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  1. #11
    Zitat Zitat
    Ansonsten: die Werbung macht uns heiß auf Dinge, die wir uns eigentlich nicht leisten können, auch solche teuren Autos. Um bei Fight Club zu bleiben sind wir wohl wirklich Kosumenten, Kinder des Konsums, und genauso konsumieren wir Träume, die uns vorgesetzt werden, und die verderben in uns und uns, weil wir sie nie erreichen können: wir geben uns mit weniger zufrieden, sind aber in Wahrheit eben nicht zufrieden und wollen mehr ...
    Ohne Paranoid sein zu wollen (naja, vielleicht bin ich's auch ohne es zu wollen): Wir müssen einfach nur die Augen aufmachen und versuchen objektiv zu sein. Natürlich sind wir keine Kinder des Konsums, wir sind längst seine Sklaven. Klar, wenn man es so ausdrückt, klingt es theatralisch, aber es ist eine Tatsache. Es gibt viele subtile, aber auch sehr offensichtliche Anzeichen dafür (auf die ich nicht weiter eingehen werde, denn das würde ja ewig dauern ^^). Stattdessen möchte ich zwei Männer zitieren, die davon leben bzw. lebten die Massen zu beeinflussen und in ihre Köpfe zu blicken. Ersters stammt von Ernest Dichter, einem österreichischen Werbepsychologen, der in Amerika sein Unwesen treibt:

    "Der Konsument darf nicht merken, dass er kauft, was wir ihm einreden. Wir müssen an seine innersten Ängste und Wünsche anknüpfen. Er muss das Gefühl haben, nicht Rasierwasser, sondern Freiheit zu kaufen, nicht Parfum, sondern sexuelle Attraktivität, nicht Margarine, sondern eine glückliche Familie. Er muss das Gefühl haben, frei zu entscheiden, dann war unsere Werbung perfekt."

    Der zweite ist Adolf Hitler (für die Moderatoren: Nein, ich verbreite hier keine nazionalsozialistischen Schriften, ich möchte lediglich eine Verbindung zwischen der Beeinflussung der Menschen durch die Industrie und der Beeinflussung der Menschen durch politische Systeme aufzeigen): "Das gerinste abtrakte Wissen, das die Masse besitzt, weist ihre Empfindung mehr in die Welt des Gefühls....Wer die breite Masse gewinnen will, muss den Schlüssel kennen, der das Tor zu ihrem Herzen öffnet."

    Fazit: Nur, weil wir in einer Demokratie leben, brauchen wir nicht zu glauben, dass es niemanden gibt, der unseren Willen nachhaltig beeinflussen will und kann.
    Aus diesem Grund mache ich auch derartige Dinge: Ich kaufe in einem Geschäft zwei verschiedene Sorten Eistee (einen teureren, bekannteren -und einen billigeren unbekannten). Ich verlasse mich also nicht auf die Marke oder Werbung. Ich koste beide. Der bessere wird ab diesem Zeitpunkt immer gekauft. Und ja, ich gebe zu, der bekanntere war, als ich das probierte, der bessere. Aber jetzt weiß ich wenigstens, warum ich ihn kaufe ^^

    Was die teuren Dinge angeht, die beworben werden, und die wir uns im Normalfall nicht leisten können: Die werden beworben, weil es leider immer genug Leute geben wir, die genug bzw. zuviel Geld haben (ansonsten könnten sich die Firmen ja die Werbung nicht leisten). Als Beispiel wäre China zu nennen: Der Großteil der Einwohner lebt in einem Zustand, den wir als Armut bezeichnen würden. Trotzdem wird China immer wichtigerer für die westliche Wirtschaft (vor allem für den Tourismus). Warum? Bei einem Land mit einer Milliarde Einwohner wird es immer genug Menschen geben, die viel Geld zu verschwenden haben, egal, ob der Großteil nun hungert oder nicht (anders ist es natürlich in generell armen und stark verschuldeten Ländern).

    Besides: Was heute teuer ist, kann, wenn es sich etabliert hat, später billig werden. Was wir uns heute nicht leisten können, wird uns in einigen Jahren vielleicht selbstverständlich vorkommen.
    Im Allgemeinen sollte man sich von Werbung, die einen im Grunde nichts angeht (weil nicht für meine/eure Einkommensschicht gedacht), nicht ansprechen lassen.
    Neid ist ja auch keine Tugend ^^

    Im Prinzip macht es keinen Unterschied, ob unsere Verhaltensweisen von Adolf Hitler oder Pierre Cardin gesteuert werden. Schminken hat nichts mit Juden-Vergasen zu tun, aber wer dem Gruppenzwang bei der Kleidung nicht widerstehen gelernt hat, wird das auch nicht schaffen, wenn es um politische Bereiche geht.
    (Erich Ledersberger: "Mode macht frei")
    Geändert von Vio (19.09.2003 um 01:31 Uhr)

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