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Thema: Anime Spring Season 2026

Baum-Darstellung

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  1. #19
    So, die Season läuft fast nen Monat. Zeit, ein wenig die Sachen Revue passieren zu lassen, die nicht sofort gedropped wurden *g*


    DROPS

    Snowball Earth [3]:
    Ich wollte der 3. Episode noch ne Chance geben, dass die Show ihre Welt besser erklären kann, weil die schon recht interessant war. Gabs nicht. Die Episode beginnt mit nem Kampf, und endet mit dem gleichen Kampf. Sind wir hier bei Dragon Ball Z? Naja, zwischendurch gabs noch eine sehr detailierte Geschichte, wie der Loverboy von MC-kun doch noch überlebt hat, so dass die Mann x Robo Romanze weitergehen kann. Und das wird wirklich akribisch in allen Details vermittelt. Sehr langweilige Episode, mir total egal, wies weitergeht.

    Always a Catch [2-3]:
    Die Show hat das Problem, was ähnliche Shows oft haben: Es gibt keine Spannungskurve. Mimi ist praktisch bei allen sofort beliebt, der Prinz kriecht ihr zu füßen und will sie sofort heiraten und auch wenn ich es mag, dass sie Banditen selber erledigen kann - es ist mir dann doch etwas zu dünn und auch nicht lustig genug, um damit alleine zu tragen.

    Mistress Kanan is Devilishly Easy [2]:
    Nach Episode 2 hat sichs für mich schon ausgetsunered (geiles Deutsch, Mann!). Ich kann aber erkennen, warum es für einige was ist. Gerade die immer größer werdenden schlagenden Argumente des weiblichen Casts sind sicherlich für den ein oder anderen was

    Agents of the Four Seasons [3-4]:
    Die Show ist weiterhin sehr schön und auch super animiert. Aber leider hat sich das, was ich vorher so positiv angemerkt habe, mittlerweile umgekehrt: Die Show tritt für mich zu sehr auf der Stelle. In jeder Episode wird alles immer wieder auf das Trauma der Charaktere von vor 10 Jahren zurückgeführt. Manchmal sogar mehrmals pro Episode. Und ehrlich? Es lässt die Charaktere im Jetzt ziemlich eindimensional rüberkommen. Ich finde es natürlich gut, wenn nicht die typische Anime-Traumabewältigung vom "einmal drüber quatschen => alles gut" gemacht wird, aber wenn ich das Gefühl habe, die Show erzählt mir immer wieder das Gleiche und bei den Charakteren ist nicht viel mehr Tiefe - dann wirds langweilig.
    Ja, ich weiß, dass Sakura immer noch Schuldgefühle wegen damals hat. Ja, es ist clever, dass das auch in der Dynamik der Schwester in Episode 3/4 widergespiegelt wird. Und ja, ich hab das schon seit Episode 1 mehr als genau gewusst. Und ja, um Higariku diesmal zu beschützen muss sie tatkräftiger werden als damals. Ich verstehe, dass Du den Typen auch kacke findest, weil er damals nicht geholfen hat. Aber hey, Sakura - wer bist Du eigentlich?
    Das hier ist kein Journal With Witch, wo diese Konflikte zwar auch immer wieder hochkommen, aber die Show die Charaktere nicht alleine darauf reduziert.

    Akane-Banashi [3]:
    Mich stört es weiterhin, wie schlecht die Rakugo-Stücke präsentiert werden. Bei dem aus Episode 3 kann man - wäre die ewige Narration und Nachbesprechung nicht da - nicht mal erkennen, wieso das jetzt keine Lacher verursacht hat im Vergleich zu ihrer Performance in Episode 2. Man bekommt einfach zu wenig Kontext, um selber irgendwas erschließen zu können und es muss einem daher alles erklärt werden. Das ist nicht untypisch für Sports Shounen, und ich weiß, dass sich diese Show als sowas sieht. Aber ich finde es hier extrem störend, weil man es auch alles direkt zeigen könnte. Bei klassischen Sports-Geschichten sind auch zu viele technische Regeln dabei, die man dem Zuschauer nahebringen muss, aber hier könnte man die Performances für sich sprechen lassen - immerhin ist Anime ein audiovisuelles Medium!
    Ich habe ein wenig das Gefühl, dass das hier so geschrieben wurde, dass man gar nicht erwartet, dass die Zuschauer die Rakugo-Stücke an sich lustig/ unterhaltsam finden würden, daher muss man diese auch gar nicht erst richtig zeigen. Daher ist mein Goodwill, den ich für Episode 1-2 noch aufgebracht habe, hier auch irgendwie erschöpft.



    KEEPS (for now)

    Noch ein paar geupdatete Eindrücke, wobei ich mich auf die Shows fokussiere, wo Nachschärfung nötig ist. Daher muss Nakamura-kun weiter in sein Kissen schreien, weil die Show einfach das ist, was ich schon gesagt habe: Eine extrem lustige oldschool RomCom mit tollen Charakteren, die höchstwahrscheinlich auf meiner AotY-Liste landen wird.

    Botan Kamiina Fully Blossoms When Drunk [2]:
    Das hier ist vielleicht eine der Ausnahmen, weil man nach meinem Ersteindruck sehr gut davon hätte ausgehen können, dass es da schon gedropped war. Aber ich hab hier doch noch weiter geschaut. Und ernsthaft? Ich glaube, ich habe die Show etwas undersold. Also, sie ist nicht unbedingt was für mich, aber man, sie ist schon extrem stark, wenn es was für einen ist.

    Das werde ich nun semi fixen. Die Show ist vom Studio, was Mono vor ein paar Seasons gemacht hat, und da war ich schon sehr beeindruckt, wie einfallsreich viele Szenen waren. Und das zieht sich hier weiter - wir haben ein neues "Cute Girls"-Studio, was so richtig reinklotzt!

    Die Show ist superstark animiert, die Mädels fühlen sich richtig lebendig an und der Alkohol... wird extrem ästhetisch präsentiert. Es ist fast ironisch, dass die gleiche Season so eine flach präsentierte Show wie Drops of God kommt, die einem den Wein gar nicht verkauft, während diese Show einem praktisch jeden Alkohol so präsentieren kann, dass man nichts gegen nen Schluck einzuwenden hätte. Vor allem weiß die Show aber, welche Szene sie auf welche Art darstellen muss - und so wechselt der Stil sehr flüssig je nachdem, was gerade nötig ist um den besten Effekt zu erzielen.

    Dazu sind die Charaktere sehr sympathisch, witzig und locker, aber da muss man halt auf Cute Girls Smashing Some Beer and Each Other stehen. Und ja, dass hier mindestens zwei der Fratgirls total aufeinander stehen, das ist mehr als offensichtlich. Also ja, rückblickend war hier mein etwas verhaltener Eindruck vermutlich gefärbt davon, dass die Show nicht so richtig für mich ist. Dabei würde ich sie als ein absolutes Highlight der Season auszeichnen.
    Das Opening ist auch richtig stark, mit diesem Amateur-Footage auf der Handcam aus den 2000ern - die Farben, die kleinen Gesten der Charaktere, die so viel Persönlichkeit ausstrahlen, die Gruppenszenen:



    Eren the Southpaw [2-3]:

    Diese Show geht in eine KOMPLETT andere Richtung, als ich erwartet hätte. Gerade, da es nach Episode 2 nen Timeskip gab und man das Studium von Kouichi komplett überspringt. Stattdessen kann sich nun in den wunderschönen japanischen Arbeitsalltag einfinden, wo er nen "geschätztester Arbeitssklave der Firma"-Speedrun macht. 36-Stunden-"Tage", Zusammenbrüche, Arbeit, die einem direkt wieder ins Gesicht geschleudert wird und natürlich Aufträge, für die man sich den Arsch aufgerissen hat, die einem dann aber direkt wegen mangelnder Seniority weggenommen werden. Hier ist alles drinnen.
    Da sich Kouichi immer noch an die Zeit mit Eren zurückerinnert, der er ja beweisen wollte, dass er es zu was bringen kann (er hat halt diesen harten Minderwertigkeitskomplex und will etwas Großes schaffen), könnte es durchaus sein, dass die Streetart als Metapher für Freiheit noch zurückkommt. Aber bisher sieht es eher nicht danach aus. Auch, was aus den anderen geworden ist? Who knows.

    Show ist aber immer noch ein Wackelkandidat, weil ich die Charaktere weiterhin nicht besonders sympathisch finde.


    Needy Girl Overdose [3]:
    Episode 3 war die erste, die ich als wirklich kohärent bezeichnen würde - und sie steht auch ganz gut für sich.
    Im Prinzip ein Flashback von Ames Kindheit und Jugend. Hier wird die Takopi-Routine gemacht, aber ich fands schon sehr gut präsentiert und geschnitten. Klar, edgy as fuck, aber das ist Needy Girl Overdose nun mal. Es werden vor allem einige Ereignisse, die man im Spiel nur angeteasert bekommen hat, ausgearbeitet und es liefert durchaus ein gutes Bild davon, was mit ihr passiert ist. Ich meine, von den Eltern gesagt zu bekommen, dass sie einen nicht mal lieben - das ist vermutlich eines der traumatischsten (verbalen) Ereignisse, die ein Kind haben kann. Man merkt auch, wo ihre schweren Delusionen herkommen, dass sie ein Engel werden wollte, der eine bessere Zukunft bringt - auch ihr selber.

    Das wird gerahmt davon, dass Ame am Piano die Hintergrundmusik spielt - denn es ist alles fast wie ein Theaterstück, eine Performance, die hier stattfindet. Schließlich sagt sie als KAngel dann auch ihrem Publikum, dass Streamer oft lügen - beispielsweise über ihre tragische Vergangenheit, um Sympathie zu bekommen (und Geld ). Was gleichzeitig mit dem Thema der "Performance" ihrer Vergangenheit, die wir erlebt haben zusammenpasst, aber auch damit, dass sie zum Selbstschutz eine Art Witz daraus macht. Denn letztendlich ist sie immer noch das kleine, weinende Mädchen, was sich ein besseres Leben wünscht.


    My Ribdiculous Reincarnation [2-3]:
    Ja, die Show ist genau das, was ich vorhergesehen habe: Jede Episode gibt es zwei Szenarien, in denen sich MC-kun wiederfindet. Die sich dann er und die Göttin zusammen anschauen und kommentieren. Und der Kram ist batshit insane. So wird er beispielsweise als supermächtiger Einsiederlerbrebs wiedergeboren, der den Helden in den Wahnsinn treibt, oder als die Level Up Stimme im Kopf des Helden... die diesen in den Wahnsinn treibt. Huh, ich sehe da ein Muster, weil MC-kun halt so ein Nervenarsch ist.

    Aber am spannendsten an der Show ist echt, dass bisher jede Verwandlung ihren komplett eigenen Stil hatte. Alle nicht besonders gut animiert, und sicherlich alles deutlich billiger als... naja, normale Animationen. Aber bisher ordentlich kreativ. Vor allem in Episode 3 war es stark, dass hier praktische Effekte genutzt wurden, indem man die Heldengeschichte als eine Art Faltgeschichte erzählt hat.
    Ich glaube zwar nicht, dass ichs zu Ende schaue, aber bisher? Bisher bin ich echt gut von dem Schwachsinn unterhalten!


    Marriagetoxin [2-3]:
    Mein Ersteindruck klang vielleicht so, dass es die Show nicht weiter schafft. Aber ernsthaft finde ich hier - trotz meiner Abneigung gegenüber den shounigeren Teilen - genug, was ich echt stark finde. Besonders die Charaktere, gerade die Dynamik zwischen Mei und Gero. Und Himekawa hat mir auch schon ziemlich gefallen - witzigerweise hatte ich nicht so ganz auf dem Schirm, dass das hier im wesentlichen wohl ne Action-Harem-Show wird, bei der Gero lauter Waifus aufgabelt? Die ihn vermutlich alle sofort heiraten würde, aber er ist ja ein Gentleman *g*
    Wobei ich mich schon ein wenig gefragt habe, wo er eigentlich diese guten Manieren herhat, wenn man bedenkt, dass einem die Story ja erzählen will, dass er kaum richtig gute Kontakte hatte. Aber ok, irgendwo geschenkt, weil die Interaktionen alle spaßig sind. Gerade diesen Haifischclub fand ich zum Schießen blöd, wie die da alle getanzt haben und Mei probiert hat sich im Hintergrund zu tarnen (und dann sowohl alle Männer und Frauen abgesahnt hat). Dieser Teil davon gefällt mir wirklich gut.


    Was ich ein wenig seltsam gefunden habe - dass Leute online debatieren, ob Mei tatsächlich ein Mann ist oder nicht. Der Anime hat es für mich ziemlich eindeutig präsentiert, dass die Antwort hier "ja" ist. Wird der Manga hier ambivalenter? Oder ist das nur Wunschdenken, weil Leute wollen, dass Gero und Mei zusammenkommen, aber sie definitiv keine schwule Beziehung wollen (aber natürlich bekunden, überhaupt nichts dagegen zu haben ).

    Den menschlichen Zoo fand ich ein wenig zu edgy (war das Mei als Kind in dem einen Shot?!), genau wie Geros Backstory wie sehr man ihn zu einem "inhumanen" Menschen erzogen hat (obwohl er ja eigentlich genau das Gegenteil geworden ist, huh).
    Den Kampf gegen Ushio... hätte ich nicht so wirklich gebraucht und fand ich auch einfach zu sehr over the top mit den Kräften. Hier habe ich schon ein wenig Angst, dass die Show da später - wie ichs gelesen habe - zu sehr auf diesen over the top Actionanteil geht.

    GFlügel, falls Du hier mitliest - wäre cool, wenn Du da ein wenig Input geben könntest.

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