Eigentlich war ich von vielen Erkenntnissen der alten Philosophen ein wenig enttäuscht. Zum Beispiel die Logik von Aristoteles. Da konnte ich nur sagen: "Das wusste ich auch schon, das ist ja logisch" .
Auch wenn es heisst die Mässigung sei besser als das Extrem, so klingt das für mich absolut nicht neu. Was erst neu erschien war die Dialektik, doch habe ich schnell gemerkt, dass ich oft sehr dialektisch vorgehe in einer Diskussion ohne den Begriff Dialektik überhaupt gekannt zu haben.

Was ich damit sagen will? Ich will nicht die Genialität dieser Philosophen in Frage stellen, da sie mir nichts neues erzählen konnten, denn das wäre ja ziemlich lächerlich. Wie wollen sie mir etwas neues erzählen, wenn sie schon seit tausenden von Jahren nicht mehr leben? Durch sie kann ich höchstens an altes Wissen gelangen. Dass ich das meiste in meinem Leben schon gelernt habe zeigt, wie wichtig diese Philosophen heute noch sind. Ihre Erkenntnisse wurden in Europa spätestens in der Renaissance wieder aufgenommen und die Gesellschaft ist noch heute so stark davon geprägt, dass sie alles als logisch ansehen was diese Leute geleistet haben.
Ein wenig bewundere ich die Leute schon, die als erste gedacht haben, was für uns selbstverständlich ist.

Antworten auf die "typischen" philosophischen Fragen gebe ich jetzt mal noch nicht, da warte ich darauf, dass überhaupt jemand mal solche Fragen stellt.