Ich versteh nur trotzdem nicht ganz, wie dir dann Medikamente genau helfen sollen. Ich will jetzt umhimmelswillen keine deiner Aussagen in Frage stellen oder dein Problem schwachreden, aber dir muss klar sein, das du dir mit Medikamenten genau dieses unmittelbare Gefühl verschaffst, allerdings nicht einmal Glück und mittelbar wird sich das eher ins Negative, als in Erfolg kehren. Du kannst kein verschreibungspflichtiges Medikament, dass du medizinisch überhaupt nicht benötigen würdest über Monate hinweg nehmen und erwarten, dass das all deine Probleme löst und vollkommen ohne Nebenwirkungen bleibt, zumal deine Antriebslosigkeit tatsächlich keine Ursache, sondern ein psychologisches Symptom zu sein scheint.
Vielleicht solltest du dich auch mal fragen, was genau dein Problem eigentlich ist und warum genau der Antrieb fehlt. Bist du überarbeitet? Siehst du keinen Sinn in dem, was du tust? Lenkt dich vielleicht etwas anderes ab?
Viele Leute, die sich antriebslos fühlen empfinden auch einfach kein Glück mehr und sehen die Welt als großen grau-blauen Ball, der sich nur um die eigene Achse dreht - was nichtmal depressiv oder sowas ist, sondern einfach vom Alltagstrott bestimmt.
Einfach faul scheinst du auf alle Fälle nicht zu sein, also wird das schon etwas tiefgehendere Ursachen haben. Die ersten zwei Leute, die mir jetzt in den Sinn kommen es ähnlich schwer gehabt zu haben, waren entweder suizidal oder gesellschaftsunfähig - das klingt jetzt schrecklich gemein, aber ich vermute schon, dass da bei dir mehr dahintersteckt, wobei ich natürlich der Laie schlechthin bin. Aber vielleicht hilft es dir ja sogar, da ein bisschen in dich hineinzuhören. Letztendlich gilt Antriebslosigkeit im Allgemeinen als nichtausschließliches Anzeichen für eine Depression oder Tiefergehendes.
Was dein Arbeitspensum angeht, so denke ich, solltest du vielleicht auch mal versuchen, dich von allen anderen Umständen frei zu machen, bedeutet: hinderliche elektronische Geräte einfach abstecken, menschliche Störfaktoren beiseite schaffen und dich wenn möglich irgendwie einzuschließen.
Vermutlich legst du dich in dem Moment trotzdem aufs Bett und starrst die Wand an oder so; - hier braucht es Zwang. Wenn du es geschafft hast, dich zum Arbeiten zu bewegen, kann es tatsächlich helfen, zwischen mehreren Sachen hin- und herzuwechseln.
Ich kann mir allerdings auch gut vorstellen, dass genau das bei dir auch nicht gerade anschlagen wird, wenn du der Ursache selbst nicht auf den Grund kommst.
Alternative Möglichkeit: Stell dir irgendwas vor, was dich irgendwie glücklich macht, am besten irgendwas, das mit deiner Arbeit zusammenhängt - du hast sicherlich Pläne für die Zukunft, für die du so hart arbeitest, also träum dich da doch ein bisschen rein. Wichtig ist, dass du in dem, was du tust eine Art Erfüllung siehst, zumindest aber einen festen Sinn darin erkennst. Rational ist das immer vorhanden, allein, weil du es als Problem siehst, nicht arbeiten zu können, in dir drin sträubt sich allerdings immer etwas, das dich blockiert; abschalten wirst du das fürs Erste nicht können, aber wenn deine Konzentration mehr vom Eustress gelenkt wird, dürfte es dich zumindest oberflächlich erstmal weiter bringen.






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thx für zuhören xD

aber auf der anderen Seite steht, dass ich sie nicht liebe und es falsch ist, dass ich so sehr mit ihr zusammen bin.

