den Partner gut riechen kann (auch Morgens mit ungeputzten Zähnen ) ist man verliebt. Und das nenne ich Liebe!
    Besser kann man es kaum beschreiben !

    @ steel: Traurig für Dich, daß Du das so siehst. Warst wohl noch nie richtig verliebt.

  12. #12
    Sorry, aber ich halte diese Einstellung "Liebe sind nur Triebe" für völlig falsch. Da ist mehr hinter, denn dieses Gefühl Liebe hat Menschen schon so oft gegen ihren Instinkt handeln lassen, dass es doch eigentlich kein Instinkt sein kann.
    Wenn Menschen sich selber für einen anderen Menschen umbringen, weil sie ohne ihn nicht Leben können, wenn sie sich für jemand anderen Opfern, dann kann das doch kein Instinkt sein, der mal eben so alle anderen Instinkte über den Haufen wirft.

    Zitat Zitat von DJ n
    Ok, das ist ein wenig paradox, finde ich.
    Auf der einen Seite meint man "Ich liebe dich" von Anfang an ernst, auf der anderen Seite nutzt man es als "Werkzeug" für etwas. Das passt meiner Meinung nach nicht ganz zusammen.
    1. Sorry, hab das ein bissel Falsch erklärt. Ich meinte, dass es warscheinlich Menschen gibt, die ihr erstes "Ich liebe dich" ernst gemeint haben, aber später bei anderen Personen es nur als Werkzeug benutzt haben, um etwas zu erreichen.
    2. Trotzdem kannst du auch in einer Beziehung mit diesen drei Worten jemanden zu etwas drängen. Wenn du und deine Freundin kurz vor dem Beziehungsende stehen und sie dich fragt, warum ihr noch zusammen bleiben solltest, kann ein "Ich liebe dich" viel ausmachen... egal wie abgedroschen es wirkt. Und das ist für mich auch ein Werkzeug. Man kann damit einfach manchmal viel zu viel Entschuldigen, und das tun auch einige Personen.

    @ Achadrion
    Word!

  13. #13
    Zitat Zitat
    Sorry, aber ich halte diese Einstellung "Liebe sind nur Triebe" für völlig falsch
    Was ist es dann?

    Zitat Zitat
    Da ist mehr hinter, denn dieses Gefühl Liebe hat Menschen schon so oft gegen ihren Instinkt handeln lassen, dass es doch eigentlich kein Instinkt sein kann.
    Ahja... Schon mal gehört dass sich Instinkte in die Quere kommen können?

    Liebe führt normalerweise (gehen wir davon aus dass es klappt) zu einer Bindung über eine Weile und zu Sex (nicht vergessen, die Natur hat Gummis nicht eingeplant), also zu Kindern. Die Bindung erhöht kurz gesagt die Überlebenschancen der Nachkommen, eine Mann / Frau / Kind Familie kommt sicher besser zurecht als Frau und Kind alleine (oder gar eine schwangere Frau alleine). Nicht zu vergessen dass beim Verlieben eine Menge unbewusst abläuft, was u.a. auf gesunde Kinder abzielt.

    Hab keine Quelle o.ä. (doch, mein Hirn ), drum könnte das natürlich auch falsch sein. Aber auf jeden Fall besser als "Nein, das stimmt gar nicht" oder "Nein, kann so gar nicht sein weil ichs nicht glauben will" oder ähnliches

  14. #14
    Zitat Zitat von NeM
    Was ist es dann?
    Meiner Meinung nach gehören biologische Aspekte zwar klar dazu... und ja, vielleicht sogar der Hauptgrund, aber es steckt mehr dahinter.
    Ich muss zugeben, ich habe noch nicht gehört, dass sich die Instinkte sogar "offiziell" in die Quere kriegen können, aber ich glaube das jetzt mal so.
    Aber ich denke gerade bei uns Menschen ist es so, dass der Verstand eine große Rolle spielt und im Grunde die dringlichkeit von Trieben steuert. Klar, das mit dem Fortplanzungstrieb und etc. Herdentrieb steigert Überlebenschance, aber es gibt auch Beziehungen, wo beide Bewusst auf Sex verzichten und sich dennoch lieben. Gibt glaub ich sogar ein Buch darüber!

    Anders gesagt, sie müssten damit einem Trieb folgen, dem sie sich gleichzeitig aber im Endeffekt wieder versagen. Das passt für mich nicht zusammen. Die Biologie mach die Fäden im Hintergrund ziehen, aber selbst Pinoccio hatte ein Eigenleben!

    Und im Endeffekt kann man sich auch etwas "kaputt erklären". Klar weiß ich, das Pheromone in meine Nase steigen und meine Hormone auf reisen gehen. Aber klingt es auch nicht viel schöner, wenn man einfach nur daran denkt, ihren Duft zu riechen und ein kribbeln im ganzen Körper zu spüren um man weiß, es ist Liebe?

    Zauber des Moments gegen Pure Vernunft 1 : 0
    Geändert von Pursy (15.03.2006 um 02:49 Uhr)

  15. #15
    Zitat Zitat
    Und im Endeffekt kann man sich auch etwas "kaputt erklären". Klar weiß ich, das Pheromone in meine Nase steigen und meine Hormone auf reisen gehen. Aber klingt es auch nicht viel schöner, wenn man einfach nur daran denkt, ihren Duft zu riechen und ein kribbeln im ganzen Körper zu spüren um man weiß, es ist Liebe?

    Zauber des Moments gegen Pure Vernunft 1 : 0
    Warum denn 1:0, nur weils anders klingt? Stehst wohl nicht so auf Vernunft

    Ich vergleichs jetzt mal mit Drogen.. Wenn du was gutes genommen hast auf das es dir auch gut geht, bist du auch der Meinung dass du z.B. eine gedankliche Verbindung zu allen Lebewesen in deiner Umgebung hast und die Droge deinen Geist öffnet. Unterm Strich sinds aber trotzdem nur ein paar Stoffe die in deinem Körper durcheinander kommen oder freigesetzt werden (oder wasweißich) und mehr nicht

  16. #16
    Zitat Zitat von NeM
    Warum denn 1:0, nur weils anders klingt? Stehst wohl nicht so auf Vernunft
    Doch eigentlich schon! Deswegen bewundere und verehre ich ja auch die Liebe, das sie mit einem Menschen so etwas anstellen kann, das kann nicht nur etwas mit dem Körper zu tun haben.

    Zitat Zitat von NeM
    Ich vergleichs jetzt mal mit Drogen.. Wenn du was gutes genommen hast auf das es dir auch gut geht, bist du auch der Meinung dass du z.B. eine gedankliche Verbindung zu allen Lebewesen in deiner Umgebung hast und die Droge deinen Geist öffnet. Unterm Strich sinds aber trotzdem nur ein paar Stoffe die in deinem Körper durcheinander kommen oder freigesetzt werden (oder wasweißich) und mehr nicht
    Jup, aber Drogen machen noch ganz andere Sachen mit deinem Körper... und auf die meisten Nebenwirkungen kann ich getrost verzichten. Deswegen ist Liebe doch wohl eine geniale Droge... keine körperlichen Nebenwirkungen... oder sagen wir FAST keine!

  17. #17
    Es ging mir auch nicht um die Nebenwirkungen, sondern um die subjektiv empfundene Wirkung generell.

    Zitat Zitat
    das kann nicht nur etwas mit dem Körper zu tun haben.
    Womit sonst? Wenn geht etwas das nicht vom Pluto oder noch weiter hergeholt ist Mehr als deinen Körper hast du nun mal nicht. Und dass Triebe die Vernunft oft übergehen ist nix neues

  18. #18
    @ NeM und Pursy

    eigentlich seid ihr euch doch einig oder? Ich verstehe eure Diskussion gerade nicht. Oder bin ich zu blöd?

  19. #19
    @ NeM
    Im Grunde ist es nur eine Frage der Perspektive, denn ich kann nicht sagen, dass das was ich phychisch und physisch "Fühle" ist nicht immer das selbe, und das genau meine ich.
    Liebe ist schließlich auch, wenn man ständig nur an sie denken kann und das kann der Körper nicht widerspiegeln... das ist ausschließlich dem Kopf vorbehalten.
    Demnach hat man anscheinend doch wohl etwas mehr als nur den Körper!

    @ Achadrion
    Sagen wir so... so wie ich das sehen haben wir bis jetzt einen "Grundkonsens", aber die Details, die besonders mir wichtig sind, unterscheiden das ganze wieder. Liebe kann für mich halt nicht nur vom Körper sondern auch vom Geist verspürt werden.

  20. #20

    Users Awaiting Email Confirmation

    Da ich grad Lust aufs Klugscheißen hab' und mir Verhaltensbio. taugt, gibts hier mal ne kleine Naturgeschichte der Liebe (auch wenns total unpersönlich und vereinfachend klingt):

    Unsere frühen tierischen Vorfahren haben sich null um den Nachwuchs gekümmert bis die Natur draufgekommen ist, dass sich um diesen zu kümmern, dessen Überlebensfähigkeit doch ziemlich steigert. So zB die Ameisen, die fleißig ihre Brut ernähren - nur sind Ameisen völlig unpersönlich (und dumpf), keine wird als Individuum angesehen.
    Höhere Tiere leben dagegen einzeln können sich also eben nicht mal einfach um alle Kinder von jedem kümmern und gut ist es zu verhindern, dass mal unabsichtlich die Jungen vertauscht werden, daher braucht es andere (höhere) Verhaltensweisen, damit sie sich um den Nachwuchs sorgen. Also hat die Natur, genial wie sie ist, zweierlei entwickelt:

    1. Individualität: Das Gegenüber ist nicht einfach gleich wie alle andern, sondern jemand Besonderes, von den andern Unterschiedliches mit eigenen Merkmalen - eine Person.

    2. Bindung: Nicht so neu, es gibt ja bei vielen Wesen Bindung an nen bestimmten Ort (Territorium = Heimat). Das wird wohl halt übertragen auf ein bestimmtes Lebewesen, denn die Geliebten haben ja was stark Heimatliches, Vetrautes an sich (Sprichwort: Heimat is dort, wo die sind die du liebst.).

    Das beides zusammen ergibt "persönliche Bindung" = Liebe. Sie kam zuerst auf die Welt mit der Mutter-Kind-Beziehung. Das ist zwar schön und gut doch vorher verstanden die Tiere früher noch nix von Freundlichkeit. Andere Tiere waren zum Fressen und Paaren da oder sie waren halt eine Gefahr vor der man flüchtet (oder sie waren einem völlig gleichgültig). Ne Fliege verstehts nicht, wenn man sie sanft streichelt. Also haben Mutter und Kind vertrauliche, freundliche Gefühle gegenüber entwickelt und ebensolche Verhaltensweisen um sich diese Gefühle gegenseitig zeigen zu können. Das Kind hat dabei allerelei betreuungssuchende Verhaltensweisen (all das was süß wirkt), die Mutter zärtlich-betreuende Verhaltensweisen entwickelt (zB umarmen, streicheln, kussfüttern = sich Nahrung in den Mund stecken, zerkauen und die Nahrung dem Kleinen in den Mund schieben). Somit kam die Freundlichkeit in die Welt. (Erst kam die Bindung durch Betreuung des Nachwuchses - Entstehung der Freundlichkeit. Später kam die "persönliche Bindung" um Jungenvertauschung, Gefahr durch andere Artgenossen etc. vorzubeugen).

    Nun gabs ein Problem. Die Mutter musste sich um ihre Nahrung + die Nahrung und Aufzucht ihrer Jungen kümmern. Sehr anstrengend wie man sich denken kann und nicht gerade effektiv in Sachen Überlebenskampf. Nun war das einzige was der Vater mit den Jungen zu tun hatte, deren Zeugung. Es wäre wohl effektiver wenn einer Nahrung besorgt und der andere sich um den Nachwuchs kümmert. Also dachte sich die Natur, da die Mutter-Kind-Beziehung so gut lief, warum nicht einfach das ganze entwickelte Verhaltensrepertoire zwischen Mutter und Kind auf die Erwachsenen (Männchen und Weibchen) übertragen? Somit waren Männchen und Weibchen aneinander gebunden und zueinander freundlich und zärtlich (kussfüttern wurde einfach ins Küssen abgeleitet) und kümmerten sich beide um die Jungen. (Bei Verliebten merkt man ja, dass sie sich etwas kindlich verhalten.) Und da die Natur kein Reduktionist ist und versucht aus allem alles herauszuholen hat sie dem Sex einen zweiten Aspekt hinzugefügt: dem des Ausdrucks der gegenseitigen Liebe ("Liebe machen"). Der 1. Aspekt wär reiner Paarungstrieb (Dominanz und Unterwerfung). Inwiefern beide Aspekte bei jemandem hervortreten kommt natürlich auf Personen und Situation an. Somit war die Familie geboren.


    Jetzt haben sich allerlei Verhaltensweisen zwischen den verschiedenen Familienmitgliedern entwickelt. Und da das Prinzip mit der Familie so genial ist, dachte sich die Natur wohl: warum nicht einen Schritt weitergehen? Also nahm sie die Verhaltensweisen der Familie, übertrug sie auf eine größere Gruppe von Menschen und ermöglichte es unseren Vorfahren Unbekannte und Nichtblutsverwandte familiär zu behandeln. Sie wurden somit zu Gruppentieren. Die aus dem (starken) Liebestrieb entwickelte Freundlichkeit kann so auch auf einen Fremden wirken und aus der Freundlichkeit kann eben Freundschaftlichkeit werden - eine Form der Liebe. Diese Übertragung vom Familiären in die Gruppe kann eben auch so weit gehen, dass man einen Nichtblutsverwandten als "Bruder" empfindet und bezeichnet (wie es in vielen Kulturen geschieht). Dasselbe gilt natürlich auch fürs Väterliche, Mütterliche und Großelternhafte welches man in anderen Menschen sieht. Darauf basiert dann natürlich auch die Nächstenliebe, denn mit der Liebe (und eben durch sie) hat sich auch das Mitgefühl entwickelt. Das Problem ist halt, wenn es heißt man soll alle lieben (obwohl man ja viele Menschen lieben kann). Denn Liebe zeichnet sich ja dadurch aus, dass man jemanden (im Vergleich zu anderen) als Besonderen empfindet. Sind alle besonders sind ja alle gleich.

    Erst durch die Entstehung der Liebe konnten sich somit höher entwickelte Gesellschaften von Wesen entwickeln. Denn nur dadurch, dass es Individuen gibt, gibt es Vielfalt. Dadurch, dass die Individuen aneinander gebunden sind gibt es Einheit. Durch diese gute Mischung aus Vielfalt und Einheit kann Höheres und Vielschichtigeres entstehen.

    zu Liebe und Mitgefühl: Ich schätz mal, dass diese Bindung an eine (oder mehrere) Personen mit einer Art seelischer Einverleibung erfolgt. Finden Kinder etwas süß, möchten sie es essen - sich einverleiben. Findet man eine Person süß oder liebt sie will man ihre Seele (Gefühlswelt) zum Teil seiner Seele machen (wie manche gerne sagen: "ich hab dich zum Fressen gern", "du bist ja zum anknabbern"). Also will man fühlen, was sie fühlt - vielleicht daher Ursprung des Mitgefühls.

    zu Verliebtsein und Liebe: Biochemisch gibts da nen großen Unterschied. Der kurzfristige Verliebheitsrausch kommt von Phenylethylamin, welches in winzigen Mengen in Schoko und in großen in manchen Drogen vorhanden ist. Dass der nicht dauerhaft halten sollte is logisch, denn wenn man dauernd blind vor Liebe ist, wie kann man dann klar nachdenken und bei Kindererziehung die Ansicht der geliebten Person, wenn nötig, in Frage stellen? Ausserdem sinkt bei Verliebtheit mit dem Serotoninspiegel die zufriedene Gelassenheit und es steigt die Unruhe (man muss ständig an SIE, SIE und nur SIE denken). Der Serotoninspiegel erreicht dabei ein niedriges Level wie ihn Neurotiker haben - kein dauerhaft nützlicher Zustand. Für die dauerhafte Bindung ist Oxytocin zuständig, welches schon bei Hautkontakt, aber (bei Liebenden) auch beim vögeln ausgeschüttet wird. (Vielleicht auch schon ein wenig bei Freundlichkeit).

    Natürlich ist Liebe letztendlich tiefgreifender, als man in Worte fassen kann^^.
    Geändert von cloud2003 (17.03.2006 um 00:47 Uhr)

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