So, ich fürchte nun doch, das ich mehr als nur "ein wenig" hinzufügen muss.
Erstmal:Was klingt wie anfänglicher Größenwahn sollte einfach als "gewisse" Einleitung in mein Metier bieten.Zitat
Anscheinend habe ich viel zu schwierig definiert, sodass keiner versteht, worauf es mir ankommt.
Dir kommt es vor, als ob ich mich immer wieder wiederholen würde. Stimmt zum Teil. Zum anderen Teil präzisiere ich, sodass "JEDER" versteht, was ich meine.
Ist mir anscheinend doch nicht so gelungen.. also..
Du sagst, ich gehe nicht auf deine Argumente ein, also gut:
Grundsetzlich gibt es nichts Perfektes, keine Gesetze, keine Einstellung, nichts!Zitat
Worum es mir bei den "Menschenrechten" geht, ist, dass diese von den Leuten nicht als "absolut" angesehen werden dürfen, obwohl die Menschenrechte das "Absolute" für sich gewissermaßen beanspruchen, weil sie für alle Menschen gelten. Und das ist meiner Meinung nach falsch. Denn auch die Menschenrechte sind von der (sich momentan am aufgeklärtesten und absolutesten Gesellschaft befindenden) definiert worden, doch deswegen sind sie nicht "absolut". Ok, ich präzisiere:
Jeder Mensch besitzt Menschenrechte, jeder Mensch hat seine eigene Vorstellung von "gut" und "schlecht", jeder Mensch besitzt seine "individuelle" Moralvorstellung.
Wenn jetzt eine "moderne" Gesellschaft diese Menschenrechte definiert, muss ich hier in 2 Punkten wiedersprechen:
1. Jedem Menschen wird die "Moralvorstellung" der Gesellschaft aufgezwungen, bzw. wird jeder Mensch dazu manipuliert, diese "Menschenrechte" als "absolut" anzusehen, und dabei geht das wichtigste verloren (wie schon erwähnt): Die Individualität, oder auch die freie Meinungsbildung.
Die Menschenrechte sind sozusagen ein Lexikon, in welchem nur Wörter vorkommen, welche dazu hier sind, diese "Menschenrechte" zu unterstützen, nicht diese zu kritisieren. Ich präzisiere weiter:
Jeder kennt die "Menschenrechte" und befindet diese für gut, ganz einfach, weil die "Menschenrechte" das moralische "Gesetz" vermitteln, welches unser Denken soweit beeinflußt, einfach alle "höheren, menschlichen Werte" wie Freiheit, Besitztum, Unabhängigkeit und "unabhängige Meinungsbildung" usw. als "wahr" und "absolut" wahrzunehmen.
Auch dir geht es so, du fragst, was soll der Menschen mehr wollen, als wenn ihm diese "Werte" auf dem Silbertablett präsentiert werden?
und hiermit kommen wir zu PunktZitat
2. Stell dir vor, irgendwann würde es gelingen, dass die "gesamte" Erde die "selben" Menschenrechte (und zwar in der Form, in der du sie heutzutage schon als "absolut" ansiehst) besitzt. Dies würde bedeuten, dass es theoretisch keine allzu großen Unterschiede zwischen den Menschen mehr geben könnte, werde zwischen "arm" oder "reich", noch zwischen religiösem Glauben, gesellschaftlichen Schichten oder überhaupt zwischen den Menschen. Alle besäßen die selben Voraussetzungen zu leben. (nochmals abgesehen davon, dass es allein aufgrund der Vergangenheit ein nicht erreichbares Ziel darstellt)..
Und jetzt die Frage für philosophische Querdenker: Was dann?
Theoretisch müssten so alle Menschen ein und daselbe Leben leben, denn jeder müsste glücklich, jeder zufrieden sein, denn jeder Mensch ist gleich. Vielleicht siehst du, worauf ich hinaus will. Die Menschen wären nicht damit zufrieden, was sie hätten. Sie würden wollen, "reicher" zu sein als der andere, "glücklicher" zu sein, "besser" zu sein. Doch wie soll das je möglich sein, wenn jeder Mensch das "selbe" Recht besitzt, Mensch zu sein? (und ihm sozusagen dadurch das Recht genommen wird, andere einzuschrenken, um selbst besser dazustehen?Und nichts anderes will ich damit ausdrücken. Die Individualität, "Entfaltung der Persönlichkeit", kann nicht stattfinden, wenn man NICHTS besitzt, um einen Vergleich, eine Relation herzustellen. Denn der "Vergleich" wird dadurch genommen, dass jeder Mensch die selbe "Vorstellung" von Recht und Unrecht zwangsläufig besitzen muss, wenn die Menschenrechte "absolut" wären.Zitat
Ja schützt und ehrt ein nicht ehrenwärtes Leben, hart ausgedrückt, toll.Zitat
Im Prinzip würde es unser Leben also nur noch viel sinnloser und alltäglich machen, ein ewig währender Trott von der Geburt in den Tod, ohne wenigstens das Gefühl gehabt zu haben, gelebt zu haben.
Und das Gefühl, gelebt zu haben, erreicht man nur dadurch, seine Persönlichkeit zu entfalten, ein einzigartiges Individuum zu sein, nicht ein perfekt funktionierende Staatsapparatur, ein kleines Treibrad in dem gewaltigen Uhrwerk der Menschheit, unbedeutend weil alle Räder gleich und ersetzbar sind.
Es ist sehr spekulativ, ich weiß, es klingt so, als ob ich sagen wollte: Werft alle Gesetze und Regeln von Bord, man lebt ja nur einmal, und dann sollte man es tun, wie man will
Wozu ich eigentlich aufrufen will:
Definiert für euch selbst, welche "Menschenrechte" ihr Menschen zugestehen wollt, definiert eure Toleranz, versucht andere Sichten aufzugreifen, übernehmt nicht blind die Vorstellung von "absoluten Menschenrechten", entwickelt eure eigene Moralvorstellung dazu.
Der größte Fehler der "verfassungsrechtlichen, niedergeschriebenen" Menschenrechte ist das, dass sie sich selbst als "absolut" ansehen. Sie sehen sich als "die" Moralvorstellung, welche jeder Menschen besitzen sollte, und ich glaube, wenn jeder Mensch diese Moralvorstellung besitzen würde, würde den Menschen die "Individualität", die "Entfaltung der Persönlichkeit" nicht vollziehen können.
Menschenrechte sind insofern unabdingbar, dass sich JEDER Mensch damit befassen sollte, um sich eine "menschliche" Meinung (Moral) dazu bilden zu können. Und sollte diese Meinung eben genauso ausfallen, wie sie die heutigen "Menschenrechte" beschreiben, dann ist die mit der Toleranz zu unterstützen, die der Mensch entwickelt, wenn er eben "abseits" der vormanipulierten Moral dieser Menschenrechte steht.
Ich präzisiere wiederrum: Es ist meine persönliche Überzeugung, dass jeder Mensch das Recht besitzen sollte, seine "freie" Meinung zu äußern, sozusagen definiere ich für mich selbst dieses "Menschenrecht" Es ist aufgrund meiner persönlichen Überzeugung entstanden, denn, wenn die "niedergeschriebenen Menschenrechte" mir sagen, DAS es so ist, kommt es bei mir überhaupt NIE zu dieser Überzeugung, weil ich sie schon als "wahr" ansehe, aber nicht erlebe.
Also nochmals: Menschenrechte "sollten" sich in jedem Kopf selbst abspielen, wenn sie sich mit den Vorstellungen der "niedergeschriebenen Menschenrechte" decken, ist das schön, aber es darf auf Grund dieser "Menschenrechte" nicht obligatorisch sein, weil sonst der freie Wille erst wieder vormanipuliert wäre.
Ich weiß nicht, inwiefern dies nachvollziehbar ist. Es ist ein sehr komplexer Gedankengang, deswegen ist er auch so schwer in Worte zu fassen.
Einmal versuche ich es noch (vielleicht bin ich auch einfach zu überanstrengt und kriege keine ordentliche Definition hin.. naja):
Wenn von den Menschenrechten der "freie" Wille >(oder auch die persön. Moral) sozusagen definiert wird, dann ist es kein "freier" Wille (Moral) mehr, denn ein freier Wille (Moral) kann nur aus der individuellen Überzeugung stammen.
Wenn sich aber, die persönliche Überzeugung (jetzt ein wichtiger Punkt, wahrscheinlich der Auslöser der Menschenrechtemit den Menschenrechten deckt, dann beweißt es, dass sie gut sind. Ein Denkmarathon..
Jedoch darf man es als absolut nicht "obligatorisch" ansehen, dass die persönliche Überzeugung immer den Menschenrechten entsprechen muss. Was mir also in den (niedergeschriebenen) Menschenrechten fehlt, ist die Toleranz zu ihnen selbst.
Wenn sie tolerieren würden, dass sie nur die persönliche Überzeugung der Menschen darstellen, würde es, denke ich, viel mehr Menschen geben, die sich dieser Vorstellung aus "eigener" Überzeugung anschließen, und erst damit würden sie zu den (fast) "absoluten" Menschenrechten zählen.
(tut mir leid, bin wieder nicht auf deine Argumente so richtig eingegangen Artax, aber irgendwie verfallen sie für mich zunehmenst, ich denke mir, dass es nur (deine *g*) Denkarbeit kostet, die Antworten auf deine Argumente zu finden, und das diese nicht mehr unbedingt meiner Antwoten bedürfen.)
Vielleicht hilft ja das-->
Und noch ein Satz, den lasse ich jetzt zum Abschluss einfach so stehen, bevor ich noch das Post-Limit erreiche:
Wenn du fühlst, dass es sich lohnt, menschlich zu sein, weil du davon überzeugt bist, dann bist du schon ein Mensch, egal ob es "ihren" Menschenrechten entspricht oder nicht.

Kontrollzentrum




mit den Menschenrechten deckt, dann beweißt es, dass sie gut sind. Ein Denkmarathon..
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