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Thema: Kummerkasten

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Mann, eigentlich wollte ich es nicht schreiben, aber ich muss jetzt einfach Dampf ablassen.

    Seit dem BMT geht bei mir alles schief. Meine verantwortungslose Mutter, die sich 18 Jahre lang von meinem Vater hat bedienen lassen und weder ernstgemeintes Interesse an meiner Erziehung (und die meines Bruders) noch an Geldverdienen für unsere Familie zeigte, wurde eiskalt von meinem Vater verlassen und durch eine deutlich verantwortungsvolle Frau ersetzt, die ihre Kinder richtig erzieht und sympathisch ist. Natürlich hält sie meinen Vater zunächst für ein untreues Schwein, das nicht mehr an seine Familie denkt und noch nie "Blut ist dicker als Wasser" gehört hat. Die Tatsache, dass er mein ganzes Leben lang mit meiner Mutter zusammengelebt hat, nur damit seine Kinder glücklich sind, vergisst sie erstmal völlig. Ebenso, dass er, seitdem ich geboren wurde, ziemlich unglücklich mit seiner Familie war, weil meine Mutter verdammt nochmal nichts auf die Reihe bekam. Und was schießt den Vogel ab? Meine Mutter ging mehrmals fremd, möglicherweise habe ich nicht einen, sondern sogar zwei Halbbrüder (ich trau mich kaum noch, ihn meinen einzigen vollblütigen Bruder zu nennen) und sah uns sogar mal als Hindernis für ihren Luxus-Lebensstandard. Zu erfahren, dass meine Mutter sich bisher nur um uns beide kümmerte, damit mein Vater ein wenig zufriedener wird, ist nicht sehr schmackhaft. Wie auch immer, jetzt auf einmal spürt sie tiefe Reue, versteht endlich, was für ein scheiß Leben sie geführt hat und beginnt endlich zu kapieren, dass sie zwei Kinder hat, auf die sie aufpassen muss. Aber mein Vater ist nun endgültig weg (ja, davor wollte er sie mehrmals verlassen, ich durfte diese Momente alle miterleben) und hat nicht vor zurückzukommen. Dadurch verzweifelt meine Mutter, sie isst wenig, schläft fast gar nicht (hat deswegen mal fünf Schlaftabletten auf einmal genommen), weint die ganze Zeit und sagt, ich soll meinen Vater gefälligst nach Hause bitten (was ich schlecht kann, weil ich meinen Vater durchaus nachvollziehen kann und ich ihm nicht noch mehr Leid zufügen will). Zu allem Überfluss ruft sie mich während der Schulzeit an und will sich von mir verabschieden, allerdings tut sie es ja doch nicht, weil ich es ihr austreiben muss. Ja, ich bin der einzige momentan, der sie von Suizid abbringen kann. Mein kleiner Bruder ist zu jung, mein älterer Halbbruder selten da und mein Vater nicht hier. Fremde Hilfe vom Sozialamt will sie nicht annehmen und sie zeigt sich ständig von ihrer sturen Seite. Sie nimmt keine Hilfe an, lässt sich nicht professionell betreuen, fliegt nicht nach Vietnam zu ihrer Familie zurück, aber denkt, wenn sie Christ wird und zu Gott betet, kommt mein Vater zurück (ich glaube nicht, dass das was bringt, wenn man selber nichts macht). Und wenn sie meinen Vater sieht, klammert sie sich an ihn und flennt herum, was meinen Vater allerdings nur wütender macht, da sie es vor meinen Augen tut (und die meines kleinen Bruders) und Dinge sagt wie: "Ich weiß, dass du mich liebst und sagst, ich soll stark sein, aber das alles bedeutet mir nichts, wenn dein Vater nicht zurückkommt." Momentan bin ich völlig fertig davon, ich bin extrem unglücklich über meine Familie, muss ständig nach meiner Mutter schauen, die mich mittlerweile nicht mehr als Sohn sieht, sondern als guten, einzigen Freund, der ihr beisteht, bin extrem müde (ich schlafe öfter einfach so ein) und bin total gereizt (ich fange öfter einfach an Leute anzuschreien oder zu weinen). Mittlerweile wache ich sogar auf und reagiere aber auf nichts, bis ich berührt werde. Einfach nur scheiße, was hier gerade von sich geht und am liebsten würde ich einfach alles fallen lassen und schreiend wegrennen. Na ja, zumindest sorgt sich meine Mutter nun richtig um uns. Aber trotzdem bringt sie es einfach nicht fertig, von meinem Vater loszulassen. Jedes Mal, wenn ich denke, es geht wieder bergauf, versaut sie alles mit einer Aktion. Ich weiß gerade einfach absolut nicht, wie es hier weitergehen soll.

    Im Übrigen ist das auch der Grund, weswegen ich jemanden immer noch nicht sein Geld überweisen kann, obwohl er es gerade zu brauchen scheint: Erst sagt sie mir, sie macht es, dann bleibt sie zuhause und heult sich aus, damit ich zwei weitere Stunden meines Lebens für sie aufbringen kann, damit sie sich wieder beruhigt. Einfach nur traurig.

    Geändert von Ligiiihh (04.10.2011 um 01:29 Uhr)

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