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Original geschrieben von Rex Raptor
Lass die Emotionen nicht in ein bodenloses Loch fallen, ob du es glaubst oder nicht, sie ziehen dich mit. wenn ein Mensch den Weg des Ignorierens wählt, dann nimmt er die Gefühle nicht wie ein Stück Papier und schmeißt sie weg. Nein, die Gefühle durchströmen ihn, auch wenn er es nicht merkt, und das zieht einen mit ins Bodenlose.
Hier muss ich vollkommen zustimmen.
Auch ich, wie schon von Zachriel erläutert, stelle meine Gefühle ab.
Jeder einzelne Tag dieses verdammten Jahres war die Höhle.
Es war schon fast krampfhaft, wenn du allein auf Nacht im Bett liegst und mit den Tränen kämpfst, oder wenn du bei Tag mit leeren Blick nach etwas suchst, woran du dich klammern, woran du dein leben hängen kannst.
Du wirst es nie finden, denn es liegt nur in dir.
Auch wenn das Thema dieses Topics Liebe sein sollte, ist vielleicht der wichtigste Ausgangspunkt davon die persönliche Einstellung.

Was mich persönlich schon immer interessierte:
Wie liebt man?

Umso tiefer man liebt, umso mehr wird man verletzt, umso mehr verschlungen, umso mehr enttäuscht.
Um über diese Enttäuschungen hinweg zu kommen, stürtzt man sich nur noch tiefer in die Liebe. Ein Teufelskreislauf, den (fast) kein Beziehungspartner standhalten kann, die Beziehung geht zu Bruch, man selbst stirbt daran, innerlich.

Manche versuchen dann, ihre Gefühle einfach zu ignorieren, doch das ist idiotisch, sogar sehr gefährlich. Wenn man sich selbst auch noch belügt, wenn man vorgibt jemand anders zu sein, dann verliert man somit den einzige Halt, denn man besitzt. Sich selbst.

Auch wenn man noch so oft zerstört, geknickt, gebrochen wird, solange man dabei ehrlich zu sich selbst ist, solange man man selbst ist, und das ist meine Überzeugung, solange wird man immer wieder aufstehen können, bis man einmal stark genug ist, nicht wieder gebrochen zu werden.
Es ist ein unendlich schwerer Weg, ich will da nichts vormachen, man stürzt sich absichtlich in einen Abgrund, und wenn man ihn erklommen hat, springt man in den nächsten, noch tieferen, die einzige Hoffnung die man hat, ist, dass irgendwann entweder kein Abgrund mehr vor einem ist, oder dass einem Flügel wachsen.

Ich gehöre zu den Glücklichen, die anscheinend beides besitzen.
Den Mut immer wieder zu springen, und das Vertrauen, dass meine Flügel den Aufbrall erträglich machen. (und hiermit möchte ich besonders 2 Personen danken, ihr seit meine Flügel, ich liebe euch!)