Diesmal gibt’s etwas mehr Überschneidung mit Dnamei *g*
Und auch der Endspurt der Ersteindrücke. Und es waren tatsächlich nicht alle Shows - was schon beänstigend ist, weil es trotzdem echt viele Shows waren. Und wie vorher mal erwähnt - die Season ist schockierend solide mit nur wirklich wenigen Stinkern.
A Hundred Scenes of Awajima [1-2]
Alle paar Jahre bekommen wir eine nischige Show, bei der es um eine elitäre Mädchenschule geht, die ihre Schülerinnen auf ein spezielles Feld vorbereitet. Bei Kageki Shoujo!! war es die Kouka, eine renomierte japanische Theatertruppe. Bei dieser Show geht es um eine Opernschule und um das Leben der Mädchen darin. Im Gegensatz zu Kageki Shoujo!!, das mit hoher Energie aufgewartet hat, ist diese Show aber eher ruhig und melancholisch.
Es ist eine Ensemble-Show, bei der es in jeder (Teil-)Episode um andere Charaktere geht, die aber miteinander verflochten sind. Immerhin ist der Name ja auch hundert Szenen aus der Schule. Was hier besonders auffällt ist mit was für einer Sorgfalt und Feinheit die Show aufgezogen wurde. Der Stil fühlt sich weich an, fast zerbrechlich, getragen von Pastellfarben. Ideal, um ein Drama zu erzählen, ohne es überzudramatisieren.Ein zweiter Aspekt, der sehr spannend ist: Die nichtlineare Erzählweise. So lernt man beispielsweise in Episode 1 einen Charakter kennen, die über ihre Tante erzählt. Diese Tante ist dann die Erzählerin aus der ersten Hälfte von Episode 2. Vergangenheit und Gegenwart werden erzählerisch vermischt. Das ist ein ziemlich cleverer Aufbau, weil man quasi die Leben der Charaktere wie ein Puzzle nach und nach zusammensetzt. Es erfordert aber auch, dass man sich die alle merken kann *g*![]()
Der Kern der ersten Episode ist die zweite Geschichte, während die erste eher eine Einführung darstellt. Hier handelt es von zwei guten Freundinnen, die zusammen gerne performed haben. So waren sie zusammen schon Romeo und Julia in einem Stück an der Schule.![]()
Eine von ihnen wollte an die Awajima um ihre Fähigkeiten auszubauen. Sie war sich auch sicher, dass ihre Freundin mitkommen würde. Doch so kam es nicht, denn ihr Vater erlaubte es ihr nicht, sie solle etwas richtiges machen. Und so trennen sich die Wege der beiden. Sie trat zwar immer noch auf, aber eben "nur" an einer normalen Schule.Einige Zeit später besucht die Freundin von der Awajima sie und sieht einen Auftritt von Romeo & Julia. Beide erinnern sich an ihre gemeinsame Zeit, die sie nun nicht mehr haben. Sie hatte gelogen - tatsächlich wollte sie auf eine andere Schule gehen, weil sie aus Eifersucht Abstand zwischen ihnen schaffen wollte.![]()
Sie lassen ihre einst tiefe Freundschaft noch einmal aufleben, als sich ihre Hände berühren, sie ein letztes Mal Romeo & Julia spielen - nicht für ein Publikum, aber füreinander.In zehn Minuten schafft die Episode eine emotionale Wucht, für die andere Serien ganze Arcs brauchen – getragen von leisen Gesten und melancholischer Inszenierung. Das Verrückte? Episode 2 macht das gleich noch mal mit anderen Charakteren bei einer Geschichte über vergangene Liebe, die nie überwunden werden konnte.![]()
Komplett gepackt hat mich die Show aber trotzdem noch nicht, auch wenn ich die erzählerische und inszenatorische Qualität für ziemlich beeindruckend halte. Sie ist aber auch recht langsam und unaufgeregt und wegen der Nichtlinearität vielleicht nicht ideal fürs episodische Schauen. In einer so vollen Season hat sie es durchaus schwer.
The Warrior Princess and the Barbaric King [1-2]:
Diese Show macht es mir echt nicht einfach. Ich will zumindest anmerken, dass ich keine Bosartigkeit in den Ereignissen erkennen kann, die sie als Gags verkauft. Vermutlich ist es eher unreflektiertes Nutzen von Tropes, aber das ändert den Effekt wenig.
Gleichzeitig ists durchaus bedenkenswert, dass der Kernprämisse die folgende ist: Die Kriegerprinzessin wird von einem Typen niedergeschlagen, in sein Land entführt, erwacht in Ketten, wird dann von ihm bekleidet und als seine Braut verkauft, mit Roofies bewusstlos gemacht und sie wacht schließlich in seinem Bett neben ihm auf, während sein Morgenschwengel salutiert.
Und die MAL Foren konzentrieren sich mehr darauf, dass sie "nervig überreagiert, weil sie in allen seinen Aktionen was schlechtes vermutet."Denn hey, ich meine, so wild ists ja auch nicht. Ist doch alles nur ein großer Witz. Und sie soll sich mal nicht so anstellen, immerhin hat er sie nicht einfach auf dem Schlachtfeld getötet, oder? Ohnehin sind die "Barbaren" - die ihre Frauen entführen und zur Ehe zwingen - sowieso totale Gentlemen (mit Roofies) und haben ein wunderschönes, der Natur verbundenes, Land und eine dieses respektierende Kultur. Nicht, wie das karge Land des Westens, in dem man die Kriegerprinzessin auch nur belächelt hat, weil Frauen lieber heiraten sollen.![]()
Ich zerlege jetzt mal, was die Show hier macht und wos vermutlich hingeht: Sie stellt die Kultur der "Feinde" als viel schöner, respektvoller gegenüber Frauen und ohnehin idealisierter dar, im Vergleich zu der kalten und hinterlistigen Kultur des eigenen Landes. Der derzeitige Krieg wurde vom Westen ausgelöst - ich vermute, dass dies auch auf andere Kriege zutraf - weil sie aus ihren kargen Ländern raus wollen. Diese Kargheit haben sie sicherlich selber verursacht - höchstwahrscheinlich aus Gier. Es ist sicherlich auch kein Zufall, dass die "Barbaren" aus dem Osten viel positiver geframed werden als die "zivilisierten" Bewohner des Westens![]()
Es ist ein Framing, um die Situation, in der sich die Prinzessin wiederfindet, als letztendlich positiv darzustellen.Es ist auch ein Fall, wo ich meine Liebe zu Tsundere etwas evaluieren muss. Denn ja, die Prinzessin wirkt hier absolut wie eine Tsundere, obwohl es eine völlig natürliche Abwehrreaktion sein sollte. Die Deadpan-Dienerin erzeugt hierbei den Effekt, dass die Reaktionen der Prinzessin als übertrieben und irrational wahrgenommen werden. Interessanterweise hatte die Show mich mit der Dynamik erst, weil ich sie generell sehr unterhaltsam finde - die Autoren machen also zumindest ihre Inszenierung effektiv und ich musste an ein paar Stellen auch grinsen. Sie sieht auch wirklich gut aus, das muss ich anerkennen - gerade die dicken Umrandungen haben echt was.![]()
Am Ende bleibt für mich vor allem diese Diskrepanz: Auf einer inhaltlichen Ebene erzählt die Serie eine ziemlich eindeutige Zwangssituation, rahmt sie aber konsequent als harmlosen Romance-Gag. Und genau diese Verschiebung ist es, die sich für mich falsch anfühlt. Weiterschauen werde ich das hier nicht. Bin aber auf Dnameis Eindrücke gespannt, inwiefern sich meine Prognosen erfüllen.
Liar Game [1-2]:
Hiervon habe ich den Manga gelesen und mochte ihn durchaus gerne. Es ist quasi eine der früheren Stories über high Stakes Spiele mit einem super intelligenten Hauptcharakter. Wobei ich der Meinung bin, dass diese Geschichte viel besser macht als die, die nach ihr kamen.
Grundlegend geht es um Nao, eine hoffnungslos naive Person, die sogar Münzgeld bei der Polizei abgibt. Sie vertraut jedem, aber wird nun in das Liar Game reingezogen. Die Teilnahme daran bestätigt man durch Öffnen des Geldkoffers (was ich mal als nicht rechtlich verteidigbar halte, but role with it xD. Weil sie so naiv ist, fällt sie sofort auf ihren Gegenspieler rein und gibt ihm ihre ganze Kohle. Um aus dem Schlamassel rauszukommen holt sie sich die Hilfe eines berüchtigten Betrügers.Einer der Aspekte, die viele abschrecken, ist hierbei Nao. Sie ist anfangs so unheimlich naiv, dass man sich fragt, wie sie überhaupt erwachsen werden konnte. Zugegeben, ich habe das Gefühl, dass die Welt eine bessere wäre, wenn alle Menschen sich so vertrauen würden, wie Nao ihnen vertraut - aber in der Realität ist das schon hoffnungslos dumm. Offensichtlich ist sie so überspitzt, weil sie sich in der Handlung entwickeln soll. Sie ist später zwar weniger naiv, aber so richtig nützlich habe ich sie im Vergleich zu Akiyama nicht in Erinnerung. Er ist klar das Gigabrain der Show und löst die meisten Spiele. Aber dennoch kommt später eine Chemie und auch ein tiefes Vertrauen zwischen den beiden auf, so dass sie ihre Rolle in der Handlung stärker rechtfertigt als nur für eine Polarisierung.![]()
Am Anfang ist ihre Art aber auch wichtig, um die Anspannung des Spiels spürbar zu machen. Denn auch wenn Akiyamas Tricks auf den Gegenspieler wirken - so spiegelt Nao auch diesen Druck wider und zeigt damit, wie der psychologische Aspekt funktioniert.Was die Geschichte für mich aber von Material, was später kam (Darwin / Tomodachi Game, Kakegurui), abhebt, sind hier zwei Dinge: Einmal sind die Spiele recht bodenständig und einfach zu verstehen. Es wird bei den Spielen selber wenig übertrieben, was dazu führt, dass man immer gut mitkommt. Andere Spieleshows haben abstruse oder lange Regellisten. Einerseits um einzigartiger zu wirken, aber auch, weil es einfacher ist, Lücken zu erstellen und zu verbergen. Das lässt die Spiele eher wie von Anfang an designte Puzzles anfühlen, die es zu lösen gilt, nicht wie ein echter Wettstreit.![]()
Der andere große Unterschied ist, dass die Strategien auf psychologischen Effekten basieren, was die Show schon mit dem ersten - noch recht mundanen - Spiel mit Naos Ex-Lehrer klarmacht. Es ist also eine Kombination der Psychologie mit den simplen Spielregeln. Das sollte meiner Meinung nach auch die Essenz sein, damit solche Shows spannend bleiben.Gleichzeitig kann ich den Anime nur bedingt empfehlen, selbst, wenn das Material was für einen ist. Er ist recht schwach animiert und die langgezogenen Gesichter, die im Manga funktionieren, sehen hier einfach nur seltsam aus. Ich vermute es hat was mit dem 16:9-Format zu tun, was das noch auffälliger macht. Auch ist es meiner Meinung nach kein guter Schachzug gewesen, den ersten Arc auf mehr als 2 Episoden auszudehnen, weil das das Pacing langsam wirken lässt. Der Manga ist auch nicht fast paced, aber dadurch, dass das eigene Lesetempo das Pacing bestimmt, fließt er einfach besser.![]()
Kill Blue [1-2]:
MC-kun war ein top Assassine, wurde dann von ner genetisch mutiertenSpinneWespe gestochen und ist nun ein Kind. Und wie sich das so alles zusammenfügt, brauchte der Boss seiner Organisation eh jemanden, der an ner Mittelschule agiert. Nebenbei geht auch die Tochter von Mutierte Wespenzüchter e.V. an diese Schule.
Der Mushoku Tensei im Raum ist natürlich die Romance-Frage: Geht hier was zwischen einem 40-Jährigen im Körper eines Mittelschülers und einer Schülerin? Ich habe mir schon sagen lassen, dass der Romance-Aspekt nicht weird werden soll, also wohl eher nicht. Ich bin da aus Anime schon viel gewohnt und abgehärtet, aber gut zu wissen.
Was mir gefallen hat, ist, dass der Hauptcharakter eine Ex-Frau und Tochter hat. Das wird sicher gar nicht weird, wenn gerade seine Tochter ihn sieht. Er sagt, er könne nicht mit Kindern, aber nach meinem bisherigen Verständnis kann er mit so ziemlich gar keinem, der nicht mit dem Beruf zu tun hat - unabhängig vom Alter.![]()
Die Actionszenen sind gewohnt over the top (ist wieder Shounen Jump) und auch ganz ordentlich animiert. Erst dachte ich, als er Noren die Tasche über den Kopf stülpt, dass sie einem echt verkaufen wollen, dass sie seine Stimme nicht mehr hören kann. Glücklicherweise ist sie dann doch nicht so auf den Kopf gefallen und hat schon Vermutungen. Noren als Charakter macht nen guten Eindruck, wobei der Ice Breaker zwischen den beiden ein wenig lame war - er sieht sie halt, dass sie außerhalb der Schulzeit in nem Ramen-Laden jobbt. Ich hätte es interessanter gefunden, hätte er tatsächlich ihren Männerhass überwinden müssen und man nicht so einen Shortcut genommen. Denn da ist schon gerechtfertigtes Trauma hinter, weil sie von Männern wegen ihres Aussehens (und Standes als Erbin eines Großkonzerns) eher wie Ware behandelt wurde. Da ist definitiv Tiefe in den Charakteren vorhanden, aber ich habe bisher nicht das volle Vertrauen, dass sie rausgeholt wird.Wenn das alles ein wenig flach klingt was ich beschreibe, dann ist das nicht von ungefähr. Die Show ist halt ganz nett, aber hat mir auch nicht besonders viel gegeben. Das heißt, selbst die Punkte, die ich fragwürdiger finde (wie den Exhibitionisten in Episode 1), sind nicht relevant genug, dass ich da wirklich zu viel Energie reinstecke. Wenn man eine Show mit dem Setting sehen will, dann gibt’s hier aber auch wenig zu meckern.![]()
The Classroom of a Black Cat and a Witch [1]:
Sie gibt ihm ihre magische Kraft indem sie ihm die Poperze küsst?!
… ich meine, viele Medikamente wirken auch schneller, wenn sie vom Darm absorbiert werden, statt über den Mund. Irgendwie ist das sogar logischer als Magie durch den Mund (oder Brustmilch… oder andere "Lebenssäfte"…) aufzunehmen, I guess?!
Wartet… sie küsst nen KATER auf die Rosette? Uhm… uhhh… I got nothing…
OK, haben wir die Prämisse aus dem Weg. Dnamei hat die Show sonst schon gut beschrieben, daher wiederhole ich es nicht. Was das hier besonders auszeichnet, ist, wie gut drauf, hyper und motiviert Spica ist. Ich hab schon viel gegrinst, wenn sie von nem Haus springt und voll crashed, weil sie nicht fliegen kann. Generell ist sie nicht so heiß in Magie, aber will trotzdem auf eine der renomiertesten Schulen gehen. Warum? Weil sie einen Tutor dort supertoll findet.![]()
Es ist aber auch eine der Shows, bei der jemand unrechtmäßig etwas beschuldigt wird und man ihn reinwaschen muss - in diesem Fall Kater-kun. Damit der Fluch, der auf ihm lastet, übrigens gelöst werden kann, muss Spica richtig geil in Magie werden, damit sie mehr Power hat, die sie ihm in den Hintern blasen kann.![]()
OK, irgendwie wars das. Hier steckt nicht wirklich so viel mehr hinter und ich will in ein paar Aspekte auch nicht unbedingt mehr reinlesen (![]()
). Aber unterhaltsam wars durchaus und verspricht einiges an Chaos. Auch wenn das Gimmick n bisschen für den Arsch ist.





















). Aber unterhaltsam wars durchaus und verspricht einiges an Chaos. Auch wenn das Gimmick n bisschen für den Arsch ist.
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