Ergebnis 1 bis 20 von 2421

Thema: Kummerkasten

Hybrid-Darstellung

Vorheriger Beitrag Vorheriger Beitrag   Nächster Beitrag Nächster Beitrag
  1. #1
    Nein, nein, da habe ich mich vielleicht etwas zu ungenau ausgedrückt. Ich habe im Restaurant meiner Eltern ausgeholfen, wo ich auch von meinem Halbbruder unterstützt werde. Ich mache das teilweise freiwillig, um an etwas Geld zu kommen. Die letzten Monate war ich halt dazu gezwungen, da etwas zu machen, da meine Eltern ständig weg sind. Mein kleiner Bruder wird eigentlich auch nur von seiner Großtante beaufsichtigt, die aber nicht hier mit in unserer Wohnung lebt. Sie kommen ab und zu vorbei, um mir beim Aufräumen zu helfen.

    Das mit Jugendamt habe ich bisher schon gemacht, allerdings ging das bisher nur um schulische Probleme, da meine Lehrer einen herben Leistungsverlust bei mir festgestellt hatten. Ich hatte das mit den Selbstmordversuchen meiner Mutter erklärt, mehr nicht. Ich sehe aber auch in den Leuten vom Jugendamt nicht wirklich Vertrauenspersonen. Die sehen das stellenweise zu sehr rational. Ich wurde in meiner Kindheit manipuliert, sodass ich meine Eltern eigentlich immer auf irgendeine Weise schätzen und lieben werde, egal, was sie mir antun. Und deswegen will ich da keine rechtlichen Konsequenzen vorerst einleiten...

    @Inno: Ich werde dieses Jahr noch 16.

  2. #2

    Gala Gast
    Das Jugendamt != rechtliche Konsequenzen.

    Das ist nunmal die Anlaufstelle, die dir helfen kann. Sei es nun um in ein betreutes Wohnen für Jugendliche oder zu Verwandten/Bekannten zu kommen denen du traust, einen finanzunterstützenden Überblick gebend oder dir die Optionen zu zeigen die du hast. Da brauchst du nicht gleich losklagen und aufhören deine Eltern nicht mehr lieb zu haben. Aber so kanns ja einfach nicht weiter gehen.

  3. #3
    Ich befürchte halt, dass meine Umstände halt für sie auf irgendeine Art und Weise erklärt werden müssen. Mein Sozialhelfer meinte auch, dass im Zweifelsfall die Aufenthalts-Genehmigung von meinen Eltern weggenommen werden könnte. Sie stellen einem halt viele Fragen und mittlerweile habe ich versucht, da möglichst unproblematisch rauszukommen.

  4. #4
    Es ehrt dich das du deine Eltern schützen willst Ligiiihh, aber es geht jetzt nur um dich.

    Du hast das Recht darauf körperlich und seelisch geschützt zu werden - wenn deine Eltern das nicht hinbekommen hast du ein Recht auf einen Platz, wo diese Dinge gegeben sind. Es geht darum was du willst. Scheiß auf deine Eltern, wenn sie ignorieren das es dir so mies geht, dann erfüllen sie meiner Meinung nach ihre elterliche Pflicht nicht. Wenn du dafür sorgst, das du wieder Boden unter den Füßen hast, kannst du irgendwann mal an deine Eltern denken.

    Das Jugendamt ist solange du unter 21 Jahren bist wirklich der kompetenteste Anlaufplatz - egal ob es um eine Wohnung, einen Platz in einer Pflegefamilie (das geht nur auf Zeit und du bist zu nichts verpflichtet! Es geht nur darum das du dich wieder sicher fühlen kannst) oder um deine Rechte geht. Sobald du kannst, geh da hin und nehm einen Zettel mit auf dem genau das steht was du auch hier geschrieben hast: Ich hab Angst, das ich mich selber verletze. Ich habe Selbstmordgedanken. Ich zerstöre Sachen und kann nichts dagegen machen. Helfen sie mir. Und genau das sagst du dann auch.

    Wenn der Beamte (sind oft Sozialpädagogen, die evtl leicht überfordert sind weil Selbstmord eben eine heftige Sache ist) dann was macht, ist es gut. Falls er dich wieder mit Fragen abspeist, eben zur Aufenthaltsgenehmigung deiner Eltern oder sowas, beharr klar darauf das du sofort Hilfe brauchst aus deiner Familie rauszukommen und das die Formalitäten später kommen können. Vor allem weil es nicht in deiner Verantwortung liegt was mit deinen Eltern passiert.

    Es ist meiner Meinung nach ein Unding, jemandem zu sagen "wenn du das willst - aber dann werden deine Eltern die Konseqenzen tragen", das fällt fasst schon unter Erpressung. Kein Kind würde seine Eltern freiwillig anschwärzen, kein Kind.

    Also wenn da der gleiche Beamte sitzt, frag ob ein Kollege von ihm da ist. Nur, falls du mit ihm nicht auf einen Nenner kommst.

    Aber das wichtigste ist wirklich: Tu was. Nicht abwarten und drauf hoffen das es vorbei geht, sondern alles versuchen, jeden Strohhalm ergreifen. Mann, wenn ich hier noch ne Matratze reinpacken könnte würde ich in den nächsten Zug steigen und dich abholen.

    *knuff* Aufs BMT darfst du noch, ja? Vielleicht, wenn du den Kopf da freier hast, geht es leichter die nächsten Schritte zu überlegen.

    Du packst das, Ligi, du hast es bisher auch gepackt. Gib nicht auf, wenn der geilste und spannendste Abschnitt deines Lebens noch vor dir liegt, okay?
    Aber es geht eben nur mit Hilfe von aussen, grade von rechtlicher Seite her (zu deinem eigenen Schutz) und es ist keine Schande wenn einem was über den Kopf wächst. Vor allem weil es bei dir ja echt über Jahre hinweg ein Extremzustand war.

    Was mir auch grad noch einfällt - eine weitere Notfallnummer neben der Telefonseelsorge ist z.B. das örtliche Frauenhaus. Da gibt es keine Adresse, sondern nur eine Telefonnummer. Die sollten auf jeden Fall auch Connections zu Unterkünften haben oder dir weitere Adressen geben können. Und auch wenn da "Frauen"-haus steht, die meisten Frauen nehmen ihre Kinder ja mit wenn sie in einer Notlage sind und daher der Gedanke.

    Ich denk an dich!

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •