Na ja, du, ich muss aber zugeben, ich sehe das Problem, das du offensichtlich siehst, nicht so wirklich. So wie du es beschreibst, kommt es an, als ob bei dir eigentlich das meiste ziemlich spitze läuft. Wenn ich das mit mir vergleiche: Ich werde die nächsten 5-8 Jahre jobben müssen, um im Monat genug für Miete und Verpflegung rauszubekommen, meinen Notgroschen auf der Bank brauch ich gar nicht mit einzurechnen, der wählt den Freitod; wirklich fest steht bei mir aber auch nur das nächste halbe Jahr, danach ist wieder alles offen und nichts garantiert. Ich habe einen sehr ansprechenden und guten Studienplatz aufgeben müssen, weil das Geld dafür nicht gereicht hat, jetzt rutsche ich in das typische Bachelorchaos, wo ich mir meine Zukunftspläne aus einzelnen, voneinander unabhängigen Studienrichtungen zusammenschustern darf.
In deinem Sektor musst du mit ständigen Veränderungen rechnen, so ist das nunmal, das Sozialsystem ist durchlässig und instabil, in keinem anderen Bereich wird so viel Wert darauf gelegt, keine bindenden Verpflichtungen gegenüber dem Arbeitnehmer einzugehen, weil das nämlich potenziell kostet. Soviel sollte dir klar sein, wenn du im Sozialwesen arbeitest.
Nun steht dir eine Veränderung an, die dir, so weit man das zumindest rauslesen kann, keinerlei Steine in den Weg wirft. Was du grad machst, ist ein bisschen arge Wohlstandsjammerei.





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