Topic @ Latency

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Aber je tiefer man getaucht ist, umso mehr schockiert war ich. Besonders die Gesellschaft von heute macht mir teilweise wirklich ein bisschen Sorgen. Alles wirkt für sie viel zu selbstverständlich- aber das ist es nicht. Klar, wenn du mal von deiner durch Eltern oder Freunden bestimmte Lebensbahn abweichst, kriegst du mit Sicherheit viel neues zu sehen und zu erleben. Aber nicht alles von dem muss dir auch wirklich gefallen.
Nun, bei mir sit es so, dass ich schon von klein auf sehr stolz war, bzw. mir von nichts und niemanden helfen lassen wollte, um etwas "Besonderes" zu sein....
Es ist zwar sehr hart, aber trotzdem kam/kommt mir mein Leben dadurch irgendwie lebenswerter vor, als wenn schon alle Schienen und Schranken fix gelegt vor mir liegen.
Ich bin dankbar dafür, dass man dem "Alltag" entkommen kann, wenn man nur will.
Sicherlich, manchmal ist es erschreckend, nur zu oft muss man Halt in sich selbst finden, trotzdem bin ich sehr froh darüber, dass nicht alles nur "glatt" runterläuft.

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Jaja, die Pupertät ist keine großartige Zeit für uns Männer. Zwar wissen wir dann schon wie wir Kinder machen können, aber niemand klärt uns über die neu hinzugekommenen Emotionen und Triebe auf. Der Austausch mit Freunden ist uns unmöglich, weil wir kein Vokabular zur Beschreibung unserer Gefühle entwickelt haben, also beißen wir uns gezwungenermaßen irgendwie alleine durch. Was dabei herauskommt kann man(n) ja sehen.
Nun, sicherlich stimmt dies manchmal.
Wie oft besitzt "Mann" einen so guten und reifen Freund, als dass er ihm seine Unsicherheit schildern könnte? Wo doch "Männer" sich gegenseitig oft als Konkurrenten ansehen, wo "Männer" doch stark sein müssen, unabhängig...
Bei mir persönlich ist es so, dass ich sehr viele gute Freundinnen besitze, mit denen ich über "Unsicherheiten" sprechen kann, und ich selbst versuche auch, meinen Freunden ein solch "guter" Freund zu sein, ihnen zu sagen, dass ich selbst auch unsicher bin/war, deswegen kann ich jetzt schon stolz behaupten, dass es auch männliche Freunde gibt, die mir helfen können, bzw. mit denen ich über alles reden kann, und das ist wirklich sehr gut.

Grundsetzlich entwickeln sich in der Pubertät gewisse Zukunftsängste, weil einem die eigene Unwichtigkeit im Bezug auf das Ganze übermannt.
Als Kind lebe man in seiner eingegrenzten Welt, behütet von den "allmächtigen" Eltern, strikt festgelegt was unsere Augen sehen dürfen und was nicht.
Der erste Schritt in die Pubertät ist dass, die Eltern nicht als "allwissend" anzusehen, sie verlieren ihre "Absolutheit"..
Hinzu kommen das erste Mal unsere ersten "bewussten" Gefühle, wir versuchen zu definieren, WARUM wir uns so fühlen. Dann legt sich vor uns eine solch unendlich und unbeschreiblich große Welt da, voller Geheimnisse, die es zu entdecken gibt.
Erwachsen werden bedeutet, sich diesen Geheimnissen immer wieder zu stellen. Alt zu werden bedeutet, mit diesen Geheimnissen zu leben, ohne zu versuchen, diesen auf den Grund zu kommen.