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Thema: Kummerkasten

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Zitat Zitat von Leon der Profi Beitrag anzeigen
    so meld mich auch mal wieder.
    ich weiß nicht, wie ich mich zur zeit fühlen soll, weil alles durcheinand ist.

    seit 2 wochen bin ich irgendwie total ducheinand.
    ich mache ja einen tag in der woche ne ausbildung.
    bei einem lehrer hab ich ne arbeit abgegeben und ne 1 bekommen und fand sie total klasse, besonders die personenbeschreibungen, bei nem anderen für die gleiche arbeit ne 4 und kritisiert jene.

    jetzt schreib ich die letzte arbeit und bin dann fertig für dieses jahr, mir schwirrt aber ständig im kopf rum das irgendein trottel hergeht und diese mieß findet, obwohl ich bei nem anderen was gutes erhalten würde.

    zur zeit bin ich immer total schnell unsicher. zum beispiel meine fotos. bis jetzt haben sie den meisten gefallen, neulichst sagt einer meiner kumpels die sind hässlich und nichtssagend. fühl ICH mich wieder schlecht und denke, ich kann nichts, obwohl die anderen sagen sie sind toll und auch zeugs hinteinintepretieren

    eine einzelne scheiss meinung haut mich zur zeit total durcheinand. keine ahnung warum. ich reg mich normalerweise selten auf und finde, jeder hat seine meinung fein, aber trotzdem verfall ich sofort in ne negative stimmung obwohl die mehrheit mein handeln toll findet.

    keine ahnung. positives überwiegt bei weitem immer, aber wenn nur eine kleine schlechte sache erscheint, bin ich extrem niedergeschlagen
    vielleicht weil du eigentlich weißt, das er recht hat, aber er der erste war, der den "mut" hatte, es dir zu sagen? kommentare wie "man kann viel hineininterpretieren" sind im grunde meist nur ein synonym für "ich weiß nicht, irgendwie...sagt das nichts aus." wenn ich deine bilder im fotothread sehe, denke ich meist ähnlich. freunde sind meist eh nicht gerade die beste anlaufstelle für beurteilungen von eigenen arbeiten.
    vielleicht ist das der grund dafür, das du direkt runtergezogen wirst. bei anderen sachen kann ich das nicht beurteilen, aber hier könnte es mMn tatsächlich daran liegen.

    Geändert von toho (13.04.2008 um 20:49 Uhr)

  2. #2

    Leon der Pofi Gast
    thema fotos, kann man eben viel interpretieren. und interpretieren heisst keineswegs "das sagt nichts aus" fotos sind da, um denken anzuregen. hier im forum, diversen spiegelreflex foren und deviant sind sie meistens eben gut angekommen. weil du jetzt zum beispiel anders denkst, ist es deine meinung und die respektier ich auch jedem gefällt was anderes
    aber wenn nun jemand etwas anderes behauptet, hab ich eben das gefühl, dass genau dieser recht hat, obwohl mir zuvor genug andere leute positives feedback gegeben haben. und damit mein ich nicht freunde, sondern fremde menschen die objektiv sind. liegt wohl an meiner einstellung, dass ich zunächst immer das schlechteste annehme

    ich weiß, dass ist ein totaler denkfehler. aber schwer, solche denkweise zu ändern
    ich bin irgendwie ein unsicherer mensch, der sehr viel nachdenkt, obwohl es keinen grund gibt.
    das witzige ist, sachen die wirklich ernst sind, lassen mich wieder kalt und ich bin irgendwie unterkühlt.
    aber so kleine unwichtige sachen, treiben mich direkt an, nachzudenken

    wenn ich ne person beschreiben müsste mit so einem verhalten würde ich sagen, man hat angst zu versagen und treibt sich selber genau in diese richtung, obwohl andere menschen eine sache toll finden, die man macht. aber genau eine negative sache ist es, an die man sich klammert und es unterbewusst möchte, dass man sich schlecht fühlt. hat irgendwie ne gestörte, emotionale affektregulation, meiner meinung. obwohl positives überwiegt, wünscht man sich innerlich, das etwas schlechtes kommt. und so kommt es natürlich auch, wenn man sich sachen einredet, weil sie förmlich angezogen werden. viele menschen machen sowas, um wiederum von anderen positiv gestärkt oder getröstet zu werden. letzteres kann ich bei mir aber ausschließen, da ich den ganzen tag bis 6 uhr nur unter lauter menschen und freunden bin. menschlichen-sozialen kontakt hab ich also genug

    Geändert von Leon der Pofi (13.04.2008 um 22:14 Uhr)

  3. #3

    Users Awaiting Email Confirmation

    Zitat Zitat
    seit 2 wochen bin ich irgendwie total ducheinand.
    ich mache ja einen tag in der woche ne ausbildung.
    bei einem lehrer hab ich ne arbeit abgegeben und ne 1 bekommen und fand sie total klasse, besonders die personenbeschreibungen, bei nem anderen für die gleiche arbeit ne 4 und kritisiert jene.

    eine einzelne scheiss meinung haut mich zur zeit total durcheinand. keine ahnung warum. ich reg mich normalerweise selten auf und finde, jeder hat seine meinung fein, aber trotzdem verfall ich sofort in ne negative stimmung obwohl die mehrheit mein handeln toll findet.
    Ich kann dein Problem in etwa nachfühlen. Sowas ähnliches kenne ich auch gelegentlich.
    Da du wegen deinen Arbeiten vermutlich viel zu tun hast, bist du wohl mehr oder weniger im Stress. So wie ich es von mir kenne, ist es so, dass es schwieriger ist mit Problemen unzugehen, wenn man innerlich sehr unruhig ist oder wenig Zeit hat.

    Mal ein paar Vorschläge von mir...
    Normalerweise hilft eine Auszeit von einem Tag. Falls du dass zeitlich nicht kannst, kann es auch helfen sich auf etwas zu konzentrieren. Augen zu und vorstellen . Das hilft zumindest mir immer, wenn ich meine Gefühle beruhigen will. Eventuell könntest du auch ganz bewusst etwas anderes tun. Also einfach mal zum nachdenken einen Spaziergang machen (das hilft zwar bei mir manchmal, wer weiß ^^). Eventuell könntest du auch mit jemandem drüber reden, aber das is wohl nicht so einfach ...

    Zitat Zitat
    keine ahnung. positives überwiegt bei weitem immer, aber wenn nur eine kleine schlechte sache erscheint, bin ich extrem niedergeschlagen
    So negativ siehst du die Welt ja gar nicht, positives überwiegt doch. Aber ich glaub ich weiß was du meinst. Ich hab irgendwann mal gelenrt, dass wir negatives viel stärker bewerten als positives.

    Vielleicht hast du auch einen zu hohen Vergleichsstandard. D.h. du hast sehr hohe Ansprüche an dich (wie z.B. meine Fotos müssen jedem gefallen). Dann solltest du dir mal darüber Gedanken machen. Wenn du in dem Fall nicht so starke Anforderungen an dich setzt, dann wirds etwas angenehmer für dich sein.

    Ich hatte mal eine Vorlesung in Sozialpsychologie und der Professor hat uns geraten möglichst unser Selbstbewusstsein zu streicheln und zu pflegen. Also wir sollten aufzählen, was wir alles können, worin wir gut sind. Und auch andere motivieren uns ein paar gute Dinge über uns zu sagen. Denk mal drüber nach, was du alles kannst! Schadet bestimmt nicht.

    Ich weiß nicht ob dir das hilft, auf jeden Fall kann ich dich verstehen. Kopf hoch, die Arbeiten sind ja bald durch, dann versprech ich, dass es dir besser gehn wird.

    Ach ja, Wenns dir mieß geht und du noch kein Mittagessen hattest, dann iss. Dann gehts dir garantiert besser. Das ist ein totsicheres Rezept

    Ach ja, noch was. Viel Glück bei den Prüfungen

    EDIT: Ich weiß du bekommst genug Lob, aber deine Fotos sind klasse

  4. #4
    Oh Mann ich kenne das, man ist wirklich überzeugt von etwas, das man selbst erstellt hat, jeder der dir begegnet findet es auch große Klasse... und dann kommt irgendeiner daher und sagt es ist scheiße. Bam.
    Das hat einfach eine viel größere Wirkung. Vielleicht, weil man sich vorher nie gefragt hat, warum die Leute das gut finden; und bei dieser Person muss man sich nun zwangsläufig fragen: "Wieso ist das seiner Meinung nach scheiße?"

    Eine Bestätigung der eigenen Empfindung braucht nicht hinterfragt zu werden, man nimmt sie einfach mit.
    Ich glaube auch, dass ein Lob eines Freundes (oder sonstwem) um einiges intensiver ist, wenn er es wirklich begründet (ohne dabei klug wirken zu wollen). Wenn ich ein solch ausformuliertes Lob gehört habe, kann ich die einzelne negative Kritik besser wegstecken. Manchmal sogar akzeptieren und den konstruktiven Teil herausfiltern und benutzen.
    Naja, mehr kann ich da leider nicht zu sagen.


    ...
    Ich hab auch ein wenig Kummer gerade, allerdings ist das Problem eigentlich recht banal. Mit etwas mehr Egoismus könnte ich es einfach ignorieren und glücklich sein, aber ich fühle mich verpflichtet, mich damit auseinanderzusetzen, und das schmeckt mir nicht.

    Es geht um Folgendes - passt auf, es fängt typisch an, endet aber ungewöhnlich: Es gibt da ein Mädchen, das ich schon eine Weile kenne, aber immer nur flüchtig. Wir haben uns immer mal wieder auf Partys gesehen, und vor kurzem wollte sie mir eine CD ausleihen; das hat sie irgendwann auch getan. Ich habe mich per E-Mail bedankt, sie hat geantwortet, es war so ein kleiner Kontakt eben da. Man wolle sich mal wiedersehen, auf einer Party oder so. Ich hatte das Gefühl, sie mag mich sehr.
    Okay. Dann, vor wenigen Tagen; ich lade viele Freunde zu mir ein, es gibt viel Alkohol und gute Musik. Einer meiner Freunde lädt das Mädchen ein, weil er will, dass ich endlich mal wieder ne Beziehung hab und er da eine gewisse Hoffnung hatte.
    Sie und ich reden miteinander. Trotz des vielen Bieres versuche ich, freundlich und sympathisch zu bleiben. Das ist nicht so leicht - schon gar nicht wenn ich glaube dass jemand mit mir flirtet. Da werd ich unausstehlich. ^^
    Naja. Langsam wird es leerer, und sie muss dann auch zum letzten Nachtbus. Und mir war einfach so klar, dass sie zurückkommen würde. Tat sie auch. Nachtbus verpasst, muss bei mir schlafen. Ach, was ein dummer Zufall.
    Es kommt also wie es kommen muss.

    Das Problem ist nun: Das war zwar wirklich nett mit ihr und so, als ich aber am nächsten Morgen um 7 Uhr vollkommen dehydriert aufwachte, weil sie früh nach Hause wollte (ich kenn die Reaktion von mir selbst, da mach ich ihr keinen Vorwurf), überkommt mich wieder dieser widerliche Ekel.
    Und der hält jetzt seit 2 Tagen an. Was ungeschickt ist. Es ist so: Wir waren noch keine Freunde, wir waren immer noch Bekannte, aber wir waren "auf dem Weg". Und jetzt kam da halt ganz dreist diese Nacht dazwischen. Was meiner Meinung nach wirklich vorhersehbar war. Es lief alles darauf hinaus. Die große Frage ist nur: Und jetzt? Soll man unverrichteter Dinge wieder auf den "Weg der Freundschaft" gehen? Wo soll diese Bekanntschaft enden? Sind nicht gerade alle Brücken zusammengestürzt?

    Ich weiß halt auch nicht, wie sie darüber denkt. Ich will nicht ihre Gefühle verletzen, falls sie hofft, dass daraus noch mehr entsteht. Da wird aber nichts entstehen. Für mich ist Sex mit jemandem, den man kennt, außerhalb einer Beziehung so ziemlich der größte Abtörner, den es gibt. Ich meine, richtig heftig.
    Dass sie keine gute Freundin ist, macht es ehrlich gesagt nicht besser, weil ich mit ihr nicht wie mit einer Freundin reden kann. Klar ist es irgendwie weniger peinlich, man ist nicht in dieser "Und ich dachte wir wären nur gute Freunde!"-Situation. Dafür hat man halt auch nicht den "Hey, zwischen uns ändert sich doch nichts?"-Ausweg. Denn es wird sich garantiert etwas ändern.

    *seufz* So, und jetzt sitze ich gerade hier und will ihr eine Nachricht schreiben. Ich weiß nicht, was der Inhalt sein soll, aber es ist irgendwie nach 2 Tagen angebracht, mal wieder Kontakt aufzunehmen, nicht wahr? Muss ja bald weg in eine Stadt, in der ich nur selten an Internet rankomme.
    Bei mir sehr beliebt ist ja die Aussage "Ich fand es wirklich schön, aber ich hoffe es kommt nie wieder vor". Die entspricht eigentlich sehr exakt der Wahrheit. Andererseits will man ja auch nicht sagen, dass es schön war, wenn sie so früh sie konnte abgehauen ist Also eher "Ach du Scheiße das war ein Schock, nimms mir nicht übel, aber gottverdammt, in was hab ich mich da denn reingeritten?!"?

    Ich komm mir wie ein Arsch vor. Falls ich euch auch so vorkomme - das liegt teils daran, dass ich den Ekel mit Galgenhumor runterspüle.

    Geändert von Schattenläufer (29.04.2008 um 02:49 Uhr)

  5. #5
    Was ich nicht ganz verstehe, ist, was du mit "Ekel" meinst. Also ich hab schon ne Vorstellung, aber da gibt es doch irgendwie nettere Bezeichnungen, deswegen frag ich lieber nochmal nach =3.

    Ansonsten würde ich dir zwei Alternativen ans Herz legen:

    1. Schreib ihr, dass du gern über die Sache reden würdest. Du solltest sie darauf vorbereiten, dass das ein eventuell längeres und auch persönliches Gespräch wird, auf alle Fälle solltest du mit ihr nicht per SMS, Telefon, Email oder sonstwas darüber reden, sondern vis-à-vis. Das ist erstens ehrlicher und zweitens merkt man das vielleicht selten bewusst, aber Mimik, Gestik und Sprechweise geben gerade bei solchen Sachen sehr viel Informationen über die Dinge, die man kaum offen sagen wird, die aber wichtig zu wissen sind (beispielsweise wirst du ihr kaum offen sagen, dass du mit ihr nicht so offen, wie mit einer guten Freundin reden kannst und das ganze deshalb schwieriger wird; trotzdem ist das eine wichtige Information und der "Interpretationsraum" [ich nenn's einfach mal so], den du ihr in deiner persönlichen Gestalt geben kannst, wird immer damit aufgefüllt, dass man Gefühlsverständnis entwickelt; wenn du allerdings nur ein paar Textzeilen liest, wirst du kaum draufkommen, was da sonst noch alles an ungeschildeten Gefühlen drinsteckt - ich hoffe, das ist einigermaßen verständlich ;_;").

    2. Du reagierst überhaupt nicht. Ihr werdet euch ja sicher irgendwann wiedersehen und Fakt ist, dass du ihr so keine Hoffnungen machst. Wenn sie dich nach der Sache fragt, wird sie schon darauf vorbereitet sein, dass du eine Beziehung auch ablehnen könntest. Wenn sie allerdings auch nicht drauf reagiert, wird es sich um ein klassisches One-Light-Stand ohne Folgen gehandelt haben, was für euch beide sicher die bessere Variante ist.


    Dein Vorteil hierbei ist, dass du ihr nichts schuldig bist. Du sagst ja selber, dass es nicht mehr war als eine Bekanntschaft und du scheinst auch ziemlich angeheitert gewesen zu sein, sie wohl auch ... da passiert sowas nunmal, daraufhin jetzt große Schritte zu erwarten ist zwar nicht abwegig, immerhin scheint bei dir ja vorher auch Interesse bestanden zu haben, allerdings ist es nicht deine Pflicht, ihr jetzt groß was vorzugaukeln und ehrlich gesagt kann ich mir auch nicht wirklich vorstellen, dass sie in diese eine Nacht jetzt gar zuviel Hoffnungen setzt.

    Was du dir allerdings überlegen könntest - und das hängt jetzt von meinem Gedanken, was du mit "Ekel" meinst, ab -, ist, die Sache so zu klären, dass ihr nochmal neuanfangt oder so, es aber langsam angehen lasst (das klingt jetzt vielleicht spöttisch, aber das Eis ist ja erstmal gebrochen ._." ). Ist aber im Endeffekt deine Entscheidung, du scheinst ja überhaupt kein Interesse mehr zu haben, oder doch?
    Ihre Reaktion scheinst du ja immerhin zu verstehen, im Übrigen ich irgendwie auch ... vermutlich hattet ihr beiden einen Kater und sie wird von der Sache vielleicht sogar noch mehr überrascht gewesen sein, als du es warst.
    Wenn du nicht schon eine Lösung gefunden hast, kannst du ja vielleicht nochmal kurz darüber schreiben, wie genau das nun eigentlich bei dir aussieht - was ist dein "Ekel" und inwieweit besteht bei dir noch Interesse/kein Interesse mehr?

    Übrigens klingst du nich wie ein Arsch ;P.

    Geändert von Mordechaj (29.04.2008 um 17:17 Uhr)

  6. #6
    Danke für die Ratschläge.
    Also Totschweigen finde ich dämlich, man sollte gerade als Freunde oder Bekannte danach darüber reden. Das ist es ja - wenn man wieder miteinander redet, kann man ja nicht einfach die Sache ignorieren. Wahrscheinlich sagt einer sowieso irgendwann etwas, das beide dran erinnert. Alles trotzdem zu ignorieren ist da das sichere Ende einer Freundschaft.

    Das mit dem "Ekel" meine ich übrigens ziemlich wörtlich - ich bin einfach von allem angewidert. Hab gleich am nächsten Tag mein Bettzeugs gewechselt, mich dreimal geduscht, Zähne geputzt... und manchmal ein angewidertes Gesicht gemacht wenn ich dran zurückdachte, muss komisch gewirkt haben ^^
    Ich bin nicht der Typ, der sowas einfach wegsteckt. Ich bin ziemlich verkopft und mache mir tausend Gedanken, die sicher auch teilweise richtig sind.

    Stimmt, theoretisch bin ich ihr nichts schuldig. Andererseits - ich habe es kommen sehen und hab mich deswegen doch relativ rücksichtslos verhalten. Auch wenn ich betrunken war.
    Ich hatte nie Interesse im Sinne einer Beziehung, und wenn ich ein solches bei ihr vermute sollte ich einfach vorsichtiger sein und mich nicht von irgendwelchen Trieben lenken lassen.

    Naja.

    Ich werde auf jeden Fall versuchen, eine Freundschaft aufzubauen. Vielleicht können wir es ja beide lockerer sehen, wenn wir einmal darüber gesprochen haben. Denn genau das habe ich dann gestern noch gemacht, eine Nachricht geschrieben, dass ich gerne mal reden würde.
    Ich hoffe eben wirklich, dass von ihrer Seite aus dann auch alles okay sein wird.

    (Der Kummerkasten ist faszinierend. Wie mit einem Therapeuten sprechen, der nur ab und zu etwas zum besten gibt, aber allein durch das Niederschreiben der Gedanken kann man optimistischer in die Zukunft schauen. So gehts mir zumindest jedes Mal. )

  7. #7
    =) ...und irgendwie hast du deinen Weg ja sogar ganz von allein gefunden^^. Bleibt eigentlich nur noch zu sagen, dass ich dir bei dem Gespräch alles Gute wünsch und schon denke, dass du das hinbekommst. Klar, dass ihr die Sache beide nicht so mir nichts dir nichts wegsteckt und vergesst, aber ich kann mir gut vorstellen, dass ihr das schon irgendwie hinbekommt.
    Viel Glück jedenfalls .

  8. #8
    Ich brauche auch mal etwas Rat,
    Meine Antriebesschwäche wird immer stärker, ich kann einfach nicht anfangen zu arbeiten. Ich sitze vor dem Zeug was ich z.B. für eine Arbeit lernen soll, lese die ersten paar Sätze und kann mich nicht mehr darauf konzentrieren(bekomme Kopfschmerzen oder werde total müde) ich steh auf renn aus meinem Zimmer raus und mach irgendwelche banalen Sachen(welche mir meist nicht mal spaß machen) was Stunden dauern kann, wenn ich es dann schaffe mich doch noch mal davor zu setzen, sitz ich meist nur davor und mache garnichts bis es spät Abends ist, erst dann fällt es mir etwas leichter zu arbeiten/lernen.
    Je wichtiger eine Aufgabe ist um so schwerer fällt es mir damit anzufangen, als würde ein Teil von mir es gerade darauf Anlegen zu Versagen. Meine schulischen Leistungen werden immer schlechter, dabei sind die Noten aus der 12. und 13. Klasse so wichtig fürs Abitur <_<

    Ich nehm zur Zeit mehrere Medikamente/Vitaminpräparate (bis auf Zwei ist alles nicht verschreibungspflichtigs Vitaminzeugs) die eigendlich dazu beitragen sollen die Antriebsschwäche zu bekämpfen, hat bis jetzt aber nicht funktioniert. Im Fernsehen hab ich einen Bericht gesehn über Personen mit Antriebsschwäche die das Problem mit Speed oder Ritalin in den Griff bekommen haben. Ersteres fällt schon mal zum ausprobieren weg und von Ritalin soll man auch relativ schnell abhängig werden, kennt jemand vlt ein anderes Medikament was wirklich hilft? Oder irgendetwas anders was ihm dagegen geholfen hat?

  9. #9

    Lynch Gast
    Beruhigt Ritalin nicht eher? Ich kenn das nur von ADS/ADHS-Kranken, die das bekommen, wenn sie einen "Anfall" bekommen, kann auch sein, dass ich ziemlich falsch informiert bin. D:

  10. #10
    Hmm... da ich atm auch vor meiner Abschlussprüfung bin (Mittwoch), musste ich ja auch lernen. Konnte mich aber auch nie wirlich dazu durchringen. Das einzige, was ich bis jetzt gemacht hab, war ein ganzes Drittel (Prüfung besteht auch 3 Teilen) durchgeareitet und bisschen allgemeines Wirtschaftszeug. Ich kann mich auch nur schwer dazu durchringen und mich auch nur schwer konzentrieren. Wobei mir das beim schlafen ebenso zum Verhängnis wird, da ich vorher immer in leichte Hypnose/Meditation bin um einzuschlafen. Da ich mich aber nicht mehr so gut konzentrieren kann, kann ich auch lang nicht mehr so einfach und schnell einschlafen.
    Ich halte allerdings von Medikamenten erstmal gornix und würde diese erst im absoluten "tot-fall" benutzen. Bei mir selbst führe ich es darauf zurück, dass der Kopf momentan mit anderen Problemen (psychisch) zu tun hat und sich deswegen garnicht erst mit anderen sachen auseinandersetzen will...
    Bei mir trat es nämlich auf, nachdem ich die letzten Beiträge hier im Kummerkasten verfasst hatte und anfing über alles immer stärker nachzudenken und zu beobachten

    MfG
    Ricky

  11. #11
    Ritalin wirkt bei Menschen, die kein ADS haben konzentrations- und leistungsstreigernd.

    Und ich persönlich würde dir schwer davon abraten, wenngleich das im Endeffekt deine Sache ist, ob oder ob nicht, ich kann dir nur meine eigenen Erfahrungen berichten.

    Erst einmal ist Ritalin verschreibungspflichtig und soweit ich weiß wird das kaum in deinem Fall verschrieben werden.
    Ich hab selber schon meine ganz persönlichen Sternstunden mit Medikamentenmissbrauch gehabt (da handelte es sich um den schmerzhemenden Wirkstoff Tramadol) und glaub mir: Es hat einen Grund, warum Medikamente verschreibungspflichtig sind.

    Die schwerwiegendste Nebenwirkung bei solchen Medikamenten ist, dass du einen Teil deiner geistigen Sinne praktisch ausknibst. Bei Tramadol war das bei mir das Empfinden von Kopfschmerz und Schlafstörungen, aber auch fehlende Hormonkontrolle (mal war ich übereuphorisch, mal vollkommen ohne Grund weinerlich...) und Apetit- und Durstlosigkeit. Ritalin führt meistens zur Störung der Selbstwahrnehmung (man fühlt sich maschinisiert, steht leicht neben sich) und zur Stimmungsbeeinflussung (Aggressivität, starke Depressionen und Selbstzweifel, Gefühls- und Emotionslosigkeit, fehlender Apetit...), was stark mit einer Reizüberflutung einhergeht.

    Bei mir hatte Tramadol auch Einfluss auf den Blutkreislauf. Mein Blutdruck war ungesund niedrig, ich hatte immer wieder ein Schwindelgefühl, wenn ich nicht grad am Fenster saß oder an der frischen Luft war...
    Ritalin wiederum erhöht den Blutdruck und die Herzfrequenz, was starke Schlafstörungen mit sich bringt, Kopfschmerz, Bedrückungsgefühle, Schweißausbrüche und vorallem dein Herzinfaktrisiko steigert (was allerdings in deinem Alter noch nicht so das Problem schlechthin sein sollte).

    Zuletzt führen solche Medikamente immer ein starkes Abhängigkeitsrisiko mit sich. Es wird oft gesagt, dass Medikamente bedingt abhängig machen, allerdings bezieht sich das - soweit ich weiß - nur auf die körperliche Abhängigkeit (alles andere bezeichnet man scheints als Sucht). Wenn dein Geist aber merkt "Hey, mit dem Zeug geht alles viel besser ... pff, lappische Nebenwirkungen...", dann bist du schon ein bisschen abhängig. Ich hab Tramadol damals über anderthalb Wochen hinweg eingenommen, zweimal in einer leichten Überdosis und nachdem ich es abgesetzt hatte, bin ich in ein tiefes Loch gefallen, was unteranderem meinem Hormonsystem, das leicht durcheinander gekommen war, zusammenhing. Bei Ritalin ist das Suchtpotenzial umso höher, wenn du es leistungssteigernd benutzt, weil es dann etwas für deinen Körper tut, das er - nach eigener Meinung - selbst auf die Reihe bekommen müsste (inwieweit das stimmt klären wir noch =) ).

    mal rein medizinisch betrachtet sagst du deinem Körper übrigens: Keine Glückshormone, keine Stresshormone (wohlgemerkt geht es um Dopamin und Nordrenalin), daher auch diese Maschinisierung - vermutlich hätten sich die Stoiker alle einfach eine Hand voll Ritalintabletten geben sollen.
    Letztendlich hilft dir das vielleicht, mit deinen Leistungen klarzukommen, allerdings verzichtest du mit großer Wahrscheinlichkeit auf das Gefühl wirklich zu leben.

    (im Übrigen merk ich gerade, dass ich mich bei deiner Frage leicht verlesen hatte, aber naja ._.")
    Alternativmedikamente gibt es meiner Meinung nach wenige, wenn die, die du nimmst, schon nicht wirken. Es gibt allerdings Schlafmittel, die deinen Körper praktisch dazu zwingen zur Ruhe zu kommen und angemessen zu regenerieren. Wenn du die abends rechtzeitig einnimmst (nicht kurz vorm Einschlafen, sondern etwa eine halbe bis eine Stunde früher; kommt aber auf das Medikament selber an), erholst du dich in geringerer Zeit besser und bist am Tag leistungsfähiger. Ich hab mal einige Monate solche Tabletten eigentlich gegen Schlafstörungen genommen und gegen Ende, als das so ziemlich von allein aufgehört hat, hab ich die noch ein zwei Wochen genommen, was irgendwie richtige Wunder bewirkt hat. Dein Hausarzt wäre hier abr sicher der vertrauenswürdigere Ansprechpartner .



    Diese Antriebslosigkeit habe ich im Übrigen auch über das letzte Jahr hinweg entwickelt, vielleicht noch lange nicht so schlimm wie bei dir, aber ich kann dir 100%ig nachempfinden, wie es dir dabei geht. Ständig irgendwelches uninteressantes Zeug über dieses und jenes und dann macht man natürlich die interessanten Sachen auch nicht, weil man das uninteressante noch vor sich hat und soweiter... die Freizeit fehlt, vermutlich musst du dich auch noch um irgendwelche Hobbys kümmern, damit du nicht ganz und gar im Schulkram versinkst und das war ja noch lange nicht alles...
    Ich hab heute ne Geoklausur geschrieben und vorher keinen Satz gelernt, weil es mich einfach nicht interessiert, dafür hab ich gestern etwa ne Stunde ferngesehen, obwohl wie gewöhnlich nur der wildeste Mist kam. Das ist bei unserem Schulsystem leider der Trend. Und der Leistungsdruck wird nicht nur immer stärker, sondern auch der Burn-Out.

    Dadurch, dass ich mich leider selber nicht aus der Sache wirklich rausziehen kann, bin ich auch nciht in der Lage, dir irgendwas Tolles zu raten. Allerdings hab ich gemerkt, dass vieles einfacher geht, wenn man einfach mal ganz bewusst was weglässt und sich sagt: Heute nicht. Ich hab beispielsweise Donnerstags vor Mathe einen Freiblock, den ich toll für die allwöchentlichen Hausaufgaben nutzen könnte, was ich allerdings gar nicht mehr mache. Das klingt jetzt vielleicht wie eine Empfehlung zum Faulsein und irgendwann mal die Schule schwänzen, aber wenns nicht weitergeht, dann muss irgendwas zu kurz kommen, bevor alles zu kurz kommt, du musst ja auch nicht unbedingt aufhören, für dieses oder jenes Fach zu lernen oder deine Aufgaben zu machen, nur, wenn dir alles über den Kopf wächst, einfach mal was kürzen.

    Und deine Erwartungen von dir selber darfst du vorallem nicht zu ernst nehmen. Es gibt durchaus Leute, die schaffens doch glatt, überall 1er zu haben und sich jeden Nachmittag hinzusetzen und zu lernen, aber die haben meist auch kein richtiges Privatleben oder es ist halt doch was Ageborenes oder so. Fakt ist, dass das niemand von einem verlangen kann.
    Ich hatte mir beispielsweise für das Abi einen Notendurchschnitt von 1,8 als Ziel gesetzt, später bin ich auf 2,0/2,1 runtrgerückt, was immernoch meinZiel ist, allerdings werd ich auch nicht in Tränen ausbrechen, wenn es sich um die 2,3 hält. Solange du nicht vorhast, sofort nach der Schule Psychologie oder Medizin zu studieren, sind Zweiernoten was Tolles.

    Das soll jetzt alles nicht deine Erwartungen schmälern oder dir einreden, dass gute Leistungen für Streber sind, aber das Wichtigste ist, dass du deine Erwartungen in Richtung deiner dir abverlangbaren Leistungen verschiebst. Das muss nichtmal realistisch sein, aber der Druck ständig 1er zu schreiben und alle Hausaufgaben zu machen und auf jede Klausur vorbereitet zu sein und zu dieser und jener AG zu gehen und diesen und jenen Sport zu machen und diese und jene Sache noch nebenher zu lernen - der Druck ist einfach zu groß und viel ungesünder, als wenn du erst nach nem Jahr auf deiner Traumuni angenommen wirst, weil du statt 1,2 einen Schnitt von 1,5 hattest oder so.

    Ansonsten kann ich dir nur noch fremde Hilfe empfehlen, falls du wirklich nich weiterkommst. Es gibt wirklich sehr gute Beratungsstellen für sowas, oder vielleicht sprichst du ja mal mit deinem Hausarzt über Möglichkeiten, Therapien, vielleicht sogar über Medikamente...

    Es liegt wie gesagt bei dir, was du machst und ich kann mir durchaus denken, dass du vielleicht total toll mit Ritalin auskommen würdest, keine Nebenwirkungen hast und auch problemlos wieder davon runter kommst... Aber das Risiko ist doch echt fies und meiner bescheidenen Meinung nach passt du lieber den Druck deines Umfeldes auf deine Leistungen an und nicht umgekehrt.



    Zitat Zitat von Ricky
    Bei mir trat es nämlich auf, nachdem ich die letzten Beiträge hier im Kummerkasten verfasst hatte und anfing über alles immer stärker nachzudenken und zu beobachten
    War das meine Schuld? ;_;

    Geändert von Mordechaj (06.05.2008 um 19:14 Uhr)

  12. #12
    Erst mal danke für die Antworten,

    Hm was ist ein "absoluter tod-fall" ^^'?
    Nun ja gegenüber Medikamenten bin ich eig recht offen, für mich ist das irgendwie das Einzige wo man halt relativ schnell eine Veränderung spürt, mit Therapie bin ich durch, hab festgestellt, dass das nix für mich ist und Medikamente sind halt die bequemste Lösung. Wenn man da einfacher ran käme und die Antriebslosigkeit noch schlimmer wird, würde ich Ritalin wirklich mal ausprobieren.

  13. #13
    Versuch es eher mal mit Traubenzucker ^-^

    Ich hab morgen auch meine Abschlussprüfung als Kauffrau für Bürokommunikation und ich habe mir den Tag heute komplett freigenommen zum alles nochmal durchpauken, obwohl ich denk dass es wohl nicht viel bringen wird... Hatte auch Wochen davor nie richtig Lust zum lernen... aber ich versuch es mal heute und morgen bei der Prüfung mit Traubenzucker. Damit habe ich eigentlich recht gute "Ergebnisse" erzielt.

    Lass bitte die Finger von Medikamenten, auf Dauer bringen die eh nichts... Und wenn jetzt schon 2 oder 3 User sagen dass es nicht gut ist, wird es auch so stimmen.

    Viel Glück!

    - Das Inno -

  14. #14
    Zitat Zitat von Faelis Beitrag anzeigen
    Ich brauche auch mal etwas Rat,
    Meine Antriebesschwäche wird immer stärker, ich kann einfach nicht anfangen zu arbeiten. Ich sitze vor dem Zeug was ich z.B. für eine Arbeit lernen soll, lese die ersten paar Sätze und kann mich nicht mehr darauf konzentrieren(bekomme Kopfschmerzen oder werde total müde) ich steh auf renn aus meinem Zimmer raus und mach irgendwelche banalen Sachen(welche mir meist nicht mal spaß machen) was Stunden dauern kann, wenn ich es dann schaffe mich doch noch mal davor zu setzen, sitz ich meist nur davor und mache garnichts bis es spät Abends ist, erst dann fällt es mir etwas leichter zu arbeiten/lernen.
    Je wichtiger eine Aufgabe ist um so schwerer fällt es mir damit anzufangen, als würde ein Teil von mir es gerade darauf Anlegen zu Versagen. Meine schulischen Leistungen werden immer schlechter, dabei sind die Noten aus der 12. und 13. Klasse so wichtig fürs Abitur <_<
    Ich muss zu meiner Schande zugeben, dass ich dein Problem sehr gut kenne. Ich bin zwölf Jahre lang lang irgendwie ohne besonders viel systematisches Arbeiten durch die Schule bis zu einer relativ guten Abitur gekommen und jetzt beißt mir dieser Mangel seit bald sechs Jahren in den Hintern. Der Haussegen hängt schief, weil ich schwerlich über etwas reden kann, was ich nicht habe - wie Motivation - und alle Lösungen, die mir mein Vater in bester Absicht anbietet eben davon ausgehen, dass genau diese vorhanden ist.

    Ich schleppe mich mehr schlecht als Recht durch verschiedene Ausbildungswege. Zwei Jahre habe ich auf Japanologie verbraten, drei auf mein aktuelles Studium, dass mich wirklich interessiert und in dem ich zumindest grob eine Zukunft sehe aber es könnte noch ein sechstes werden da ich mich unter Umständen zu spät aufgerafft habe.

    Ich habe jetzt vielleicht endlich begriffen, in welcher Weise ich arbeiten kann ohne darauf warten zu müssen, dass die magische Motivation vom Himmel fällt und alles gut macht. Bisher ist es mir nicht gelungen, vor Sechs zu arbeiten zu beginnen und die drei Stunden, die ich dann vernünftigerweise noch habe sind einfach zu wenig. Was ich gemacht habe, war mich auf Teufel-komm-raus in irgend eine Bibliothek zu setzen, und den Tag an einer Sache durchzuarbeiten, dabei die Arbeit aber in verschiedene Phasen aufzuteilen. In meinem vorliegenden Fall war es so, dass ich eine Facharbeit zuerst mit einem Stapel Bücher und einer Füllfeder seitenweise vorbereitet habe und die einzelnen Seiten dann immer Stück für Stück in den Computer eingab. Vor einiger Zeit ist mir in ähnlicher Weise gelungen, einen ganzen Stapel Zeichenarbeiten am PC abzustottern, indem ich sie alle gleichzeitig öffnete und abwechselnd bearbeitet habe. Der Wechsel dämpft die Ennui so weit ab, dass ich in der Arbeit aufgehen kann.
    Wenn ich es durchziehen kann, waren die fünf oder sechs Jahre und den schiefen Haussegen es wert. Es geht schließlich darum, wie ich in den nächsten fünfzig Jahre meines Lebens lernen und arbeiten werde.

  15. #15
    Zitat Zitat von Faelis
    Antriebesschwäche
    Scheint wohl ein häufiges Problem zu sein. Ich entscheide mich häufig für das unmittelbar verfügbare Glücksgefühl anstelle des mittelbaren und verzögerten. Würde ich lernen, dann könnte ich meine Fortschritte beobachten und später die mir gestellten Aufgaben lösen, was ein sehr gutes Gefühl ist (Erkennen der eigene Fähigkeiten, aber auch soziale Anerkennung). Da das Lernen aber zunächst mit Arbeit und Entbehrung verbunden ist, wähle ich oft das unmittelbare Glück, z.B. durch Fernsehen und Internet.

  16. #16
    Zitat Zitat von Ianus Beitrag anzeigen
    Ich habe jetzt vielleicht endlich begriffen, in welcher Weise ich arbeiten kann ohne darauf warten zu müssen, dass die magische Motivation vom Himmel fällt und alles gut macht. Bisher ist es mir nicht gelungen, vor Sechs zu arbeiten zu beginnen und die drei Stunden, die ich dann vernünftigerweise noch habe sind einfach zu wenig. Was ich gemacht habe, war mich auf Teufel-komm-raus in irgend eine Bibliothek zu setzen, und den Tag an einer Sache durchzuarbeiten, dabei die Arbeit aber in verschiedene Phasen aufzuteilen. In meinem vorliegenden Fall war es so, dass ich eine Facharbeit zuerst mit einem Stapel Bücher und einer Füllfeder seitenweise vorbereitet habe und die einzelnen Seiten dann immer Stück für Stück in den Computer eingab. Vor einiger Zeit ist mir in ähnlicher Weise gelungen, einen ganzen Stapel Zeichenarbeiten am PC abzustottern, indem ich sie alle gleichzeitig öffnete und abwechselnd bearbeitet habe. Der Wechsel dämpft die Ennui so weit ab, dass ich in der Arbeit aufgehen kann.
    Wenn ich es durchziehen kann, waren die fünf oder sechs Jahre und den schiefen Haussegen es wert. Es geht schließlich darum, wie ich in den nächsten fünfzig Jahre meines Lebens lernen und arbeiten werde.
    Ich kann auch erst abends richtig arbeiten, bis ende 11. Klasse hat es mir auch nichts ausgemacht mal eine Nacht durch zu arbeiten, aber das funktioniert jetzt nicht mehr. Ich hab auch versucht mich einfach mal an eine Aufgabe ran zu setzen, hab es aber nie lange durchgehalten, könnte zum Teil auch daran liegen das ich meine Arbeit nie in Phasen/kleinere Aufgabenbereiche einteile, zwischen verschiedenen Aufgaben mehrfach zu wechseln hab ich bisher auch selten gemacht (ich versteif mich meist auf eine Aufgabe) aber ich kann es ja mal versuchen.
    Meine Arbeitsgewohnheiten ändern könnte sicherlich die Situation verbessern, aber seine Gewohnheiten zu ändern ist nicht immer leicht, besonders wenn man es meist nicht mal schaft überhaupt mit dem Arbeiten anzufangen <_<

    @gas
    das unmittelbare Glück macht aber auf dauer sehr unglücklich und das will ich halt ändern

  17. #17
    Zitat Zitat von Faelis Beitrag anzeigen
    Meine Arbeitsgewohnheiten ändern könnte sicherlich die Situation verbessern, aber seine Gewohnheiten zu ändern ist nicht immer leicht, besonders wenn man es meist nicht mal schaft überhaupt mit dem Arbeiten anzufangen <_<
    Ich persönlich finde es leichter, meine Gewohnheiten zu ändern als auf Dinge zu warten, die nur konzeptuell existieren, wie "Motivation". Das verdammte Wort ist sowieso so was wie das Abrakadabra unserer Zeit.
    Der Feind ist die Ennui und die kann man mit Abwechslung bekämpfen. Es ist für mich leichter, die "richtige" Abwechslung anstelle der "falschen" zu setzen und für's erste zu lernen wie ich meinen Hobbies nachgehe.

  18. #18
    Zitat Zitat von Faelis Beitrag anzeigen
    Ich kann auch erst abends richtig arbeiten, bis ende 11. Klasse hat es mir auch nichts ausgemacht mal eine Nacht durch zu arbeiten, aber das funktioniert jetzt nicht mehr. Ich hab auch versucht mich einfach mal an eine Aufgabe ran zu setzen, hab es aber nie lange durchgehalten, könnte zum Teil auch daran liegen das ich meine Arbeit nie in Phasen/kleinere Aufgabenbereiche einteile, zwischen verschiedenen Aufgaben mehrfach zu wechseln hab ich bisher auch selten gemacht (ich versteif mich meist auf eine Aufgabe) aber ich kann es ja mal versuchen.
    Meine Arbeitsgewohnheiten ändern könnte sicherlich die Situation verbessern, aber seine Gewohnheiten zu ändern ist nicht immer leicht, besonders wenn man es meist nicht mal schaft überhaupt mit dem Arbeiten anzufangen <_<

    @gas
    das unmittelbare Glück macht aber auf dauer sehr unglücklich und das will ich halt ändern
    Ich versteh nur trotzdem nicht ganz, wie dir dann Medikamente genau helfen sollen. Ich will jetzt umhimmelswillen keine deiner Aussagen in Frage stellen oder dein Problem schwachreden, aber dir muss klar sein, das du dir mit Medikamenten genau dieses unmittelbare Gefühl verschaffst, allerdings nicht einmal Glück und mittelbar wird sich das eher ins Negative, als in Erfolg kehren. Du kannst kein verschreibungspflichtiges Medikament, dass du medizinisch überhaupt nicht benötigen würdest über Monate hinweg nehmen und erwarten, dass das all deine Probleme löst und vollkommen ohne Nebenwirkungen bleibt, zumal deine Antriebslosigkeit tatsächlich keine Ursache, sondern ein psychologisches Symptom zu sein scheint.
    Vielleicht solltest du dich auch mal fragen, was genau dein Problem eigentlich ist und warum genau der Antrieb fehlt. Bist du überarbeitet? Siehst du keinen Sinn in dem, was du tust? Lenkt dich vielleicht etwas anderes ab?
    Viele Leute, die sich antriebslos fühlen empfinden auch einfach kein Glück mehr und sehen die Welt als großen grau-blauen Ball, der sich nur um die eigene Achse dreht - was nichtmal depressiv oder sowas ist, sondern einfach vom Alltagstrott bestimmt.
    Einfach faul scheinst du auf alle Fälle nicht zu sein, also wird das schon etwas tiefgehendere Ursachen haben. Die ersten zwei Leute, die mir jetzt in den Sinn kommen es ähnlich schwer gehabt zu haben, waren entweder suizidal oder gesellschaftsunfähig - das klingt jetzt schrecklich gemein, aber ich vermute schon, dass da bei dir mehr dahintersteckt, wobei ich natürlich der Laie schlechthin bin. Aber vielleicht hilft es dir ja sogar, da ein bisschen in dich hineinzuhören. Letztendlich gilt Antriebslosigkeit im Allgemeinen als nichtausschließliches Anzeichen für eine Depression oder Tiefergehendes.

    Was dein Arbeitspensum angeht, so denke ich, solltest du vielleicht auch mal versuchen, dich von allen anderen Umständen frei zu machen, bedeutet: hinderliche elektronische Geräte einfach abstecken, menschliche Störfaktoren beiseite schaffen und dich wenn möglich irgendwie einzuschließen.
    Vermutlich legst du dich in dem Moment trotzdem aufs Bett und starrst die Wand an oder so; - hier braucht es Zwang. Wenn du es geschafft hast, dich zum Arbeiten zu bewegen, kann es tatsächlich helfen, zwischen mehreren Sachen hin- und herzuwechseln.
    Ich kann mir allerdings auch gut vorstellen, dass genau das bei dir auch nicht gerade anschlagen wird, wenn du der Ursache selbst nicht auf den Grund kommst.
    Alternative Möglichkeit: Stell dir irgendwas vor, was dich irgendwie glücklich macht, am besten irgendwas, das mit deiner Arbeit zusammenhängt - du hast sicherlich Pläne für die Zukunft, für die du so hart arbeitest, also träum dich da doch ein bisschen rein. Wichtig ist, dass du in dem, was du tust eine Art Erfüllung siehst, zumindest aber einen festen Sinn darin erkennst. Rational ist das immer vorhanden, allein, weil du es als Problem siehst, nicht arbeiten zu können, in dir drin sträubt sich allerdings immer etwas, das dich blockiert; abschalten wirst du das fürs Erste nicht können, aber wenn deine Konzentration mehr vom Eustress gelenkt wird, dürfte es dich zumindest oberflächlich erstmal weiter bringen.

  19. #19
    Solche Antriebslosigkeit kann auch durch falsche Ernährung und Mineralstoff/Vitaminmangel, fehlende Spurenelemente hervorgerufen werden. Zu deinen Vitaminpräperaten, falls sie aus syntethischen Stoffen bestehen:

    Zitat Zitat
    Wie wirken synthetische Vitamine?

    Synthetische Vitamine wirken unter ganz bestimmten Bedingungen ebenso gut wie natürliche Vitamine. Doch diese Bedingungen sind oft nicht erfüllt. Bei der Herstellung synthetischer Vitamine orientiert man sich zwar an der menschlichen und der den Menschen umgebenden Natur, jedoch wird lediglich eine dem jeweiligen Vitamin vergleichbare Struktur erzeugt. Den synthetischen Vitaminen fehlen also die natürlichen Begleitstoffe, die unserem Organismus bei der optimalen Verwertung und kontrollierten Aufnahme, das heißt wohldosierten, behilflich sind. Es kann rasch zu einer Überversorgung kommen, wodurch das Immunsystem gestört werden kann.

    Wissenschaftliche Studien belegen, dass synthetisches Beta-Carotin sogar Gesundheitsschäden verursachen kann, nämlich schon bei einer täglichen Aufnahme von 20 mg – hauptsächlich bei starken Rauchern und Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Oder dass bei der Einnahme von synthetischem Vitamin E die Aktivitäten des natürlichen Vitamins E (das wir mit der Nahrung aufnehmen) auf der Zellular-Ebene blockiert werden.
    < www.meine-gesundheit.de

    Und ansonsten kann ich Ianus nur zustimmen.

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