Ich denke, beide Möglichkeiten kommen hier in betracht, die Frage ist, ob man das jetzt persönlich nachvollziehen kann, oder nicht.

Ich nehme mal den Tod meiner Oma. Dies habe ich bewusst verdrängt, weil die Gefühle z.B meiner Eltern für mich nicht nachvollziehbar waren, so habe ich einfach die obligatorische trauer verdrängt.

Für Sensibilisierung nehme ich als Beispiel George Orwell's 1984 und die darin beschriebene Freiheitseinschrenkung. Weil Freiheitsentzug etwas ist, was ich persönlich hasse und verabscheue, was ich am eigenen Leib schon zu spüren bekommen habe, reagiere ich sehr sensibilisiert darauf, und nicht zuletzt überreagiere ich bei dem kleinsten anzeichen von Freiheitsentzug.

Sind vielleicht nicht die besten Beispiele, doch im Prinzip verfahren wir Menschen immer nach diesem Prinzip. Nehmen wir die Abholzung des Regenwaldes. Interessiert kein Schwein, weil wir persönlich keine Erfahrung damit haben. Wir sagen zwar, es ei schlecht, aber betreffen tut es uns wenig. Nehmen wir dann noch ein abgehungertes Kriegskind im Irak. Hunger und Leid ist für uns (teilweiße jedenfalls) etwas Bekanntes, deswegen treffen uns solche Bilder und wir reagieren über, obwohl täglich tausende Kinder am Hungertod sterben.

Fazit: Wir verdrängen alles Schlechte, was wir nicht nachvollziehen können, reagieren jedoch über dabei, wenn es uns selbst in irgendeiner Form betrifft.